‘Greenpois0n’-Jailbreak RC6 mit Apple TV-Support

Mit dem Release Candidate 6 erhält der ‘Greenpois0n‘-Jailbreak vom Chronic Dev-Team Unterstützung für die zweite Apple TV-Generation (Affiliate-Link). Unter der aktuellsten Firmware 4.2.1 ist es damit möglich, vollen Dateizugriff zu erhalten, der auch nach einem Neustart vom Gerät nicht verloren geht (‘untethered‘).
Über die Software ‘Seas0nPass‘ war es bereits zuvor möglich, den Jailbreak durchzuführen. Jeder Neustart der kleinen schwarzen Box musste jedoch kabelgebunden erfolgen und das iOS-Image vorab einmalig einem Patch unterzogen werden.

Der Jailbreak mit ‘Greenpois0n’ erfolgt über eine Computer-Software für Mac oder Windows, welche in weniger als einer Minute die komplette Prozedur abgeschlossen hat. Die anschließenden Eingaben erfolgen bequem am Fernseher über die Apple TV-Fernbedienung.
Mit vollem Dateizugriff lässt sich Drittanbieter-Software installieren, die den Funktionsumfang stark erweitert. Damit greift die Set-Top-Box beispielsweise direkt auf Netzwerklaufwerke zu und streamt Videoinhalte an die angeschlossene Flimmerkiste. Die Media Center-Programme Plex oder XBMC ersparen die iTunes-Zwangskoppelung und erweitern die Auswahl der verwendbaren Containerformate.
Eine Plex-Installation gestaltet sich beispielsweise so:
- Terminal: ssh root@IP-Adresse-des-AppleTV
- Passwort: alpine
- echo “deb http://www.ambertation.de ./downloads/PLEX/” > /etc/apt/sources.list.d/plex.list
- echo “deb http://awkwardtv.dyndns.tv/ stable main” > /etc/apt/sources.list.d/awkwardtv.list
- apt-get update
- apt-get install com.plex.client-plugin
- killall AppleTV
Der Apple TV-Neustart auch ohne Micro-USB-Verbindung zum Computer funktioniert bei mir genauso problemlos wie die eigentlichen Schritte zum Jailbreak.
Nokia und Microsoft verkünden Partnerschaft
Nokia und Microsoft stemmen sich gemeinsam gegen Android und iOS. Das ist schon jetzt, die Nachricht des Tages. Nach dem kurzen YouTube-Ausschnitt und der ersten Pressemitteilung zu urteilen, scheint die ‘strategische Partnerschaft’ auf Hardware von Nokia und Software von Microsoft hinauszulaufen.
Zwar deuteten bereits Gerüchte eine solche Kooperation an, spätestens nach der Brandrede von Nokia-CEO Stephen Elop war für die Pressekonferenz am heutigen Freitag jedoch alles möglich.
Hier einige der wichtigen Punkte, in denen die Unternehmen sich zusammenschließen wollen.
- Nokia would adopt Windows Phone as its principal smartphone strategy.
- Nokia would contribute its expertise on hardware design, language support, and help bring Windows Phone to a larger range of price points, market segments and geographies
- Bing would power Nokia’s search services across Nokia devices and services, giving customers access to Bing’s next generation search capabilities.
- Nokia Maps would be a core part of Microsoft’s mapping services.
- Nokia’s extensive operator billing agreements would make it easier for consumers to purchase Nokia Windows Phone services in countries where credit-card use is low.
- Microsoft development tools would be used to create applications to run on Nokia Windows Phones.
- Nokia’s content and application store would be integrated with Microsoft Marketplace.
[video] LG lässt seinen Transformer auf den Apfel los
Werbung, die sich weniger mit dem eigenen Produkt sondern mehr mit der Konkurrenz beschäftigt, scheint aktuell voll im Trend zu liegen. Neuster iPad-Mitbewerber ist das G-Slate von LG, das als ‘Optimus Pad’ mit Android 3.0 nach Deutschland kommt. Spannende Fakten wie Preis und Verfügbarkeit fehlen natürlich – der Mobile World Congress in Barcelona dürfte in der nächsten Woche dazu aufklären. Hardwareseitig gibt dieses Video einen guten Eindruck vom Gerät.
Ob man sich bei LG allerdings einen Gefallen damit tut, sein Dual-Core-Tablet im Zusammenhang mit Spielzeug-Action-Figuren zu stellen, die sich regelmäßig durch schlechte Filme bolzen, bleibt zumindest fragwürdig.
Brandreden und Konkurrenz-Häme: ‘Two turkeys do not make an Eagle’
Die Luft wird rauer. Googles Vice-Präsident Vic Gundotra adressiert in seinem Tweet “Two turkeys do not make an Eagle” eine mögliche Zusammenarbeit zwischen Nokia und Microsoft. Der Hashtag ‘#feb11′ verrät dies. Nokias CEO Stephen Elop kündigte für die morgige Pressekonferenz in London nicht weniger als “den Sprung von einer brennenden Plattform ins kalte Wasser” an.
