Firmware-Gerüchte: 802.11n + Video-Bearbeitung + 3.2 MP-Kamera

Seitdem sich die erste Beta-Version der anstehenden Firmware 3.0 in den Händen der Entwickler befindet, wird darin fleißig herumgestochert. Drückt und pikt man lange genug auf die P-Listen und Dateibäumen ein, fallen ein paar wagemutige Gerücht-Klumpen heraus.

Mit der Veröffentlichung erste Screenshot-Galerien stand eine Debatte über die mögliche Video-Funktionalität der iPhone-Kamera im Raum. Auslöser ist ein Bildschirmphoto, das die Upload-Möglichkeit eines Videos zu MobileMe zeigt.

_Upload Video_ Screen Suggests Video Capabilities in Next iPhone - Mac Rumors.jpg

Jetzt kommt aus den Firmware-Untiefen ein Gerücht über mögliche Video-Bearbeitungsfunktionen direkt am mobilen Gerät hervorgekrochen. Die ‚iMovie iPhone Edition‘ sozusagen. Etwas mehr als den Start- und Endzeitpunkt festzulegen sowie das Video in ein vorbereitetes ‚Theme‘ zu pressen, kann ich mir mit der aktuellen Hardware-Lage jedoch nicht vorstellen.

via MacRumors

Für gelungene Videoaufnahmen vielleicht bestimmt notwendig: Neue Kamera-Sensoren mit mehr Pixelstärke. DigiTimes berichtet über die angeblich aufgegebene Apple-Bestellung von 3.2 Megapixel CMOS-Sensoren.

Lifehacker - Take Psychedelic Pictures with Your iPhone - Camera phones.jpg

Photo: Lifehacker

Die derzeit verbaute CMOS-Technologie ist eher langsamerer Natur und produziert bei Bewegung im Bild faszinierende psychedelische Effekte. Zu bedenken bleibt jedoch, das mehr Megapixel nicht zwangsläufig bessere Photos bedeuten. Aufgrund der flachen Bauweise des iPhones bleibt die Kompensation der fehlenden Objektive eine große Herausforderung.

via fscklog

Dieses Wochenende wurde außerdem die Unterstützung des aktuellen WiFi-Funkstandards 802.11n neu aufgewärmt. Unter der Bezugnahme auf die vorangestellten Gerüchte macht sich die schnelle Dateiübertragung vom iPhone zum Mac oder AppleTV natürlich gut.

AppleInsider deutet mit einem Bildschirmphoto auf den neuen Broadcom-Chipsatz mit der Bezeichnung BCM4329.

AppleInsider | Next-gen iPod touch, iPhone to support low-power 802.11n.jpg

Während die aktuellen iPhone-Chips (BCM4325) lediglich im überlaufenden 2.4GHz-Netz mit 802.11b/g unterwegs sind, dürfte der abwärts-kompatibele N-Standard die schnellere Datenübertragung großer Dateien (beispielsweise Filmdateien) oder eine drahtlose iTunes-Synchronisation (man darf jawohl noch träumen) in den Bereich der technischen Möglichkeit rücken. Ein Geschwindigkeitsvorteil bei der Verwendung des mobilen Safari oder beim Herunterladen von Dateien aus dem Internet ist dadurch keiner Verbesserung ausgesetzt.

via AppleInsider

Summiert man den Brei der Gerüchteküche zusammen, entsteht in Cupertino also gerade ein iPhone, das Videos mit einer tollen 3.2 MP-Kamera aufzeichnen, schneiden und pfeilschnell im Netzwerk verteilen kann…

Insgesamt bleibt es jedoch dabei: Gerüchte fördern nichts handfestes, außer (erst einmal) tollen Ideen hervor.

Konzept: Quickspring – schnelle Springboard-Navigation

DirektQuickSpring

Björn Teichmann, deutscher Entwickler der iPhone IRC-Applikation Rooms (1.59 €; App Store-Link), schnipselt sich mit ein bisschen Programm-Code und gelungenem Videoschnitt das folgende Konzeptvideo zusammen um schneller durch das iPhone-Springboard zu navigieren.

