Audiosurf – Ride your Music – ist ein mehrfachprämiertes Musikspiel, das über die Spieleplattform Steam für Windows-PCs vertrieben wird.
Das Spielprinzip? WipEout trifft Guitar Hero!
Auf einer mehrspurigen Rennstrecke navigiert ihr ein schwebendes Raumschiff über farbige Takt-Blöcke, die sich nach der Charakteristika des ausgewählten Musikstücks generieren. Welche Songs ihr einspeisen möchtet bleibt hundertprozentig euch überlassen. Dadurch verpasst sich das Spiel ein sehr originelles Naturell. Ganz Verrückte rüsten ihren PC sogar so um, dass sie dem Audiosurf-Rhythmus auch auf dem Wii Balance-Board oder mit den Wii Fernbedienungen folgen können.
Aber lange Rede, kurzer Sinn. Mit der Firmware 3.0 wird Apple im Sommer erstmals den Entwicklern und ihrer Applikation Zugriff auf die interne iPhone Musik-Bibliothek erlauben. Eine geradezu prädestinierte Funktion um die abgefahrene F-Zero-Adaption auf LSD-Musik am iPhone zu genießen.
In einer kurzen E-Mail Korrespondenz ließ sich der unabhängige Audiosurf-Programmierer Dylan Fitterer zu dem (schriftlichen) Statement ‚WooHoo! I’m on it!‚ hinreißen.
Der freie, ehemals auf SourceForge veröffentlichte BitTorrent-Client erfreut sich seit 2003 großer Popularität und streckt durch sein Java-Fundament auf (grundsätzlich) allen Betriebssystemen seine Tentakel aus. Das Filesharing-Programm, das mit dem Markenzeichen des ‚blauen Frosches‘ um Kunden wirbt, nimmt in seiner aktuellen Version den Kampf mit iTunes als Multimedia-Verwaltungsprogramm auf.
Obwohl das Peer-to-Peer Programm weiterhin seinen primären Zweck als Tauschplattform jeglicher Medieninhalte versteht (Diskussion gerne in den Kommentaren), greifen neben der Suchfunktion weitere Anwendungen um die Organisation, Konvertierung und das soziales Netzwerk.
Durch die integrierte Suche (ja, auch die großen Torrent-Seiten werden bei Bedarf gescannt) lassen sich jegliche Inhalte finden, nach Stichwort abonnieren und dann für das entsprechende Endgerät konvertieren. Zwar lässt sich Apple bezüglich der Synchronisation mit externen Geräten wie iPods oder iPhones nicht in die Karten schauen, der BitTorrent-Client schiebt euch aber bequem per Drag und Drop jegliche Mediendaten im richtigen Format – mundfertig – zu iTunes.
Das findet seine gelungenen Anwendungsfälle wenn ihr beispielsweise eure Podcasts nicht für jedes einzelne Endgerät separat abonnieren möchtet. Ein einzelnes Abo von der HD-Quelle reicht aus, um einzelne Versionen für das AppleTV, das iPhone, die Xbox oder den iPod zu erstellen.
Leider hält das benutzerfreundliche Konzept der Organisation und Konvertierung nicht der umfangreichen Menüstruktur stand. Diese ist wie seither überladen und alles andere als schlank. Die unübersichtliche Konfigurierung, das besser angepasste Software-Design und die Performance waren damals die Gründe für mein Umstieg auf Transmission.
Vuze muss jedoch zugute gehalten werden, auf allen javafähigen Plattformen zu funktionieren und einen ganzen Sack voller Funktionen im Gepäck bereitzuhalten.
Faxen. ‚Faxen machen‘. Das hat man früher gesagt. ‚Früher‘ ist daher ein gutes Stichwort. Das Fax-Protokoll hat bereits einige Jahre auf dem Buckel, ist jedoch besonders im behördlichen Arbeitsalltag immer noch ein gern gesehenes Instrument.
Wer von unterwegs in das Bedürfnis stolpert gerasterte Bilder, Linien und Pixel über das Telefonnetz auf ein Faxgerät zu senden, der kann dies auch mit dem iPhone tun. Da das SDK keinen Zugriff auf das iPhone-Modem gestattet, muss auf einen internetbasierten Faxprovider zurückgegriffen werden. Einige Anbieter nutzen dies, um ein kostenloses Programm im App Store feilzubieten und über die ausserhäuslichen Gebühren die Entwicklung zu refinanzieren. Fair enough.
Mit finarX Fax (1.59€; App Store-Link) soll jedoch ein Programm vorgestellt werden, das zwei unterschiedliche Anbieter zur Auswahl stellt: Interfax und Sipgate.
