„Wish we could say more“

Dan Frommer sammelt in Vorfreude ein paar Funfacts über Apples vergangene Keynotes.

IPhoneBlog de Frommer Apple Keynote

One of Apple’s most successful products—which rarely gets recognized as such—is made not of aluminum and glass, but of words and pictures. The Apple keynote is the tool the company uses a few times a year to unveil its other products to millions of people.

The hidden structure of the Apple keynote

Darin unerwähnt bleibt, mit welcher Spannung die Shows erwartet werden, weil Cupertino es weiterhin schafft, diverse Produkte geheim zu halten. Echte Spoiler, mit Ausnahme funktionsloser Gehäuseteile und Dummies neuer iPhones und iPads, blieben aus. Dass es in diesem Jahr erstmals ein funktionierendes Telefon auf den Videoweg ins Netz geschafft hat, fällt aus dem (gewöhnlich gut behüteten) Rahmen.

Tim Cook wurde belächelt als er im Sommer 2013 sagt: „We’re going to double down on secrecy.“ Für alles was jedoch nicht direkt mit der Produktion zu tun hat, bei der Geräte in Millionenstückzahl vom Band purzeln, behielt er Recht. Vorab unbekannt war das Design von iOS 7, die Änderungen für OS X Yosemite, die Programmiersprache Swift und diverse WWDC-Ankündungen (Continuity, HomeKit, etc.).

Ob ein unbeschriftetes Kameramodul, von dem man keine Auflösung, keine Sensorgröße und keine Software-Feature kennt, als ‚vorab geleakt‘ durchgeht, möchte ich bestreiten. Bei Touch ID war im Vorfeld wenigstens der Name bekannt – zumindest für eine Handvoll Stunden bevor Apple in seiner Town Hall auf den Lichtschalter drückte.

Healthbook, offiziell als HealthKit vorgestellt, kommt einem internen Leak, dem heiligen Gral in der Gerüchtepresse, in diesem Jahr noch am nächsten. Zwischen den diversen (Analysten‑)Meinungen, Mockups und schlichten Falschmeldungen, geht eine treffende Vorabinformation aber schon einmal unter.

Für die morgige Veranstaltung, die neben iPhones noch die Themen iWatch, NFC und einen Bezahldienst umfassen soll („Existieren Meinungen zum Namen iPhone 6 Plus?!“), gibt es fast keine handfesten Informationen. Und wenn sich eine Beschreibung im Nachhinein als richtig herausstellt, existieren dazu mindestens auch ein Dutzend falscher Aussagen („Wehe die beiden iPhones starten am gleichen Tag in den Verkauf. Wehe sie haben beide Saphirglas.“).

Morgen ist einer der wenigen Abend im Jahr, der Fakten liefert. Das ist äußerst erfrischend1.


  1. …bevor am Mittwoch die Gerüchte um das iPhone 7 starten. 

Beatwave 2.0 Promo

Video

In today’s App Store environment, it’s more important than ever to market and demonstrate your apps in the best way possible. A video is essential for informing potential customers what your app is all about. With Apple soon giving developers the option to feature videos on iTunes, a good promo is something every app should have.

Let’s Make a Promo

Dave Fumberger zeigt auf, wie sein Promovideo für Beatwave entstand. Indem er aufschreibt, wie der Trailer zusammenwuchs, der die App bewirbt, macht er noch einmal Werbung für die App. Das ist gleich doppelt clever.

Die Apple Store App 3.0

IPhoneBlog de Apple Store

Zur kurzen Erinnerung: Sobald Apple Onlinebestellungen für das neue iPhone entgegennimmt, führt der schnellste Weg in aller Regel über die Apple Store App (kostenlos; universal; App-Store-Link).

Die in der letzten Woche neu veröffentlichte Version 3 reicht iPad-Freundlichkeit nach, die in den USA bereits seit November 2013 existiert.

„Die Smartwatch ist keine Uhr.“

Garantiert kein Fake: Das hier ist Apples neues iPhone. Und das hier auch. Neben den 4.7-Zoll finden am Dienstag auch 5.5-Zoll eine Erwähnung. Sonst hätte Apple über seine inoffiziellen Medienkanäle die Erwartungen vorab reduziert.

Die neuen iPhones sind am Dienstag zwar die wichtigsten Produkte, aber nicht das Highlight der Veranstaltung. Ein Countdown zur Keynote, die Einladungen an Medien, die keinen Fokus auf Technik legen, die schiere Kapazität der Sitzplätze im Flint Center, die historische Relevanz der Örtlichkeit sowie der massive Anbau schrauben die Aussichten, die Apple diesmal selbst festlegt, ungewöhnlich hoch.

