Wie heute auf der Webseite von ONE, der österreichischen Tochter des französischen Telekommunikationskonzerns Orange, zu lesen ist, kann das neue iPhone 3G ab dem 12. Juni über den WebShop vorbestellt werden.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist auch mit ersten Mitteilungen zur Tarifpolitik zu rechnen.Da Österreich nicht zu den Ländern der Exklusiv-Vermarktung gehört, darf man auf den Konkurrenzkampf mit T-Mobile (Austria) gespannt sein.
Update: Mittlerweile ist das Datum zur Vorbestellung im WebShop (12. Juni) einem dezenten „In Kürze vorbestellen“ gewichen.
Intua proudly announces BeatMaker: The first music creation studio for the iPhone
BeatMaker introduces a new generation of mobile instruments and music creation software. Inspired by hardware beatboxes, loop samplers and software sequencers, it combines them to turn the iPod into a unique, inspirational software instrument.
Man stelle sich folgende Situation vor! Man geht durch die Straßen einer Stadt und sieht ein Filmplakat, dessen Film man nicht kennt.
Die optische Suche (Mobile Visual Search) von Kooaba soll diese Situationen auflösen. In deren Datenbank wird das Bild ‚verrechnet‘ und hoffentlich ein korrektes Suchergebnis mit Schauspielern, Trailern, Bewertungen und Soundtrack zum Film anzeigen.
ViPR von Evolution Robotics, hat ein ähnliches Produkt in der Mache.
Die spärlichen Textnachrichten im IRC-Chat Gestern + ein paar Standbilder, waren nicht das richtige Medium um die gezeigten Programme interessant erscheinen zu lassen. Ich schaue gerade die Keynote und würde hier gerne ein paar Worte über die gezeigten Applikationen verlieren.
Super Monkey Ball – Sega
Über einhundert, grafisch anspruchsvolle Level, in denen ihr vier kleine Affen in Kugeln durch die Welt rollen müsst. Durch das Neigen des Sensors dreht ihr die abstrakten Gebilde von Rampen, drehenden Scheiben und Tunneln. Super Monkey Ball ist einer der heutzutage bekanntesten Franchises und für $9,99 sicherlich mehr als sein Geld wert.
Ebay
Ebay bietet ein iPhone-Interface für das iPhone am 11.Juli an. Vorteil? Schnelles Nachladen der Inhalte ohne sich umständlich und zeitintensiv auf der Homepage einloggen zu müssen. Kostenlos? Ja, weil Ebay sich natürlich noch mehr Aktivitäten dadurch von den Benutzern verspricht. Es können alle Funktionen ausgeführt werden, die ihr normalerweise direkt auf Ebay.de macht. Gebote abgeben, Aktionen verfolgen oder Artikel suchen.
Loopt
Loopt zeigt euch in Google Maps an, wo Ihr euch befindet und wo eure Freunde sich derzeit aufhalten. Dazu benutzt das Programm die GPS-Daten und symbolisiert eure Freunde mit kleinen Verweisen auf der Karte. Die ’social‘ Features sind übersichtlich: Man kann einen Kommentar absenden, den Freund / die Freundin direkt anrufen oder ein Treffen per SMS vereinbaren. Loopt gibt es bereits für viele andere Geräte und wird kostenlos erhältlich sein am Veröffentlichungstag des AppStores.
TypePad
TypePad ist einer der großer Anbieter zur Erstellung von Weblogs. Ich persönlich setze auf die eierlegende Wollmilchsau WordPress, doch wer fix-und-fertig ohne Installation oder separates Hosting einen Blog anlegen möchte, ist dort bestimmt nicht schlecht aufgehoben. TypePad für das iPhone ist eine simple aber sehr intuitive Applikation, mit der man Photos und Texte direkt vom iPhone aus publizieren kann. Das Photo kann mit der integrierten iPhone-Kamera geschossen oder aus der Bibliothek ausgewählt werden. Unterstützt werden die eigens angelegten Kategorien und es ist möglich Inhalte in unterschiedliche Weblogs einzustellen. So etwas wird mir doch auch jemand für WordPress schreiben können oder?
