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van Alex Olma
7. Juli 2015 – 14:42 Uhr

Eigentum verpflichtet. Musik-Miete nicht.

Apple Music ist nun eine Woche alt. Dabei verging kein Tag an dem Apples Streamingdienst nicht im Zusammenhang mit irgendeiner Meldung gelobt und kritisiert, verteufelt und vergöttert wurde. Aber blenden wir das alles, die offensichtlichen Bugs, die Fehlkommunikation und auch die Begeisterung für den Moment aus. Viel davon wird sich bereits über die dreimonatige Testphase ausbügeln, einspielen, abkühlen, festsetzen und besser verstanden werden.

Die Frage, die mich interessiert, betrifft die langfristige Perspektive von Musikstreaming. Ich habe keinen Zweifel daran das Musikbesitz, so wie wir ihn seit CDs, Napster und iTunes kennen, in den Hintergrund treten wird. Musikstreaming ist das Format mit den meisten Vorteilen; Smartphones und Tablets sind bereits heute die bevorzugten Abspielgeräte.

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Apple Music schreibt sich spät ein. Insbesondere wenn man YouTube als übermächtige (Musik‑)Streaming-Plattform berücksichtigt. Beschränkt man seine Perspektive auf Spotify, Rdio und Co., ist man mit ein paar Millionen zahlender Kunden dagegen noch relativ jung dabei.

Apple Music ist der erste Dienst, der auf einen Schlag ganz viele Leute vor die Frage für bezahltes Musikstreaming stellt. Ein (zentrales?) wiederkehrendes Argument: „Wenn ich miete und aufhöre zu zahlen, habe ich nichts mehr.“

Die Argumentation übersieht, dass wir in ganz vielen anderen Lebensbereichen die Miete bereits dem Eigentum vorziehen. Wir nutzen Carsharing oder Uber, weil wir nicht täglich neu nach Parkplätzen suchen wollen; den (TÜV‑)Termin und Sommerreifenwechsel anstrengend finden oder es schlicht genießen unterschiedliche Fahrzeuge auszuprobieren. Mit der Miete einer (Airbnb‑)Wohnung verhält es sich nicht anders: Man ist ungebunden, frei in seiner (Reise‑)Auswahl und die Verpflichtungen sind gering.

Eigentum kostet. Auch bei digitaler Musik.

Festplatten sind zwar günstig, der (Transport‑)Aufwand ist aber hoch. Wir alle haben in den letzten 15 Jahren schon auf Gigabyte große Laufwerke gewartet, wie sie Musikordner kopieren. Wir haben iTunes-Bibliotheken aussortiert, weil man beim Umstieg auf SSDs plötzlich mit seinem Platz haushalten musste. Jeder von uns hat Metadaten für Musik aus Torrent-Downloads nachgetragen oder Geld in Rohlinge versenkt.

Zugegeben: Das alles waren Technologien ihrer Zeit. Oft ging es nicht anders. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Das bedeutet auch: Ein Streamingdienst koppelt den Computer ab. Musik gehört auf Lautsprecher und Kopfhörer. Der PC durfte bislang nur mitspielen, weil er die Speicherkapazität für die Verwaltung der lokalen Dateien übernahm. Mit einem Streamingservice erfüllt er in der Kette keine Funktion mehr. Man klappt ihn zu und die Musik spielt trotzdem weiter. Und da die Anzahl der Smartphones schon lange die der Computer überrundet hat, haben durch die Verbreitung von Streaming-Diensten viel mehr Personen Zugriff auf Musik.

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Seitdem ich mein Spotify-Abo, später mein ‚Beats Music‘-Abo, bezahle, liegt mein Musikordner weitgehend unangetastet auf einer separaten Festplatte – ohne Backup. Eigentlich fordere ich heraus, dass diese HDD den Geist aufgibt. Vermissen würde ich sie nicht.

Ihr merkt: Ich bin niemand der Musik gesammelt oder gepflegt hat. Seit 2010, seit Spotify, sieht die Musikindustrie trotzdem Geld von mir. 120 Euro im Jahr stehen dabei nicht annähernd im Vergleich mit meinen Investitionen davor. Der Komfort ist es mir aber wert, und die Musik natürlich auch. Seitdem Beats Music aber seine Playlisten nicht einem Computeralgorithmus überlässt, gewinnt Streaming für mich auf ganzer Linie.

Beats Music, heute Apple Music, ist ein ‚All-you-can-eat‘-Buffet, bei dem man wahllos zugreift, sich alternativ aber auch vom Küchenchef verschiedene Menüs zusammenstellen lässt, die tatsächlich harmonieren.

Aber: „Wenn ich aufhöre zu zahlen, habe ich nichts?!“

Falsch. Du hattest Zugriff auf mehr Musik als du dir jemals kaufen kannst. Einige der vorgeschlagenen Wiedergabelisten sind nur möglich, weil der komplette Musikbestand zur Auswahl herangezogen wird.

Zugegeben: Wer sich nur zwei bis drei Alben pro Jahr kauft, immer nur diese Titel in Dauerschleife hört und kein Interesse an einem Remix seiner eigenen Musik oder ähnlich gelagerten Künstlern hat, und es obendrein erträgt per Hand seine Songs auf alle Geräte zu synchronisieren, fährt finanziell günstiger.

Doch wie lange? Selbst wenn man kauft, sitzt man nur auf der jeweils aktuellen Qualität. Wer früher Kassetten gehört hat, ist (bis in alle Ewigkeit) daran gebunden. Wer CDs erwarb, hat heute kein HD-Audio. Die Option auf einen Streamingdienst zu wechseln, bei dem (potenziell) die Qualität, der Service und die Software automatisch wächst, ist reizvoll. Miete verpflichtet nicht; Besitz schon.

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Es erklärt sich von selbst, dass jeglicher Setup-Aufwand entfällt. Wer sich auf einem neu gekauften iPhone oder Mac einloggt, findet dort alle seine Titel, Playlisten und Konfigurationen vor.

Natürlich kann man all dem abschwören und weiter seine eigene Mediathek pflegen. Einige Übergangsprobleme, die ich überhaupt nicht übersehen möchte, sind groß. Mobilfunkverträgen fehlt weiterhin richtiges Datenvolumen. Nicht jeder Titel ist auch als Stream zu erhalten.

Apple Music probiert deshalb den Spagat zwischen Kunden, die bereits Musik mitbringen sowie neuen Hörern, die nie zu Käufern wurden. Kein anderer Streamingdienst musste oder wollte sich dieser Herausforderung annehmen. Das ist keine Entschuldigung für die (teilweise gravierenden) Probleme, sondern eine Aufforderung ihnen nachzugehen. Es ist sicherlich einer der Gründe, bei dem die ausschweifende Probezeit von drei Monaten hilft.