IPhoneBlog de Flint Anbau

Apples neues Wearable mag als iWatch starten, so wie das iPhone als Telefon im Jahr 2007 seine Daseinsberechtigung erklärte. Wie wenig wir aber heute noch klassisch telefonieren, mit dem Handy am Ohr, wissen wir alle. Auch deshalb sind 4.7-Zoll kein Problem (sondern für die Mehrzahl aller anderen Tätigkeiten ein Vorteil).

Die Smartwatches von Samsung, LG und Motorola scheiterten bislang nicht (nur) an der Optik, sondern an ihrer fehlenden Vision. Die Funktion als Uhr wird schneller in den Hintergrund treten als der Telefon-App auf unseren Taschencomputern. Der Begriff ‚Phone‘ in Smartphone steht schon lange nicht mehr für die Möglichkeit jemanden anzurufen. Die Smartwatch ist keine Uhr, obwohl sie deren Platz übernimmt.

Müheloses Bezahlen in den Mittelpunkt zu rücken, scheint treffend; dafür ist NFC erstmals sinnvoll. Das modifizierte Passbook-Icon deutet recht unmissverständlich darauf hin, warum Apple mit Visa, MasterCard, American Express und diversen Einzelhändlern spricht.

Aber unabhängig davon wie das Saphirglas gebogen ist, das nächstes Jahr um unser Handgelenk baumelt: Tim Cook bezeichnete es als neue Produktkategorie, die beim iPhone und iPad gewöhnlich in jährlichen Zyklen gedacht werden. Das iPhone Classic hat technisch fast nichts mehr mit dem iPhone 5s gemein, aber vermittelte vor sieben Jahren bereits ein Zukunftsbild, das heute noch aktuell ist. Und genau darauf schaue ich am Dienstag zuerst, und im zweiten Schritt auf die technischen Details.

Raus aus der Mausefalle: Hitman Go

IPhoneBlog de Hitman Go

As skeptical as I was about Square-Enix’s perceived attempts to „dumb down“ Hitman for a mobile audience, I’m happy to have been so wrong. Hitman Go’s combination of darkly whimsical setup and deep understanding of the core of the mainline Hitman games results in a mobile title that seems uniquely aware of its place in a bigger picture. And it happens to be a great game to boot.

Arthur Gies | Polygon

Wer es genau wie ich bislang verschusselt hat, das ziemlich clevere Hitman Go von Square Enix zu laden, kann sich heute eine kostenlose Version über die Promocode-Aktion von IGN ziehen (Normalpreis: 4.49 €).

Puzzlehilfe hält bei Bedarf YouTube bereit.

Livestream am 9. September

Apple ist (natürlich) nicht auf der IFA in Berlin und trotzdem zentrales (Gesprächs‑)Thema. Vodafone, Telekom und Co. rutscht der besagte 9. September immer wieder heraus; alle Anbieter von Smart-Home-Geräten warten auf mehr Infos zu HomeKit und die riesige Fraktion der Hüllenhersteller wettet mit bereits lieferbaren Vorabproduktionen auf das „iPhone 6“.

Suchen um zu finden: Where to?

IPhoneBlog de Where to

Nach fünf Jahren kostenfreien Updates wagt Where to?, die Reise-App um weltweit interessante und (lebens-)wichtige Orte aufzuspüren – von Cafés über Theater bis zur Notfallklinik oder dem Abschleppdienst – einen Reboot. Für 1.79 Euro (App-Store-Link) wühlt man in der neuen App durch Kartendaten, die mit ihren Vorschlägen sowohl fremde Städte erforschen lässt aber auch Empfehlungen im eigenen Kietz ausspuckt.

App-Entwickler FutureTap kombiniert eigene Datenbankeinträge mit denen von Google, OpenStreetMap, Wikipedia sowie den Gelben Seiten, vermisst jedoch den einen oder anderen (wilden) Foursquare-Check-in. Das ist aber auch nicht die Konkurrenz. Where to? ist ein verständlicher Reisebegleiter, der mit einer sorgfältigen (und deutschsprachigen) Kategorisierung überzeugt, kein Standard-Flach-Design überbügelte und zum Auffinden von Lokalitäten ohne Tippeingaben einlädt.

Jonathan Ive: „Switzerland is in trouble“

Oh_Jonny

Konzeptidee von Martin Hajek

Nick Bilton pflegt bekanntlich exzellente Kontakte ins Apple-Umfeld. Gut möglich also, dass Jony Ive entsprechend kommentierte.

Doch das markante Zitat, das Dienstag erstmals auf den Prüfstand kommt, ist nur schmuckes Artikel-Beiwerk zu einer viel wichtigeren Feststellung, die die derzeitige Höhe der Messlatte beschreibt.

It’s time we stopped calling the current crop of gadgets “wearable tech.” Instead, I propose we start giving them a more appropriate name: “ugly tech.” Because let’s be realistic, most wearables today are really, really ugly.

The New York Times