„Annotate“ – Markup für Screenshots und Fotos

Konkurrenz für Annotable aus Düsseldorf – und zwar vom Multi-Cloud-Uploader Dropshare. Mit Annotate kritzelt ihr auf Screenshots, verpixelt sensible Informationen in Fotos oder setzt erklärende Nummerierungen und Pfeile.

Eine Person hält ein Smartphone, auf dem die Benutzeroberfläche einer Bildbearbeitungs-App angezeigt wird. In der Mitte des Bildschirms befindet sich ein Foto auf einem orangefarbenen Hintergrund, während am unteren Rand eine Werkzeugleiste mit verschiedenen Symbolen zu sehen ist.

Solche Bearbeitungen ähneln den Jobs, die ich am Mac dem hervorragenden CleanShot zustecke – etwa „Backdrop styles“, die Bildschirmfotos in einen Rahmen setzen. Auf iPhone und iPad fehlte mir seit jeher eine Software mit vergleichbarer Funktion.

Ähnlich hilfreich ist es, die Arbeitsfläche zu erweitern – für ausschweifendere Markups wie etwa eine Wegbeschreibung neben einem Google-Maps-Kartenausschnitt.

Wünschenswert wäre noch eine Erweiterung der Lupe, bei der man den vergrößerten Ausschnitt beibehält, aber die gezoomte Ansicht verschiebt. Oder eine Collagen-Funktion, so wie Photo Tape mehrere Bilder in ein explizit gewähltes Format presst.

Gebogene Pfeile mit unterschiedlichen Pfeilspitzen machen mich aber schon jetzt ernsthaft glücklich. Genau wie Hervorhebungen, die Schatten werfen. Trotzdem nehme ich gerne noch mehr von diesen detailverliebten Kleinigkeiten.

„Last.fm is now independent“

Ein Smartphone-Bildschirm zeigt eine Liste mit Benachrichtigungen der App „QuietScrob“, die Informationen zu kürzlich gespielten Musiktiteln und deren Zeitstempel auflistet.

Today, Last.fm begins a new chapter as an independent company. Ownership has changed, but the product you use every day has not.

Your account, your listening history, and your data remain exactly where they are. The team building Last.fm is the same. The service continues as normal.

Support.last.fm

Seit zwei Jahrzehnten schreibe ich dieses Blog und Last.fm fand sowohl im ersten als auch im letzten Jahr seine Erwähnung, obwohl mir das Mitprotokollieren von Musik den Aufwand eigentlich nicht wert ist.

Dieser Aufwand ist das Last.fm-Problem, das sich nicht nur durch Spotify und Co. vergrößert hat, sondern durch jeden Computer, jedes Tablet und alle Smart-Speaker, die eure Alben dieser Tage wiedergeben. Alle diese Streams einzufangen, bedeutet Arbeit.

Ich könnte jedoch nicht stärker für Last.fm trommeln und mir wünschen, dass sie sich mit neuer Eigenständigkeit auch durch die nächsten Musikjahrzehnte scrobbeln.

Wechsel zwischen Kabel und Funk: automatisches Bluetooth-Pairing für Magic-Zubehör am iPhone/iPad

Ein Smartphone-Bildschirm zeigt einen Social-Media-Beitrag über eine neue iOS-Funktion, die die Bluetooth-Kopplung für Zubehör über USB ermöglicht, zusammen mit einer Benachrichtigung, die bestätigt, dass ein Magic Keyboard drahtlos mit dem Gerät verbunden ist.

Connecting iPad or iPhone to ‘Magic’ accessory with USB-C now initiates Bluetooth pairing, too

@aaronp613 via 9to5Mac

Diese Änderung scheint auf Apples neueres USB-C-Zubehör beschränkt. An meinem Magic Trackpad und Magic Keyboard mit Lightning-Port muss vorher einmalig die Bluetooth-Verbindung autorisiert sein. Ist das jedoch geschehen, verbindet sich anschließend das iPhone/iPad sowohl kabellos als auch kabelgebunden mit den Eingabegeräten.

