Broken Age schwärmt fürs iPad

Das wundervolle Broken Age (8.99 €; iPad-Link) erreicht den wundervollen Retina-Screen.
Das ist…wundervoll.

Das wundervolle Broken Age (8.99 €; iPad-Link) erreicht den wundervollen Retina-Screen.
Das ist…wundervoll.
Ich bin am Mittwoch zwei Stunden von Finnland nach Deutschland geflogen und während dieser Zeit 786 nervenverdrehende Tode in VVVVVV (2.69 €; universal; App-Store-Link) gestorben (und habe gleichzeitig drei meiner Crew-Mitglieder gerettet).

Actually, I originally started the iPhone port before I started Super Hexagon, way back in 2012. So it feels very, very good to finally have it finished, and released. This is something I felt I really had to take on myself – VVVVVV’s important to me, and it was really important to me that this be done right. I wanted the game to be as good as it could be on mobile. I feel very good about how it’s turned out!
Die Portierung mit Touch-Steuerung ist von faszinierender Präzision. Tut euch den Gefallen und spielt mindestens am Desktop (kostenlos) zur Probe (und hört in den Soundtrack rein).
miCal blickt auf eine langjährige App-Store-Geschichte. Im Jahr 2010 erwähnte ich die Kalenderanwendung der entwicklungsschmiede1 aus München hier im Blog zum ersten Mal. Zur zeitlichen Einordnung: iOS 4 war damals noch ofenfrisch.
iOS 7 zwingt seit letztem Jahr alle Entwickler zu einer optischen und technischen Zäsur. Version 7 von miCal (1.79 €; universal; App-Store-Link) präsentiert sich unter den neuen Vorzeichen seit März 2014 als komplett neue App-Store-Anwendung. Seitdem hat die Software bereits fünf Updates nachgeschoben, unter anderem ein aufwendiges iPad-Design. Am heutigen Vormittag landet die App auf einer (in meinen mehrwöchigen Beta-Tests) sehr zuverlässigen Version 7.5.

Mein persönliches Interesse an miCal steigerte sich mit dem Umstieg von OmniFocus auf Apples Reminders. Das Experiment läuft soweit ganz erfolgreich. Abwechslungsreich ist, das man seinen persönlichen ToDo-Datensatz in verschiedene Apps verschleppt. So auch in miCal, dass alle Kalendereinträge und Erinnerungen, ähnlich wie Fantastical 2, gleichberechtigt nebeneinander behandelt. miCal ist damit nicht nur ein Kalender, sondern auch eine Aufgabenverwaltung (die sich wesentlich übersichtlicher aufstellt als Apples eigene System-App für Erinnerungen).
Der Kalender kommt trotzdem nicht zu kurz: Die scrollende Termindarstellung, bei der man die Tagsatzung inklusive Uhrzeiten bereits auf einen Blick erfasst, empfinde ich als beste Ansicht. Sie funktioniert im Hoch- und Querformat auf allen iOS-Displaygrößen.
In der Tages-, Wochen- und Monatsansicht lassen sich Termine über einen langen Fingerdruck anlegen, eine der kleinen Neuerungen aus dem heutigen Update. Betreff, Uhrzeit und Ort frickelt bei Bedarf die Spracherkennung aus euren eingesprochenen Einträgen. Mit meiner einstündigen Zeitdifferenz gegenüber Deutschland sprang mir in Helsinki der fehlende Zeitzonen-Support natürlich sofort ins Auge (der sich auch nicht über die ansonsten umfangreichen Settings aktivieren lässt).
Ich übertreibe nicht: In den App-Einstellungen lassen sich diverse Parameter ändern, anpassen und feinjustieren. Nett finde ich beispielsweise die generelle Möglichkeit, eine App in einer anderen Sprache (Deutsch) als der Systemsprache (Englisch) zu betreiben. miCal kann das.
Teilweise ist mir die Termin-Software hier jedoch nicht diktatorisch genug. Für wie viele Tage im Vorfeld ich an einen Geburtstag erinnert werden möchte, braucht es keine individuelle Auswahl, sondern eine festgeschriebene Vorgabe – eine gute Grundeinstellung sozusagen.
Ebenfalls neu im heutigen Update: alternative Farbmodelle. Grau und Dunkel gefallen mir beide in Bezug auf die Lesbarkeit wesentlich besser als das sehr blasse Weiß.