Associated Press
Ihr kennt solche Zeitungsartikel, unter denen als Quelle ‚AP‘ steht? Yep, das ist Associated Press mit über 5.000 News-Agenturen, welche die Hälfte der Weltbevölkerung täglich informiert. Das native iPhone-Programm greift auf die Standortbestimmung zurück, so dass man sich lokale Quellen herausgreifen kann, die Informationen aus ‚dem Umfeld‘ zur Verfügung stellen. Videos und Photos werden auf das Gerät nachgeladen und teilweise zwischengespeichert um auch ohne Netzwerk weiterlesen zu können. Wenn man selbst etwas beitragen möchte, gibt einem AP die Schnittstelle an die Hand um ‚Stories‘ einzureichen. Jemand, der verstanden hat wie es funktioniert Andere arbeiten zu lassen – die App ist daher (natürlich) kostenfrei.
Pangea Software – Enigmo
Gleich zwei Games portiert Pangeo Software von OS X auf das iPhone. Enigmo ist ein Puzzelspiel bei dem man Wassertropfen von einem Behältnis in ein Anderes füllen muss. Dies vollbringt man, indem man – via Touch-Steuerung – Elemente dreht und neigt, das den Wassertropfen ihren Weg ebnet. Wenn das kühle Nass über den Bilschirm spritzt, kann es sehr CPU-lastig auf dem Gerät zugehen. Pangea versichert, das das iPhone ideal für die 50 integrierten Levels ist.
Pangea Software – Cro Mag Rally
Außerdem in der Pipeline, ein vorsteinzeitliches Rennspiel mit 3D-Grafik. Das iPhone wird hier als Lenkrad verwendet und kontrolliert das Go-Kart durch seitliches neigen. Für $9,99 wird es beide Spiele im AppStore geben.
Cow Music – Band
iBand, dürfte aus ‚Installer-Zeiten‘ noch bekannt sein. Verschiedene Instrumente wurden digitalisiert und können zusammengemischt werden. Keyboard, Drums, Bass und ein Blues-Synthesizer lassen sich mixen und daraus Musikstücke entstehen. Diese können natürlich abgespeichert und zu Song weiter verarbeitet werden. ‚Band‘ war das unangefochtene Highlight wenn man die applaudierenden Reaktionen der Entwickler als Maßstab nimmt.
MLB.com
Für die Baseball-Freunde, die Sportsensation! Statistiken und Aufstellungen werden minütlich aktualisiert, und Highlights lassen sich als Video auf dem iPhone anzeigen – aktuelle Ausschnitte nicht erst in der Zusammenfassung nach dem Spiel sondern nur mit minütlicher Verzögerung. Die offizielle MLB-Seite macht es möglich – erstmals und nur auf dem iPhone.
Modality
Medizin. Sprechen wir über Medizin. Studenten für diese wissenschaftliche Studienrichtung lernen derzeit aus Büchern und Bildkarten die Positionen der Körperteile, Blutbahnen und Nervenstränge. Visuell sehr ansprechend, kommt die Lernsoftware Modality daher dies zu ändern. Zoomen, markieren und kleine Notizen machen sind dabei die Hauptfunktionen. Aber auch die Integration mit Wikipedia und der Google-Suche ist vorgesehen. Wenn man sich lange genug die Bilder angeschaut und die Infotexte durchgelesen hat, gibt’s eine kleine Quizrunde in der sich der Student abfragen lassen kann.
MIMvista
Wenn der Student zum Doktor wird, braucht er keine Lernkarten mehr sondern ziemlich coole Programme um seine CT-Scanns anzuschauen. MIMvista hat da Einiges in petto, das einem grafisch die medizinischen Akten veranschaulicht. Ziel ist die Vereinfachung von komplexen Daten auf grafischer Oberfläche. Ein paar Lacher im Publikum konnte das Vermessen hervorrufen. Die gesetzten Pins zeigen Größenverhältnisse an und lassen sich durch ’schütteln‘ des iPhones wieder löschen.
Digital Legends Entertainment – Kroll
Beindruckende OpenGL-Grafik gab es zum Schluss. Kroll, ein dreidimensionales Action-Adventure a la ‚God of War‘. Die Steuerung sah noch sehr improvisiert aus, aber die spanischen Entwickler haben bis zum selbstgesteckten Veröffentlichungszeitpunkt im September noch ein wenig Zeit dies gut umzusetzen.