Die knapp 100 Tage – eine typische Schonfrist für Politiker und Präsidenten, dient aber in erster Linie dazu den Wandel nachzuvollziehen, sich darauf einzustellen, dass Musikkonsum sich erneut ändert.

  • Henrik Kropp

    Solange Steven Wilson seinen Katalog nicht auf Apple Music anbietet, ist dieser Dienst komplett uninteressant für mich. :-) Im Ernst: Damit das aktuelle Problem der Streaming-Dienste schnell gefunden: Es ist eben nicht ALLE Musik verfügbar, und gerade Sachen abseits des Mainstream sehr schwer zu finden oder eben überhaupt nicht verfügbar. Mir haben die ersten 7 Tage Apple Music mehr Kopfschmerzen bereitet als Freude. Vielleicht liegt es auch einfach an meinem „elitären“ Musikgeschmack, dass ich mit den meisten der Empfehlungen so rein gar nichts anfangen kann. :-(

    • Thomas Panzner

      Das, was Du unbedingt hören willst, hast Du dich eh schon gekauft. Einfach kostenlos matchen/uploaden und schon ist es ebenfalls in AM. Streaming hat ja eigentlich den Sinn, etwas Neues zu entdecken, und nicht die eigene Sammlung abzudecken. Die hat man doch eh da.

      Und das nicht alle Label vertreten sind, ist ja ein aktuelles Problem. Setzt sich Streaming breit durch, dann werden die ggf auch nachziehen.

  • Sven Kortmann

    Schöner Artikel der von vorne bis hinten richtig ist.
    Früher wollte man die Musik einfach irgendwie digital haben, konnte sie aber nirgendwo bekommen, ergo Napster.
    Dann kam Itunes und bot neue Möglichkeiten, Napster starb, aber die Torrents blieben für viele Leute die Alternative weil sie nicht bereit waren Unmengen Geld für ihren Musikkonsum auszugeben.
    Jetzt kann man für einen kleinen Betrag im Monat auf unendlich viel Musik zurückgreifen.
    Ich finde das super, für mich ist es in Ordnung diesen kleinen Betrag zu bezahlen.
    Dennoch muss man hier auch irgendwie sagen das die Musikindustrie den Kopierschutz wieder eingeführt hat, auf eine nicht aushebelbare Art und Weise da die Musik eben nicht permanent auf dem eigenen PC ist.
    Ist die Internetverbindung weg, ist auch die Musik weg. Egal ob der Cut vom nicht mehr bezahlen her rührt oder vom schlechten Wetter oder dem unfähigen Baggerfahrer auf der Baustelle um die Ecke.
    Von dem in Deutschland nicht vorhandenem Datenvolumen ganz zu schweigen.
    Aber wenn wir voraussetzen das die Internetverbindung unter normalen Bedingungen niemals wirklich abreißen sollte, ist das die günstigste und beste Variante auf mehr Musik zuzugreifen als man in einem Menschenleben jemals hören könnte.

  • Anti78

    Schöner Artikel.
    Aber ist YouTube wirklich DIE (Musik‑)Streaming-Plattform? Gerade in DE macht da doch die GEMA einen Strich durch die Rechnung.

    Ansonsten gebe ich dem Artikel absolut recht. Streaming ist passend in der Jetzt-Zeit. Und es wird sich weiter entwickeln. Ich hoffe ja darauf, dass wir in DE irgendwann bzgl. mobiles Internet nicht mehr so von den Anbietern „verarscht“ werden. Die teuersten Verträge mit den geringsten Leistungen.
    Telekom mit der Spotify-Option hat da wenigstens schon mal den richtigen Schritt gemacht. Und ich hoffe, dass die anderen Anbieter folgen und auch Optionen für die unterschiedlichen Streaming-Anbieter anbieten werden.

  • BodenseeKitchen

    Hallo Alex,

    du hast aber natürlich ganz andere Konditionen was Thema Datenvolumen angeht. Wir in DE mit unseren 1, 2, lass es 5 GB im Monat sein, schauen da schon ganz anders drein. Mir fehlt vor allem die Möglichkeit, selbst zu entscheiden in welcher Qualität ich die Musik unterwegs streamen will. Das macht Spotify z. B. da deutlich besser :)

    Und noch zum Thema Spotify, hast du dein Abo hier erst mal pausiert? Wie löst du das Problem mit dem Sonos-System? Über Air-Sonos oder Sono-Air?

    PS: ja ich weiß, dass ich die Musik offline speichern kann ;)

    • Marco Schmidt

      Vor allem gibts nur eine globale Einstellung für mobile Datennutzung im App und iTunes Store. Wenn man also z.B. automatische Updates und Apple Music über LTE nutzen will, ist das Datenvolumen noch schneller weg.

      Damit das nicht passiert, hat Apple aber immerhin 2 Häkchen für die mobile Datennutzung an 2 völlig verschiedenen Stellen eingebaut, die man erst mal finden muss:
      Einstellungen -> Mobiles Netz – > Musik und
      Einstellungen -> iTunes & App Store -> Mobile Daten verwenden
      (und dazu noch mal einen Punkt Musik, aber mit dem alten Icon…)

      Als Bonus gibts dann noch dazu:
      Einstellungen -> Musik (immerhin mit neuem Icon)

      1A Apple!

    • Thema Sonos: Gelöst mit einem Klinkenkabel an einer PLAY:5 und einem alten iPhone 5s :)

  • Großartiger Beitrag, für mich eine neue Perspektive! So wertvolle Artikel lese ich selten. Ich bleibe trotz dem bei meiner eigenen Musik + iTunees Match.
    Das vereint die Vorteile ein Stück weit.

  • Joschka Vossieck

    Hi Alex, wie meinst du das mit der CD und HD Qualität? Die Datenrate bei Audio CD’s liegt ja deutlich höher als bei Digitaler Musik (1411kbit/s zu 256kbit/s). Deshalb verstehe ich die Aussage nicht oder einfach falsch.

    • Ich bezog mich dabei auf Geschichten wie auf die Super Audio CD (https://de.wikipedia.org/wiki/Super_Audio_Compact_Disc), etc..

      • Joschka Vossieck

        Danke. Jetzt versteh ich die aussage.

      • Thomas Panzner

        Es gibt auch HighRes FLAC Dateien mit 24Bit/192kHz als Kaufdownload – CD sind 16Bit/44kHz

      • Joschka Vossieck

        Jepp habe da ein paar ausgewählte Alben in diesem Vinyl Format. Ich habe nur was völlig falsches verstanden und habe mich gefragt warum CD käufer kein HD Audio haben wenn sie jetzt streamen. Da die CD im vergleich zu dem matsch mp3 oder aac ja schon HD ist. Aber das war mein denkfehler.

  • Tobykoch

    Ein toller Beitrag, der nahezu die gesamte Diskussion einfach zusammenfasst und jedem Leser das „Ja das stimmt“ abringt.