Mangels eines „Magic“-USB-C-Zubehörs kann ich die Neuerung mit dem Update auf 26.5 nicht nachvollziehen. Die Unterscheidung wirkt aber mindestens sonderbar, weil man sich auf macOS auch bei USB-C-auf-Lightning-Accessoires nicht um das Bluetooth-Pairing kümmern muss. Man steckt das externe Zubehör ein, anschließend ab und bleibt trotzdem verbunden – dafür muss ich nie ins Bluetooth-Setup.

Eine Schwarz-Weiß-Ansicht von oben auf einen Arbeitsbereich, die ein weißes, aufgerolltes Ladekabel zwischen einer externen Tastatur und einem Tablet mit integrierter Tastatur zeigt.

Ein jedoch (für mich) größeres Problem bleibt: Das über Bluetooth verbundene Hardware-Keyboard lässt sich nicht ohne Umweg in die Einstellungen auswerfen – wenn man etwa auf die Stift- und Touch-Eingabe wechselt. Bleibe ich in Bluetooth-Reichweite, ist der Wechsel auf die Software-Tastatur oft nur umständlich oder (je nach App) gar nicht möglich.

Tipp: Sony ZV-E10 II + Creators’ App + Monitor+

Ein Smartphone auf einer weißen Oberfläche zeigt eine farbenfrohe, dreidimensionale Spektralanalyse an, die scheinbar aus dem Bildschirm herausragt.

YouTube

Im Video: Sony ZV-E10 II (Affiliate-Link) + Creators’ App + Monitor+ (Artikel).

„Halide Mark III“

Der Release von Mark II liegt bereits sechs Jahre zurück. Das ist doppelt so lange, wie Lux von der ersten bis zur zweiten Version benötigte.

Große Sprünge der Versionsnummern sind natürlich nicht sehr aussagekräftig – Halide erfuhr über die letzten Jahre hinweg entscheidende Weiterentwicklungen.

Trotzdem hat sich das Mitbewerberfeld gegenüber dem Jahr 2020 signifikant vergrößert. Halide war für mich zuletzt lediglich eine von diversen Kamera-Apps, die sich in ihrer Qualität untereinander überschlagen. Ein Resultat davon ist sicherlich das kostenlose Upgrade auf Version 3 für alle Bestandskund:innen.

Eine Hand hält ein rotes Smartphone, auf dessen Bildschirm die Benutzeroberfläche der Kamera-App angezeigt wird.

Mark III erhält Looks und ein Lab, wirkt aber aufgeräumter als Version 2, zu der man (für mich unverständlicherweise) weiterhin zurückspringen kann.

It’s hard to balance usability with aesthetics. While it’s tempting to put every control on screen at once, but when tools have equal visual importance, nothing has importance. Instead, Mark III exposes the most important tools by default.

Ben Sandofsky

Die Fotoentwicklung erstreckt sich bis zu externen RAWs von Fujifilm bis Canon und Nikon, konkurriert aber nicht mit Darkroom und Co., wohin die Kamera-Software weiterhin verlinkt.

Vielmehr positioniert Halide die diversen Drehrädchen und Schalter prominent, die häufig genutzt werden. Steigt man tiefer ein, wirkt der Mix aus horizontalen und vertikalen Scrollbalken ein wenig uneinheitlich. Und die „Kamerasteuerung“-Taste findet überhaupt keine Integration.

Nach einem ersten, kurzen Blick springt Mark III jedoch wieder in meine Top 5 unter den Dritt-Kamera-Apps. Das Interface präsentiert sich auf der Höhe der Zeit und unterstreicht das runde, in sich geschlossene Gesamtpaket von Halide.

„How Apple Shot an Entire MLS Game Using Only iPhone“

A collage of five images showcasing various setups for filming a soccer match using iPhones. The first and third images show close-ups of iPhones mounted on equipment by the pitch. The second image shows an iPhone filming through a soccer goal net, capturing the field. The fourth image features a videographer with headphones operating an iPhone on a stabilizer during the game. The fifth image displays an iPhone on a tripod filming the field with players and spectators visible in the stadium.

