Eddy Cue: „We hear you @taylorswift13“

IPhoneBlog de Eddy Cue

Taylor Swift schrieb gestern den wohl teuersten Tumblr-Post (aller Zeiten?), der Apple dabei hilft, eine zuvor ausgehandelte Vertragsklausel mit ein paar Millionen US-Dollar (an einem Sonntagabend über Twitter!) von seinem PR-Fiasko zu befreien.

Cue says that Swift’s letter, coupled with complaints from indie labels and artists, did indeed prompt the change. He said he discussed the about-face with Apple CEO Tim Cook today. “It’s something we worked on together. Ultimately we both wanted to make the change.”

Cue says Apple will pay rights holders for the entire three months of the trial period. It can’t be at the same rate that Apple is paying them after free users become subscribers, since Apple is paying out a percentage of revenues once subscribers start paying. Instead, he says, Apple will pay rights holders on a per-stream basis, which he won’t disclose.

Peter Kafka | „Apple Says It Will Pay Taylor Swift For Free Streams, After All

1-2-3 Tanken [Sponsor]

1-2-3 Tanken (App-Store-Link) ist ab heute mein ‚Sponsor der Woche‘.

1 2 3 Tanken Blogpost Image

Um einmal meinen Dad zu zitieren, der berufsbedingt täglich mit dem Auto unterwegs ist: „Die besten 3 Euro, die ich bislang für eine App ausgegeben habe.“

Er unterschlägt: Der Download aus dem App Store ist kostenlos und zeigt bereits in der Basisversion alle Tankstellen- und Preisdaten der Umgebung an. Wer jedoch regelmäßig Auto fährt, denkt nicht lange darüber nach auch das Widget für die Mitteilungszentrale, die interaktiven Preisstatistiken sowie den Preisalarm auf der Apple Watch freizuschalten.

1-2-3 Tanken macht keine Kompromisse für andere Plattformen: Es ist seit 2013 eine 100-prozentige iOS-App, die sich stets weiterentwickelt. Natürlich haben bereits die Arbeiten für alle Neuerungen von iOS 9 und watch OS 2 begonnen.

Das Team aus der Nähe von Heidelberg hat ausschließlich gute Erfahrungen mit Nutzer-Feedback gesammelt und freut sich auch weiterhin über Vorschläge und Meinungen. Mir gefällt, dass sorgsam ausgesucht wird welche Features die App besser machen und gleichzeitig die Bedienung einfach halten. Ich kenne keine übersichtlichere Benzinpreis-App.

Vielen Dank an 1-2-3 Tanken für die Unterstützung von iPhoneBlog.de in dieser Woche.

Apple: Das erste iPad mini hat ausgedient

IPhoneBlog de iPad mini

The original iPad mini has quietly disappeared from Apple’s web site, and is no longer available to purchase new from the Apple Store. […] Apple’s discontinuation of the iPad mini leaves the remaining iPads as a completely 64-bit family, all using either A7 or A8X processors rather than the iPad mini’s aging A5.

Jeremy Horwitz | 9to5Mac

Es ist nicht nur der vollständige Retina-Umstieg im iOS-Line-up: Wenn im Herbst noch das iPhone 5c aus dem Programm rutscht, bietet Apple kein iPad und kein iPhone mehr an, das nicht mindestens einen A7-Prozessor und eine 64-Bit-Architektur mitbringt.

Mit einem solchen Durchsatz, das ist ‚Apple at its best‘.

„XARA, deconstructed“ ➊

IPhoneBlog de XARA

Sicherheitsforscher demonstrierten in dieser Woche vier Schwachstellen für Mac OS, eine davon gilt speziell für iOS. Sie betrifft die Datenkommunikation zwischen Apps, die dafür URL-Schemes verwenden.

Nick Arnott verfasste eine verständliche Übersicht:

Unfortunately, despite the fact that this sort of URL scheme hijacking behavior is well-known, there are still many developers that use URL schemes to pass sensitive data between apps. For instance, apps that handle sign-in through a third-party service may pass oauth or other sensitive tokens between apps using URL schemes; two examples mentioned by the researchers are Wunderlist on OS X authenticating with Google and Pinterest on iOS authenticating with Facebook. If a malicious app registers for a URL scheme being used for the above purposes, then it may be able to intercept, use, and transmit that sensitive data to an attacker.