    • stq66

      I beg to differ. Das mag für Dich (und viele andere so sein), aber sicher nicht für jeden.
      Auch ist nicht alles was hinkt ein Vergleich. Und gerade die Haus und Auto Vergleiche sind für *mich* falsch. Ich besitze eine Wohnung, weil mir das Sicherheit gibt, auch später ein (leistbares) Dach über dem Kopf zu haben. Aber die Mehrheit der Menschen mietet Wohnungen aus Sachzwängen, weil sie sich ein Eigentum nicht leisten könn(t)en.
      Beim Auto wiederum gebe ich zu, dass *ich* altmodisch bin und es nicht mit jedem x-beliebigen teilen will. Ja, das Pickerl ist mühsam, vor allem wenn man mehrere KFZ besitzt, und ja natürlich hab ich da Fixkosten, die ich mit einem Carsharingangebot nicht habe. Aber dafür hab ich den Komfort, dass ich jederzeit ein Auto ohne groß suchen zu müssen bei der Hand habe. Und ich nicht erst u.U. hunderte Meter gehen muss, um mir ein Auto zu holen, heimzufahren, dort erst wieder hoffen einen Parkplatz zu finden um die Sachen einladen zu können.

      Um zum Streaming zurückzukommen: ich hab jetzt schon mehr Musik, als ich im Normalfall wirklich hören kann und das Meiste, was an neuer Musik rauskommt, ist öd und nach spätestens dem dritten Hören nicht mehr zu ertragen. Ob mir da automatische Vorschläge wirklich helfen, Neues zu finden?
      Ich werd’s probieren, bin aber noch immer skeptisch.

  • Danjo

    Ich bin ja auch geneigt komplett auf Streaming umzusteigen und stimme den hier genannten Vorteilen auch zu. Bei mir mangelt es leider auch an Datenvolumen. Aber selbst wenn man das Datenvolumen zur Verfügung hat, wie sieht es mit dem Akkuverbrauch aus, wenn ständig die Musik über die mobile Leitung läuft? Ich kann mir vorstellen dass ich dann öfter das Ladekabel dabei haben müsste. Ein weiteres Problem ist leider immernoch Musik im Auto. Ohne gut und drahtlos an das IPhone gekoppeltes Autoradio machen Streamingdienste auch keinen Spaß.
    Nächstes Problem: Netzabdeckung auf meiner Bahnstrecke zur Arbeit. Ich hätte täglich die halbe Strecke keine Musik.
    Also zur Zeit geht leider ohne Offline Musik nichts.

    • Thomas Panzner

      So mache ich es – daheim viel runterladen – so nutze ich unterwegs nur ab und zu beats 1.

    • Sealer

      Die genannten Probleme kann ich leider nur bestätigen und für keines davon ist Apple verantwortlich oder kann was dagegen unternehmen.

      Ich bin was Musik angeht eigentlich Gelegenheitskäufer. Also da reden wir von 1-3 Songs im Monat. Ich habe Apple Music zur Zeit also nur wegen den 3 Probemonaten, aber seitdem bin ich sehr davon begeistert und höre zu Hause oft Beats1 und auch die Playlists die mir vorgeschlagen werden.
      Eigentlich würde ich echt mit dem Gedanken spielen mir Apple Music zu gönnen, mit z.B. Channels für Workout usw.

      Aber entweder habe ich nur Edge oder mein 1GB Datenvolumen ist verbraucht. Und das im D1 Netz.
      Da kann man sioch z.B. bei der aktuellen Congstar Werbung, die mit doppeltem Datenvolumen werben, statt 250MB nun 500MB, doch nur an die Stirn schlagen. In welchem Jahr und welchem Land leben wir denn bitteschön.

  • DominikC

    Letzer Absatz: „[…]sich darauf einstellen, das[s] Musikkonsum sich erneut ändert.“

    Ansonsten makelloser Artikel.

  • karlimann

    Schöner Artikel, danke.

    Ich bin wahrscheinlich die letzte Bastion der Musikkäufer. Die 120EUR jährliche Gebühr für Apple Musik hab ich locker in zwei Monaten schon für Musik ausgegeben, aber wohlgemerkt, keine Downloads sondern physische Datenträger.

    Warum? Weil ich was in der Hand halten will, weil ich ein gedrucktes Booklet haben will, weil ich wissen will, wer die Gitarre im dritten Stück gespielt hat.

    Meinen ersten CD-Player habe ich zur Konfirmation bekommen, das war ca. 2 oder drei Jahre nach Einführung der CD. Somit sind im Laufe der Zeit einige CD’s zusammengekommen und ich weiß noch genau welche CD ich als erstes kaufte.

    Aber trotzdem hab ich natürlich das Streaming getestet. Apple Music findet erstaunlich gute Vorschläge für mich. Aber trotzdem werde ich die Testzeit nicht verlängern. Irgendwie ist das Streaming nicht für mich geschaffen, ich möchte lieber eine CD einlegen, mich entspannt im Sessel zurücklehnen und die Musik über einigermaßen gute Lautsprecher genießen.

    • Thomas Panzner

      Ich hab auch schon viel und regelmäßig Musik gekauft. Seit meinem ersten MP3 Player 2002 rippe ich CDs – danach wandern sie ins Kellerregal oder ich kaufen gleich digital (iTunes oder HighResFLAC). Mich nervt eher der Platzverbrauch und die Alterung.

      • karlimann

        Meine erste CD wurde im Geburtsjahr der CD gekauft, also 1983 und lässt sich problemlos abspielen. Ich hatte noch keine Problem mit der Alterung von gepressten CD’s.

      • Thomas Panzner

        Manche Gepresste haben sichtbare, manche unsichtbare Alterungen und lesen deshalb sehr langsam aus und teilweise nur noch mit hörbaren Fehlern. Zum Glück waren es insgesamt nur Wenige.

  • Sebastian42

    Puh, ich finde die Vergleiche hinken ein wenig. Insbesondere beim Auto und AirBnB ist es doch so dass das eher „on demand“ Buchungen sind. Ein Musikstreaming ist da ja eher was langfristiges pauschales, egal ob ich es dann nutze oder nicht und das ist für mich eher das Problem. Ich höre einfach keine Musik für 120,- im Jahr. Ich kaufe mir vielleicht im Quartal mal ein Album bei iTunes oder bestelle bei Amazon MArketplace und rippe die CD selbst (kostet da oft nicht mehr als 1,- bis 5,- je nachdem was man so hört). Das mag sich vielleicht für Teenager noch lohnen die eh die Charts rauf und runter hören, aber das lässt doch irgendwann nach und dann zahlt man mehr oder weniger für immer die gleichen Songs immer und immer wieder. Mal ganz davon ab das ich eh das Gefühl habe das Musik ein wenig an Wichtigkeit und Stellenwert verliert. Das ist nicht mehr so wie vor 20 Jahren als man sich tagelang mit neuen Alben beschäftigt hat, heute habe ich den Eindruck das eher mal kurz auf youtube geklickt wird und nach der Hälfte ist auch schon geskipped und bei dieser Kultur bin ich mir nicht sicher ob die Mehrheit eher sogar noch mehr Geld für Musik ausgeben möchte als früher.

