„Bring your own RSS reader“: Sourcefeed.app

Ich verschwitzte den Release von Current – einer fantastischen RSS-Reader-App. Mit Sourcefeed, dem zweiten Terry-Godier-Projekt aus den vergangenen zwei Monaten, passiert mir das nicht.

Eine Hand hält ein Smartphone, das die Benutzeroberfläche der App „sourcefeed.app“ in einem dunklen Design anzeigt.

Some writing wants to be a website. Some wants to be a newsletter. Some wants to be a feed.

Sourcefeed is for the third kind. RSS-only. No website, no inbox, no algorithm. Subscribers read it where they choose, in whatever reader they already trust. […]

While testing this, a few friends and I made personal feeds. One of us logged movies. Another logged albums. We subscribed to each other in our readers and posted whenever we felt like it. It was different from a group chat. Slower. The slowest social media ever made, and the calmest.

Terry Godier

Ein Feed ist gratis – öffentlich oder privat. Bis zu zehn Feeds gibt’s für nur 9 Euro im Jahr.

#503 – Scratchpad-Apps

Die besten Themen ergeben sich bekanntlich immer aus eigenem Bedarf …

Viel zu häufig spuckt mir die AI einen Text vor die Nase, den ich wiederfinden oder verarbeiten möchte. Für diese temporären Texte suche ich temporäre Texteditoren – „Schmierzettel“-Apps.

In dieser Woche habe ich mir endlich die Mühe gemacht, die Kandidaten für meine unterschiedlichen Anwendungsfälle abzuklopfen.

Hier das Intro zur Episode:

iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Alle Abonnent:innen bekommen jede Woche ein neues „Gewusst-wie”-Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zu einer ganz besonderen Community in einem privaten Slack-Kanal.

iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

„Jahresabo mit monatlicher Abbuchung“ oder Software auf Pump

Zwei iPhone-Bildschirme zeigen Abonnement-Details im App Store. Der linke Bildschirm zeigt den Bereich „About This Subscription“ mit dem Text: „Commitment: You’ll make monthly payments until your commitment ends.

Today, we’re introducing a new way that people can pay for your auto-renewable subscriptions on the App Store: monthly subscriptions with a 12-month commitment. This new payment option allows you to offer subscribers more affordable options. People can cancel their subscription at any time, which will prevent the subscription from renewing after they’ve completed their agreed-to payments to fulfill their commitment.

developer.apple.com

Eine verpflichtende Jahresbindung, die man in Monatsbeiträgen abstottert, ist eins dieser Zahlungsinstrumente, die ein Geschmäckle hinterlassen. Eine potenzielle Kostenersparnis steht hier in keinem Verhältnis zur Intransparenz, die das „Jahresabo-als-kein-Jahresabo“ schafft.

Man bindet sich an einen festen Jahresbeitrag, ohne dabei Veränderungen von Lebens- oder Jobsituationen einzubeziehen sowie die fortlaufende Nützlichkeit der abonnierten Software vollumfänglich abzuschätzen.

Verschwitzte oder blockierte Ratenzahlungen führen zwangsläufig zu Zahlungsaufforderungen, die mindestens psychologisch stressen und das Vertrauen in Software und „Software as a Service“ weiter untergraben. weiterlesen

USB-DAC oder Stereoanlage? BitPerfect spielt dort Apple-Music-Lossless

Man kann seine Tage durchaus in einem musikalischen Flow State beginnen…

Eine Nahaufnahme eines Smartphones auf einem Schreibtisch, das die Benutzeroberfläche einer Musik-Streaming-App mit Albumcover und Wiedergabesteuerung anzeigt. Im Hintergrund steht ein Tablet mit sichtbaren App-Symbolen auf dem Bildschirm.

BitPerfect verdrahtet euren USB-DAC mit allen verlustfreien Songs des Apple-Music-Katalogs. So stöbert ihr durch Hi-Res- und Hi-Res-Lossless-Diskografien, ohne ständig an den Audioqualitätseinstellungen für Apple Music drehen zu müssen (➝ Einstellungen ➝ Musik).

Das „Perfect“ in BitPerfect ist für mich aber die Bonjour-basierte Fernsteuerung. So kontrolliert ihr über das iPhone ein an die Stereoanlage angeschlossenes iPad. Zurückgelehnt und tiefenentspannt bastelt ihr damit vom Sofa aus an eurer Queue und findet passende Songs oder alternative Coverversionen.

