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van Alex Olma
9. Dezember 2010 – 8:31 Uhr

[iOS-Game] Infinity Blade (+ Video)

Infinity Blade erreicht den App Store. Soweit die gute Nachricht am heutigen Morgen. Viele betrübende Anmerkungen folgen.

Als ‚Epic Citadel‘ (kostenlos; App Store-Link) kündigte Epic Games auf Apples September Event ein iOS-Spiel an, das auf die Unreal Engine 3 zurückgreift. Ohne Frage: Grandios! Die frei begehbare Grafik-Demo, kompakt verpackt als 82-Megabyte-Download, ließ die Münder sabbern. Die jetzige ‚Vollversion‘, die als ‚Infinity Blade‘ den App Store stürmt, zählt 318 Megabyte und vermisst genau diese frei zu beschreitende Level-Komponente. Während man sich in Epic Citadel daran ergötzte, mit welchem Detailgrad die Lichteffekte auf die modrigen Felsen der Gemäuer fallen, rückt der exklusive iOS-Titel den puren Schwerkampf in seinen Mittelpunkt.

DirektInfinity*

Über eine zählbare Anzahl von Fingergesten malträtiert ihr generische Ungetüme in Ritter-Rüstungen. Zugutehalten muss man dem ansonsten einfallslosen Gameplay seine Präzision. Schwert-Paraden, Abwehrhaltung und Ausfallschritt sind auf das i-Tüpfelchen abgestimmt. Selbst zum Angriff schreiten könnt ihr nicht. Die wahre Ritter-Kraft scheint verborgen im reagieren statt agieren. Euer aufrüstbares Arsenal an überdimensionalen Säbeln und Schutzschilden blockiert feindliche Schwertschwünge. Wer einmal unterliegt, beginnt von vorne: die komplette Burg mit den gleichen Monstern. Boss-Kampf reiht sich an Boss-Kampf. Einzige Abwechslung: Zwischen den ‚epischen‘ Schlachten lassen sich Goldbeutel und Zauberpulver einsammeln. Nur so sind Waffen-Upgrade zu erlangen, die auch größere Fratzen-Panzer umhaut.

That said, after playing through the same environment with the same enemies five times before I was strong enough to put the God King in his place, Infinity Blade was starting to wear a little thin.

via TUAW

Die Story ist nicht beleidigend schlecht, unterbietet jedoch das literarische Talent gewöhnlicher Michael-Bay-Filmstreifen. Die Spielergemeinde erwartete „To infinity, and beyond!“-Momente. Vielleicht zu unrecht? Was bleibt ist ein durchaus kreativer Ansatz, der das Kampfgeschehen mit seiner Fingersteuerung soweit in den Mittelpunkt rückt, wie dies kein (oder nur ausgesprochen wenige) Konsolen-Spiele bislang taten. Dem zolle ich Respekt. Trotzdem sind wir keine Spur schlauer, was das iOS-Potenzial anbelangt. Mit ‚Rage‚ hatten wir einen Rail-Shooter, hier ist es ein ‚Rail-Schwertkampf‘. Ein eigenmächtig zu beschreitender Trampelpfad hätte eine eindeutigere Aussage hinterlassen, als diese vorberechnete Mittelalter-Kulisse.

Unter dem Strich bleibt eine schwer abzulehnende ‚Universal‘-Anwendung, die graphische Höchstleistungen vollbringt, mit ihrem Gameplay jedoch in den Kinderschuhen feststeckt.

iPhoneBlog.de_Infinity.jpg

-> App Store-Link

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