    Ein weiteres Problem für mich ist das mir das auch zu unflexibel ist. Wenn ich mal eben in der Familie nen Album für den Urlaub weitergeben möchte geht das nicht, wenn ich ein Autoradio habe das mit SD Karten bespielt werden möchte geht das nicht und wenn mein Internetprovider mal ne Pause einlegt geht weder mein IP TV noch meine Musiksammlung. Auch zum Sport mal kurz den alten ipod Shuffle bespielen ist vorbei. Man mag das auch anders sehen können und sich sehenden Auges in alles neue werfen, aber für mich und meine Nutzung ist das eine Ansammlung von Nachteilen die mich wesentlich mehr Geld kosten als früher.

  • Kai Richter

    Ich hatte mich auch auf Apple Music gefreut. Ich benutze Spotify und bin auch zufrieden damit. Es gibt aber eben nicht alles auf Spotify und als ich auf Apple Music alle Alben der Hörspielserie Gabriel Burns fand war ich total Happy. Die Freude war aber nach drei Tagen leider verflogen als plötzlich kein einziges mehr vorhanden war. Es wird nur noch ein Soundtrack gefunden und mehr nicht. Schade.

  • Oliver Wedel

    Ein Aspekt fehlt: iTunes Match, auch damit habe ich Streaming, aktuelle Bitrate, brauche keine Bibliothek … aber die Musik gehört trotzdem mir. Für mich hinkt der Vergleich. Es gibt Musik die ist mal ganz nett, da ist Streaming eine Möglichkeit. Aber es gibt auch emotionale Stücke, die mit Erinnerungen verbunden sind, die man vielleicht 10 Jahre nicht hört und dann doch wieder, da möchte ich nicht auf den „Besitzt“ verzichten. Und wer garantiert mir, dass der Musikkatalog in dieser Form auch nächstes Jahr noch zur Verfügung steht und nicht einzelne Titel „verschwinden“ … für mich ist / war? iTunes Match die perfekte Mischung

  • Michael Janke

    Vielen Dank, alles gesagt, 100% Zustimmung!

  • harveyspecter1

    Mhhh komische Vergleiche mMn.. Airbnb z.B.. Ich kann doch auch ein Hotel frei auswählen. Das Wiedergabelisten und die Musiksammlung nicht verloren gehen ist obendrein extrem unrealistisch. Wozu hat man denn ein Time Machine Backup? Der schlechteste Vergleich ist aber der hier:
    „Die Argumentation übersieht, dass wir in ganz vielen anderen Lebensbereichen die Miete bereits dem Eigentum vorziehen. Wir nutzen Carsharing oder Uber, weil wir nicht täglich neu nach Parkplätzen suchen wollen; den (TÜV‑)Termin und Sommerreifenwechsel anstrengend finden“

    Also man nutzt car sharing weil die von dir genannten Punkte mit mehr kosten verbunden sind und car sharing günstiger ist. Aber Musikstreaming ist eigentlich für jeden teurer. Ich war von Anfang an skeptisch und ich bin nicht deiner Meinung. Streaming wird sich nie komplett durchsetzen außer es wird noch billiger, was ich nicht glaube. Aber man muss einfach mal Festhalten, dass sich das streamen nur für Leute lohnt, die jeden Monat ein Album gekauft haben bei itunes. Ich sehe an den Kommentaren, meinem Freundeskreis und anderen Webseiten, dass dieser Teil extrem gering ist. Das liegt ganz einfach an dem Grund, dass nicht so viele top Alben in so kurzer Zeit erscheinen für die man sich interessiert und die Musik die man früher gut fand hat man doch längst auf seinem Rechner. Ich mein in den deutschen iTunes Charts ist Helene Fischer immernoch ziemlich weit vorne mit ihrem 2 Jahre alten Album. Ich hab mir in den letzten 2 Jahren nicht ein Album gedownloadet sondern immer nur einzelne Singles die ich wirklich gut finde. Also meine Investitionen würden um ca. 98% steigen. Ich werde wie viele andere dabei bleiben mir die 2 Lieder die ich gut finde in einem Monat zu kaufen und meiner Mediathek hinzuzufügen, die eh automatisch per icloud downloads abgeglichen wird. So habe ich genauso ewigen Zugriff darauf!
    Desweiteren funktioniert das System eh noch nicht in Deutschland. Ich habe dank Apple Musi am ersten Tag wo ich wieder Daten hatte ausversehen 200MB von meinem 1GB verbraucht…

    • Schupunkt

      Die Vergleiche sind wohl wirklich etwas weit hergeholt, denke ich, der Kern der Aussage, das Streaming für viele Leute sehr nützlich ist und unbestreitbare Vorteile hat stimmt aber schon.
      Im Übrigen denke ich das sich Musik Streaming sich gerade (oder Vorrangig) an die Leute richtet die gerade nicht viel Geld für eigene Musik ausgeben, wie mich.
      Ich habe nie Musik gekauft, da ich kein Fan eines bestimmten Genres bin oder bestimmter Bands. Bevor es Streaming gab hat sich mein Musikkonsum auf Radio und YouTube beschränkt, Musik zu streamen entspricht exakt der Methode wie ich mir immer Musikkonsum vorgestellt habe, weshalb ich gerne bereit bin den Preis dafür zu bezahlen.
      Hätte ich bereits viel Geld in eine eigene Musikbibliothek gesteckt fände ich dagegen Musikstreaming total uninteressant, weil es die Aktualität meiner eigenen Bibliothek „gefährden“ würde.
      Deine Ausgaben für Musik mögen sich mit Streaming vielleicht um 98% steigern, also verdoppeln, die Bibliothek auf die du dadurch zugreifen kannst wird dadurch allerdings um ein Vielfaches größer! Man könnte also sagen du gibst gerade mal 5€ mehr aus und bekommst dadurch zigtausendfach mal mehr Musik…

      • harveyspecter1

        Gebe ich dir recht! Allerdings will ich ja gar nicht mehr Musiktitel haben. Mir reichen die 2 neuen die ich wirklich gut finde. Ich teste den Service ja selbst und man wird von Angebot erschlagen. Ich weiß ar nicht wo ich anfangen soll.. Desweiteren bin ich überhaupt nicht so oft unterwegs ums das nutzen zu können, da ich allein mit Podcasts ca 4 Stunden die Woche höre. Der rest dann den ich unterwegs bin wird musik gespielt aber das ist vllt noch eine Stunde in der Woche wenns hoch kommt. Und dafür dann 10€ jeden Monat abdrücken..?

