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van Alex Olma
4. September 2018 – 19:49 Uhr

watchOS 5: Walkie-Talkie

Für iOS, macOS und tvOS lädt Apple zum öffentlichen Beta-Test; watchOS braucht für einen Probelauf der zukünftigen Betriebssystemversion ein bezahltes Entwicklerkonto. Auch deshalb hat es für mich bis vorgestern gedauert, bis ich mit Podcast-Kollege Becker die neue Walkie-Talkie-Funktion in watchOS 5 ausprobieren konnte. Hier ein paar erste Eindrücke.

Walkie-Talkie fällt als Kommunikationskanal irgendwo zwischen Audionachrichten und Anrufe. Die Kommunikation von Uhr zu Uhr geschieht in Echtzeit; eure Antworten kommen umgehend und ohne Wartezeit an. Die durchgehende Verbindung erlaubt jedoch keinen Gesprächsverlauf, der sich überschneidet. Eure Audioschnipsel schließen jedoch direkt aneinander an. Man kann die Walkie-Talkie-Sprachmitteilungen des Gesprächspartner auch nicht unterbrechen.

Ich umschreibe diese grundlegende Funktionsweise eines Walkie-Talkies so ausschweifend, weil ihr Kids solche Funkgeräte doch nur noch aus Filmen kennen, oder? Wie schon erwähnt: Es gibt keine Möglichkeit den Gesprächspartner und seine Mitteilung an euch zu unterbrechen; man kann ihn (über die digitale Krone) jedoch stummdrehen. Nutzt man nicht die Lautsprecher der Apple Watch, sondern die diskreteren AirPods, kann die Lautstärke dort nicht vollständig runtergeregelt werden: Auf Apples Ohrstöpseln verbleibt eine (äußerst leise) Minimal-Tonstärke.

Um eine Mitteilung abzuschicken, drückt ihr mit dem Finger auf den großen gelben Button der Watch und sprecht eure Nachricht ein. Sobald der Finger das Display verlässt, wird die gesprochene Nachricht direkt verschickt – kein zweites Anhören, keine Korrektur.

Seine eigene Erreichbarkeit beeinflusst man durch den „Available“-Schalter direkt in der Apple-Watch-App. Dieser Schalter ist entweder an oder aus.

Für eine differenzierte Erreichbarkeit greifen eure individuellen ‚Nicht-Stören‘-Einstellungen vom iPhone. Ob viele Anwender die Verknüpfung mit der ‚Nicht-Stören‘-Funktion auf einem anderen Gerät tatsächlich ziehen, möchte ich bezweifeln. Natürlich wäre eine separate Konfiguration, die nur die Erreichbarkeit via Walkie-Talkie auf der Apple Watch festlegt, doppelt gemoppelt. Bislang besteht jedoch kein Hinweis zur ‚Nicht-Stören‘-Funktion auf dem iPhone (oder wir haben sie unserem Test-Plausch nicht gefunden). Eine ausgereifte ‚Nicht-Stören‘-Funktion erachte ich insbesondere für das Walkie-Talkie-Feature auf der Apple Watch für existenziell, weil man dort immer und konstant erreichbar ist.

Um sich mit jemandem via Walkie-Talkie auszutauschen, muss ein Erstkontakt initiiert werden. Man kann selbstverständlich nicht beliebige Leute aus seinem Telefonbuch anpingen um ihnen dann aus dem Lautsprecher der Apple Watch zu plappern.

Ein Erstkontakt geschieht über eine Push-Benachrichtigung, der man dann „dauerhaft zustimmt“ oder den Kontaktversuch verwirft. Ist der Erstkontakt akzeptiert, kann diese Person euch jederzeit kontaktieren – zumindest wenn ihr erreichbar seid.

Wenn man bereits hinzugefügte Leute wieder aus seinem Verzeichnis wirft, muss der Kontakt erneut bestätigt werden. Sollte euch ein entfernter Kontakt versuchen zu kontaktieren, erhält er eine Meldung, die lautet: „Antwortet Nicht“. Damit bleibt also verschleiert, dass dich jemand aus seiner Liste geworfen hat.

