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van Alex Olma
19. Januar 2010 – 13:03 Uhr

Analysten träumen in der Zukunft. In acht Tagen wissen wir mehr. (Update)

„Glaube keinen Analysten, die IT-Prognosen für mehr als die nächsten sechs Monate veröffentlichen.“

Meist reicht der einfache Menschenverstand und zirka ein Jahr Lebenserfahrung zwischen den Jahren 2006 bis 2009 aus, um solchen Zahlenspielen ihre stützenden Grundmauern einzureißen.

Die aktuelle Vorhersage der zu erwartenden Verkäufe von ‚mobilen Anwendungen‘ des Gartner Statistik-Instituts für 2013, darf also getrost missachtet werden. Es lässt sich ja nicht einmal herausfinden, was Apple in acht Tagen auf ihrem „Come see our latest creation“-Event im Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco vorstellen wird.

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via fscklog.com

Alles andere als einen revolutionierenden Tablet-Computer – oder bereits auch ‚das iPhone auf Steroiden‚ genannt – würde höchstwahrscheinlich enttäuschen. Damit einhergehend scheinen diverse Verlagshäuser auf diese Antriebsfeder für ihre Druck-Erzeugnise zu warten. Am heutigen Morgen berichtet das Wall Street Journal über den US-Verleger HarperCollins, der sich in die Warteschlange für ‚erweiterte E-Books‘ gestellt haben soll. Die New York Times scheint ebenfalls auf den bombastischen Startschuss dafür zu horchen…

Online-Dienstleister wie Instapaper sind bereits einen ganzen Schritt weiter und passen sich der aktuellen Marktsituation an. Für digital vorgemerkte Artikel erstellt der Service mit dem App Store-Urgestein (3.99 €; App Store-Link) jetzt automatisch eine angepasste Text-Formatierung für den Amazon ‚Kindle‘ eBook-Reader.

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Grafik: nowhereelse.fr und tgrblog2beta

Anpassung bedeutet Überleben. Ob dazu jeder bereit ist, lasse ich einmal dahingestellt. Das ändert jedoch nichts daran, das diese Veränderungen adaptiert werden müssen. Micropayment für einzelne (Text-)Artikel; attraktive Zeitungs-Abos mit Mehrwert oder eine sinnvollere Werbefinanzierung?

Wer möchte bei solchen Umwandlungsprozessen ernsthaft eine Vorhersage darüber treffen, wieviele bezahlte und unbezahlte Anwendungen ein mobiles Applikationsgeschäft in drei Jahren unter das Volk streut?

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Die Analysten der Analysten von Ars Technica, werfen in ihrer aktuellen Schlussfolgerungen zur Gartner-Erhebung schon einmal ‚Verkäufe‘ mit ‚Downloads‘ in einen gemeinsamen Topf, wie John Gruber feststellt.

via daringfireball

Damit relativiert sich die phantastische App Store-Quote von 99.4-Prozent der weltweiten ‚Software-Verkäufe für mobile Endgeräte‘ in 2009, mit welcher der Artikel überschrieben wurde („Apple responsible for 99.4% of mobile app sales in 2009„). Das Cupertino natürlich trotzdem das größte Stück vom Tortendiagramm auf sich vereint, sollte mit den einhergehenden iPhone-Verkäufen und neuen Download-Bestmarken nicht verwundern. Auch die Konkurrenz, nach Gartner mit insgesamt 16 Millionen Anwendungen vertreten, trug zu diesem Erfolg bei und verschlief kurzerhand das letzte Jahr.

Digitale Software-Shops für Android, Palm und Netbooks fahren ihre Schlitten jedoch bereits an die 2010-Startlinie.

Update

Die von Ars Technica aufgezeigte Grafik (oben eingebunden) bleibt falsch, da sie nicht die App Store-Verkäufe sondern Downloads entsprechend der offiziellen Apple-Pressemitteilungen beschreibt. Trotzdem gibt das Statistik-Institut auf Rückfrage von Ars Technica-Redakteur Chris Foresman zu Protokoll, dass sich ihre Zahlen auf alle ‚heruntergeladenen Anwendungen über ‚alle Plattformen‘ hinweg beziehen. Egal ob bezahlt oder kostenfrei.

Demnach behauptet Gartner allen Ernstes, das Apple 99.4-Prozent Marktanteil im Bereich der ‚mobilen Anwendungen‘ hält.

Entschuldigung, aber selbst mit größtem Fanboy-Bonus klingen diese Werte falsch gerechnet.

/ Update

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John Casasanta macht sich im TapTapTap-Blog ein paar Gedanken zur Entwicklung von App Store- und Mac-Software.

The App Store has proven to be a super-efficient distribution system. In a nutshell, you can earn a lot of money even with 99¢ apps because you can reach so many people.

Die Verkaufszahlen ihrer Convert-Anwendung (1.59 €; App Store-Link) erzielt nach einem grandiosen Starterfolg, innerhalb des letzten Vierteljahres, einen monatlichen Gewinn von zirka $21.000 US-Dollar.

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Welche Vertriebsmodelle sich für Content-Partner der Print-, TV- und Musikbranche möglicherweise nächste Woche neu auftun, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, das die ‚Hardware‘ lediglich das Behältnis für das Elixier ‚Software‘ sein wird.

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