Apple’s full highlights from the match below look pretty standard, which is actually quite the accomplishment. Achieving a professional-grade, industry-standard broadcast using a device people carry around in their pocket is seriously impressive.

As expected, the broadcast relied on much more than just the iPhone 17 Pro Max, though. As Brian Tong showed on Instagram, Apple attached some of its iPhone 17 Pro Max phones to industry-standard Fujifilm Fujinon broadcast lenses, creating an unusual-looking setup. It’s quite something to see a smartphone attached to a massive Fujinon lens.

Jeremy Gray | PetaPixel

Alle iPhones, die unter anderem in diesen Instagram-Videos sichtbar sind (@helloapple + @nostratongus), hängen am Blackmagic Camera ProDock. Es ist das essenzielle Hardware-Zubehör, das – wie angekündigt – diese famose Werbung für Apples Telefon macht.

#507 – über ein Dutzend neue macOS-Apps

Sohnemann kauft sich kommendes Wochenende sein erstes MacBook (Air); meine bessere Hälfte hat heute ihren M5 als Firmenrechner erhalten. macOS-Software war in unserer Familie nie relevanter als in dieser Woche.

Passend dazu: über ein Dutzend neue Programme.

Hier das Intro zur Episode:
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„Apple’s Watch and Health Efforts Need Reboot to Rival New Wearables“

Ein Smartphone-Bildschirm zeigt einen Bloomberg-Nachrichtenartikel mit der Überschrift „Apple’s Watch and Health Efforts Need Reboot to Rival New Wearables“ innerhalb einer mobilen Webbrowser-Oberfläche.

Moreover, the Apple Watch laid the foundation for a wearables business that now includes AirPods and the Vision Pro headset. In the years ahead, Apple Inc. plans to build on this expansion by pushing into smart glasses, AI-focused earbuds, and new neck- and shirt-worn devices.

But even with all this progress, Apple risks falling behind in the next phase of the industry it helped create. Eleven years after the watch’s launch, innovation has slowed and the lineup is losing momentum — just as competition in wearables is heating up.

Consumer preferences also are shifting. Though Apple still has one of the strongest smartwatches in the industry, many customers are now shying away from screen-heavy devices and embracing simpler products that offer passive data collection, longer battery life and AI-powered insights.

Bloomberg | Mark Gurman

Really?

Die Apple-Berichterstattung hat ein Mark-Gurman-Problem. Nicht, weil er einen schlechten Job macht – ganz im Gegenteil – sondern weil er quasi allein in der Gerüchteküche kocht.

Jede Woche landen die Auszüge seines Power-On-Newsletters in zahlreichen News- und Blogposts – weitgehend ohne Einordnung. Niemand fragt nach einer zweiten Quelle; niemand dröselt den Mix aus Meinung und Fakt auf.

Nur selten nimmt sich Gurman eine Pause von seinem wöchentlichen Format, und dennoch scheint jede Veröffentlichung über 2.000 Wörter lang sein zu müssen. Das führt teilweise zu arg dünnen Informationshäppchen.

Aber wie gesagt: Er ist der Reporter, der Apple-intern am besten vernetzt ist.

Seine Quellen sind oft stark; genauso oft mischt sich jedoch eigene Meinung unter, die er selten als solche kennzeichnet, nie revidiert oder rückblickend korrigiert.

Sonntagabends und montagmorgens trampelt die Tech-Presse seinen Master-Feed aus Statements mit selbstbewussten Schlagzeilen breit – ein Todesstoß für jede unscharfe Trennlinie oder die letzte Nuance. Der Zyklus wiederholt sich wöchentlich, und Nachrichten verselbstständigen sich zu Erwartungen.

Gurman ist sehr gut darin, was er macht. Wenn es um frühe Details geht, gibt es kaum andere Stimmen.

Diese Dominanz ist gleichzeitig das Problem, das wiederholt zu haarsträubenden Annahmen führt – selbst wenn er ursprünglich vorsichtig formuliert hatte.

Das ist keine individuelle Kritik, sondern vielmehr ein strukturelles Problem für derzeit alle Apple-Gerüchte.