iPads für Bildungseinrichtungen

IPhoneBlog de iPad Modelle vergleichen

Die (Technik-)Presse belächelte Apples Entscheidung das iPad 2 weiter zu verkaufen – zurecht. Aus individueller Verbraucherperspektive macht das verschobene Preis-Leistungs-Verhältnis, teuer und technisch rückständig, keinen Sinn.

Elia Freedman erläutert warum es im öffentlichen Bildungsbereich anders aussieht. Seine Argumentation finde ich sehr nachvollziehbar.

While decisions based around timing and equity generally don’t play out in the business world, they play a major part in education purchase decisions. Apple, who has sold to education a lot longer than Palm did, clearly understands this. Connectors have remained relatively stable, every iPad basically look and function the same, devices are kept around for multiple years to facilitate the purchase decision, and they function for years afterward so schools can get their money’s worth.

Elia Insider

Everpix knipst aus

IPhoneBlog de Loom

Casey Newton hat die komplette Geschichte; Nick Heer bringt sie auf den Punkt:

It’s truly unfortunate that such a great product could not secure funding while yet another crummy social network can be valued at a billion dollars. These guys are some of the best engineers and they managed to produce a product that was useful and engaging, but it wasn’t able to succeed in a VC market dominated by people looking for the next Facebook, Instagram, or other free, ad-supported social network. Terrible.

Pixel Envy

Nach viermonatiger Nutzung halte ich die Rufe nach Apple, sich das Talent beziehungsweise die Idee zu shoppen, für mehr als berechtigt. Fotostream sollte so wie Everpix funktionieren.

Bis das passiert, aktiviere ich für meine mittlerweile 90 GB an Fotos einen Loom-Account. Deren initiale Finanzierung steht und der Mac-Uploader sowie die iOS-App (kostenlos; universal; App-Store-Link) besitzen das Potenzial für einen Probelauf.

Der iCloud Schlüsselbund

IPhoneBlog de iCloud Keychain

Jon Brodkin schreibt eine faire Zusammenfassung – mit falscher Gewichtung der Pros und Cons – über den iCloud Schlüsselbund, der zwischen iOS 7.0.3 und Mac OS 10.9 Kennwörter austauscht.

iCloud Keychain falls short of the functionality one expects from a paid password manager. The lack of cross-browser support, the password generator's limitations, the inconvenient locations of keychain information, and the failure to sync secure notes across desktop and mobile are all entries for the cons column.

Ars Technica

Apple will den Passwort-Manager, der in iCloud Keychain steckt, verstecken. Die Nutzer sollen keine Passwörter managen. Auch deshalb baut man keine alleinstehende App-Store-App oder Plugins für fremde Browser. iCloud Keychain schließt Drittanbieter wie 1Password oder Keychain2Go nicht aus, sondern konzentriert sich auf die direkte Systemintegration (sowohl für Safari wie auch bei App-Store-Apps).

Unter iOS finden sich die (hoffentlich ausreichend komplexen) Logins, die auch unterschiedliche Benutzer pro Webseite anmelden können, unter (Einstellungen -> Safari -> Kennwörter & Autom. ausfüllen -> Gesicherte Kennwörter); am Desktop in der Kategorie Passwörter der Safari-Einstellungen (oder im Programm Schlüsselbund).

iCloud Keychain synchronisiert auch WiFi-Passwörter. Fügt ihr eine neue Wlan-Kennung eurem iPhone hinzu, erkennt auch das iPad diese Verbindung und wählt sich automatisch ein. Grundsätzlich nett. Das (anscheinend bislang noch nicht durchdachte) Problem: Einige Geräte sollen sich vielleicht nicht mit dem MiFi oder der Wlan-Verbindung am Arbeitsplatz verknüpfen. Ignoriert man auf diesen Geräten jedoch den entsprechenden Knotenpunkt, überträgt der iCloud-Keychain-Sync die Konfiguration auch auf alle anderen Computer.

Außerdem unschön (aber für viele Nutzer wahrscheinlich nachvollziehbarer): Kopierte Passwörter aus den besagten Einstellungen verbleiben auch nach mehreren Minuten noch im Klartext in der iOS-Zwischenablage.

