Nicht urlaubsreif: iOS fehlt ein echter Reisemodus

iOS vermisst weiterhin das Äquivalent zu TripMode; der „Low Data Mode“ ist (für mich) nur ein unerwünschter Kompromiss. Wenn ich das iPhone benutze, soll es so online wie nur möglich sein – ungedrosselt.

Ein Smartphone-Einstellungsmenü für den Datenmodus mit den Optionen „Mehr Daten auf 5G erlauben“, „Standard“ und „Datensparmodus“, wobei „Mehr Daten auf 5G erlauben“ aktuell ausgewählt ist.

Zugegeben: Ich habe mich etwas gehen lassen und derzeit über 500 Apps installiert. Das macht es unmöglich, ihnen einzeln die Datenverbindung zu entziehen – insbesondere temporär.

So löscht man Apps bekanntlich schnell; tut man dies über die App-Bibliothek, merkt iOS hin und wieder die falsche App zum Löschen vor. Ein Bug, der seit immer (TM) besteht.

Eine Lösung ist das natürlich nicht. Einen echten Reisemodus würde man explizit aktivieren und dabei gleich einen festen Zeitraum vorgeben. Ab dann fragt Apples OS beim Start einer App nach der Erlaubnis zur mobilen Datennutzung und gibt gelegentlich einen Zwischenbericht.

Man kann ein solches Feature bewusst einfach halten und, statt einzugreifen, lediglich transparent einen Überblick geben – alle Einzelteile liegen dafür schon jetzt vor.

„Über Daten spricht man nicht, Daten hat man.“ Mein tägliches Budget für diesen Urlaub beträgt 6 GB. Trotzdem wäre es eine so naheliegende Funktion, dass ich mich wundere, warum Apple sie beispielsweise nicht schon mit den eSIM-only-iPhones eingeführt hat.

Left – verbleibende Zeit sichtbar gemacht

Sich (verbleibende) Zeit zu visualisieren, hat immer ein morbides Geschmäckle. Left ist da keine Ausnahme, stiftet andererseits aber auch (Vor-)Freude.

Seit 1.750 Tagen warten wir etwa offiziell (!) auf dieses eine Spiel von Rockstar Games – zehn Prozent der Wartezeit stehen noch aus …

Drei Screenshots einer mobilen Anwendung auf einem Smartphone zeigen eine Raster-Fortschrittsanzeige, einen detaillierten Countdown-Timer für ein bevorstehendes Ereignis mit Kalenderansicht sowie ein tägliches Dashboard mit Wetterinformationen, Aktivitätstracking und Aufgabenlisten.

Neben Countdown-Widgets ist es ein Mini-Tagesplaner sowie ein Routinen-Tracker – wobei die iOS-only-App nochmals zwischen Erfolgsserie und Gewohnheit unterscheidet. Rechenschaft über einzelne Ziele könnt ihr sogar gegenüber Freund:innen ablegen, indem ihr sie einladet, Einblick zu erhalten.

Enorm viel Visualisierung zieht Left in Form von Widgets auf den Homescreen – allein eine Watch-App fehlt mir.

Die iCloud-Fotomediathek geteilt – und wieder getrennt

Von Apples geteilter iCloud-Fotomediathek hört man auch im vierten Jahr wenig. Das ist ein gutes Zeichen. Das Feature fällt durch Unauffälligkeit auf; es scheint in seinem abgesteckten Umfang zu funktionieren.

Zwei Smartphones zeigen Apple iOS-Einrichtungsbildschirme für eine geteilte Fotomediathek. Der linke Bildschirm zeigt Optionen zum Verschieben von Fotos und Videos in die Mediathek. Der rechte Bildschirm zeigt einen Einladungsbildschirm mit dem Profilbild eines Teilnehmers sowie Optionen zum Teilen des Zugriffs per Nachricht oder Link.

Für uns habe ich sie jedoch wieder abgedreht; wir haben sie nie wirklich genutzt. Ich empfand es im besten Fall irritierend, dort fremde Bilder zu sehen – selbst wenn es keine unbekannten Fotos sind.

Der ausschlaggebende Grund war jedoch die Bedienlogik: Es ist schlicht zu leicht, versehentlich Bilder in die gemeinsame Sammlung zu stecken. Den Button „Geteilte Mediathek“ in der Kamera drückt man gerne aus Versehen; deaktiviert man ihn, wird garantiert nie ein Foto geteilt.

Auch der Foto-Import von einer SD-Karte auf einem iPad kitzelt jedes Mal die Nerven: Dort ist es nicht einmal ein Button, sondern ein viel zu kleines Textlabel. Trifft man es nicht, landet der Import meiner Fotos fürs Blog bei der Familie.

Die Trennung verlief jedoch vorbildlich – mit der Entscheidung, ob man die geteilten oder lediglich die eigenen Fotos/Videos behalten möchte.

Wenn iOS 27 die Begrenzungen für geteilte Alben lockert – insbesondere in Bezug auf die Auflösung –, wird das bei uns sicherlich ein noch beliebterer Weg eigene Fotos untereinander auszutauschen – ohne sich gleich auf eine gemeinsame Fotosammlung einzulassen.

Wenns draußen zu heiß ist: Spaziergänge und Radrouten vor dem iPad

Ein Tablet, das auf dem Bedienfeld eines Laufbands montiert ist und eine virtuelle Wanderroute vom Pantheon zum Eiffelturm in Paris innerhalb einer Fitness-App anzeigt.

