„Apple and the Ghosts of Companies Past“

Consider this in the context of AI: the iPhone does have AI apps from everyone, including ChatGPT, Claude, Gemini, DeepSeek, etc. The system-wide assistant interface, however, is not open: you’re stuck with Siri. Imagine how much more attractive the iPhone would be as an AI device if it were a truly open platform: the fact that Siri stinks wouldn’t matter, because everyone would be running someone else’s model. […]

The new bridge is a user interface that gives you exactly what you need when you need it, and disappears otherwise; it is based on AI, not apps. The danger for Apple is that trying to keep AI in a box in its current paradigm will one day be seen like Microsoft trying to keep the Internet locked to its devices: fruitless to start, and fatal in the end.

Stratechery | Ben Thompson

Ja, Apple Intelligence sucht nach einer „Definition“. Andererseits dauern echte Paradigmenwechsel immer eine kleine Internet-Ewigkeit.

People tend to overestimate what can be done in one year and to underestimate what can be done in five or ten years.

Web-Apps übertrumpfen inzwischen Anwendungen aus dem App Store; aber das dauerte auch knapp zwei Dekaden. Ich erinnere mich noch zu gut an ausschweifende „Was-wäre-wenn“-Diskussionen um Anwendungen im Browser. Und heute? Heute verpacken wir Browser-Software in Apps zum Herunterladen.

Es ist absehbar, wie Chat-Fenster mit KI-Diensten beeinflussen, was das Wort Software zukünftig bedeutet. Gleichzeitig scheint aber (erneut) unterschätzt, wie lange es dauert, bis wir unsere Fenster in Betriebssystemen „vibe-coden“.

Solche Sätze fallen mir dann später auf die Füße, sind aber manchmal notwendig auszusprechen.

Noch einmal Thompson:

Apple’s absolutist and paternalistic approach to privacy have taken all of these options off the table, leaving the company to provide platform-level AI functionality on its own with a hand tied behind its back, and to date the company has not been able to deliver; given how different AI is than building hardware or operating systems, it’s fair to wonder if they ever will.

And, critically, this won’t matter for a long time: Apple’s AI failures will not impact iPhone sales for years, and most AI use cases will happen in apps that run on the iPhone. What won’t happen, however, is the development of the sort of platform capabilities that will build that bridge to the future.

Auf dem Bild hält eine Person ein iPhone vor ihr Gesicht, sodass nur die Augen sichtbar sind. Im Vordergrund steht der weiße Text: "Privacy. That's Apple." Das Bild vermittelt den Fokus von Apple auf Datenschutz und Privatsphäre.

Alles richtig, aber vergessen wir nicht die Zeit dazwischen – von heute bis in diese mögliche Zukunft, in der Apple die Auswirkungen des Spätdranseins spürt. Diese Zeit zählt, und eine rein technische Beurteilung ignoriert die mögliche Wertschätzung, die eventuell Privatsphäre und Umweltschutz einnehmen.

Vielleicht stellt sich heraus, dass das (den Kund:innen) alles egal ist. Aber das muss sich erst noch zeigen – zwischen dem besagten Jetzt und dem sagenumwobenen Bald.

No Cookies, aber Kekse: Foodle.recipes findet Kochrezepte

Die Geschäftsmodelle von Webseiten mit Kochrezepten sind arg angebrannt. Das Wettrüsten mit mehr Affiliate-Links und mehr Pop-ups hilft niemanden.

Abseits von LLMs und Paprika sorgt Mela für eine lesbare Darstellung der Koch- und Backanleitungen. Foodle.recipes ist als kurierte Suchmaschine für Rezepte das neuste Feature der App von Silvio „Reeder“ Rizzi.

Auf dem Bild sieht man ein Smartphone, das auf einem Holztisch liegt. Auf dem Bildschirm ist die Webseite "Foodle" geöffnet, eine Plattform zur Rezeptsuche. Die Umgebung ist dunkel und das Handy wird von oben beleuchtet.