Mit Firmware 3.0 promotet Apple zwar bereits Spotlight als geradlinigen Programmstarter, wer jedoch gefallen am Konzept findet darf einen entsprechenden Musterbrief in Richtung Cupertino schicken.

-> http://www.quickspring.info/

(Danke, Björn!)

‘In-Game‘-Verkäufe fördern die App Store-Professionalisierung

Die Weiterentwicklung von Software kostet Geld sowie Ressourcen von Zeit und (Support-) Kraft. Desktop-Progamme verfolgen daher unterschiedliche Formen der Lizenzierung.

Wenn wir unseren Blick einmal ausschließlich auf die Privatanwender beschränken, aktualisiert sich mein Mac-Programmordner recht regelmäßig und für kleine Applikations-Updates grundsätzlich kostenlos. Große Aktualisierungen, die meist im Zusammenhang mit Versions-Sprüngen stehen, können nach der geleisteten Erstinvestition dann noch einmal für Geld nachgerüstet werden.

Der übliche Update-Preis. Soweit, so etabliert.

iTunes-1.jpg

Im App Store ist das alles ein bisschen anders. Jegliche Applikation, die man derzeit im digitalen Einkaufszentrum erwirbt, kommen mit einer lebenslangen Aktualisierungs-Lizenz. Der Entwickler bestimmt zwar den Abgabepreis, alle eingepflegten Aktualisierungen sind jedoch ab dem Verkaufszeitpunkt inbegriffen.

Natürlich besteht die Möglichkeit, den gleichen Programm-Code unter anderem Namen in den App Store einzustellen. Die erwirtschaftete Reputation – inklusive Kommentare, Blog-Reviews und Verlinkungen – würden in solch einem Fall jedoch ‚genullt‘. Auch wenn dies für manche Programme einen dringend benötigten ‚Neustart‘ bedeuten kann, ist ein Großteil der Entwickler bestimmt stolz auf seinen Code. Aktuell bietet der App Store jedoch keine Möglichkeit, die Weiterwentwicklungen vom jeweiligen ‚Programm-Baby‘ an vorhandene Käufer noch einmal mit einer Gebühr zu belegen. Wenn man also konstant an seiner Applikation schraubt um sich mit den anderen 25.000 Applikationen zu messen, tut man dies aus gutem Service für seine Kunden.

Natürlich werden Updates auch medial betreut und neue Käufer stoßen durch Testberichte auf das jeweilige iPhone-Programm. Verkaufsspitzen hängen bei bekannten Applikationen immer schon mit Software-Updates zusammen.

iTunes-2.jpg

Einigen Programmen könnte man unterstellen für diesen ‚lebenslangen Update-Fall‘ mitgedacht zu haben. Führen wir uns exemplarisch das Fußball-Programme iLiga (1.59 €; App Store-Link) vor Augen, welches seinen Titel zur neuen Saison 2008/2009 anpassen könnte und so ein kostenpflichtiges Updates (durch ein neues Programm) nachschiebt.

Diese simplen Zahlenspiele können jedoch bei Weitem nicht alle Programme mitmachen, weshalb wir auf die ‚In-Game‘-Verkäufe zu sprechen kommen.

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Was auf dem Apple Event vom 17. März eher anhand einer Ausrichtung auf Spiele mit Raketenwerfern und Stereo-Soundsystemen visualisiert wurde, könnte ein ganz wichtiger Schritt für die professionelle Weiterentwicklung von iPhone-Software bedeuten. Die etablierte Desktop-Software macht es ja eigentlich schon jahrelang vor.

‚Major Updates‘ beziehungsweise ‚Pro Funktionen‘ können innerhalb einer Applikation nachgekauft werden und so ein tragbares Finanzierungsmodell für ‚Produktivitäts-Software‘ darstellen. Natürlich kann dies nur ein erster Schritt sein, da der App Store meiner Meinung nach nicht um einen Ausbau mit verschiedenen Lizenzmodellen umzukommt.