Um ‚finarX Fax‘ zu nutzen muss daher ein entsprechender Account mit Guthaben beigesteuert werden. Ich habe den Dienst Interfax zum Test ausprobiert und bin soweit recht Zufrieden. Die Zusammenarbeit zwischen Fax-Dienstleister und Applikation funktioniert, auch wenn das Programm nicht gegen Abstürze gefeit ist. Außerdem dürfte die App Store-Applikation einen ganzen Sprung ‚iPhone-mäßiger‘ daherkommen.
Jedoch vollzieht sie ihren Dienst sowohl mit reinem Textmaterial als auch abfotografierten Dokumenten. Die Photoqualität beeinflusst bei Letzterem stark die Leserlichkeit der Schriftstücke. Für die nächste Version ist bereits angedacht, Dokumente auf einem WebDAV-Server abzulegen und von dort versenden zu können. In der aktuellen Version ist es bereits möglich, erstellte Faxdokumente (zusätzlich) als PDF E-Mail zu verschicken.
FinarX Fax bietet ein insgesamt rundes Komplettpaket. Wer gelegentlich kurze Hotelbestätigungen oder die Kündigung von Zeitschriften-Abos per Fax erledigen muss/möchte, bekommt aus der Kombination von Software + Internetdienstleister einen kostenüberschaubaren Faxdienst.
Die Instant Messaging-Applikation Beejive (12.99€; App Store-Link) ruft den Piratenkampf aus. Was vor vier Tagen mit der Einblendung ‚PC LOAD LETTER‘ bei gecrackten Versionen des Programms begann, entbrannte nun zu einem handfesten Kopierschutz-Streit mit schwarzen Sperrlisten.
Doch alles der Reihe nach.
Am 19. März fegte eine Welle von Goolge-Suchanfragen durch das Internet, die eine Einblendung ‚PC LOAD LETTER‘ bei dem iPhone-Programm Beejive erklärt haben wollte. Zuvor machte Beejive mit einem Update auf sich aufmerksam, das Facebook in die IM-Applikation integrierte. Danach wurde bei dem Versuch sich mit seiner unlauter-erworbenen Versionen Online zu verbinden, die oben gezeigte Bildschirmaufschrift eingeblendet. Eine nicht nur eindeutige Anspielung auf ein Filmzitat aus Office Space (Alles Routine) sondern auch der Verweis auf das entsprechende YouTube-Video ‚I stole something‘.
Sofort wurden Fragen laut, ob sich die eigenhändigen Kopierschutzmaßnahmen lediglich auf unsachgemäß bezogene Programmversionen beziehen oder gar die ganze Jailbreak-Gemeinde (mit einem legal erworbenen Programm) in die Röhre schauen lassen. Zu diesem Zeitpunkt äußerten sich die Entwickler in ihrem Support-Forum zur Sachlage:
If you purchased BeejiveIM after having a cracked version installed, do the following: delete the cracked app; reboot the phone; install the purchased app. Please note this anit-piracy measure only targets our application, not jailbroken phones or ipods. Purchased BeejiveIM apps will run on jailbroken devices.
Soweit so gut, bis einige der ‚Betroffenen‘ die Demo-Diskussion vom Zaun brachen und sich der Umgangston stark verschärfte.
If you are receiving the PC LOAD LETTER error, your device will work once you purchase the application. On the other hand, if you are receiving the License Key Suspended error, you will need to provide us with proof of purchase before your device will be removed from the blacklist. Just an FYI, we will be permanently blacklisting devices hacking from this point forward. Proof of purchase from the iTunes store will be required in order to be removed from the black list.
Nach Aussage der Entwickler war die ‚PC LOAD LETTER‘-Einblendung als Warnschuss zu verstehen. Derzeit baut Beejive eine schwarze Liste derjenigen iPhones auf, die eine gecrackte Version des Programms verwendet haben. Eine ‚Freischaltung‘ (De-Blacklisting) ist erst nach Einsendung der eindeutigen UDID-Nummer des iPhones, einem iTunes-Kaufbeleg und dem dazugehörigen Account-Namen möglich. Da die Kommunikation der verwendeten IM-Benutzerkonten (ICQ, MobileMe, GoogleTalk, Jabber, etc.) über die Beejive-Server läuft, dürfen sich Datenschützer die tollsten Dinge ausmalen.
Dazu ein Forumszitat:
I just hope they won’t take user accounts hostage: „Pay up or you will never use that ICQ number again!“
Anti-Kopierschutzmaßnahmen mit allen Zugeständnissen! Ohne Frage oder Diskussion. Sollten sich die Fakten jedoch so bewahrheiten – und derzeit sind mir keine praktischen Gegenbeispiele zu Ohren gekommen – schießt Beejive, Inc. mit den veranlassten Maßnahmen weit über das Ziel hinaus.
Am vergangenen Samstag endete auf der Sicherheitskonferenz CanSecWest in Vancouver der Pwn2Own Hacker-Wettbewerb, bei dem dieses Jahr die mobilen Plattformen im Fadenkreuz stehen sollten. 10.000 US-Dollar waren auf den Android-, Symbian-, Windows Mobile-, BlackBerry- sowie iPhone-Kopf ausgeschrieben.