Die exakte Wortwahl aus dem Android-Lager ist von spezieller Brisanz, weil der vormalige Nokia-Vizepräsident Anssi Vanjoki im Jahr 2005 den Verkauf der Telekommunikationssparte von Siemens Mobile an das taiwanesische Unternehmen BenQ mit genau diesem Ausspruch kommentierte. Wie die Geschichte ausging, ist hinlänglich bekannt.
Doch damit nicht genug: Die ehemalige Nokia-Führungsspitze in Person von Anssi Vanjoki legte sich mit ähnlich geflügelten Worten im vergangenen Herbst mit dem Suchmaschinenbetreiber aus Mountain View an als die Frage aufkam, warum Nokia nicht auf das Google Betriebssystem zurückgreift. Der gute Mann bezeichnete eine “temporäre Erleichterung” von finnischen Jungen “who pee in their pants for warmth in the winter” als keine zufriedenstellende Lösung. Dafür kassiert der finnische Mobilfunk-Konstrukteur nun die Retourkutsche.
In einem solchen Zusammenhang ist immer auch wieder ‘der Klassiker’ mit und von Steve Ballmer aus dem Microsoft-Lager zu erwähnen, der prominent im Fernsehen platziert, dass iPhone kurz nach dessen Vorstellung im Januar 2007, auslachte. Das sich Redmond lediglich vier Jahre später wieder aus einer Nobody-Position in den Markt zurückkämpfen muss, hatte damals niemand zu denken gewagt.
[game] NBA Jam (+Video)
Midways NBA Jam zelebrierte seine ‘Prime Time’ Anfang der 90er-Jahre, als Scottie Pippen, Reggie Miller und Detlef Schrempf noch die US-Basketball-Liga beherrschten. Ohne Frage: ‘Boomshakalaka!’ und ‘He’s on fire’ waren damals Teil der Popkultur.
Nach diversen Umsetzungen dribbelt sich jetzt dieser, nicht ganz so ernst gemeinte Sportklassiker, auf das iPhone. Und ich muss sagen, das er richtig gut geworden ist. Das ’2-gegen-2′-Spielprinzip ohne größeres Regelwerk führt immer noch zu einem pfeilschnellen Hin-und-Her beziehungsweise Vor-und-Zurück. Einzig den 24-sekündigen Angriffszeitraum gilt es zu beachten. Ansonsten kann gestoßen, gepasst und gesprungen werden, wie es euren zwei Protagonisten beliebt.
Die riesigen fotorealistischen Köpfe, die auf den schlanken 3D-Polygon-Körpern wackeln, lassen schmunzeln. Die Hip-Hop-Beats schütteln euer eigenes Haupt gleich mit. Die Retina-Auflösung und die flüssigen Animationen gefallen insbesondere auf einem iPhone 4 oder iPod touch der vierten Generation. Eine HD-Variante für das iPad wird bislang vermisst.
NBA Jam profitierte bislang in jeder Version durch ein einfaches Steuerungskonzept, das Würfe abwehrt, Bälle den Gegenspielern entwendet und euch kinderleicht zum ‘Dunking’ durch die Luft fliegen lässt. Das ist auch hier nicht anders, obwohl optional eine Gesten-Steuerung zur Auswahl steht. Trainings-Einheiten am Controller sind daher absolut unwichtig. Trotzdem bieten die drei Knöpfe und ein Turbo-Meter genügend Potenzial, um sich auch langfristig zu Verbessern und Partien nicht nur zu gewinnen sondern zu meistern.
30 Teams, versteckte Spieler, ‘In-App’-Zusatzpacks sowie unzählige Challenges mit Achievements unterhalten den Solo-Spieler. Leider fehlt bislang jegliche Art von Mehrspielermodus, der wie ein Ball ins Körbchen gepasst hätte.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
[update] HP setzt auf ‘webOS’ und zeigt zwei Smartphones sowie ein Tablet
HP begräbt die Marke Palm. Zumindest scheint dies so, wenn man der heutigen Präsentation folgte und dort nach der letztjährigen Akquisition lediglich den Brand ‘webOS’ wiederfindet.
Die Ankündigungen vom ‘Think Beyond‘-Event fallen deshalb jedoch nicht minder vielversprechend aus. Drei Geräte mit einem identischen OS will der Elektronik-Konzern diesen Sommer auf den Markt werfen. Eine Kopie vom Apple Erfolgsrezept? Es sieht danach aus.
Das HP Veer ist ein Smartphone in Kreditkartengröße – von den Abmessungen ist das keine Übertreibung. Der ‘Slider’ weist lediglich ein 2.6-Zoll-Display auf, bietet 8GB für Datenkapazitäten und tickt mit einem 800-Mhz-Snapdragon-Prozessor.
