Beidseitig steckbare Lightning-Kabel, Windmesser-Wetterstationen, Kopfhörer mit Lightning- statt Klinkenkabel und überall HomeKit: CES 2015 avancierte zur Messe für ganz viel (iOS-)Zubehör. Smartphones, die etwas auf sich halten, bekommen im Gegensatz zu den letzten Jahren eigene Events.
Richtig spannend finde ich alle diese Produkte jedoch erst dann, wenn sie auch tatsächlich erscheinen.
With this new machine, Apple will have essentially whittled down the MacBook to just the absolute fundamentals of a laptop. Any further reduction and you no longer have a laptop, you have a tablet. You have the iPad.
Die zwei Betriebssysteme bleiben das finale Unterscheidungskriterium zwischen einer sich immer näher kommenden Hardware. Apple trennt weiterhin (erfolgreich) Mac OS und iOS, adaptiert aber naheliegende Funktionen. AirDrop und Continuity sind nur der Anfang einer langen Liste von Features (die ich mir vorstellen kann), von denen beide Betriebssysteme profitieren ohne ihre eigene Identität aufzugeben.
This, then, is the key to understanding Xiaomi: they’re not so much selling smartphones as they are selling a lifestyle, and the key to that lifestyle is MiUI, Xiaomi’s software layer that ties all of these things together.
„Follow the Money!“ Beziehungsweise: Folgt dem Geld, wo es bald herkommen soll und es wird schnell klar, dass Xiaomi im Moment keinerlei Anreiz hat, seine Smartphones auf den westlichen Markt zu drücken.
Eine rein quantitative Analyse der Marktanteile für Smartphone-Betriebssysteme greift (bekannt) zu kurz, trotzdem ist es eine knappe Erwähnung wert, dass iOS weltweit – mit Ausnahme von Japan – zulegt.
Heute vor 8 Jahren stellte Steve Jobs das iPhone vor. Heute ist kein aussergewöhnlicher Geburtstag, trotzdem werfe ich zu jedem Jahrestag mindestens einmal kurz dieKeynote an, bei der es mir auch nach all den Jahren immer noch ein wenig in den Fingerspitzen kribbelt.
Was mir beim reinzappen eben besonders auffiel, ist die Applausverteilung. Jobs eröffnete mit einem Scherz, bei dem er drei revolutionäre Produkte ankündigte: ein Breitbild-iPod mit Touchscreen, ein bahnbrechendes Telefon und ein wegweisendes Internet-Kommunikationsgerät. Auf die Erwähnung des iPods folgt frenetischer Jubel; beim Telefon sprangen Journalisten von ihren Plätzen auf aber der „Breakthrough Internet Communicator“ erntete lediglich ein paar zurückhaltende Klatscher.
Vielleicht ist die Aufnahme nur falsch abgemischt; vielleicht hat das Videoteam nach den zwei Begeisterungsstürmen die Mikrofone runtergepegelt, aber mir kommt der Enthusiasmus für das dritte Feature wesentlich gedämpfter vor. Und das macht Sinn. Niemand konnte sich damals unter ‚Internet Communicator‘ etwas vorstellen, das die Bezeichnung ‚breakthrough‘ verdient haben könnte.
Heute, acht Jahre später – einen Wimpernschlag in der Geschichte später, sind die zwei ehemals bejubelten Funktionen nur noch eine Randnotiz in jeder Smartphone-Beschreibung. Ein iPhone, ausschließlich mit der Safari-App bestückt (und keiner sonstigen Software auf dem Gerät), würde ich heute allerdings kaufen. Es ließe sich sinnvoll verwenden, während mir ein iPod und das Telefon nur Schulterzucken entlocken. Ich frage mich oft, wie weit Steve Jobs seine Vision im Jahr 2007 für das iPhone voraussah.
Leute mögen generell das, was sie kennen (und stehen tendenziell skeptisch allem Neuen gegenüber). Im Jahr 2007 galten die Telefonfunktion und der iPod als vertraut. Dieses Jahr sehen wir uns mit Apple Watch konfrontiert – die Uhr, der Zeitgeber ist dabei das vertraute Element. In 8 Jahren ist diese Funktion bestimmt ähnlich unwichtig, wie heute das iPhone als Telefon. Aber ich frage mich, welches Feature wir übersehen, welches Feature wir rückblickend als „breakthrough“ bezeichnen und ob es überhaupt schon in der ersten Version existiert.
Die starke Abhängigkeit von Apple Watch zum iPhone wird gerne als temporär beschrieben. „Simkarte rein, fertig!“ Ob es wirklich nur eine Frage der Zeit ist, bis sich, locker formuliert, die Uhr vom Telefon trennt, möchte ich bezweifeln. Es wäre eine Wette gegen das iPhone, gegen das Alleinstellungsmerkmal zu allen anderen intelligenten Uhren und seine Bedeutung als Minicomputer, die ich durch Apple Watch nicht in Gefahr, sondern ganz im Gegenteil, als beschleunigt sehe.