Software ist halt keine Musik, die einmal unverändert produziert und dann nicht wieder überarbeitet wird. Software sei hier auch ganz klar von Spielen abgegrenzt. Updates und Bugfixes für Spiele sollten weiterhin konstant erscheinen und nach einer Erstinvestition kostenlos für seine Käufer herunterzuladen sein. Neue Welten, Waffen oder Gegner, die für den Konsumenten einen Mehrwert gegenüber Version 1.0 schaffen, dürfen gerne in meinen Geldbeutel greifen.

iTunes.jpg

Wenn wir uns um den Vertrieb von professioneller iPhone-Software langfristig Gedanken machen, muss die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Entwickler für die konstante Weiterentwicklungen ihrer Programme (Vertriebs-) Unterstützung erfahren.

Photo-des-Tages #121 – Game Boy

That Girl’s Site » Blog Archive » Cool Iphone Case.jpg

via That Girl’s Site

[video] Open-Source Automobil-Hacking

DirektControlling

Das gibt dem Terminus ‚Automatikgetriebe‘ irgendwie einen ganz anderen Stellenwert…

-> http://www.geekmyride.org/

Autobesitzer freuen sich außerdem über die Bluetooth Streaming-Funktionaltät (YouTube-Video) bei der das Audio-Signal des iPhones drahtlos an das Autoradio weitergegeben werden kann. Alles natürlich erst in der kommenden Firmware 3.0.

via iphonealley

[KlimBim] 2009-04-02

Evernote Blog » Blog Archive » Evernote for iPhone Hits 2.0.jpg

Die Applikation Evernote (kostenlos; App Store-Link) bekommt seit Monaten ein erstes großes Update. Darin enthalten ist eine Breitbild-Ansicht, kleine Vorschaubilder für Dateien, zu sortierende Favoriten und ein integrierter Web-Browser. Weitere Verbesserungen betreffen die bereits enthaltenen Funktionen aus Version eins, die sicherlich einen weiteren Blick auf das Programm, der sich synchronisierenden Notizen, rechtfertigt.

via blog.evernote.com


Apex Designs.jpg

Der GTA-Klone Payback (hier bereits im Video-Review) erwirtschaftet innerhalb der ersten zwei Verkaufsmonate 400.000 US-Dollar. Von den 65.000 verkauften Kopien werden jedoch preislich noch Steuern und Apples-Anteil von 30% abgezogen.

Sein Entwickler Apex-Designs gibt stolz bekannt, das sie damit Top-Seller wie Trism (2.39 €; App Store-Link) und iShoot (1.59 €; App Store-Link) in den Jahresanfängen 2009 ausgestochen haben. Auch die nachträglich-veröffentlichte Lite-Version (kostenlos; App Store-Link) macht eine ordentliche Welle und wurde bis Ende März bereits eine halbe Millionen Mal heruntergeladen.


Safari Tab Closer - Close All Your Tabs With One Button | Apple iPhone School.jpg

‚Safari Tab Closer‘ schließt auf nur einen Mausklick Fingerzeig alle geöffneten Browserfenster.

Natürlich ausschließlich für Geräte mit Jailbreak. Ich hätte jedoch nichts dagegen wenn Cupertino einen Blick auf das unabhängige Entwicklerprogramm wirft und mir für die Firmwware 3.0 solch ein Feature einbaut. Derzeit renne ich nämlich fast täglich in Pop-Up Webseiten, die sich lediglich aus dem Grund nicht öffnen lassen, da bereits acht Safari-Seiten aufgerufen sind.

via spaziocellulare


latitude.jpg

Mit Google Latitude hat der Suchmaschinen-Gigant Anfang Februar einen ‚ich-bin-hier-und-mache-jenes‚-Dienst eingeführt. Auf dem iPhone funktioniert der geo-lokalisierte Twitter-Klon noch nicht. In einem aktuellen Blog-Beitrag wurde jedoch abermals bestätigt, das Latitude bald Einzug in die Google Mobile App (kostenlos; App Store-Link) erhalten wird.

via googleblog.blogspot

Video-‚Walkthrough‘ der Beta-Firmware, MMS-Film, Anti-Phishing und der Jailbreak

Apple Insider veröffentlicht ein neues zweieinhalb Minuten-Video der (ersten!) 3.0 Beta-Firmware. Seit Gestern sind bekanntlich zwei Entwickler-Versionen verfügbar: Beta 1 = 7A238j und Beta 2 = 7A259g.