XARA, deconstructed: An in-depth look at OS X and iOS cross-app resource attacks

Jeffrey Goldberg beschreibt aus Sicht von 1Password die Problematik, die nicht nur einen Bugfix-Release benötigt, sondern auch dazu zwingt über die zugrundeliegende Architektur nachzudenken.

As always be careful about what software you run and install on your system. […] Now Xing and his team point out that this isn’t a guaranteed way to prevent malware being installed. They were able to get a malicious app approved by the Mac App Store review process. However, I think it is reasonable to assume that now that Apple reviewers know what to look for, it will be much harder for that specific kind of malware to get through.

1Password inter-process communication: a discussion

Für die Verwendung von URL-Schemata unter iOS sucht Apple bereits nach Alternativen, wie Greg Pierce in Bezug auf entsprechende WWDC-Sessions festhielt.

Apple has been adding more secure and reliable ways to do many (but not all) of the things possible with URLs (Extensions, App Links, etc.). Long term these are important changes because it is true that there are implications to the uncontrolled use of URLs that may be exploited.

Quick Take on iOS 9 URL Scheme Changes

Update ➊

Editorial 1.2 (+ Video)

Editorial (universal; App-Store-Link) kostet noch bis Montag 6.99 Euro, danach wird es 3 Euro teurer. Wer in Markdown schreibt, hat die iOS-App gewiss schon ausprobiert.

Für alle, die dazu bislang nicht kamen, finden hier einen knappen Ersteindruck der Textverarbeitung im (hoffentlich hilfreichen) Videoformat1.

(Vimeo)


  1. Alle meine Videos finden sich über die Suche hier im Blog, YouTube, Vimeo oder im Podcast-Feed (iTunes-Link). 

Neonlicht-Stimmung: Transistor

Ihr seid müde, könnt aber nicht schlafen. Ihr habt Appetit, seid aber nicht hungrig. Ihr habt keine Kraft, geht aber Tanzen. So fühlt sich Transistor (9.99 €; universal; App-Store-Link) an. Betäubend und berauschend; unbefriedigend und mitreißend.

Supergiant Games programmierte nach Bastion (4.99 €; universal; App-Store-Link), ein auch aus heutiger Sicht noch schlicht fantastisches Erlebnis, abermals Endzeitstimmung, die ohne Wenn und Aber der Musik und seinem Erzähler folgt. Erneut ist es Logan Cunningham, der seine rauen Stimmbänder als Sprecher aus dem Off schwingt. Ich könnte dem Mann stundenlang zuhören.

Auch beim Soundtrack setzt das Indie-Studio mit Darren Korb auf die All-Star-Besetzung. Sein Album (8.99 €; iTunes-Link) ist so stimmig, dass man fragt sich: „Was war zuerst da: das Spiel oder der Soundtrack?“

Video

Der Streifzug von Red – unserer Heldin, die Transistor, das überdimensionale Schwert hinter sich herschleift, kämpft sowohl rundenbasiert wie auch in Echtzeit. Den gesichtslosen Killer-Robotern begegnet ihr entweder in klassischer ‚Hack and Slay‘-Manier oder plant einen Angriff strategisch im Detail. Dafür drückt ihr auf dem MFi-Controller die Taste R1 und koordiniert bei pausiertem Spielgeschehen die nächste Attacke1 – bestmöglich so, dass ihr mehrere Gegner in der Arena gleichzeitig trefft.

Man kann zwar auch aktiv laufen, ausweichen und zuschlagen, aber erst wenn man das Spiel pausiert und seine Angriffe sowie Bewegungen mehrere Schritte im Voraus plant, entfalten die Gefechte ihre taktischen Reize: Es fühlt sich an wie Schach auf Speed, wenn man seine Züge vom hinterhältigen Hieb über den alles durchdringenden Strahl bis zur weit fächernden Bombe erst in das Raster speichert und dann vom Stapel lässt – es gleißt, es funkt, es geht ratzfatz und sieht klasse aus.

Jörg Luibl | 4Players

Aber:

Wenn ich die Spielmechaniken von Transistor beschreibe, dann fühlt sich das an, als würde ich mit meinen Eltern über die Feinheiten von Hearthstone-Deckbau sprechen. Nach einem mehrere Stunden dauernden Lernprozess wird die überfrachtete Function-Funktion komplex, taktisch und herausfordernd, der Weg dahin ist aber so verwirrend, dass es schwer zu glauben ist, dasselbe Team hätte das klare und elegante Kampfsystem in Bastion gestaltet.