App-Entwickler tragen im Gegensatz zu meiner Erwartung doch nicht die Kosten der neuen EU-Umsatzsteuer-Regel; Apple passte soeben generell die App-Store-Preisstufen an (im Download-Store herrscht derzeit noch Preischaos). Das führt unter anderem dazu, das Entwickler, die europäische Kunden haben und in Euro ausgezahlt werden, jetzt sogar minimal mehr verdienen.
Die offizielle Preistabelle von Apple, bei der die Europreise jetzt 1:1 den US-Preisen entsprechen (auch den Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar nannte Apple als Grund für die Anpassung), sieht folgendermaßen aus.
Im Juni 2013 führte Apple fünf alternative Preisstufen für den App Store ein, die von 0.99Euro bis zu 4.99Euro reichten und mehr Preisflexibilität ermöglichten. Nach dem gestrigen Preisschub bleiben diese Preisklassen in der EU-Zone unverändert. Ab sofort sind damit für App-Store-Anbieter nur noch 1-Euro-Sprünge möglich.
Ignorieren wir für den Moment, das die Zahlen vom 5. Januar 2015 – 68% + 29% + 4% nicht runde 100-Prozent ergeben und halten fest: In einer direkten Gegenüberstellung hinkt iOS 8 dem letztjährigen iOS-7-Upgrade-Zyklus im Moment zwischen 10- und 12-Prozent hinterher. Keine Katastrophe.
Apple hat heute bekannt gegeben, dass in der ersten Januarwoche ein neuer Rekord an Transaktionen im App Store aufgestellt wurde. Kunden aus der ganzen Welt haben knapp eine halbe Milliarde US-Dollar für Apps und In-App-Käufe ausgegeben und der Neujahrstag 2015 markierte den bisher erfolgreichsten Tag in der Geschichte des App Stores. Diese Meilensteine folgen auf das Rekordjahr 2014, in dem die Transaktionen um 50 Prozent gestiegen sind und der Verkauf von Apps mehr als 10 Milliarden US-Dollar Umsatz für Entwickler generiert hat. Kumuliert haben App Store-Entwickler bis heute mehr als 25 Milliarden US-Dollar mit dem Verkauf von Apps und Spielen verdient.
The good news is that none of the problems us geeks are seeing are show stoppers. We’re not complaining about software quality because things are completely broken. There’s still a lot to love about OS X and iOS.
But this good news is also bad news. Our concerns come from seeing the start of something pernicious: our beloved platform is becoming harder to use because of a lot of small software failures. […]
Apple would never ship a device that was missing a few screws. But that’s exactly what’s happening right now with your software products.
Eine ‚Apple-ist-verloren’-Diskussion, so wie wir sie am Wochenanfang über die iOS- und Mac-OS-Softwarequalität von den ewigen Schwarzmalern gekidnappt sahen, ist gefährlich. Die konstruktiven Beiträge, die daraus hervorgingen, dringen nämlich nur mühsam an die Diskussionsoberfläche, die weiterhin schwer bedeckt ist von einer ‚Früher-war-alles-besser’-Haltung.
A company like Apple, moving at a breakneck speed, will undoubtedly continue to give us plenty to obsess about, both positively and negatively. I’ve been following the company closely since my hiring in 1996. Since that time, the company has consistently produced nothing short of the best hardware and software in the world, consistently marred by nothing short of the most infuriating, most embarrassing, most “worrisome for the company’s future” defects.
Erfolg versteckt Probleme. Die freigelegte Problematik entspricht im Fall von Apple, einer Firma, die einen substanziellen Fehltritt in der jüngeren Geschichte erst noch vor sich hat, selten den tatsächlichen Bedenken. Dazu gehört es beispielsweise die besten Angestellten durch herausfordernde Projekte in der Firma zu halten und die interne Hierarchie weiterhin flach aufzuziehen.
Gesprächsthema intern sollte momentan der App Store sein und wie man sein deutlichstes Alleinstellungsmerkmal – die Apps, schützt. Der Jahresbericht von Panic zeigt, mit was für einem hohen Anteil sich iOS an den Verkäufen beteiligt (51-Prozent), aber nur 17-Prozent vom Umsatz beisteuert. Apple darf es nicht okay finden, das sich Panics Rückzug aus dem Mac App Store als „Befreiung“ anfühlt.
One thing is for certain: we are more likely to increase the price of our iOS software over time in an effort to make it make sense. And we’re less likely to tackle any huge new iOS projects until we get this figured out.
Strukturelle Probleme sind besonders schwer aufzudecken wenn man immer mehr Geräte verkauft. Mit mehr Fehlerberichten an Apple kann man einen eigenen Anteil zur Verbesserung der Situation leisten.