Während die großen Indianerbrüder IE, Safari und FireFox ihren Skalp gleich am ersten Tag verloren, hielten sich die mobilen Browser standhaft im Wind und konnten nicht vor Ablauf der Konferenz umgenietet werden. Zwar öffneten sich pro Veranstaltungstag die standardisierten Testplattformen ein Stückchen, dies konnte jedoch nicht dazu beitragen die (Sicherheits-)Tür gänzlich aufzustoßen.
Nächstes Jahr stehen die nächsten Preisgelder des Wettbewerbs an. Die Softwaresicherheit der mobilen Browser wird uns jedoch mit ziemlicher Sicherheit Gewissheit auch unter dem anstehenden Jahr 2009 beschäftigen.
If history can tell us anything here, it’s that by this time next year, the community will have turned what we now believe upside down, and more than likely wow us with a new generation of techniques that I will affectionately dub “Micro Exploits” that are able to function predictably on the mobile platform.
Ein spannender Gast-Artikel erreicht TechCrunch aus dem Entwicklerhaus iBokan, die mit der Preisgestaltung ihres dreidimensionalen Breakout-Klones Galaxy Impact (kostenlos; App Store-Link) experimentiert haben.
Galaxy Impact wurde im App Store zuerst kostenfrei angeboten und verzeichnete innerhalb der ersten zwei Veröffentlichungswochen damit rund 220.000 Downloads. Als am 09. November die Applikation mit $0.99 kostenpflichtig wurde, brachen die täglichen Downloads von 10.000 Stück ein und tendierten für die Bezahlversion gegen Null.
Mit einem Update stellte das Team auf eine Werbefinanzierung von Admob um, welche die folgenden Einnahmen von November bis März generierte.
Nov 2008: $70.81 (11/20 – 11/30)
Dec 2008: $236
Jan 2009: $175
Feb 2009: $142
Mar 2009: $67 (03/01 – 18)
Ohne weitere Aktualisierungen oder externes Marketing erreicht der Entwickler mit seiner überarbeiteten Version derzeit einen täglichen Downloadschnitt von 120. Die Werbeeinnahmen, die daraus resultieren betragen $2.50 pro Tag. Nicht spektakulär aber im Vergleich zum vorher ermittelten Verkaufsverhältnis (nach der Einführung einer Bezahlversion) immer noch ein zehnfach-höherer Schnitt.
Zu beachten ist, das jedes Programm seine eigenen Umstände, Konkurrenzsituationen, Qualitätsansprüche und App Store- sowie Presse-Berichterstattung mit sich bringt. Aus ‚Galaxy Impact‘ ein allgemein gültiges Negativbeispiel für den App Stores zu schlussfolgern, wäre sicherlich falsch.
Trotzdem bleibt die Geschichte ein vom Hersteller eigenständig dokumentierter Fall, der die oben aufgeführten Erkenntnisse hervorgebracht hat. Dessen Interpretation bleibt im Auge des Betrachters.
Auf der diesjährigen Firmware 3.0-Präsentation ‚vergass‘ Apple (Keynote iTunes-Link) auf seiner ‚iPhone-Weltkarte‘ irgendwie (und unteranderem) die ‚kleinen‘ Länder Grönland und Island.
Island hat zwar schwer mit der Finanzkrise zu kämpfen, sie aber deshalb gleich von der Weltkarte zu killern, scheint wohl verfrüht und dient ehr zur Hervorhebung der roten Farbmarkierung…
Einen sehr feinen Software-Tipp für alle iPhone O2-Benutzer erreicht mich von Emanuel: Die Applikation smsO2 (0.79€; App Store-Link) von Simon Wehrli kann auf das Webinterface (Communication Center) vom Mobilfunkanbieter O2 zugreifen und dessen Web2SMS-Angebot vom iPhone aus nutzen.
Wer (wie ich) eines der Internet-Paket dort gebucht hat, bekommt pro Monat 50 kostenfreie Textnachrichten zur Verfügung gestellt, die über das App Store-Programme sms02 zu versenden sind.
Da bestimmt noch einige ‚gräulich-importierte‘ iPhone Classics (oder italienische 3Gs) mit einem entsprechenden O2-Internetvertrag in Deutschland kursieren, schlägt die 0.79 Cent-Empfehlung für ein paar Gratis-Textnachrichten – die über die Datenverbindung verschickt werden – bestimmt an der einen oder anderen Stelle ein.
Ich für meinen Teil sage zu fünfzig kostenfreien SMS jedenfalls gerne ja, wenn O2 mir diese jeden Monat wieder auffüllt. Abgehalten hat mich lediglich die grauenhafte Webansicht, die jetzt durch eine wirklich schicke iPhone-App ersetzt werden kann.