Versucht man eine bereits bestätigte Person zu kontaktieren, die jedoch im Moment nicht erreichbar ist, bekommt diese eine Push-Benachrichtigung. Generell verwirft watchOS alle Nachrichten, die man versucht an einen nicht erreichbaren Kontakt zu schicken. Diese Nachrichten werden nicht gespeichert und sie werden auch nicht später noch verschickt.

Ist die Walkie-Talkie-Funktion eingeschaltet, signalisiert watchOS eure Erreichbarkeit fortlaufend über ein gelbes Symbol, dass dort blinkt, wo auch der rote Punkt für ungelesene Benachrichtigungen platziert ist. Es scheint (mir) ein bisschen so, als ob Apple beabsichtigt, dass ihr Walkie-Talkie nur bei Bedarf einschaltet und nicht dauerhaft aktiviert.

Walkie-Talkie ist für Situationen gedacht, in denen man sich koordinieren muss, dabei aber keine permanente Telefonverbindung aufrecht erhalten will oder kann. Um sich beispielsweise auf Festivals wiederzufinden oder um sich auf der Fahrt in den Urlaub mit zwei Autos abzusprechen, erscheint mir die Funktion naheliegend.

Neben solchen (sehr ausgewählten) Situationen kann ich mir das Walkie-Talkie-Feature nur mit meinen engsten Kontakten vorstellen. Aber selbst mit der Familie und mit den besten Freunden glaube ich nicht, dass ich dauerhaft über Walkie-Talkie erreichbar sein möchte.

3. September 2018 – 16:31 Uhr

holedown

„I am late to the game“: Martin Jonasson konzipierte mit holedown (4,49 ) abermals ein nahezu perfektes Smartphone-Spiel, das bereits im Juli erschien. Der Ballspaß mit Physikeffekten ist absolut kurzweilig, man braucht lediglich eine freie Hand um die Kugeln abzufeuern und man kann es als Fingerübung neben Podcasts und Musik in der Bahn oder dem Bus spielen.

Holedown ist ein Mix aus Peggle, Breakout und Dr. Mario, der es schafft diese klassischen Spielkonzepte frisch anzustreichen. Involviert ist eine Mischung aus Glück und Planung, die euch in Pachinko-Manier Bälle von oben nach unten schießen lässt um alle Blöcke zu zertrümmern. Euer Ziel ist es mit möglichst wenigen Bällen die größten Bandeneffekte zu erzielen um euch immer tiefer zu graben.

Holedown ist audiovisuell sehr ‚clean‘, es liefert charmantes Rüttel-Feedback und besticht in erster Linie durch seinen Spielfluss. Wenn ihr nur drei Minuten Zeit habt, ist holedown damit genauso zufrieden wie wenn ihr ihm drei Stunden widmet.

1. September 2018 – 22:08 Uhr

„Meet the bilingual Google Assistant”

Family members in bilingual homes often switch back and forth between languages, and now the Assistant can keep up. With our advancement in speech recognition, you can now speak two languages interchangeably with the Assistant on smart speakers and phones and the Assistant will respond in kind. This is a first-of-its-kind feature only available on the Assistant and is part of our multi-year effort to make your conversations with the Assistant more natural.

If you’re looking for an answer in English, ask, “Hey Google, what’s the weather like today?” If you’re craving tunes from your favorite German hip hop band, just ask “Hey Google, spiele die Fantastischen Vier.” Currently, the Assistant can understand any pair of languages within English, German, French, Spanish, Italian, and Japanese. We’ll be expanding to more languages in the coming months.

blog.google

Google kündigte die gleichzeitige Zweisprachigkeit im Februar an und will bis zum Jahresende insgesamt 30 Sprachen unterstützen. Wie das technisch funktioniert, erklärt Googles AI Blog.

Seit April 2017 erkennt der Google Assistant – auf Googles Smart Speakern – außerdem bis zu sechs verschiedene Stimmen.

Und das sind lediglich zwei Meilensteinen in der Spracherkennung für virtuelle Assistenten, die in den letzten zwei Jahren reif für ein großes Publikum wurden.