Für mich funktioniert die Kombination aus einem eigenständigen Passwort-Manager und dem iCloud-Keychain-Sync ansonsten jedoch wunderbar.

Fitness-Tracker mit und ohne Armband: Nike+ Moves + Fuelband 2.0

IPhoneBlog de Nike Moves nowhere

Nike+ Move (kostenlos, App-Store-Link), mit Bühnenzeit bei der 5s-Vorstellung für den M7, ist ein kräftiges Werbe-Tutorial mit limitierter Daten-Präsentation auf mageren sechs Bildschirmseiten.

Auch das Update für die FuelBand-App (kostenlos; App-Store-Link) rückt ein Produkt, den neuen Armreif von Nike, in seinen Mittelpunkt, beinhaltet jedoch auch zusätzliche Funktionen für Besitzer der 2012er-Version. So lassen sich neben der aufgebohrten Darstellung beispielsweise Display-Einstellungen ändern, die vorher nur über einen USB-Port am Rechner zu konfigurieren waren.

Das Nike+ FuelBand SE, die überarbeitete Variante des Fitness-Gadgets, befindet sich für frühe Vorbesteller bereits ab heute in der Zustellung.

gMusic 2 horcht in Google Music

IPhoneBlog de gMusic2

Google Music begrenzt den Upload eigener Songs auf 20.000 Titel. iTunes Match besitzt ein 25.000-Song-Limit (iTunes Einkäufe werden nicht mitgezählt), weigert sich bei größeren iTunes-Bibliotheken (im Gegensatz zu Googles Dienst) aber überhaupt nur einen einzigen Song aufzuspielen. Das ‚Alles oder nichts‘-Prinzip ist ein echtes Ärgernis und das Anlegen einer zweiten Library keine Lösung.

gMusic 2 (universal; App-Store-Link), heute erstmals gratis, verkürzt die Wartezeit bis zur offiziellen App, die bereits für Ende Oktober gerüchtet wurde.

Homescreens: November 2013 (iPhone 5s + iPad IV)

Seit 2009 halte ich hier in unregelmäßigen Abständen fest, welche Apps sich gerade auf meinem iPhone- und iPad-Bildschirm befinden. Die Artikelserie, die bislang als gigantische Linkliste das Blog flutete, nenne ich Homescreens.

Mit iOS 7 probieren wir die Vorstellung erstmals in Videoform – weniger Text, ein bisschen mehr Erklärung (natürlich in HD). Ob sich der Mehraufwand lohnt, müsst ihr mir erzählen.

DirektHomescreens*

Wer diesen Link in den App Store für seine Software-Einkäufe verwendet, schubst ein paar Cent in meine Richtung. Dafür vielen Dank!

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es auch als Podcast. Nur das Abo macht glücklich.

Aus Liebe zum Ex-Projekt: ‚Poster‘ steht nicht mehr im Verkauf, erhält aber ein iOS-7-Facelift

IPhoneBlog de Poster 3

Apropos (exzellenter) App-Support: Tom Witkin verkaufte im Juni seine Blog-Software Poster an WordPress. Seitdem arbeitet er auch dort. Seine Universal-App zog er gleichzeitig aus dem Verkauf, stellte für die alte Stammkundschaft heute aber eine (hauptsächlich visuelle) Aktualisierung ein.

Neue Käufer lassen sich so nicht finden, aber ehemalige Nutzer freuen sich über die Design-Anpassung. Der Download findet sich im App Store unter den eigenen ‚Einkäufen‘.

Der Wert von Software

Mit dem bevorstehenden Release neuer iPads kochte erneut die 'Cars vs. Trucks'-Diskussion auf. "Das Tablet ist eine Entertainment-Box! Nein, es ist eine Arbeitsmaschine." Seit 2010 drehen und wenden wir die Argumente.

Nach drei Jahren, fünf Geräte-Generationen und 475.000 Apps erscheint die Beweisführung für die Vielfältigkeit ein wenig…naja…überflüssig. 170 Millionen Kunden haben ohnehin bereits das Fazit vorgegriffen.