I have a $30 stationary bike that I got at Goodwill and I have an old Android tablet stuck to it, but I don’t have a Peloton membership. Nor do I have the interest to ride 80 miles to the beach. So I made https://PedalScape.com. It’s a local PWA, no backend at all, no tracking, just 4k bike rides.

Scott Hanselman

Und für Laufbänder: BeltScape.com

„Jump to Jump Desktop“

Pünktlich zur (Sommerferien-)Reisezeit funktioniert mein Fernzugriff wieder.

Jump Desktop zeigt sich dafür nicht annähernd so herausgeputzt wie Screens, ist mit seinem proprietären Fluid-Protokoll jedoch good old VNC weitaus überlegen.

Nahaufnahme einer weißen Tastatur, die mit einem Tablet oder Laptop verbunden ist, wobei auf dem Bildschirm eine Taskleiste mit mehreren bunten Anwendungssymbolen zu sehen ist.

Fluid is our next generation remote desktop protocol designed for very high performance screen sharing. Fluid can share your screen at 60fps while using only 1/10th of the bandwidth when compared to traditional protocols like RDP and VNC.

Für „Fluid 2.0“ fragt ihr hier nach einer Einladung für die aktiv entwickelte TestFlight-Beta.

Neben der Performance gefällt mir die fürs iPad anpassbare Bildschirmauflösung. Für mich funktionieren 2420 × 1668 px auf einem 11“-iPad. Es ist kompakt, aber scharf genug und füllt nahezu den gesamten Screen.

Obendrein vertauscht Jumpdesktop die Command- und die Optionstaste – etwa für Spotlight oder „Alt-Tab“.

Enttäuschend bleibt, dass Apple seine eigene Bildschirmfreigabe weiterhin auf Verbindungen zwischen Macs beschränkt – ganz zu schweigen vom High-Performance-Sharing.

Kurzbefehle exportieren (fehlt)

Ein Tablet in einer weißen Tastaturhülle steht auf einem Schreibtisch und zeigt das Apple-Logo auf einem schwarzen Bildschirm. Ein Ladekabel ist mit dem Gerät verbunden, das neben einem Laptop vor einem sonnigen Fenster mit Spitzengardinen steht.

Downgrade auf iPadOS 26: Mein Problem mit der ersten Beta von iPadOS 27 war weder die Stabilität noch die Performance, sondern eine Unzuverlässigkeit bei der „Back-to-the-Mac“-Verbindung. Dabei hilft es nicht, wenn App-Store-Apps offiziell keine Updates für Änderungen der kommenden Apple-Betriebssysteme einreichen dürfen – auch wenn ich natürlich verstehe, warum das so ist.

Ein Downgrade ist easy: Stöpselt euch an einen Mac, bootet in den Wiederherstellungsmodus, ladet auf dem Mac das aktuelle iPadOS herunter (zirka 10 GB) und startet 15 Minuten später frisch durch.

Erfüllt ihr diese Voraussetzungen, ist das – unter Anbetracht der kompletten Rollerückwärts aus einer Beta – ernsthaft kinderleicht.

Ein Computerbildschirm zeigt ein Dateimanager-Fenster mit einem Darstellungsfehler, bei dem mehrere identische Fenster übereinander gestapelt sind.

Bei der Neuinstallation verschluckte sich bei mir jedoch die Shortcuts-Bibliothek, deren SQLite-Datenbank ich mit einem Time-Machine-Backup aus ~/Library/Shortcuts/ kratzen musste.

„Sync ist kein Backup“ – trotzdem erwarte ich mehr Cleverness.

Fünf Computer halten die Datenbank mit rund 90 Kurzbefehlen bei mir vor. Wenn ein (neues) Gerät per iCloud dazustößt, könnte man mindestens eine Nachfrage stellen, bevor es alle Kurzbefehle löscht und diese Änderung an alle anderen Computer verteilt.

Ganz zu schweigen von einem nachvollziehbaren Backupsystem, das eure Kurzbefehle nicht ausschließlich in einer Datenbank versteckt. Selbst beim manuellen Export bekommt man Steine in den Weg gelegt: Nur ein einziger Kurzbefehl lässt sich am Mac auswählen und in einen Ordner exportieren. Selektiert man zwei (!) Shortcuts, darf man bereits nicht mehr exportieren.

Tipp: das XTREM Case

YouTube

Im Video: das XTREM Instant Case + G-Shell-App.

Mit Liquid Glass und einer Command Palette: iA Writer 8

Auch wenn die Aufmerksamkeit von Version 8 sicherlich auf Apples Designsprache fällt: Die pfeilschnelle „Command Palette“ ist mein absolutes Lieblingsfeature. Die Befehlspalette sorgt dafür, dass ich die Finger noch seltener von der Tastatur nehme, um Formatierungs- und Exportfunktionen aufzurufen.

An iPhone with a copper-colored frame displays the iA Presenter app, showing an open document titled "# 472 - iA Presenter" and a contextual menu. The phone is positioned over an open book with printed text, suggesting a reading or writing environment.

iA Writer already contains many powerful features. Finding them can sometimes take longer than using them. To access it on iOS and iPadOS, tap the command icon. On macOS, you can use the shortcut ⇧ ⌘ P. Then simply type what you need and press Return.

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Notiz an mich selbst: Ich schreibe zu selten über und mit iA Writer.