Obwohl die Funktionen bereits mehrfach gesehen, beschrieben und abgearbeitet wurden, schaue ich mir doch immer wieder gerne die anstehenden Features wie Spotlight, Sprachaufzeichnungen und Copy & Paste an.

DirektWalkthrough

via Apple Insider


Einige Entwickler spielen auf der aktuellen Beta 2 bereits mit der MMS-Funktionalität und schicken Videos über die umbenannte ‚Messages‘-Applikation.

Video MMS, Anti-Phishing Enabled In New iPhone OS 3.0 Beta | iPhone Alley.jpg

via Boy Genius


Ebenfalls jetzt als Beta-Material verfügbar: Die Anti-Phishing Einstellungen für Safari.

Video MMS, Anti-Phishing Enabled In New iPhone OS 3.0 Beta | iPhone Alley-1.jpg

Ars Technica verweist auf erweiterte Entwickler-Bedingungen für iPhone-Programmierer:

(e)You will not, through use of the Apple Software, services or otherwise, create any Application or other program that would disable, hack or otherwise interfere with the Security Solution, or any security, digital signing, digital rights management, verification or authentication mechanisms implemented in or by the iPhone operating system software, iPod touch operating system software, this Apple Software, any services or other Apple software or technology, or enable others to do so; and

(f) Applications developed using the Apple Software may only be distributed if selected by Apple (in its sole discretion) for distribution via the App Store or for limited distribution on Registered Devices (ad hoc distribution) as contemplated in this Agreement.

Jegliche Interpretation, die den rechtlichen Passus in Beziehung zur Jailbreak-Szene setzen, halte ich für komplett überzogen. Rechtliche Absicherung steht hier im Blickpunkt und der Anbieter eines elektronischen Gerätes hat jedes Recht in seinen Benutzerbestimmungen ‚unrechtmäßige Eingriffe oder Distributionswege‘ zu definieren und auszuschließen.

via Ars Technica

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Aber wo wir gerade vom Jailbreak reden: Mit der Überschrift ‚Cat. Bag. Mouse.‘ verkündet das Dev-Team vor einer guten Stunde den Jailbreak der aktuellen Beta-Firmware 3.0.

Eine aktualisierte Version des Pwnage- oder QuickPwn-Tools wird jedoch nicht veröffentlicht.

via blog.iphone-dev.org

Bluetooth-Headset sagt leise Servus

Die Palette an eigen-produziertem iPhone-Zubehör von Apple ist klein. Jetzt wird sie winzig.

Apple iPhone Bluetooth Headset - Apple Store (Deutschland).jpg

Das Bluetooth-Headset verabschiedet sich in der gestrigen Nacht letztendlich doch aus dem amerikanischen Apple-Store. Vor einigen Tage wurde das Blauzahn-Headset bereits dort mit der Statusmeldung ‚discontinued‘ versehen.

Und obwohl der deutsche Apple Store noch fleißig die elegante Formulierung ‚Versandfertig in: Derzeit nicht verfügbar‘ angibt, wird wohl auch hier das Angebot bald entfernt.

Mit der Firmware 3.0 steht uns jedoch die Unterstützung des A2DP – Advanced Audio Distribution Profile – ins Haus. Damit können Stereo-Audio-Signale drahtlos über Bluetooth vom iPhone an die Ohren geschickt werden. Derzeit verfügbare Produkte kämpfen jedoch mit dem Kompromiss zwischen der Größe der Kopfhörer und der dafür benötigten Stromversorgung.

Ob Apple weiter im Zubehörmarkt kämpfen möchte oder diesen komplett seinen Drittherstellern überlässt, wird sich eventuell diesen Sommer zeigen.

via Apple Insider