31. August 2018 – 15:44 Uhr

Zwei Leaks: Apple Watch Series 4 + iPhone XS

(Wallpaper by Matt Birchler)

Apple rutschten am gestrigen Abend zwei Werbebilder in ihren Teststream für die nächste Apple Keynote am 12. September, die die kommende Apple Watch sowie zwei der neuen iPhone-Modelle zeigen. 9to5mac fischte die Promo-Fotos der Series 4 und dem iPhone XS aus einem Videostream.

Das ist ein ordentliches „Oops!” aus Phil Schillers Marketingabteilung. Tatsächliches Werbematerial von zukünftigen Produkten hält Apple gewöhnlich erfolgreich bis zur Veröffentlichung unter Verschluss. Die letzte Ausnahme dieser Regel ist das iPhone 7, deren Bilder Apple vor zwei Jahren eine Stunde zu früh über ihr eigenes Twitter-Konto scheuchte.

Nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe, relativiert sich für mich jedoch der Leak. Insbesondere gilt das für die zwei Telefone, für die lediglich die neue Farbe (Gold) und eine ungefähre Bezeichnung (iPhone XS, iPhone Xs oder iPhone X S?) bekannt wurden. Die ‚Headliner Features‘ kennen wir noch nicht.

Die Apple Watch Series 4 zeigt da schon ein wenig mehr: Die Seitentaste scheint – zumindest aus der gewählten Perspektive – tiefer eingelassen als zuvor; an der rechten Außenseite befindet sich eine Öffnung, die dort bislang nicht existiert. Die digitale Krone für das LTE-Modell der Apple Watch fällt deutlich dezenter aus: Der komplett rote Punkt aus der Series 3 weicht einer roten Umrandung. Die Uhr wirkt insgesamt dünner, die Farbe Gold scheint dem neuen Goldton der kommenden iPhones zu ähneln und das größere Display ist natürlich klar von der Series 3 zu unterscheiden.

Das neue (runde!) WatchFace, das acht beziehungsweise neun Komplikationen offenbart, liefert die spannendsten Informationen dieser ungewollten Veröffentlichung. Ob es sich dabei nur um ein einzelnes neuentwickeltes WatchFace handelt oder ob Apple insgesamt die Zifferblatt-Darstellung angegangen ist, die der größere Bildschirm unterstützen würde, halte ich für die interessanteste Frage. Komplikationen sind mir vielfach wichtiger als die dazugehörigen Apps. Ich benutze mehrere WatchFaces um dort unterschiedliche Komplikationen unterzubringen. Eine höhere Informationsdichte und mehr Positionen für diese Informationshäppchen sind sehr erstrebenswert.

31. August 2018 – 14:00 Uhr

#119 – „Wähle jetzt die Speicherkapazität!”

In welcher Speichergröße kauft ihr eure iPhones und iPads?

Das aktuelle Line-up von Apples Telefonen unterscheidet ja nur noch zwischen 64 und 256 GB – klein beziehungsweise groß. Das iPad Pro ist mit seinem 512 GB-Modell ein Ausreißer. Aber braucht es überhaupt so viel lokalen Speicherplatz? Oder anders gefragt: Welche Daten beanspruchen tatsächlich Speicherkapazität auf eurem Gerät, die sich nicht auslagern lassen? Ich habe das für meine Geräte in dieser Woche einmal aufgedröselt.

Hier das Intro zur siebenminütigen Episode:


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30. August 2018 – 16:36 Uhr

Android One zieht an

Das iPhone 4s war Apples erstes Telefon, das zu einem Herbsttermin in den Verkauf schritt. Alle iPhones zuvor waren bereits ab Sommer erhältlich. Alle Jahre wieder packt mich rund zwei Monate vor einem neuen iPhone-Start die Ungeduld auf neue Hardware. Für einen ‚Blick über den Tellerrand‘ – zumindest rechtfertige ich es so – kaufe ich mir deshalb ab und an Konkurrenzgeräte. Mehr als eine Handvoll Smartphones abseits des iPhones sind es in den letzten Jahren zwar nicht geworden, aber ich halte konstant Ausschau.