„Kein Tracking. Keine Cookies. Nur Rezepte.“

Ich stoße die Rezeptsuche innerhalb des Browsers von Mela an und klicke auf der jeweiligen Rezepte-Webseite lediglich „Found Recipe“ sowie „Add this recipe“.

Tipp fürs „Dokumente scannen“

Eine Person hält ein Smartphone in der Hand und scannt damit das Cover eines Videospiels mit japanischer Aufschrift und der Jahreszahl 1997. Auf dem Bildschirm des Smartphones ist das Spielcover deutlich zu erkennen, während das Originalcover im Hintergrund leicht verschwommen sichtbar ist. Unten auf dem Display gibt es die Optionen „Retake“ und „Keep Scan“.

Ziehe anschließend die Ecken, um den Scan an die Seite anzupassen, und tippe dann auf „Scan behalten“.

Apple Support

Nein! Immer die Seiten anfassen, nicht die Ecken.

This is one of my most common support issues with Simple Scan. Everyone thinks the zoom loupes in the corners of the cropping UI in Apple’s scanner are drag handles, when, in fact, you can drag anywhere along the edges and be able to see the corner alignment clearly.

Even if you are just using Apple’s scanner in Notes/Files, this is helpful to know.

Greg Pierce

„Kagi Assistant is now available to all users!“

Das Bild zeigt drei iPhones vor orangefarbenem Hintergrund, auf denen die Kagi-Suchmaschine geöffnet ist. Auf dem linken Bildschirm ist das Kagi-Logo mit einem Suchfeld zu sehen, in der Mitte eine Auswahl verschiedener KI-Modelle, und rechts eine Suchergebnis-Ansicht mit Text. Alle Geräte zeigen die Webseite kagi.com im Browser an.

Since its launch, Kagi Assistant has been a favorite for many users as it allows access to world top large language models, grounded in Kagi Search, all in one place in one beautiful user interface – and all that for +$15/mo upgrade from our Professional plan that provides unlimited Kagi Search.

Today, we’re excited to announce that Kagi Assistant is now available to all users across all plans, expanding from its previous exclusivity to Ultimate subscribers, as an added value to all Kagi customers, without increasing the price.

blog.kagi.com

Die größeren Modelle sind der „Ultimate“-Preisstufe vorbehalten; 4o mini, Gemini 2.5 Flash und Co. stehen jetzt aber allen Abonnent:innen zur Verfügung.

Es wertet die bezahlte Suchmaschine als Gesamtpaket auf; funktioniert aber insbesondere durch die Integration von „Personalized Results“ und euren „Lenses“. Perplexity zieht manchmal etwa Quellen heran, die ich nie anklicken würde.

Obendrein lässt sich der „Assistant“ mit eigenen Instruktionen konfigurieren und in verschiedenen Kombinationen aus LLMs, Einstellungen und Anweisungen aufstellen („Custom Assistant“).

Kagi fehlt eine iOS-App, die euch Shortcuts, Kontrollzentrum-Knöpfe sowie die Hardware-Buttons des iPhones nutzen lässt. An ihrer TestFlight-App werkeln sie seit Monaten; der Webdienst lässt sich jedoch mühelos im iPhone-Browser verwenden.

Unabhängig davon: Apple sollte Kagi als eine der Standardsuchmaschinen in iOS aufnehmen!

Ein Store im Store: AltStore PAL installiert AltStore Classic

Nicht „approved“, aber „ready for distribution“: Apple notarisiert den AltStore Classic als individuelle App, die über den alternativen EU-Marktplatz AltStore PAL vertrieben wird.

Das Bild zeigt drei iPhones mit der Benutzeroberfläche von AltStore, einem alternativen App Store für iOS-Geräte. Auf den Bildschirmen sind verschiedene Bereiche der App zu sehen, darunter installierte Apps, empfohlene Apps und Neuigkeiten. Das Design ist modern und verwendet dunkle Farbtöne mit türkisfarbenen Akzenten.