  • Stubber2

    Ich glaube zwar das sich langfristig streaming durch setzen wird, aber heute würde ich nicht auf meine Amazon-Musik-Sammlung verzichten.
    Übergangsprobleme? Habe ich nicht. Alles liegt in der Amazon-Cloud, wo es keine Kosten für mich verursacht und sofort auf allen Geräten verfügbar ist.
    richtiges Datenvolumen? Kein Problem meine Gerät laden im WLan alle Playlisten und Musik automatisch auf das Gerät.

    Mit Streaming bezahlt man heute doppelt: die Musik und das Datenvolumen

    Langfristig bezahlt man sogar dreifach, da mit den Streaming die Netzneutralität abgeschafft wird.

  • Schupunkt

    Den Artikel kann ich, so wie er ist, unterschreiben! Allerdings hab ich eine Frage bezüglich Apple Musik. Kann es sein das nicht alle Playlists aus der App im Streaming mit dem Mobilfunk verfügbar sind? Teilweise waren sie unterwegs komplett ausgegraut und nicht nutzbar, Zuhause im WLAN gibt es solche Einschränkungen nicht.
    Oder war das nur ein Bug?

  • Sehe ich komplett anders.

    Die Musik die ich gekauft habe hat, Dank iTunes Match CD Qualität und ich kann sie notfalls in modernere Formate konvertieren.

    Die Musik die ich streame gehört mir nicht und wenn Apple oder ein Rechteinhaber keine Lust mehr hat kann mal eben alles Flöten sein.

    Wer garantiert mir denn das

  • Alex

    Dem Tenor des Artikels kann ich nicht wirklich zustimmen.

    Ich kann (für mich) nicht erkennen, dass Streaming die meisten Vorteile bietet, ganz im Gegenteil, ich sehe überall nur Nachteile.

    – Ich bin üblicherweise mit dem ÖPNV (Bus & Bahn) unterwegs, und könnte dank der weitläufigen „Funklöcher“ auf den Bahnstrecken mit den Streaming kaum Musik hören. Weiterhin hat Apple regelmäßig Ausfälle seiner Dienste (wie z.B. iCloud), wenn das passiert, habe ich dann auch keine Musik.

    – Streaming zehrt massiv am (mobilen) Datenvolumen, das kostet dann u.U. mehr Geld für „größere“ Mobilfunk-Verträge, oder ich kann die zweite Hälfte des Monats eben auch keine Musik mehr hören…

    – Jeder Streaming Dienst bietet einen bestimmten Katalog an Musik, aber leider eben bei weitem nicht jede Musik. D.h. man wird dann doch z.T. wieder Musik kaufen müssen, wenn diese nicht in dem Katalog des Streaming-Anbieters vorhanden ist. Dann muss man doch wieder einen Mischbetrieb (Streaming + Kaufmusik) fahren müssen, was dann leider doch alles wieder komplizierter macht.
    Dann kommt es ja auch regelmäßig vor, dass bestimmte Musik aus dem Katalog wieder rausfliegt. D.h. man kann sich leider nicht darauf verlassen, dass die eigene Lieblingsmusik, die jetzt noch im Katalog ist, morgen immer noch dort zu finden sein wird. Wenn sich das Streaming für Apple nicht lohnt, oder sich mit den Rechteinhaber überwirft, stellt Apple das Angebot u.U. wieder ein. Dann steht man dann auch erst mal mit nichts da (und dass diverse Dienste eingestellt werden, ist ja nichts ungewöhnliches. Microsoft hatte mal ein kurzes Intermezzo mit Kauf-Musik, diverse Google-Dienste wurden eingestellt usw.).

    – Dass durch Streaming mehr Leute Zugriff auf Musik haben, ist doch ein Quatsch-Argument (sorry ;-). Dass die Anzahl der Smartphone die der Computer überrundet hat, bedeutet ja nicht, dass nicht jeder, der ein Smartphone hat, nicht dennoch Zugriff auf einem Computer hat, oder ohne Smartphone keine Musik hören könnte. Der Computer ist nur eine von vielen Möglichkeiten, Musik zu hören, das geht und ging schon immer auch ohne. Ich kenne niemanden, der nur durch Streaming plötzlich die Wunder der Musik kennenlernen konnte. Niemand der nicht bisher auch schon Musik-Fan war, wird jetzt wegen Streaming anfangen Musik zu hören. Streaming wird den Zugriff auf Musik nur etwas verschieben, frühere Käufer werden nun zu Mietern, und die ganz jungen Leute, die gerade anfangen Musik zu entdecken werden gleich zum Streamen kommen und nicht erst anfangen Musik zu kaufen, das sind aber auch die, die früher ohne die Streaming-Möglichkeit Musik gekauft hätten. D.h. der Markt wird nicht größer.

    – Was die Qualität angeht, ist man heute schon an einem Punkt angelangt, wo jede weitere Steigerung letztlich keinen Sinn mehr macht (außer für diejenigen, die sich auch goldene Cinch-Stecker kaufen, weil das den Klang verbessern würde). Nicht umsonst sind SA-CD alles andere als Verkaufsschlager, die CD ist schon so gut, dass man mehr Qualität i.d.R. gar nicht mehr hören kann.

    – Und eine eigene Mediathek zu pflegen ist auch nicht aufwändiger, als seine Streaming Playlists. Ob die Musik mir gehört oder nicht, Playlisten erstellt man in beiden Fällen wohl auf exakt die selbe Weise. Und um eine CD zu rippen oder im AppleStore ein Album zu kaufen, muss ich jeweils nur einmal klicken, also auch nicht mehr, als wenn ich aus dem Streaming-Katalog ein Album auswählen würde. Und auch ich finde meine (nicht gestreamte) Musik mitsamt Playlisten automatisch auf jedem neu gekauften Mac und iPhone.

    Für mich ist Streaming daher derzeit keine Alternative. Die eigene (gekaufte) Musik-Mediathek ist alternativlos ;-) und macht die wenigsten Probleme.

    • Schupunkt

      Deiner Ansicht nach dürfte es Menschen wie mich also gar nicht geben?
      Vor Streaming habe ich praktisch kein Geld für Musik ausgegeben, obwohl ich Musik mag, aber erst Streaming entsprach meiner Vorstellung davon wie ich Musik konsumieren möchte.

      • Alex

        Natürlich gibt es Nutzer wie Dich. Allerdings bezweifle ich, dass Deine Nutzung die Regel ist, was Alex in seinem Artikel ja andeutete als er sagte, dass erst durch Streaming „viel mehr“ Leute Zugriff auf Musik bekommen.