miCal trägt zwar den Untertitel The Missing Calendar, ist jedoch gleichzeitig auch eine strukturierte Aufgabenverwaltung. Wer für seine ToDos ohnehin schon Apples App mit iCloud-Sync nutzt, platziert mit miCal seine Erinnerungen direkt neben die eigenen Termine, was ohnehin oft zusammengehört.

The European Union’s top antitrust official opened an investigation on Wednesday into the way countries including Ireland provide tax arrangements that enable big multinational corporations like Apple to reduce their tax bills worldwide.
Als der US-Senat Tim Cook letztes Jahr nach Washington zitierte um Apples (internationale) Steuerpraxis zu erklären, endete das mit der Feststellung, Cupertino hat geltendes Gesetz geachtet. Die jetzige EU-Untersuchung widmet sich (anscheinend) der treffenderen Frage und nimmt allgemein die Möglichkeiten von Steuervergünstigungen für global agierende Konzerne unter die Lupe.
Viel wurde schon über die WWDC geschrieben; viel wird noch über die WWDC geschrieben. Die folgenden Artikel standen für mich bislang heraus, weil sie sich nicht den technischen Ankündigungen widmen, sondern die besondere Stimmung beschreiben, mit der Apple in der vergangenen Woche in die nächsten Jahre gestartet ist.

Apple caught up with itself this year. As with the first iPhone OS and SDK, the consumer experience (iOS 7) took priority, and developers had their day a year later. Apple has decided that moving iOS forward is as much in developers’ hands as it is in Apple’s. Consider that all this is happening at a time when Apple has more money and is hiring more engineers than ever. If anything, Apple is more suited to shut the doors and go it alone. But that’s not what’s happening.
With last week’s unveiling of the new version of iOS, a much more important dogma has been tossed into the dustbin: An app can now reach beyond its sandbox. Apps can interconnect, workflows are simplified, previously unthinkable feats are made possible.
This is the real iOS 2.0. For developers, after the 2008 momentous opening of the App Store that redefined the smartphone, this is the second major release.
I came into this years WWDC fairly mellow to what would or wouldn’t be announced. There wasn’t any anticipation or excitement the night before. Just a standard amount of curiosity. After the Keynote, I can’t remember being that excited since the announcement of the original iPhone. They blew the roof off Moscone.
It was like this, though — we kept hearing about things, even relatively small things, that all by themselves would have made for a great week. It was like the greatest Christmas ever — and then Santa Claus hung out so you could take selfies with him. This friendly and generous Apple reminds me why I love writing iOS and Mac apps.
Apple’s Continuity shows that it understands this problem better than anyone else right now; the smartphone is the centre of our computing universe, therefore it should be fully integrated with the company’s other platforms, removing all the friction of moving tasks between Mac and iPhone/iPad.
But look past the usual list of new features, and what Apple was really announcing was the next version of itself — a playful, relaxed, hyper-competitive giant that wants the next generation of products and services to be built on its platforms. That's the game now, after all — the mobile revolution is over, and the war is now between Apple and the Google / Samsung alliance for the hearts of developers.
But the big story — and the big picture — is that Apple seems to have come out of deep freeze. It feels light, like it's moving forward. Like the cobwebs have brushed aside, and things are going to get fun again. Everything we saw at WWDC's keynote points to a very interesting next few months for Apple — a period that will undoubtedly come into deep focus around the fall, when the company tends to roll out its major hardware updates. But unlike previous events, which have felt painfully predictable and iterative in the past couple of years, the next move Apple makes should be surprising.
Interestingly, Craig Federighi, whose enthusiastic joviality is a stark contrast from Forstall’s certitude, was also at Apple in 1997, having been a part of the NeXT acquisition. Crucially, though, he left in 1999 for eight years, meaning he witnessed the first part of Apple’s incredible run from afar. And perhaps that perspective helped him to move on in a way Forstall and others in the old guard could not. Again, by “moving-on” I don’t mean moving-on from Jobs’ death, but rather moving-on from the darkest parts of Apple’s past.
Das neue Skype für das iPhone wurde designt, um eure Gespräche in den Mittelpunkt einer schnelleren, reibungslosen und weitaus integrierten Erfahrung zu stellen.
Skype 5.0 für das iPhone (kostenlos; App-Store-Link) ist ein wenig hübscher als zuvor aber weit davon entfernt als guter Messenger durchzugehen. Die beste Neuerung: Synchronisierung der (gelesenen) Benachrichtigungen über alle Geräte hinweg.