AltStore Classic setzt AltServer auf dem Desktop voraus. Das Sideloading-Tool erlaubt „100s of non-notarized apps“, funktioniert mit einem kostenlosen Developer Account / Apple ID jedoch mit Einschränkungen: So installierte IPA-Dateien müssen sich etwa alle 7 Tage einmal mit dem AltServer kurzschließen; gleichzeitig sind nur 10 App IDs erlaubt.

Im Mittelpunkt stehen hier vor allem Emulatoren, die eine „Just-in-Time“-Kompilierung benötigen, Apple aber nicht freigibt – siehe „r/EmulationOniOS – ein Jahr später“.

Bis jetzt. Quasi.

StrikDebug aus dem AltStore PAL steht seit gestern ebenfalls im AltStore PAL zum Download (➝ Sources). Es schaltet JIT für Sideloaded-Software frei.

Ganz ernsthaft? Ich sitze hier in den frühen Morgenstunden und bin hin- und hergerissen, welche der beiden „ready for distribution“-Freigaben verrückter ist unerwartbarer war.

Mit GIF Toaster + GIFwrapped zur eigenen GIF-Bibliothek

Schicken sich die jungen Leute noch GIFs? Ich hoffe doch!

GIF Toaster und GIFwrapped führen zur eigenen Bildchen-Bibliothek. Mehr Software-Luxus bei der GIF-Erstellung gestattet ImgPlay; mit einem Preis von drei Euro ist GIF Toaster aber preislich schwer zu schlagen.

Der Toaster zieht MP4-Videos, Live Photos oder Serienbilder ein. Ihr könnt jedoch auch Screenrecordings zuschneiden, die erwünschte Anzahl der Frames bestimmen und dann die Datei abspeichern. Seit iOS 11 versteht die iCloud-Fotomediathek dieses Dateiformat.

Bonustipp: Am Mac erfasst ihr den erwünschten Bildschirmausschnitt für das GIF direkt mit CleanShot.

Eure bewegten Ergebnisse lassen sich direkt mit GIFwrapped teilen oder als Datei in die dedizierten Ordner auf iCloud oder Dropbox speichern. Von hier indexiert GIFwrapped.

So besteht keine Abhängigkeit von der App oder irgendeinem Webdienst. Das Schicksal des Doppelverkaufs von GIPHY ist uns allen noch sehr gegenwärtig.

Ob als iMessage-Reaktion oder Mini-Erinnerung: GIFs geraten nicht aus der Mode (unabhängig davon, was die jungen Leute sagen!)

#451 – PDF-Apps für alle Lebenslagen

Ich weiß nicht, was ihr mit PDFs machen müsst, aber ich weiß, dass ihr damit etwas macht. Deshalb habe ich mir die potenziellen Anwendungsfälle vielfältig vorgestellt, aber die Auswahl an fähigen Apps überschaubar gehalten.

Hier das Intro zur Episode:
iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Alle Abonnent:innen bekommen jede Woche ein neues „Gewusst-wie”-Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zu einer ganz besonderen Community in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

Plex (Pass) für den lokalen Musikkatalog

As of April 29, 2025, we are increasing the price of our Plex Pass subscription. While this is pretty common for most subscription services, it’s not for us. We’ve held out for more than 10 years […]

Plex.tv/blog

Ich habe nachgeschaut. Die E-Mail zur damaligen Preiserhöhung erreichte mich im September 2014. Genau wie in diesem Monat verdoppelte sich damals der „Lifetime“-Preis für Plex Pass.

Plex kennt bei mir keine Verknüpfung zu Filmen oder TV-Serien; dem lokalen Media Server zeige ich lediglich die Ordner für Musik und Hörbücher.

Diese Folder mit MP3- und M4a-Dateien sind wiederum gar nicht lokal verortet, sondern nur eingebunden: In meinem Fall liegen die Dateien auf Box. Warum? Weil mich lokales Dateigut belastet. Zugegeben: Meine Library ist mit 20 Musikalben und 12 Hörbüchern auch arg überschaubar.

