Seine Zwischendurch-Tweets vom iPhone prädestinieren ihn nicht nur als iPhone-Maskottchen, eine Abstimmung über die Namensgebung der nächsten iPhone-Generation würde er bestimmt auch gewinnen…
Die Schwarmintelligenz im Netz agiert teilweise sehr eigenartig.
In den vergangenen Tagen ist aus jeder noch so feuchten Online-Ecke über den ‚Stanford iPhone Development Course‘ in iTunes U (Link) geschrieben worden. Das einstündige Video mag zwar neu veröffentlicht sein, die entsprechenden PDFs aus dem letzten Semester finden sich jedoch seit Oktober 2008 im Internet.
Doch Stanford ist hier sicherlich kein Vorreiter: Die Universität von Utah stellt bereits fleißig Video- und PDF-Materialien auf die iTunes-Plattform (Link). Und auch New Jersey kündigt für das Frühjahr 2009 entsprechende Vorhaben an.
Ich selbst habe von der erforderlichen Programmiersprache Objective-C bis zu den Entwickler-Werkzeugen wie XCode überhaupt keine Ahnung. Meine Podcast-Kollegen ‚The Coding Monkeys‚, die bereits einige iPhone-Projekte auf ihrem Buckel haben, raten als Ersteinstieg jedoch immer wieder zum Taschenbuch von Aaron Hillegass.
Mit den dort angelesenen Grundlagen darf man sich dann durch zahlreiche Online-Tutorials, Foren und Weblogs kämpfen:
Aus aktuellem (und persönlichem) Anlass sei an dieser Stelle die wirklich großartige Applikation ‚Berlin Trip Planner‘ (kostenlos; App Store-Link) vorgestellt.
Was am Ende letzten Jahres noch ‚Fahr-Info Berlin‘ hieß, kurzfristig in ‚Berlin Trip Planner‘ umbenannt wurde, und jetzt wieder als ‚Fahr-Info Berlin‘ im App Store auftaucht, hatte in der Vergangenheit einige Reibereien mit dem Berliner Verkehrsverbund auszustehen.
Alle Urheberrechts-Streitigkeiten der im Fahrplan integrierten S- und U-Bahn, Bus sowie Tram-Netzpläne scheinen jedoch ausgeräumt. Grund genug, erneut auf die wirklich gelungene Navigation durch das öffentliche Verkehrsnetz der Hauptstadt hinzuweisen.
Das Programm kann auf euer Adressbuch zugreifen um sich potenziell-erwünschte Haltepunkt-Informationen herauszuziehen. In einer Art ‚Live-Suche‘ werden jedoch auch alle eingetragenen Verkehrsstationen gefunden, können favorisiert und nach Abfahrtstafel und Uhrzeit genutzt werden.
Da Berlin nun wirklich kein Dorf wie München ist, tut es gut seine aktuelle Position automatisch ermitteln zu lassen und von dort alle verfügbaren Reisemöglichkeiten zur angestrebten Endhaltestelle präsentiert zu bekommen.
Sowohl Bewohner als auch Besucher der Hauptstadt greifen kostenlos im App Store zu.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‚iPhone-kompatibel‘ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Seitdem sich die erste Beta-Version der anstehenden Firmware 3.0 in den Händen der Entwickler befindet, wird darin fleißig herumgestochert. Drückt und pikt man lange genug auf die P-Listen und Dateibäumen ein, fallen ein paar wagemutige Gerücht-Klumpen heraus.
Mit der Veröffentlichung erste Screenshot-Galerien stand eine Debatte über die mögliche Video-Funktionalität der iPhone-Kamera im Raum. Auslöser ist ein Bildschirmphoto, das die Upload-Möglichkeit eines Videos zu MobileMe zeigt.
Jetzt kommt aus den Firmware-Untiefen ein Gerücht über mögliche Video-Bearbeitungsfunktionen direkt am mobilen Gerät hervorgekrochen. Die ‚iMovie iPhone Edition‘ sozusagen. Etwas mehr als den Start- und Endzeitpunkt festzulegen sowie das Video in ein vorbereitetes ‚Theme‘ zu pressen, kann ich mir mit der aktuellen Hardware-Lage jedoch nicht vorstellen.
Für gelungene Videoaufnahmen vielleicht bestimmt notwendig: Neue Kamera-Sensoren mit mehr Pixelstärke. DigiTimes berichtet über die angeblich aufgegebene Apple-Bestellung von 3.2 Megapixel CMOS-Sensoren.
Die derzeit verbaute CMOS-Technologie ist eher langsamerer Natur und produziert bei Bewegung im Bild faszinierende psychedelische Effekte. Zu bedenken bleibt jedoch, das mehr Megapixel nicht zwangsläufig bessere Photos bedeuten. Aufgrund der flachen Bauweise des iPhones bleibt die Kompensation der fehlenden Objektive eine große Herausforderung.
Dieses Wochenende wurde außerdem die Unterstützung des aktuellen WiFi-Funkstandards 802.11n neu aufgewärmt. Unter der Bezugnahme auf die vorangestellten Gerüchte macht sich die schnelle Dateiübertragung vom iPhone zum Mac oder AppleTV natürlich gut.
AppleInsider deutet mit einem Bildschirmphoto auf den neuen Broadcom-Chipsatz mit der Bezeichnung BCM4329.
Während die aktuellen iPhone-Chips (BCM4325) lediglich im überlaufenden 2.4GHz-Netz mit 802.11b/g unterwegs sind, dürfte der abwärts-kompatibele N-Standard die schnellere Datenübertragung großer Dateien (beispielsweise Filmdateien) oder eine drahtlose iTunes-Synchronisation (man darf jawohl noch träumen) in den Bereich der technischen Möglichkeit rücken. Ein Geschwindigkeitsvorteil bei der Verwendung des mobilen Safari oder beim Herunterladen von Dateien aus dem Internet ist dadurch keiner Verbesserung ausgesetzt.
