Die zweite Beta-Version von iOS 8 erscheint zwei Wochen nach dem Start der WWDC. Der heutige Release ist zum Start des neuen Beta-Zyklus ein guter Anlass (noch einmal) auf die Beta-History-Charts von Will Hains zu verweisen.
Update
Die beste Neuerung aus den Release-Notes: „Safari now blocks ads from automatically redirecting to the App Store without user interaction. If you still see the previous behavior, or find legitimate redirection to the App Store to be broken in some way, please file a bug.“
Today we’re excited to announce Surface Pressure, a new feature that uses Pencil’s uniquely-designed tip. Surface Pressure comes to Pencil with the release of iOS 8 this Fall.
Im letzten Jahr fiel ein erstes Urteil wegen wettbewerbswidrigen Absprachen zwischen Apple und den fünf großen US-Verlegern über E-Book-Preise. Apple vereinbarte mit den iBookstore-Anbietern ein sogenanntes Agentur-Modell, vergleichbar mit der Buchpreisbindung in Deutschland, das den Verlegern die Hoheit über den Verkaufspreis zugesteht. Apple sichert sich davon eine übliche Provision von 30-Prozent.
Marktführer Amazon zahlte den Verlegern dagegen mehr1, drückte jedoch eigene Preisvorstellungen durch. Konsequenz: mehr E-Books für 10 US-Dollar (anstelle der Verleger-Vorstellungen von 13 bis 15 US-Dollar). Obwohl die Verlagshäuser mehr Geld mit Amazons Ansatz verdienen, unterstützten sie Apples Vorschlag um die dominierende Marktposition des Internethändlers zu lockern.
Ein Jahr später erfüllen sich die Befürchtungen der Buchkonzerne über das Kräftemessen.
But the more basic problem here is that Amazon is violating its own code. To win a corporate battle, Amazon is ruining its customer experience. Mr. Bezos has long pointed to customer satisfaction as his North Star; making sure customers are treated well is the guiding principle for how he runs Amazon.
Now Amazon is raising prices, removing ordering buttons, lengthening shipping times and monkeying with recommendation algorithms. Do these sound like the moves of a man who cares about customers above all else?
Anders formuliert: „Ein schönes Buch haben Sie da. Es wäre doch schade wenn das keiner kaufen kann.“
Amazon sabotiert den Verkauf von Papierbüchern über seinen Store. In Deutschland sind es Werke der Bonnier Media Group; in den USA handelt es sich um 5.000 Schriftstücke von Hachette. Die gegenseitigenStellungnahmen lassen keine zeitnahe Einigung vermuten.
Nicht Amazon, sondern Apple, sah sich jedoch dem Kartellverfahren ausgesetzt, das sie im Gegensatz zu den Buchkonzernen bislang nicht mit außergerichtlichen Vergleichen beilegten. Bis heute.
Die Details im jetzigen Vergleich mit dem US-Justizministerium und den Verbrauchern sind bislang noch unbekannt. Ein paar Hundert Millionen dürfte Apple die Einigung jedoch kosten.
The documents, filed Monday, indicate a deal has been reached, but don’t spell out terms of the arrangement. The plaintiffs in the case had been seeking as much as $840 million in damages.
Apple verfolgt jedoch weiterhin Berufung gegen das Kartellverfahren.
Although the parties have come to some sort of agreement, Apple is still appealing the court’s ruling from last year that Apple was liable for violating both federal and state antitrust rules and the letter to the court says “any payment to be made by Apple under the settlement agreement will be contingent on the outcome of that appeal.”
John Gruber über das Apple abseits seiner Produkte im Jahr 2014.
In recent years, the company grew from being bad at walking and chewing gum to being OK at it, and most of us thought, “Finally”. But that wasn’t the end of the progression. Apple has proceeded from being OK at walking and chewing gum to being good at it. Thus the collective reaction to last week’s keynote: “Whoa.”
Ich bin am Mittwoch zwei Stunden von Finnland nach Deutschland geflogen und während dieser Zeit 786 nervenverdrehende Tode in VVVVVV (2.69€; universal; App-Store-Link) gestorben (und habe gleichzeitig drei meiner Crew-Mitglieder gerettet).
Actually, I originally started the iPhone port before I started Super Hexagon, way back in 2012. So it feels very, very good to finally have it finished, and released. This is something I felt I really had to take on myself – VVVVVV’s important to me, and it was really important to me that this be done right. I wanted the game to be as good as it could be on mobile. I feel very good about how it’s turned out!