In diesem Jahr, indem es tatsächlich nur noch zwei Smartphone-Betriebssysteme gibt, fällt mir positiv auf, dass zumindest einige namhafte Hersteller ein paar Telefone mit Android One in ihr Programm aufgenommen haben. Das Xiaomi Mi A2 beziehungsweise Xiaomi Mi A2 Lite sehen vielversprechend aus. LG zeigt zur IFA das G7 One, LGs erstes Smartphone mit Android-One-Label. Das Nokia 3.1, 5.1, 6, 7 plus und 8 Sirocco gibt es allesamt ohne modifiziertes Betriebssystem und ohne hässliches Skin zu kaufen.

Optimum statt Minimum: Während Android Go auf eher leistungsschwache Smartphones in aufstrebenden Märkten abzielt – um dort einen einsteigerfreundlichen Mindeststandard zu schaffen – visiert Android One auch hierzulande Smartphones an, die die Relevanz von zügigen Sicherheitsupdates, neuen Features und weniger Bloatware erkennen. Und da viele dieser Geräte preislich sehr erschwinglich sind, ändert das (zumindest minimal) die Dynamik im von Android dominierten Smartphone-Markt.

Wenn Google sein Pixel 3 am 9. Oktober in New York vorstellt, klebt dort wieder ein Preisschild von mindestens 700 Euro drauf. In den letzten Jahren waren Googles eigene Telefone nahezu der einzige Weg um an „Stock Android” zu kommen. Und da Android-Smartphones im ‚High-End‘ bislang immer gegen das iPhone den Kürzeren zogen, entstand der Eindruck, Kunden hätten kein Interesse an einer Version von „Android – schlicht und in seiner reinsten Form”.

Vielleicht war das nicht nur ein Eindruck und im unteren Preissegment zählt wirklich nur der Verkaufspreis. Ich mag das aber nicht glauben. Deshalb bin ich gespannt wie Smartphones mit Android-One-Etikette angenommen werden – und persönlich sehr erfreut auf Android endlich mehr (Aus-)Wahl zu haben.

29. August 2018 – 13:30 Uhr

Barbearian

Kimmo Lahtinen, ehemals in den Diensten von Housemarque, haut mit Barbearian (universal; 9,99 ) ein chaotisches und liebenswertes ‚Hack and slash‘ raus – mit simultanem Release auf Steam und iOS.

Barbearian ist hart und ich finde es spielt sich besser mit einem MFi-Controller. Die ersten 10-Prozent hatte ich in gut einer Stunde erreicht. Das Spieltempo macht deutlich den Reiz aus, weil es nicht darauf ausgelegt ist jeden Snack und jede Loot einzusammeln, sondern dich regelrecht von Portal zu Portal treibt. Stirbt man, drückt man ein paar virtuelle Punkte ab und beginnt umgehend von vorne.

Barbearian hätten In-App-Käufe ruiniert; Mr. Lahtinen ist als Entwickler erfahren genug darauf komplett zu verzichten. Zwei Jahre dauerte die Fertigstellung – der Prozess ist akribisch dokumentiert.

Barbearian zählt exakt zu der Sorte von Indie-Spielen, die ich auf iOS sehen will.

29. August 2018 – 0:22 Uhr

KABOOM! AirPort Express bekommt AirPlay 2

Nicht still und heimlich, sondern mit Pauken und Trompeten tritt dann doch die AirPort Express ab: Apple spendiert der zweiten Generation, die ab Juni 2012 verkauft wurde und dem Gehäuse des Apple TV ähnelt, ein (letztes?) Firmware-Update. Alle Lautsprecher, die am Klinkenausgang der Basisstation hängen, lassen sich dann über AirPlay 2 ansprechen.

Ich konnte über das AirPort-Dienstprogramm (universal; Laden) soeben problemlos die Firmware-Version 7.8 aufspielen, ein Lautsprecherpärchen über Klinke anschließen und dann über AirPlay 2 anspielen.

Weitere Tests stehen aus; ich erwarte aber keine Wunder in puncto Verzögerung und Zwischenspeicher. Die Basisfunktionalität gelingt, womit die AirPort Express (Affiliate-Link) eine relativ günstige Möglichkeit ist ein bestehendes Soundsystem via AirPlay 2 zu bespielen.

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