Diese Statistik verrät Plex Dash. Ein Blick auf den Media Server via App steht ausschließlich Plex-Pass-Abonnenten zur Verfügung.

Das Bild zeigt ein Smartphone auf einem speziellen Ständer, das gerade Musik abspielt - den Song "Coastal Brake" von Tycho mit einer Laufzeit von 1:52 Minuten und noch 3:42 Minuten verbleibend. Auf dem Display sind die typischen Mediensteuerungselemente wie Pause, Vor- und Zurück-Tasten sowie ein Fortschrittsbalken zu sehen, während im linken Bereich das Albumcover mit einem Sonnenuntergang über dem Meer angezeigt wird. Das Gerät ist in einer modernen Umgebung platziert, wobei im Hintergrund leichte Streifen zu erkennen sind, die vermutlich von Jalousien oder einer ähnlichen Struktur stammen.

Die Performance der Desktop-Softare ist für mich aber uninteressant, weil es für den Mac mini quasi keine Anstrengung ist. Gelegentlich stupse ich von dort nur den Scan der Bibliothek an, um neue Dateien zu indexieren.

Remote Access“ von Plex kann man deaktivieren, wenn man schlicht seine Tailscale-IP + :32400 unter „Custom server access URLs“ (➝ Network) einträgt. Über eine Automation in den Kurzbefehlen von iOS lässt sich Tailscale etwa von selbst einschalten, jedes Mal wenn ihr Plexamp öffnet.

„Remote Control“ steuert dagegen im gleichen Netzwerk die Musikwiedergabe verschiedener Computer. Spielt Plex am Mac, kontrolliere ich über das iPhone diesen Player – etwa indem ich die Lautstärke über die Hardware-Tasten am Telefon drücke.

Apropos Mac: Plexamp und Prologue laufen dort als iPad-Apps – wenn man sich nicht des Browsers bedienen möchte oder mal lokal ein Album herunterlädt (was ebenfalls ein Plex-Pass-Feature ist).

Der automatische Bezug von Lyrics (via LyricFind) ist ebenso eine bezahlte Funktion – genau wie die AI-Features Sonic Sage, Guest DJ oder Mix Builder. Aufgrund meiner überschaubaren Musikbibliothek sind diese Funktionen für mich aber nicht von Interesse.

Auf dem Bild ist ein iPhone zu sehen, das in einer Ladestation steht und eine Musik-App anzeigt. Der Bildschirm zeigt das Lied "Zaz" von "Les Passants" aus dem Jahr 2010 mit einer visuellen Darstellung der Audiowellen im oberen Bereich. Im Hintergrund sind türkisfarbene Linien zu erkennen, die einen modernen, minimalistischen Hintergrund bilden.

Wie heißt es so treffend: „Man zahlt nicht für Musik, sondern den (bequemen) Zugriff auf Musik.“

Das Preis-Leistung-Verhältnis von Apple Music schlägt keine lokale Musikverwaltung mehr – selbst bei 109 EUR pro Jahr. Diese Rechnung geht aber nur auf, wenn man den Zugriff auf den weltweiten Katalog einrechnet – inklusive Classical, Lossless, 3D-Audio, Music Sing, Live sowie die iTunes-Match-Funktionalität. Und nicht zu vergessen: die wachsende Anzahl an Drittanwendungen, die euch ganz andere Möglichkeiten eröffnen.

Ausgewählten Musikbibliotheken möchte ich lokales Hosting, so wie es Plex ermöglicht, aber gar nicht absprechen. Insbesondere weil es euch inzwischen nicht mehr an den stationären Rechner fesselt, von allein Metadaten für Musik findet, sortiert und kein manuelles Umkopieren von Dateien mehr erfordert. Um es jedoch sinnvoll zu benutzen, ist der Pass für Plex dafür aber absolut notwendig.