Die oben angeführte Analogie entstammt (natürlich) dem D8-Auftritt von Steve Jobs, der sich auch heute noch in voller Länge genießen lässt. Er beschreibt darin den ungemütlichen Wandel für 'uns Alte', die noch mit dem Personal Computer aufwuchsen.

And this transformation is going to make some people uneasy. People from the PC world, like you and me. It’s going to make us uneasy, because the PC has taken us a long ways.

Ich erinnere mich an eine ähnliche Gefühlslage, in der vergleichbar viel Unsicherheit herrschte. Im Sommer 2008 startete der App Store und schon vorher war klar: Software wird nie wieder so verkauft, wie bisher.

Als das Download-Portal öffnete, war die Vertriebsstruktur bereits gelegt und eine psychologische Preisgrenze gesetzt. Wer mehr als 10 US-Dollar wollte, fühlte sich schnell einsam. Entwickler, die vorher Lizenzen für 60 US-Dollar abrechneten (und in den vorangegangenen Jahren mit Upgrade-Preisen jonglierten), konkurrierten plötzlich mit Apps, die einmalig 2 Dollar verlangten. Wie dieser Preiskampf ausging, brauche ich fünf Jahre später nicht mehr auszuführen.

Aber weiter mit Jobs:

We like to talk about the post-PC era, but when it really starts to happen I think it’s uncomfortable for a lot of people, because it’s change, and a lot of vested interests are going to change, and it’s going to be different.

Auf die ungemütliche Realität die 1-Euro-Apps folgte der 'In-App'-Untergang und die Furcht vor Freemium. "Niemand gibt mehr Geld für Software aus!", hieß es gestern und heißt es heute. Ja, nee. Es verteilt sich dieser Tage nur anders.

IPhoneBlog de Justin PostPC

Das Gejammer der einen Seite lässt sich ignorieren; schmerzhaft ist der Widerspruch von gegenüber. Es ist die (iOS-7-)Diskussion '(kostenpflichtiger) Neukauf vs. (kostenloses) Update', der latent gereizte Formulierungen wie "noch einmal bezahlen geht in Ordnung" oder "4.99 € ist nicht gerade preiswert" anhängen. Mir stellen sich die Nackenhaare auf wenn ich von einer imaginären "Verfallszeit" lese, einer Art gefühlten Zeitspanne, nach der es wieder "okay ist, erneut zu bezahlen".

IPhoneBlog de Tweetbot

Software hängt das Image an, nur ein einziges Mal für die Lebenszeit-Lizenz zu blechen. Der App Store trägt daran eine Mitschuld.

Software-Kauf ist aber tatsächlich eine Software-Miete. Man tilgt zwar keine Raten, finanziert aber die notwendige (Weiter-)Entwicklung. Im Gegensatz zu festen Leasing-Verträgen kommt man jedoch a) jederzeit aus der Verpflichtung wieder heraus und b) verbessert sich das Produkt mit fortschreitender Zeit. "Zeigt mir eine bessere 0%-Finanzierung!"

Außerdem ist zu bedenken, dass nur in ganz seltenen Fällen die Entwickler am längeren Hebel sitzen. Heutzutage sind es die Kunden, die Bugfixes und regelmäßige Updates fordern oder mit schlechten Kommentaren drohen. Im härtesten Fall wechseln Nutzer zu einer anderen App. Vor der 'Friss oder Stirb'-Wahl stehen in unseren App-Store-Zeiten (fast) nie die Kunden.

Mitunter fühlt sich dieses Klima toxisch an. Wie oft werden aktuelle Preissenkungen verbloggt und im Artikel drauf über zunehmende In-App-Käufe gemeckert? Täglich.

IPhoneBlog de ShenYe EA

Software ist kein physisches Produkt, aber häufig viel wertvoller. Und trotzdem möchte niemand zahlen? In Software verbringen wir unseren Tag, knausern aber auch über die nächsten 2.69 Euro. Ich argumentiere nicht über den eigentlichen Preis, sondern den (Stellen-)Wert von Apps, die insbesondere das iPad erst zu einem wertschöpfenden Produkt machen.