Als Steve Jobs am Montagmorgen amerikanischer Zeit die Bühne im Moscone Center betrat, wurden ‚weltverändernde‘ Produkte erwartet. Volle zwei Stunden später war klar: Apple konzentriert sich nicht auf kunstvollen SchnickSchnack sondern steckt die verfügbaren Ressourcen in eine solide Weiterentwicklung von Soft- und Hardware.
Das iPhone stand im Mittelpunkt der gesamten Präsentation. Am 11.Juli folgt mit der kostenlosen Firmware 2.0 für alle iPhones der finale Schritt in einen neuen Geschäftsbereich: Mit dem AppStore öffnet Apple Entwicklern die mobile Plattform, auf denen diese ihre Software zu einem selbstbestimmten Preis verkaufen dürfen.
4000 Entwickler hat die Firma aus Cupertino bereits als Entwickler zugelassen, um selbstgeschriebenen Kode anbieten zu dürfen. 70% vom Erlös bekommt der Programmierer, 30% behält sich Apple für die ‚Verwaltung‘ ein. Die Plattform ist riesig, da der zentrale Store mit der neuen Firmware auf JEDES iPhone geladen wird. Aber auch das Angebot wird nicht gering ausfallen und es bleibt abzuwarten ob die iPhone-Besitzer nur Programme aus der ‚Top 10‘-Liste kaufen oder ihren Blick auch auf die anderen Applikationen erweitern. Einige davon wurden Gestern vorgestellt. Ein paar Games, eine Ebay-Benutzeroberfläche, ein bisschen Social Network und Programme zum Musizieren – insgesamt ordentlich.
Auch für Firmen rückt mit der ‚Enterprise‘-Anbindung das iPhone in ein attraktives Blickfeld. Alles wird vom Microsoft Exchange-Server auf das iPhone ‚gepushed‘. Der Privatmann (die Privatfrau) hat mit MobileMe.com ihren persönlichen ‚Push‘-Service für 80 EUR im Jahr. Ehemals .Mac erfährt in ein lange überfälliges Re-Design mit kleinen Neuerungen.
Details:
Push-Emails
Push-Kontakte
Entferntes Löschen
Push-Kalender
GAL-Unterstützung (Global Address List)
Zertifizierung und Identifizierung
WPA2/802.1X
Zuverlässige Sicherheitstechnologien
Zusätzliche VPN-Protokolle
Gerätekonfiguration
Remote-Wipe-Funktion zum Löschen aller Daten auf einem entfernten Gerät
Per Mail empfangene Bilder können gespeichert werden
Mehrere E-Mails können gleichzeitig gelöscht werden
Apropos Re-Design. Ein neues Gerät gab es ja auch noch! Das iPhone der zweiten Generation hat optisch auf den ersten Blick nur die metallene Rückseite gegen schwarzes oder weißes Plastik eingetauscht. Ein bisschen dicklich wirkt das iPhone durch seine angesenkten Kanten. Das 3,5 Zoll-Display strotzt weiter mit der bekannten Auflösung von 480 x 320 Pixeln. Intern wurde A-GPS verbaut um eine noch genauere Standortbestimmung vorzunehmen; im Internetz surft man mit Triband-HSDPA-Anbindung – das ist nur ein paar Sekunden langsamer als im heimischen WLan.
Details:
Tri-Band-UMTS (inkl. HSDPA)
A-GPS
300 h Stand-By, 5-6 h UMTS-Surfen
8 bzw. 16 GB Speicher
Standard-Kopfhörer-Buchse
2 Megapixel Kamera
kein Dock im Lieferumfang
11.Juli
Nur das 16GB-Modell mit weißer Rückseite
iTunes 7.7 erforderlich
Kleineres Netzteil
Aber den großen Wurf schafft Apple mit Ihrer Preisgestaltung. Maximal $199 für das 8GB-Modell. $299 kosten die große Version mit 16GB. Genau deshalb und weil statt 6 Länder zukünftig 62 (!) beliefert werden, schafft das iPhone den Sprung in den Massenmarkt. Zusätzlich kommt hinzu, das der AppleStore Online wohl keine Geräte mehr in Amerika verkauft und so ein Vertragsabschluss für den Mobilfunkvertrag erzwingt – byebye Grauimporte.
Neue Tarif der je nach Land unterschiedlichen Mobilfunkanbieter folgen. O2 in UK macht den Anfang und denkt laut über Pre-Paid nach – es ist davon auszugehen, dass T-Mobile nachzieht.