Mit diesen zwei Erweiterungen wertet BitPerfect den Musikstreamingdienst von Apple selbst ordentlich auf.

„THE PEOPLE DO NOT YEARN FOR AUTOMATION“

Ein Tablet-Bildschirm zeigt ein YouTube-Video eines bärtigen Mannes, der in einem Studio in ein Mikrofon spricht. Im Hintergrund befindet sich ein Logo mit der Aufschrift „Decoder“. Auf der rechten Seite ist eine Kapitelübersicht zu sehen. Der angezeigte Text lautet: „THE PEOPLE DO NOT YEARN FOR AUTOMATION | Decoder“.

In this way, software brain has ruled the business world for a long time. AI has just made it easier than ever for more people to make more software than ever before — for every kind of business to automate big chunks of itself with software. It’s everywhere: the absolute cutting edge of advertising and marketing is automation with AI. It’s not being a creative.

But: not everything is a business. Not everything is a loop! The entire human experience cannot be captured in a database. That’s the limit of software brain. That’s why people hate AI. It flattens them.

Regular people don’t see the opportunity to write code as an opportunity at all. The people do not yearn for automation.

Nilay Patel | The Verge | @DecoderPod

„Software brain“ ist eine tolle, weil wertfreie Umschreibung für die Voreingenommenheit einer ganzen Branche, die schlicht zu viel fordert – von  Energie über Kapital hin zu Einfluss.

Es wird eine Herausforderung, zukünftig Milliarden an Umsatz mit etwas so Unbeliebtem zu erwirtschaften. weiterlesen

Stündlich ist nicht ausreichend präzise: Weathergraph prognostiziert Regen minutengenau

Letztes Wochenende spielte ich in unserem Slack den Wetterfrosch. Dabei habe ich die Echtzeit-Regenwarnungen von Rainbow.ai innerhalb von Weathergraph mit der Realität verglichen – also mit dem Blick aus den Fenstern der Leser:innen. Wie das Wetter selbst waren die Ergebnisse unserer Teamarbeit durchwachsen.

Eine Woche und einige eigene Erfahrungen später will ich auf die Kombination von Radardaten und maschinellem Lernen trotzdem hinweisen: Wenn ein Schauer niederprasselt, wie zuvor auf die Minute genau angesagt, ist das sehr beeindruckend.

Drei Smartphone-Bildschirme zeigen eine Wetter-App-Benutzeroberfläche. Ein großer, handgezeichneter gelber Pfeil deutet von links nach rechts, um einen Übergang zwischen den Ansichten zu veranschaulichen. Die linken Bildschirme zeigen Funktionsankündigungen, detaillierte Wetterberichte und Prognosegrafiken.

Weathergraph zeigt sowohl stündliche Daten von traditionellen Modellen (Foreca, Apple Weather, Open-Meteo etc.) als auch hyperlokale Wettermuster und zeigt beide getrennt an.

Niederschlagswarnungen für die nächsten drei Stunden erscheinen dabei als ausgeschriebener Text sowie eine eingefärbte Zeitleiste an allererster Stelle. Die App wirft diese potenziell präziseren Vorhersagen nicht mit den stündlichen Updates der Wetterdienste zusammen. weiterlesen

Tipp: ein Dashboard fürs NAS mit Homarr

Ein lächelnder Mann mit Mütze und Brille befindet sich in der unteren linken Ecke, neben einem Smartphone und einem Webbrowser-Fenster. Sowohl das Telefon als auch der Browser zeigen ein Dashboard mit dem Titel „Ankh-Morpork“.

YouTube

Die im Video gezeigte App fürs Dashboard vom NAS nennt sich Homarr.

„Health with iPhone + Apple Watch“

Eine Nahaufnahme einer Smartwatch am Handgelenk einer Person, die eine Benachrichtigung mit einem Herz-Symbol und dem Text „New Cardio Fitness Trend Notification“ anzeigt.

YouTube@Apple

Punktuelle Kritik an Apple Watch ist nicht nur fair, sondern oft angebracht. Blickt man jedoch auf das große Ganze – „big picture“ – hat die Uhr ein Bewusstsein für Fitness und Gesundheit im Mainstream etabliert, das vor der Tim-Cook-Ära so schlicht nicht existierte.

I believe, if you zoom out into the future, and you look back, and you ask the question, ‚What was Apple’s greatest contribution to mankind?‘ it will be about health.

Tim Cook (2019) | CNBC