Der Pre 3 besetzt die direkte Konkurrenzposition zum iPhone. Ein 3.6-Zoll Bildschirm in der mageren Auflösung von 480 x 800 Pixeln strahlt hier dem Benutzer entgegen. Das Gerät orientiert sich mit zwei Kameras und einer Video-Telefonie ebenfalls offensichtlich am Cupertino-Vorbild.
Entgegen dem Apple-Smartphone beinhaltet es jedoch wie bisher eine Hardware-Tastatur und die bereits bekannten ‘Gesten’ außerhalb des Touch-Bildschirms. Die Qualcomm-CPU tickt auf 1.4 GHz. Das Gerät kann mit den Speichergrößen 16 und 32GB 8 und 16GB diesen Sommer erworben werden. Genaue Daten und Preise rückte HP noch zu keiner Hardware raus.

Die größte Ankündigung dürfte das HP TouchPad sein. 9.7-Zoll mit der Auflösung von 1024 x 768 Pixeln, 700 Gramm und einer Dicke von 13.7 Millimetern orientiert es sich mehr oder minder an der aktuellen iPad-Ausführung. Der Snapdragon Dual-Core-Prozessor läuft mit 1.2 GHz sowie 1-Gigabyte-Arbeitsspeicher! Auch das TouchPad ist mit Kameras für die Videotelefonie vorbereitet.
In die Umsetzung des ‘webOS’-Betriebssystems scheint HP die größte Mühe einfließen zu lassen. Optisch sehr aufgeräumt, mit einem scheinbar durchdachten Benachrichtigungssystem sowie dem bereits bekannten Sync-Service über mehrere Online-Webdienste hinweg, zuckt es dem geneigten Technik-Junkie in den Fingerspitzen. Apropos Finger: Die digitale Tastatur lässt sich individuell in ihrer Größe anpassen.
Clevere Kleinigkeiten: Stößt man das HP-Smartphone an das TouchPad, tauschen die Geräte Daten aus. Als Demo wurde eine geöffnete Webseite vom Pre auf das Tablet geschickt. Verschiedenste Möglichkeiten für eine solche Verwendung sprudeln damit in die eigene Vorstellungskraft.
Apropos Vorstellungskraft: HP möchte “später im Jahr” sein ‘webOS’ auch auf den PC und andere Geräte transformieren – Details bleiben unausgesprochen.
Ansonsten angerissen: Abo-Modelle für Magazine, Hotspot-Tethering, die bekannte drahtlose Stromübertragung via TouchStone, Flash-Video sowie eine Amazon-Kindle-App mit Kauf- und Leih-Angeboten.
Obwohl die Hardware-Kost technisch derzeit nicht vom Hocker haut und mit einem späteren Erscheinungstermin im Sommer nochmals an Reiz verlieren dürfte, verbleibt ein vielversprechender Eindruck vom Betriebssystem ‘webOS’. Android, iOS (und Windows Phone 7) scheinen damit einen würdigen Mitstreiter zu bekommen.
Update
Das HP-Event liegt mittlerweile in seiner vollen Pracht, mit einer Laufzeit von knapp zwei Stunden, auf YouTube vor.
[update] World of Goo: Spieleentwickler spricht über ersten iOS-Monat
2D Boy, Indie-Entwickler von World of Goo, analysiert seinen Erfolg in Apples App Store. Der Titel existiert auf der iOS-Plattform derzeit ausschließlich als iPad-Version und verkaufte innerhalb seines ersten Monats über 125.000 Einheiten.
Im Vergleich mit den jeweils besten Verkaufsmonaten des Geschicklichkeitsspiels auf Nintendos WiiWare (68.000) sowie Valves Downloadplattform Steam (97.000), übertrumpft die Tablet-Veröffentlichung eindeutig die anderen Vertriebskanäle.
Der Entwickler zeigt sich nicht nur von der Höhe des Umsatzes beeindruckt sondern betont die bereits zweijährigen Software-Lebenszeit des Titels.
World of Goo (3.99 €; App Store-Link) erzeugte signifikat höhere Umsätze bei einer Preismarke von $5 US-Dollar als gegenüber dem Normalverkaufspreis von $10 US-Dollar. Die Mitte Januar durchgeführte Preishalbierung bewirkte einen Chartplatz-Positionswechsel von Nummer #51 auf #2. Die Initialzündung zur Veröffentlichung Mitte Dezember ‘sponserte’ Apple über die Weihnachtsfeiertage, indem sie das Spiel im App Store prominenten als Empfehlung herausstellten.

Ohne Wunder: Eine Top-10-Platzierung setzt sich bezüglich des erwirtschafteten Umsatzes klar von den hinteren Positionen ab. Doch auch mit einem Platz unter den Top-50 sollen sich nach Angabe des Entwicklers “täglich Einnahmen von mehreren tausend Dollar” erzielen lassen.
Update
World of Goo HD startet einen vorzeitigen Valentinstag-(Aus-)Verkauf und rutscht für einen Tag auf 79 Cent.