Die Portierung mit Touch-Steuerung ist von faszinierender Präzision. Tut euch den Gefallen und spielt mindestens am Desktop (kostenlos) zur Probe (und hört in den Soundtrack rein).
miCal blickt auf eine langjährige App-Store-Geschichte. Im Jahr 2010 erwähnte ich die Kalenderanwendung der entwicklungsschmiede1 aus München hier im Blog zum ersten Mal. Zur zeitlichen Einordnung: iOS 4 war damals noch ofenfrisch.
iOS 7 zwingt seit letztem Jahr alle Entwickler zu einer optischen und technischen Zäsur. Version 7 von miCal (1.79€; universal; App-Store-Link) präsentiert sich unter den neuen Vorzeichen seit März 2014 als komplett neue App-Store-Anwendung. Seitdem hat die Software bereits fünf Updates nachgeschoben, unter anderem ein aufwendiges iPad-Design. Am heutigen Vormittag landet die App auf einer (in meinen mehrwöchigen Beta-Tests) sehr zuverlässigen Version 7.5.
Mein persönliches Interesse an miCal steigerte sich mit dem Umstieg von OmniFocus auf Apples Reminders. Das Experiment läuft soweit ganz erfolgreich. Abwechslungsreich ist, das man seinen persönlichen ToDo-Datensatz in verschiedene Apps verschleppt. So auch in miCal, dass alle Kalendereinträge und Erinnerungen, ähnlich wie Fantastical 2, gleichberechtigt nebeneinander behandelt. miCal ist damit nicht nur ein Kalender, sondern auch eine Aufgabenverwaltung (die sich wesentlich übersichtlicher aufstellt als Apples eigene System-App für Erinnerungen).
Der Kalender kommt trotzdem nicht zu kurz: Die scrollende Termindarstellung, bei der man die Tagsatzung inklusive Uhrzeiten bereits auf einen Blick erfasst, empfinde ich als beste Ansicht. Sie funktioniert im Hoch- und Querformat auf allen iOS-Displaygrößen.
In der Tages-, Wochen- und Monatsansicht lassen sich Termine über einen langen Fingerdruck anlegen, eine der kleinen Neuerungen aus dem heutigen Update. Betreff, Uhrzeit und Ort frickelt bei Bedarf die Spracherkennung aus euren eingesprochenen Einträgen. Mit meiner einstündigen Zeitdifferenz gegenüber Deutschland sprang mir in Helsinki der fehlende Zeitzonen-Support natürlich sofort ins Auge (der sich auch nicht über die ansonsten umfangreichen Settings aktivieren lässt).
Ich übertreibe nicht: In den App-Einstellungen lassen sich diverse Parameter ändern, anpassen und feinjustieren. Nett finde ich beispielsweise die generelle Möglichkeit, eine App in einer anderen Sprache (Deutsch) als der Systemsprache (Englisch) zu betreiben. miCal kann das.
Teilweise ist mir die Termin-Software hier jedoch nicht diktatorisch genug. Für wie viele Tage im Vorfeld ich an einen Geburtstag erinnert werden möchte, braucht es keine individuelle Auswahl, sondern eine festgeschriebene Vorgabe – eine gute Grundeinstellung sozusagen.
Ebenfalls neu im heutigen Update: alternative Farbmodelle. Grau und Dunkel gefallen mir beide in Bezug auf die Lesbarkeit wesentlich besser als das sehr blasse Weiß.
miCal trägt zwar den Untertitel The Missing Calendar, ist jedoch gleichzeitig auch eine strukturierte Aufgabenverwaltung. Wer für seine ToDos ohnehin schon Apples App mit iCloud-Sync nutzt, platziert mit miCal seine Erinnerungen direkt neben die eigenen Termine, was ohnehin oft zusammengehört.
Ich bewerbe miCal im Monat Juni hier im Blog und RSS-Feed. Dieser Artikel gehört selbstverständlich nicht zur Werbeschaltung. ↩
The European Union’s top antitrust official opened an investigation on Wednesday into the way countries including Ireland provide tax arrangements that enable big multinational corporations like Apple to reduce their tax bills worldwide.
Als der US-Senat Tim Cook letztes Jahr nach Washington zitierte um Apples (internationale) Steuerpraxis zu erklären, endete das mit der Feststellung, Cupertino hat geltendes Gesetz geachtet. Die jetzige EU-Untersuchung widmet sich (anscheinend) der treffenderen Frage und nimmt allgemein die Möglichkeiten von Steuervergünstigungen für global agierende Konzerne unter die Lupe.