Dennis Kogel | Superlevel

IPhoneBlog de Transistor

Transistor spielt sich wie ein Fiebertraum: streckenweise wirr, oft euphorisch. Die Waffen-Upgrades habe ich bis zum Schluss nicht verstanden; die Geschichte hält sich insbesondere am Anfang fast ein wenig arrogant zurück. „Denkt euch das mal selbst zusammen“, lautet wohl der pädagogische Ansatz.

Gleichzeitig will man sich vor dem handgezeichneten Neon-flair, den Unschärfefiltern, dem Sprecher und der Musik verbeugen. Für mich ist Transistor die allgemeingültige Definition von hübsch. Deshalb will ich es spielen und deshalb gestehe ihm dabei Unzulänglichkeiten zu.


  1. In hektischen Situationen ist die Touch-Steuerung schwieriger, bleibt aber immer präzise. Transistor lässt sich sowohl mit als auch ohne Controller genießen. 

„Apple’s Bitcode Telegraphs Future CPU Plans“

IPhoneBlog de Bitcode

Aus der diesjährigen ‚State of the Union‘ (Video, ab Minute 06:35 / Transkript):

Bitcode is an LLVM Intermediate Representation of your binary, which allows the store to reoptimize your apps for each kind of device before they get delivered to the user.

You develop and debug the app the normal way in Xcode, but the store will be in a position to constantly reapply the latest compiler optimizations we have been working on so that your apps run great on all kinds of devices.

It also future-proofs your apps because it will allow the store to let your apps take advantage of new processor capabilities we might be adding in the future, and all that without you having to resubmit your app to the store.

@InertialLemon mit einer Bewertung:

The biggest news from WWDC15 is something that hasn’t even made headlines–yet. […]

iOS has over a million apps today, so switching to a radically different architecture will take at least a couple generations. Since Bitcode is optional for iOS 9 app submissions, the A9 processor in this fall’s products will be a gentle evolution. And next year’s A10 will have to stick to the existing ARM64 ABI.

But the A11? Picture all of that high powered chip design talent. Picture a whiteboard filled with a hundred PhD thesis-level ideas for improvements. Now imagine Bob Mansfield (remember him?) telling them, “Forget about compatibility. Your only criteria for the next CPU is to be better.”

Apple’s Bitcode Telegraphs Future CPU Plans

Das erste iPhone hatte „die Prozessor-Power eines DVD-Spielers“. Apples A7, der erste 64-Bit-Prozessor in einem Smartphone (iPhone 5s), löste eine kleine Panikattacke unter Mitbewerbern aus. Und das iPad Air 2 ist mit seinen drei CPU-Kernen auf Augenhöhe mit einem MacBook Air aus dem Jahr 2011.

„The pedal to the Metal“

IPhoneBlog de

You can see this in the chart above, which shows the level of the CPU and GPU performance of the iPad relative to its original model. Having CPU performance improve by a factor of twelve in less than five years is extremely impressive, yet it pales in comparison to the GPU performance which, in the case of the iPad Air 2, is 180 times faster than its original version.

Brandon Chester | „Comparing OpenGL ES To Metal On iOS Devices With GFXBench Metal

Metal ist beschränkt auf iOS-Geräte mit A7-, A8- und A8X-Prozessor. Apple verkauft allerdings noch Geräte mit A5- und A6-Prozessoren, so wie beispielsweise das iPad 2, iPad mini, iPhone 5(c) und den aktuellen Apple TV.

Mit iOS 9 wird es Entwicklern erstmals möglich sein reine 64-Bit-Apps anzubieten und die alte Hardware für ihre Software auszuklammern – eine überfällige Option. 

Was Metal für OS X bedeuten kann, hat Brianna Wu auf iMore zusammengefasst:

Metal for OS X is huge — and it’s going to be a much bigger deal on the Mac than it is on your iPhone or iPad. If you use a Mac to produce professional content, chances are, Metal is about to drastically speed up the professional apps you use like Adobe Illustrator and Autodesk Maya.

Metal for OS X is so huge, I no longer need a Mac Pro