  • derlinzer

    Selbst mit 6 GB LTE im Monat käme ich nicht auf die Idee, unterwegs Musik zu streamen. Für mich interessante Playlists wie „Flugangst ade“, „Musik zum Auspowern“, „Musik zum Laufen“, etc., werden via WiFi – selten via LTE – offline gespeichert und Beats1 zu Hause, im Hotel, in der Bahn, etc. ausschließlich via WiFi gehört.

    Ich hab auch lange Zeit CDs gekauft, diese gerippt, getaggt, mit Bildchen versehen. Später dann einige Downloads gekauft und genossen, dass Alben meiner Lieblingsbands im Urlaub automatisch heruntergeladen wurden. Mit Spotify usw. bin ich nie wirklich warm geworden, da ‚meine‘ Musik darin fehlte. Einzig Google Music erschien hier brauchbar, funktioniert aber ohne Flash nicht in Safari. iTunes Match war ein Schritt in die richtige Richtung, aber dennoch keine Lösung für mich.

    Apple Music macht hier einfach sehr viel richtig: Es vereint iTunes Match mit Spotify und iTunes Store. Und mit einem Familien-Account und reduzierten iTunes-Gutschein-Karten genutzt, tut es das zu einem unschlagbaren Preis.

    Streaming ist mit Sicherheit nicht für jeden das Gelbe vom Ei: Dem Audiophilen wird es an Klangqualität mangeln, dem Freund des Physischen an Physischem und für den Wenig-Hörer ist der Preis einfach zu hoch, dem Freund von Ausgefallenem ist der Katalogumfang zu gering, usw. Alles verständliche Punkte.

    Wo Streaming generell bei mir punktet, ist, dass ich Musik überall verfügbar habe und – noch wichtiger – dass ich Playlists anderer Leute ‚folgen‘ und aufgrund meiner Vorlieben neue Musik entdecken und empfohlen bekommen kann. Mehr neue Musik bedeutet für mich in Folge mehr Konzertbesuche eben dieser Entdeckungen.

    Das Tüpfelchen auf dem i bei Apple Music ist für mich aber momentan ganz klar Beats1. Radio höre ich bereits seit Jahren keines mehr, aber Beats1 läuft, wann immer ich die Gelegenheit dazu habe. Die Moderation finde ich unaufdringlich und auch hier lassen sich ständig Perlen – alt und neu – entdecken, die mit wenigen Klicks in eine Playlist wandern und/oder genutzt werden können, um die persönlichen Empfehlungen weiter abzurunden.

  • michael_lanzinger

    Ein sehr guter Artikel muss ich sagen, nur eine Anmerkung möchte ich noch machen (da kann ich als Jurist leider nicht aus): Wenn hier steht ‚Eigentum verpflichtet‘ dann ist das zumindest in Hinsicht auf iTunes & Co nicht ganz richtig. Denn spätestens seit der ‚Digitalisierung‘ haben wir das Eigentum eigentlich gegen eine Nutzung eingetauscht. Erwarb man an CDs & Co noch das volle Eigentum, konnte diese also tauschen, verschenken, verkaufen und auch vererben, ist dies bei MP3s, eBooks und anderen ‚downloadable Goods‘ schon lange nicht mehr der Fall. Man muss dazu wahrscheinlich nur in die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Anbieters schauen um zu sehen, dass man den angeblich ‚gekauften‘ Artikel nur auf dem eigenen Konto nutzen darf und ja nicht weitergeben, auch wenn man die Datei auf sämtlichen eigenen Geräten löschen würde. Ergebnis daher: das gefüllte und bezahlte iTunes & Co hängt an der Person und kann nicht weitergegeben werden … spätestens im Erbfall wäre alles weg. Werthaltigkeit sieht anders aus. Insofern finde ich die Streaming-Varianten fast ehrlicher, da hier der User zumindest weiß, dass er nur ‚mietet‘ und das Angebot ohne Vollrecht nutzen darf.
    Allerdings sehe ich das Gesagte insofern recht kritisch, weil dem User letztlich immer mehr das Vollrecht des Eigentums still und leise entzogen wird und das bei gleichzeitiger (zumindest in Ö geplanter) Ausweitung der Abgaben für Privatkopien bei gleichzeitiger Einschränkung des Rechtes auf Privatkopie.

  • Jay DrRollerskate

    Streaming darf man nicht so eindimensional sehen. Anbieter mit Musikkatalogen sind nur eine Möglichkeit. Andere sind z.B. Internetradio oder Dienste, die auch DJs als Stream (live oder als „Konserve“) anbieten, z.B. mixlr, oder soundcloud. Der Trend ist die Vielfalt, auch Apple Music bringt neue Möglichkeiten. Jedoch werden das nur Musikinteressierte nutzen. Es gibt Untersuchungen, nach denen Erwachsene nur noch wenig „neue“ Musik entdecken und auf gewohnte Genres und Tunes beharren. Das ist ist die Zielgruppe der Katalog-Streamingdienste. Keine schlechte Zielgruppe und auch finanziell besser als junge Leute, die für Musik nichts zahlen wollen, da ihr Geld in andere Dinge fließt.

  • Jan Tönjes

    Komischer Artikel… Allgemein gebe ich dir Recht, Streaming ist genail..

    Aber 1. YT als „Musik-Streaming-Plattform“ zu bezeichnen ist doch absoluter quatsch, gerade wenn man bedenkt, dass man dank GEMA eh kaum Zugriff auf Musik, übers Handy nicht mal auf den Sperrbildschirm schalten kann, die Soundqaulität miserabel ist und Musik nicht Offline hörbar….

    Und 2.:
    „Apple Music ist der erste Dienst, der auf einen Schlag ganz viele Leute vor die Frage für bezahltes Musikstreaming stellt.“

    Ja, weil es ja nicht schon seit Jahren Dienste wie Spotify oder Simfy oder andere gab… Und die Hürde sich bei den Diensten anzumelden war nie sonderlich hoch..

    Also sorry, aber jetzt so zu tun als wäre Musik-Streaming was neues nur weil Apple damit um die Ecke kommt ist doch absoluter quatsch… Aber typisch Apple-User halt…

    • 1. http://www.musicbusinessworldwide.com/youtube-is-the-no-1-music-streaming-platform-and-getting-bigger/

      2. https://twitter.com/neilcybart/status/615885605743001600 – und bedenken das Apple 800 Millionen Kunden erreicht, die bereits ihre Kreditkarte hinterlegt haben.

      • Marco Schmidt

        Apple wird sich in 3 Monaten sicher mit einer Rekordmeldung schmücken können, wegen ihrem Arschlochmove, das Abo automatisch zu verlängern.
        Bin mal gespannt, wie groß der Shitstorm dann so wird. Class Action Law Suits, Subscriptiongate, Alex wird so oder so was zu berichten haben ;)

      • Es wäre sicherlich nett, wenn sie kurz vorher einen Push schicken. Trotzdem: Was wäre die Alternative? Alle mit Abo standardmäßig rauskicken? Das hilft niemandem.