Update: Version 5.0.0.3554 wird ein Sammlerstück; Skype zieht das Software-Update vorerst (ohne Angabe von Gründen) zurück.

Sarah Perez berichtet über eine Häufung von App-Store-Ablehnungen, bei denen Apple iOS-Apps aussortiert, die „free in-game credits“ für das Anschauen von Promovideos und Facebook-Spam-Posts versprechen. Auch explizite Belohnungen für die Verknüpfung von sozialen Netzwerken werden hinterfragt.
According to sources in the affected industries, not only are these rejections rolling out to a number of developers, there are also hints that these updated rules will be applied retroactively.
Durch die Sammlung von vergleichbar gelagerten Manipulationen entsteht der Eindruck, das Review-Team verfolgt im Moment eine spezielle Kategorie von Apps, die versuchen sich bessere Chart-Positionen und allgemein mehr Aufmerksamkeit zu erschleichen.
Late last week Apple began a new crackdown on some apps that incentivize or reward users to engage in a range of activities, some of them geared to advertising.
Die Annahme, Apple würde sich nur einem ausgewählten Segment von grenzwertigen Werbemaßnahmen zuwenden (das ihnen gerade nicht gefällt), ist naiv. Verschiedene Formen von gestreuten Anreizen – „Bewerte diese App mit fünf Sternen und erhalten zwei Goldtaler“ – finden sich in der lebhaften Vergangenheit des Review-Prozesses zuhauf, wiederkehrend und regelmäßig abgewandelt.
Mitleid für die Mühe das System sauber zu halten ist unangebracht. Apple hat sich seine Qualitätsansprüche selbst gesteckt. Trotzdem ist auch beim nächsten prominenten aber ungerechtfertigten App-Store-Rauswurf, zuletzt beispielsweise für den Farmville-Klon ‚Weed Firm‘, einer Aufbausimulation für Cannabis, die schiere Masse an Apps im Hinterkopf zu behalten, die konstant gegen das System schießt (aber nicht in den Medien stattfinden).

Frederic Jacobs findet in Session 715, ‚User Privacy in iOS and OS X‘, eine Kleinigkeit, die Tracking-Anbietern, die mithilfe von MAC-Adressen Kunden durch ihre Ladenlokale verfolgen, den kalten Schweiß auf die Stirn treibt.
Even though stores may not mine this data to try to identify individuals, there are plenty of legitimate privacy concerns about the data collection, especially since people tend to be unaware that it is happening. Apple’s solution, as discovered by a Swiss programmer, is for iOS 8, the new operating system for iPhones which will be out later this year, to generate a random MAC addresses while scanning for networks. That means that companies and agencies that collect such information will not necessarily know when the same device (i.e., person) visits a store twice, or that the same device pops up in stores across the country or the world, suggesting a much-travelled owner.
Wenn sich diese Änderung tatsächlich so darstellt wie sie im Moment erscheint (Opt-in statt Opt-out), und iOS-Geräte zwar verfolgt werden können aber nicht mehr spezifisch zuzuordnen sind, tippe ich auf zwei Entwicklungen: a) gesteigertes Interesse an Apples iBeacon-Technik und b) viel mehr Geschäfte mit Gratis-WiFi (damit die gläserne Fußgängerzone wieder funktioniert).