Lock Launcher startet Apps schneller

Wir alle personalisieren unsere Home- und Sperrbildschirme; in erster Linie durch eine individuelle App-Anordnung. Inzwischen bietet iOS dafür diverse Entfaltungsmöglichkeiten an, setzt der Gestaltung aber auch klare Grenzen.

Lock Launcher tastet sich für eine andere Optik sowie schnellere App-Aktionen an diese Limitierungen heran. So zeigt es etwa Anwendungen als dauerhafte Live-Aktivität in der Dynamic Island oder platziert ein Dutzend Apps für den Direktstart via URL-Schemes in einem Widget.

Nahaufnahme eines Smartphone-Bildschirms mit blauem Farbverlauf im Hintergrund. Auf dem Bildschirm sind Symbole für eine Kamera, Musik, eine E-Mail, Discord und eine Videosteuerung zu sehen. Der untere Teil des Bildschirms hat einen weißen Balken.

Im Jahr 2022 habe ich zuerst über die Systemerweiterung aus dem App Store berichtet; damals führte sie Kurzbefehle vom Sperrbildschirm aus, bevor Apple das selbst ermöglichte.

Bis man die Funktionsweise für die Gruppierungen in seinen Gehirnwindungen verankert hat, vergeht ein Feierabend. Man übt jedoch an den kostenlosen Layouts und wirft erst 10 EUR ein, wenn das Prinzip verstanden wurde.

Immich Viewer – für eine Diashow der lokalen Fotobibliothek am Apple TV

Ein digitaler Bildschirm, der ein Raster von mit Datum versehenen Fotos zeigt, die verschiedene Szenen von Menschen und Orten darstellen, mit einem dunklen Hintergrund und ein paar Lichterketten.

A sleek Apple TV viewer for your self-hosted Immich photo & video library. Turn your Apple TV into a beautiful digital photo frame and browse your media on the big screen with high-quality viewing, slideshow mode, interactive navigation, and support for albums, tags, maps, and more — all powered by your Immich server.

Adrian Krämer | via /r/immich

Immich läuft auf dem NAS im Büro. Mit einer stehenden Tailscale-Verbindung am Apple TV gebe ich für den Fotostream im Immich Viewer lediglich die lokale HTTP-Adresse ein.

Safari in 120 Hz

Wöchentlich zerre ich ein iPhone unter eine Kopfüberkamera. Nach fast 10 Jahren hat sich dafür ein Set-up eingespielt, bei dem ich flimmerfreie und entspiegelte Aufnahmen hinbekomme – ohne Tearing, Banding und störende Moiré-Effekte.

Mit dem Erscheinen des iPhone 13 Pro im September 2021 und dessen damals neuer 120-Hz-Bildwiederholungsrate wurde diese Jonglierkunst aus Kameraeinstellungen und Licht kräftig durcheinandergebracht.

Weil man die hohen Wiederholraten in meinen 30-Bildern-pro-Sekunde-Videos aber ohnehin nicht sieht, schalte ich ProMotion für diese Aufnahmen oft aus (➝ Einstellungen ➝ Bedienungshilfen ➝ Bewegung ➝ Bildrate beschränken).

Langes Intro, kurze Pointe: Scrollt ihr Webseiten in Safari, ist die Bildwiederholungsrate seit jeher auf 60 Hz begrenzt. Diese Limitierung lässt sich über ein „WebKit-Feature Flag“ aufheben, indem man „Prefer Page Rendering Updates near 60fps“ deaktiviert.

Nahaufnahme des Displays eines Smartphones, das die Oberseite des Bildschirms mit einem "Dynamic Island"-Ausschnitt, der Uhrzeit 18:04 und ein Einstellungsmenü mit dem Titel "WebKit-Feature Flags" zeigt, mit mehreren Umschalttasten; eine grün und aktiv, die andere aus.

Today I learned something amazing: Safari supports higher than 60Hz refresh. It’s the only mainstream web browser that doesn’t, and I have never understood why, but apparently as of the end of 2025 in Safari version 26.3 (and maybe earlier) you can enable it.

Matt Birchler

Die Option ist nicht neu, je nach Anwendungsfall und eigenem Empfinden (für euch) eventuell gar nicht relevant, läuft bei mir aber seit einigen Wochen ohne merkbare (Batterie-)Einschränkungen.

„Willow Voice“: KI-gestützte Sprachdiktate

Willow Voice transkribiert Sprache-zu-Text und räumt mit KI vor der finalen Niederschrift auf – ähnlich wie das bereits besprochene Wispr Flow.

Ein iPhone-förmiges Mockup, das eine Text-to-Speech-App auf seinem Bildschirm zeigt, vor einem dunkelblauen Farbverlauf. Ein Mann mit Brille, Baseballkappe und Mikrofon befindet sich in der unteren linken Ecke in einem kreisförmigen Ausschnitt. Der iPhone-Bildschirm zeigt deutschen Text.