Steve Jobs zeigte das Ur-iPhone im Januar 2007. Bis das Telefon jedoch in die ersten Kundenhände fiel, verstrichen noch einmal sechs Monate. Dieses erste Halbjahr, das kaum neue Informationen bereithielt, geschweige denn persönliche Erfahrungsberichte, ähnelt der Apple Watch. Niemand weiß viel, doch alle äußern ihre Meinung.
Speziell zum Jahreswechsel schwemmte es noch einmal unzählige dieser niedergeschriebenen Vermutungen über den trockenen Nachrichten-Strand.
Die Stimmung der Statements schwankt zwischen diesem…
Several people, companies, and entire industries are counting on it to be a hit. Without hyperbole, the Apple Watch has the potential to create new billionaires and to change the way people live.
Another market where the reality will not live up to the hype is wearables. The Apple Watch will not be the homerun product that iPod, iPhone, and iPad have been. Not everyone will want to wear a computer on their wrist. Eventually, this market will be realized as the personal mesh/personal cloud, but the focus on wearables will be a bit of a headfake and take up a lot of time, energy, and money in 2015 with not a lot of results.
Optimismus? Definitiv! Sonst endet man irgendwann in einer dieser gemütskranken Neujahrsansprache von Dan Lyons.
Apple might sell a lot of watches to the faithful, and no doubt the bozos will line up outside stores again just because they love to stand outside in lines. Look at me! I’m so techie! Tim Cook will claim it’s a huge victory. Apple will constrain supply to make it look like there is huge demand and they’re selling them as fast as they can make them and they’re way ahead of plan. But this is not iPhone Redux. The watch is a limited thing, and won’t move the needle.
Apropos depressiv: Daniel Eran Dilger zerlegt auf AppleInsider das vergangene Jahr von Apple im Kontext seiner Mitbewerber und den daran beteiligten Analysten – ein etwas anderer Rückblick.
Seine Argumentation ist durchgehend fundiert, schlägt aber manchmal in zu viele Richtungen gleichzeitig. Dass diese Marktbeobachter der Firma Apple für mediale Aufmerksamkeit und / oder zur absichtlichen Börsen-Beeinflussung oft haarsträubende Einschätzungen abgeben, ist keine News mehr. Und einige der Entwicklungen aus dem letzten Jahr, die gegenläufig zu den provokanten Anti-Apple-Parolen verliefen, waren schlicht nicht abzusehen. Dass Samsung als direkter Konkurrent beispielsweise keinen einzigen Smartphone-Hit landete, überraschte. Dass 64-Bit weiterhin ein Apple-Alleinstellungsmerkmal bleibt, war so nicht zu erwarten. Dass iOS 8 zum Start ordentlich Sand im Getriebe hatte, war nach dem bereits holprigen iOS-7-Start ein Jahr zuvor, auch keine populäre Vermutung.
Und damit schließt sich der Kreis zur Apple Watch, von der wir alle noch viel zu wenig wissen um Kaufabsichten prognostizieren zu können oder ein Rätselraten über dessen finanzielle Umsätze zu beginnen. Wir wissen derzeit noch nicht einmal die Verkaufspreise der unterschiedlichen Modelle, die vielleicht Ende März in den USA starten. Trotzdem mangelt es nicht an Vorhersagen. Jene Klasse von Vorhersagen, die Daniel Eran Dilger rückblickend so schön demontiert.
Bei so vielen unbekannten Variablen ist eine tatsächliche Bewertung, abseits der Idee, schlicht unseriös. Wie hoch die Idee wachsen kann, muss sich erst noch zeigen. Die zugrunde liegenden Voraussetzungen, ein Produkt für das Handgelenk zum Vergnügen, zur Selbstverwirklichung und in der Kategorie Mode unterzubringen, erscheint mir aber zielführender als die emotionslosen Smart-Uhren, die wir bislang zu sehen bekamen.
Apple Watch startet in eine Zeit, in der ‚Messenger‘-Apps boomen. Kaum ein Software-Produkt ist persönlicher. Alleine im letzten Jahr verzeichneten wir die WhatsApp-Übernahme, die Auslagerung des Facebook-Chats sowie rasantes Wachstum für LINE und WeChat. Messenger dominieren das Thema und Apple Watch, mit seiner tiefen iPhone-Integration, erscheint geradezu prädestiniert für diese Disziplin.
Over the next decade — as Apple Watch’s “computer on a chip” becomes more powerful, as voice input becomes more useful, as Apple executes more of its health and smart home plans, as people recognize Apple Watch’s convenience — almost all watches will become smartwatches, similar to how all cell phones are becoming smartphones.
Man spürt, dass Apple Watch eine neue Kategorie von Produkt verspricht; dass sich der Release als einschneidende Zäsur ankündigt. Noch lässt sich der Finger nicht präzise auflegen. Noch ist ungewiss, wie die Wearable-Welt nach der Apple Watch aussieht. Die Stimmung, das Timing und die Idee, die den Launch begleiten, erinnern mich aber schon jetzt an die erste Jahreshälfte von 2007.
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