Summiert man den Brei der Gerüchteküche zusammen, entsteht in Cupertino also gerade ein iPhone, das Videos mit einer tollen 3.2 MP-Kamera aufzeichnen, schneiden und pfeilschnell im Netzwerk verteilen kann…
Insgesamt bleibt es jedoch dabei: Gerüchte fördern nichts handfestes, außer (erst einmal) tollen Ideen hervor.
Björn Teichmann, deutscher Entwickler der iPhone IRC-Applikation Rooms (1.59€; App Store-Link), schnipselt sich mit ein bisschen Programm-Code und gelungenem Videoschnitt das folgende Konzeptvideo zusammen um schneller durch das iPhone-Springboard zu navigieren.
Mit Firmware 3.0 promotet Apple zwar bereits Spotlight als geradlinigen Programmstarter, wer jedoch gefallen am Konzept findet darf einen entsprechenden Musterbrief in Richtung Cupertino schicken.
Die Weiterentwicklung von Software kostet Geld sowie Ressourcen von Zeit und (Support-) Kraft. Desktop-Progamme verfolgen daher unterschiedliche Formen der Lizenzierung.
Wenn wir unseren Blick einmal ausschließlich auf die Privatanwender beschränken, aktualisiert sich mein Mac-Programmordner recht regelmäßig und für kleine Applikations-Updates grundsätzlich kostenlos. Große Aktualisierungen, die meist im Zusammenhang mit Versions-Sprüngen stehen, können nach der geleisteten Erstinvestition dann noch einmal für Geld nachgerüstet werden.
Der übliche Update-Preis. Soweit, so etabliert.
Im App Store ist das alles ein bisschen anders. Jegliche Applikation, die man derzeit im digitalen Einkaufszentrum erwirbt, kommen mit einer lebenslangen Aktualisierungs-Lizenz. Der Entwickler bestimmt zwar den Abgabepreis, alle eingepflegten Aktualisierungen sind jedoch ab dem Verkaufszeitpunkt inbegriffen.
Natürlich besteht die Möglichkeit, den gleichen Programm-Code unter anderem Namen in den App Store einzustellen. Die erwirtschaftete Reputation – inklusive Kommentare, Blog-Reviews und Verlinkungen – würden in solch einem Fall jedoch ‚genullt‘. Auch wenn dies für manche Programme einen dringend benötigten ‚Neustart‘ bedeuten kann, ist ein Großteil der Entwickler bestimmt stolz auf seinen Code. Aktuell bietet der App Store jedoch keine Möglichkeit, die Weiterwentwicklungen vom jeweiligen ‚Programm-Baby‘ an vorhandene Käufer noch einmal mit einer Gebühr zu belegen. Wenn man also konstant an seiner Applikation schraubt um sich mit den anderen 25.000 Applikationen zu messen, tut man dies aus gutem Service für seine Kunden.
Natürlich werden Updates auch medial betreut und neue Käufer stoßen durch Testberichte auf das jeweilige iPhone-Programm. Verkaufsspitzen hängen bei bekannten Applikationen immer schon mit Software-Updates zusammen.
Einigen Programmen könnte man unterstellen für diesen ‚lebenslangen Update-Fall‘ mitgedacht zu haben. Führen wir uns exemplarisch das Fußball-Programme iLiga (1.59€; App Store-Link) vor Augen, welches seinen Titel zur neuen Saison 2008/2009 anpassen könnte und so ein kostenpflichtiges Updates (durch ein neues Programm) nachschiebt.
Diese simplen Zahlenspiele können jedoch bei Weitem nicht alle Programme mitmachen, weshalb wir auf die ‚In-Game‘-Verkäufe zu sprechen kommen.
Was auf dem Apple Event vom 17. März eher anhand einer Ausrichtung auf Spiele mit Raketenwerfern und Stereo-Soundsystemen visualisiert wurde, könnte ein ganz wichtiger Schritt für die professionelle Weiterentwicklung von iPhone-Software bedeuten. Die etablierte Desktop-Software macht es ja eigentlich schon jahrelang vor.
‚Major Updates‘ beziehungsweise ‚Pro Funktionen‘ können innerhalb einer Applikation nachgekauft werden und so ein tragbares Finanzierungsmodell für ‚Produktivitäts-Software‘ darstellen. Natürlich kann dies nur ein erster Schritt sein, da der App Store meiner Meinung nach nicht um einen Ausbau mit verschiedenen Lizenzmodellen umzukommt.
Software ist halt keine Musik, die einmal unverändert produziert und dann nicht wieder überarbeitet wird. Software sei hier auch ganz klar von Spielen abgegrenzt. Updates und Bugfixes für Spiele sollten weiterhin konstant erscheinen und nach einer Erstinvestition kostenlos für seine Käufer herunterzuladen sein. Neue Welten, Waffen oder Gegner, die für den Konsumenten einen Mehrwert gegenüber Version 1.0 schaffen, dürfen gerne in meinen Geldbeutel greifen.
Wenn wir uns um den Vertrieb von professioneller iPhone-Software langfristig Gedanken machen, muss die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Entwickler für die konstante Weiterentwicklungen ihrer Programme (Vertriebs-) Unterstützung erfahren.
Autobesitzer freuen sich außerdem über die Bluetooth Streaming-Funktionaltät (YouTube-Video) bei der das Audio-Signal des iPhones drahtlos an das Autoradio weitergegeben werden kann. Alles natürlich erst in der kommenden Firmware 3.0.