Vimeo / YouTube

Für mich definieren diese KI-Sprachdiktatanwendungen das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine neu. Meine Finger greifen am Mac viele Male pro Tag zum Hotkey; am iPhone wechsle ich ständig zur jeweiligen Tastatur – für eine kurze iMessage oder einen flüchtigen Gedanken in Tot.

Regelmäßig benutze ich das Wort „actually“ und korrigiere mich mitten im Satz. In der Ära moderner Transformer-Modelle bügelt KI aber nicht nur die Unterschiede zwischen Sprech- und Schreibgewohnheiten aus, sondern lässt mich fließend Sprachen wechseln – je nach Adressat oder Kontext.

Auf iPhones sind Kontextkenntnisse hoffentlich ein nächster großer Schritt. Ich sollte meinem Telefon nicht sagen müssen, in welcher Anwendung ich mich befinde und welche Informationen ich dort als bekannt voraussetze.

#488 – DEVONthink To Go 4

DEVONthink muss nicht gleich eine tiefgreifend integrierte und langfristig angelegte Wissensdatenbank sein; eine mächtigere Dokumentenverwaltung ist speziell auf iPhone und iPad bereits ein großer Gewinn. Die neue „To Go“-Version ist funktionsreich und überraschend autark.

Hier das Intro zur Episode:

iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Alle Abonnent:innen bekommen jede Woche ein neues „Gewusst-wie”-Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zu einer ganz besonderen Community in einem privaten Slack-Kanal.

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„3x more scratch-resistant“

@AppleCanada

„3x more scratch-resistant compared to iPhone 16“ – und ich fand die erste Version von Ceramic Shield im Vorgängermodell bereits äußerst beeindruckend.

Apple wählt Gemini als sein Herzblatt

„So, … nun musst du dich entscheiden.“

Ein Tweet von News from Google, der eine gemeinsame Erklärung mit Apple ankündigt, in der eine mehrjährige Zusammenarbeit skizziert wird, bei der die nächste Generation der Apple Foundation Models auf Googles Gemini-Modellen und Cloud-Technologie basieren wird, um zukünftige Apple Intelligence-Funktionen, einschließlich einer stärker personalisierten Siri, zu unterstützen, wobei Apple seine Datenschutzstandards beibehält.

Google liefert künftig die KI-Basis für alle Foundation-Modelle von Apple – Siri inbegriffen. Die Ankündigung ging an CNBC und ins Google CompanyBlog. Die mehrjährige Zusammenarbeit wird nicht komplett verschwiegen, so wie Gurman im November spekulierte, richtet sich aber eher an die finanzorientierte Zielgruppe.

While the partnership is substantial, it’s unlikely to be promoted publicly. Apple will treat Google as a behind-the-scenes technology supplier instead. That would make the pact different than the companies’ Safari browser deal, which made Google the default search engine.

Mark Gurman

Die Partnerschaft ist im Moment ein taktischer Gewinn für beide Firmen: Apple stärkt seine Produkte; Google erzielt die Oberhand im Armdrücken gegen OpenAI und sichert seine Web-Dominanz.

ChatGPT geht als größter Verlierer hervor. Entweder konnte/wollte es kein angepasstes (mobiles) Modell für Private Cloud Compute entwickeln, oder Apple schloss sie aufgrund der eigenen Hardware-Ambitionen aus („after careful evaluation“). weiterlesen

Von Xbox bis Nvidia: „CloudGear“ verbessert Game-Streaming auf iOS

Wer sich Spiele aus dem Katalog von Xbox Cloud Gaming oder GeForce Now aufs iPhone oder iPad streamt, ist verpflichtet, einmal CloudGear auszuprobieren – einen speziell fürs Game-Streaming optimierten iOS-Browser.

A purple GameCube controller is positioned in front of a monitor displaying a fantasy game scene. The scene includes characters in a medieval setting, beneath a starry sky with decorative pennants. A laptop screen is to the right with video displayed on an external monitor and a backlit keyboard is below the monitor.

For too long, cloud gaming on iOS has been held back by the limitations of standard web browsers. Missing features like controller rumble, mouse pointer lock, and proper HDR support meant that iPhone and iPad gamers were getting a second-class experience compared to desktop users.

CloudGear changes that today.

CloudGear.app | via Brendon Bigley

„Microsoft beeindruckt; für Apple bleibt es eine verpasste Chance“ resümierte ich vor viereinhalb Jahren. Daran hat sich gleichzeitig nichts und alles geändert: Spiele-Streaming ist heute sehr viel eindrucksvoller, doch Apple trampelt immer noch beleidigt auf der Stelle.

Der iPhone-Hersteller untersagt den Streamingdiensten nicht nur native Apps im Store, sondern hält zusätzlich die Safari-Handbremse angezogen. Es gibt faktisch keinen Grund, warum CloudGear mit der gleichen Basistechnologie und einigen direkt integrierten Open-Source-Anstrengungen ein so viel besseres – wenn auch nicht perfektes – Ergebnis liefert.

Ganz ernsthaft: Wenn ihr ohnehin fürs „Spielen aus der Cloud“ bezahlt, schaut auf die Feature-Liste und probiert den Browser mit einem Controller eurer Wahl unbedingt aus.