      • Marco Schmidt

        Entweder am Anfang oder kurz vor Ablauf (meinetwegen beides) fragen, ob sich das Abo nach den 3 Monaten automatisch verlängern soll. Ansonsten läuft es aus. Dann könnte sich keiner beschweren und Apple kann sich auch nichts vorwerfen lassen.

      • Man kann doch das Abo sofort wieder kündigen, also am selben Tag an dem man das Probeabo bestellt. Dann kann man in Ruhe testen und ist man nach drei Monaten garatiert wieder raus. Also: Null Problemo wenn man ein wenig nachdenkt.

      • Anti78

        Bei jedem Anbieter geht die Gratis-Phase automatisch in ein kostenpflichtiges Abo über wenn man nicht kündigt. Das hat nicht Apple erfunden.
        Und jeder, der einem Streamingdienst zustimmt, sei es Spotify, Watchever, Amazon Prime, Maxdome, usw sollte sich auch über die Kündigungsfristen/-möglichkeiten erkundigen. Dafür gibt es die AGB.

      • Schupunkt

        Finde ich zwar auch nicht so toll, unüblich ist dieses Vorgehen aber nicht.
        In diesem Fall ist es aber eigentlich nicht so tragisch, denn der maximale „Schaden“ der entstehen kann ist 10€ falls man nicht rechtzeitig kündigt. Dann hat man nen ganzen Monat Zeit den Fehler zu beheben.
        Bei Mobilfunkverträgen z.B. Finde ich das viel schlimmer, da verlängert sich der Vertrag gleich um ein Jahr.

  • Kalla

    Wieder so ein typischer Artikel mit „Argumenten“ die nur bei Leute ankommen, die sich den Hut mit dem Hammer aufsetzten.

    Musik-Streaming ist etwas für Hipster und andere Leute, die eh keinen Ahnung von Musik haben, noch nie hatten, nie haben werden und generell nur „Mainstream-Mist“ so nebenbei mal konsumieren. Früher lief bei denen halt das Radio im Hintergrund.

    Ich kenne wirklich Niemanden, der plötzlich seinen Plattensammlung einmottet oder seinen „Hörgewohnheiten“ ändert. Viele Künstler und Bands sind noch nicht einmal bei den „angesagten“ Streamingdiensten oder mal hier und mal dort zu finden. Music Match war genau so ein Kappes. Hat nämlich nie wirklich funktioniert und wenn dann nur mit Schmerzen. Das Limit von 25.000 Song ist auch der Witz.

    Überhaupt nutzen noch die Meisten nur das „Abo“, damit sie Offline die Musik verfügbar haben. Das ist ja auch kein Wunder, bei den tollen Mobilfunktarifen in Deutschland. Und in den USA, viel Spaß bei Streaming wenn man z.B. selbst nur mal ein Stückchen in California unterwegs ist. Da kann man schon froh sein, wenn man überhaupt noch Telefonieren kann. Wer viel in Hotels unterwegs ist, weiß auch um den sensationelle Datendurchsatz, wenn überhaupt Free WiFi verfügbar ist.

    Bei den ganzen tollen „Vorrechnungen“ frag ich mich ehrlich, wie manche Leute durch das Leben kommen. Streaming kostet eben nicht nur mal eben 10€ im Monat, sondern sehr viel mehr. Mobilfunkvertrag, Festnetz/DSL, WiFi-Zugang, usw. …bedeutet also, dass selbst wenn man nur Anteilig die Dienste, Datenvolumen usw. einrechnet die man benötigt, man mindestens auf 30€ im Monat kommt. Für 300€ im Jahr bekomme ich gar nicht mal so wenig Musik auf physischen „Datenträgern“… auch Platte oder CD genannt. Die kann ich ohne irgendwelchen technischen Aufwand, so ziemlich überall und immer abspielen und die gehören mir. Zusagen, dass man einen Zugriff auf total viel Musik mit Streamingdiensten hat und generell damit günstiger weg kommt, ist an Kleingeistigkeit schon nicht mehr zu überbieten. Mich interessiert null, was irgendwelche deutschen asozialen Gangsterrapper publizieren oder ob Helene Fischer ins Mirko gerülpst hat. Man hört das, was man mag und sich auch kaufen würde und mal in etwas reinzuhören, gibt es genug andere kostenlose Möglichkeiten. Stelle ich die Zahlung ein, habe ich null Anspruch auf irgendetwas… noch nicht einmal auf meinen Account und die Playlists.

    • Gut. Wir ‚hören‘ uns dann noch einmal in ein paar Jahren.

    • Schupunkt

      Interessant, erst diese Einleitung und das herziehen über Streaming-Nutzer und später dann andere kleingeistig nennen… Ich mein, 30 Millionen Songs werden wohl kaum nur Mainstream sein, denn auch mit allen Helene Fischers dieser Welt kommt man nie auf diese Zahl.
      Naja, manch einer hält sich wohl für was besonderes, weil er herausgefunden hat das teile seiner eigenen Musik nicht im Streamingangbot zu finden sind…

  • Stefan Winkler

    Bei Deiner Lobeshymne auf Streaming vergisst Du leider einen bitteren Beigeschmack. Neben den ganzen infrastrukturellen Problemen, die wir insbesondere hier in Deutschland haben und die andere schon genannt haben (endliche „Flatrates“, unvollständige Netzabdeckung, …) habe ich persönlich das Problem, dass mein Musikgeschmack nicht unbedingt Mainstream ist. Zum Teil bekomme ich Musik gar nicht über Spotify oder iTunes (Music oder Store). Und schlimmer: es gibt tatsächlich Musik, die „verschwindet“. Mir ist es in der Vergangenheit so gegangen, dass meine (glücklicherweise DRM-freien) Einkäufe beim Musikverkäufer aus dem Programm genommen wurden.

    Das Problem ist damit ein ähnliches wie bei Netflix, Watchever und co. Ich fange eine Serie an zu schauen und plötzlich ist die Streaming-Lizenz abgelaufen und die Serie wird aus dem Programm genommen und ich sitz da und muss irgendwie anderweitig an den Rest der Staffel(n) kommen (kaufen oder von ‚woanders‘ streamen).

    Ja, Streaming ist toll und hilft mir, neue Musik kennen zu lernen. Aber es ist ein Ersatz für das Radio und nicht für das Besitzen von Musik.
    So wie Netflix der Ersatz für die Videothek und das Fernsehen ist.
    So wie eBook-Flatrates ein Ersatz für Bibliotheken sind.

    Ich hoffe wirklich, dass Streaming-Modelle wirtschaftlich tragfähig sind, weil sie an sich eine tolle Sache sind. Aber ich hoffe gleichzeitig noch mehr, dass sie Eigentum nicht vollständig ersetzen, denn das führt unweigerlich zum langfristigen Untergang des Nicht-Mainstreams.

  • Pingback: „Eigentum verpflichtet. Musik-Miete nicht.“()

  • cybermat

    Hatte die letzten Jahre Spotify pro genutzt und nebenher auch auch noch meine lokale Library gehört, abwechselnd. Meist natürlich für Kram den’s bei Spotify nicht gab und das ist gar nicht so wenig. Ich hab auch nebenher noch Musik gekauft die mir wichtig ist, warum auch nicht. Die Entscheidung muss ja nicht lauten „entweder/oder“. Das mache ich einerseits um die Künstler noch mehr zu supporten und andererseits um für mir wichtige Musik nicht vom Streaming-Anbieter abhängig zu sein. Viele der Bands deren CD oder Downloads ich gekauft habe, hab ich erst bei Spotify entdeckt.

    Ich fand allerdings immer die zwei Welten Spotify und iTunes suboptimal. Klar kann man auch die lokalen Musik-Datein in Spotify importieren und nur noch den Spotify-Client benutzen, ich persönlich fand den aber schon immer gruselig in der Benutzung und hässlich. Umso größer die Vorfreude alles in iTunes vereint zu haben: lokale Library und Streaming.

    Leider zeigt sich aber wieder mal das alte Apple-Problem: Die katastrophale Zuverlässigkeit der Cloud-Dienste. Ich hatte bei Spotify nie Ausfälle, das streamt bis die Ohren bluten. Bei Apple Music wird der Spaß jeden Tag geschmälert. Seien es Alben die ausgegraut und plötzlich nicht mehr abspielbar sind. Cover die mal angezeigt werden, mal nicht. Cover die ungefragt ausgetauscht werden. Überhaupt Mediatags (manuell gepflegte) die iTunes ungefragt ändert. Gekaufte(!) Stücke die ich plötzlich weder streamen noch laden kann (ca. 10% meiner Library die nicht lokal vorliegt), und so weiter. Jedes mal nervt wieder was neues.

    Die Idee find ich gut, mit iTunes würd‘ ich zurecht kommen (wobei die Bedienung der neuen AppleMusic-Features alles andere als intuitiv ist) aber Apple schafft es wieder einmal nicht einen stabilen Cloud-Dienst anzubieten. Unverständlich eigentlich, am Geld sollte es ja nicht scheitern.

    Ich hatte mich zum Thema Apple Cloud-Dienste schon mal hier hier schon mal geäussert, damals hatte ich allerdings noch Hoffnung auf Besserung. Die schwindet aktuell aber ziemlich schnell…

    Von daher, ja Streaming wird sicher immer mehr zur Normalität werden aber nicht unbedingt das von Apple, sondern eher von einem Anbieter der einen stabilen Service bieten kann.

  • Lukas Burkel

    Wie Alex bereits richtig gesagt hat, gilt es bei den Providern beim Thema Datenvolumen noch einiges aufzuholen. Und dabei geht es mir nicht darum, statt 1 -2 GB nun auch 50-100 GB in Deutschland zu bekommen (was sicherlich aber schon hilfreich wäre, dann aber bitte nicht mit utopischen Preismodellen), sondern ich denke, dass wir Tarife mit Datenvolumen in der Zukunft gar nicht mehr haben werden (außer zunächst vielleicht noch im Prepaid-Bereich).

    Wie das genau aussehen wird ist mir noch unklar, aber wir werden immer mehr mit dem Internet vernetzt und irgendwann wird es wohl auch flächendeckend mit hoher Qualität verfügbar sein, so dass dies nur der nächste logische konsequente Schritt wäre.

    Mobilfunkanbieter müssen sich von der noch funktionierenden Strategie trennen, mit ein paar Gigabyte möglichst viel Geld zu machen. Das wird in Zukunft nicht mehr funktionieren.

    Die Zukunft liegt ganz klar in Cloud-Services.

    Filme hat man in der iCloud und streamt sie oder lädt sie während eines gewissen Zeitraums zum Anschauen (für unterwegs etc.), Musik streamt man spätestens seit letzter Woche (zumindest bei Apple) und Dokumente sollten theoretisch auch schon in der Cloud liegen und von jedem Gerät aus Zugriff bieten (wenn es denn funktionieren würde, ich freue mich auf die neuen Rechenzentren in Europa und erhoffe mir viel davon).

    Ich denke, dass Musikstreaming (nun auch von Apple) nur ein weiterer Schritt in die Cloud-Zukunft ist (die jetzt schon dasein möchte), in die wir mehr oder weniger von der Technikindustrie und Entwicklung hineingezwungen werden, was aber nicht schlecht sein muss.

    Ein dafür notwendiger Schritt ist die radikale Umgestaltung von Mobilfunkverträgen und den Strategien der Anbieter (die sich aufgrund dessen auch verändern werden). Es ist auch vorsichtig gefragt, da eine anfängliche Monopol-Stellung eines einzelnen Unternehmens bereits tödlich für den Versuch einer Umgestaltung dieser Strategien sein könnte.

  • Pingback: Lesebefehl! Musikstreaming-Zukunft & Apples Vergangenheit |()

  • Ein Thema wird nun, wie der einzelne Musikfreund seine Streaming-Historie, seine Lieblingssets etc. plattform-unabhängig(!) sichern kann und zwar kurz- und langfristig (damit meine ich Jahrzehnte).

    Es darf nicht zu einer Abhängigkeit von den kommerziellen Plattformen kommen. Die Meta-Informationen sind eine essentielle Gedächtnisstütze, die nicht nur bei nostalgischen Ausflügen in die eigene Musikgeschmackswelt wichtig ist, sondern schlicht und einfach das digitale Äquivalent zum Plattenregal darstellt (nur jetzt angereichert mit vielen Zusatzinfos.

    Politische wie praktisch heisst die Forderung also Plattformneutralität für Nutzung (ich kann alle Meta-Daten, meine Historie ohne Probleme transferieren. Ebenso ist die Entwicklung und Sicherstellung von nutzerfreundlichen Standards in der Verwaltung dieser Meta-Daten ein Thema, dass internetweit und nicht alleine von kommerziellen Playern beeinflusst werden darf.

    • Viele Streaming-Anbieter haben entsprechende APIs mit denen ein Export der eigenen Bibliothek in unabhängige Formate möglich ist; kürzlich z.B. wurde „Exportify“ als einfaches Spotify-Export Tool vorgestellt.
      Allerdings muss man natürlich vertrauen, dass die Anbieter eine Nutzung der API für Zwecke des möglichen Anbieterwechsels nicht blocken.

  • Matthias Hövelmanns

    Schöner Artikel, vielen Dank! Kann ich (für mich) 100% so unterschreiben!

  • Guter Artikel, sehe ich genau so!

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