Sine Mora (+ Video)

Ist es legitim zu fragen: Welcher Port ist der Beste? Shmup-Indie-Hit Sine Mora lässt mich einmal mehr darüber nachdenken, auf welcher Konsole ich welche Umsetzung eines Videospiels erleben möchte.

Kommt drauf an„, klar. In diesem Fall steht die TV-Konsolen-Fassung für Xbox und PlayStation zur Auswahl. Ich liebe seitlich scrollende Shoot’em ups auf 42-Zoll auch wenn sich das Genre häufig kurzweiliger anfühlt als ein ’serious business‘ The Last of Us.

Bullet Hell‚-Shooter am PC, trotz aktuellem Steam-Ausverkauf, kommen mir nicht in die Tüte – zu unbequem, zu viel Konfigurationsquatsch. Für Sine Mora blieb bis gestern deshalb nur noch die PlayStation Vita, ein Handheld, den niemand kaum jemand besitzt. Und nun existiert die 2.5D-Feuerhölle von Digital Reality (in Zusammenarbeit mit Grasshopper Manufacture) auf iOS (5.49 €; universal; App-Store-Link)…

I worry that there will never be another game like Sine Mora, when I should be happy there is at least one. This is that one. And, thankfully, it’s eternal.

Allistair Pinsof | Destructoid

Fest steht: Dieses Spiel ist die einleitenden Gedanken wert. Genau genommen ist dieser Widescreen-Shooter einer von wenigen Argumenten sich eine 200-Euro-Vita zu kaufen. Aber das ist nicht unser Thema. Unser Thema ist die Umsetzung dieses Kugelfeuerwerks für iPhone 4S, 5 und die iPads der dritten und vierten Generation sowie das Mini.

Ein paar Auffälligkeiten, Eindrücke und Bewertungen habe ich in dem folgenden Video formuliert (und mir hier einen Haufen Textarbeit gespart).

DirektSineMora*

Unterm Strich steht: Digital Reality liefert keine Argumente, die die iOS-Version von seinen Konsolen-Vorgänger abhebt. Das ist bedauerlich weil der zusätzliche Aufwand (GameCenter-Support, iCloud-Spielstand-Sync, iCade-Anbindung) nicht viel gekostet hätte.

Sine Mora ist ein Geschenk mit einer (unnötig) verbeulten Verpackung (kaputte Facebook-Verknüpfung + keine zusätzlichen Joystick-Optionen). Trotzdem will man es aufreißen, starten und nicht wieder hergeben. Die beste Investition für diesen punkigen Ausritt ist zweifellos ein Fling Game Controller (Affiliate-Link).

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es auch als iTunes-Podcast. Wer die Zeit für eine kurze Bewertung findet, hat seine gute Tat für heute schon zur Mittagszeit abgeleistet.

Mehr als ein Cloud-Storage-Dienst: Dropbox

Im Jahr 2011 sammelte Dropbox 86.000 neue User pro Tag; heute sind es täglich über 313.000. Insgesamt blickt das Start-up von Drew Houston und Arash Ferdowsi derzeit auf 175 Millionen Kunden, die Gebrauch der Web-Festplatte machen, die Steve Jobs so markant als „feature, not a product“ bezeichnete.

IPhoneBlog de Dropbox DBX

by Alice Lee

Das Wachstum zeigt sich auch in der Anzahl von Dateien, die jeden Tag zum Webdienst wandern: 325 Millionen in 2011; eine Milliarde in 2013. Doch es ist mittlerweile nicht nur das simple Ablegen von Dokumenten, wie es auch die Konkurrenz von Google (Drive), Box.net oder Microsoft (Skydrive) anbietet, sondern die Verknüpfung mit zahlreichen Apps, die den Dienst von seinen Nachfolgern klar unterscheidet.

Auf der ersten (eigenen) Entwicklerkonferenz (mit Mark Zuckerberg im Publikum) differenzierte sich der „Plattformanbieter“ erneut und ging zwei Schritte auf Richtung iCloud zu. Datastore ist angelehnt an Apples Core Data und zielt auf eine automatische Konfliktlösung abseits klassischer Dateien – beispielsweise synchronisierte Präferenzen, App-Einstellungen und Metadaten (ohne die gängigen Hacks, wie wir sie schon jetzt von TextExpander, Alfred und Co. kennen). Nicht ohne Grund stand das 1Password-Team, das bereits eine mehrjährige Geschichte mit dem Dienst verbindet, auf der Keynote-Bühne (dessen 50-Minuten-Mitschnitt online zum Anschauen steht).

Wie a) verlässlich, b) schnell und c) leicht zu implementieren die neuen Schnittstellen sind, die durchaus als Grätsche ins iCloud-Gebein verstanden werden dürfen, bleibt noch zu beantworten. Die Reputation, die sich Dropbox in den vergangenen Jahren erarbeitet hat, steht außer Frage. Für alles was nicht in die Kategorie Multimedia oder (Save-)Games fällt, räume ich Dropbox weiterhin ausgezeichnete Chancen unter iOS ein. Genau genommen muss man noch einen Schritt weiter gehen. Wer mehr als die Standard-Apple-Apps auf seinem Telefon oder iPad benutzt, profitiert in unzähligen Anwendungen von einem Dropbox-Konto – insbesondere betriebssystemübergreifend.

Dropbox and other services are a threat to Apple in that they ultimately devalue hardware and minimize switching costs; this is exactly why Apple won’t buy Dropbox (except to kill it), and will never build a fully comparable product.

Ben Thompson | stratēchery

Mobile Geräte standen auch im Fokus der zweiten Keynote-Ankündigung. Über die Drop-Ins ‚Chooser‚ und ‚Saver‚ bietet sich Dropbox als Download-Verzeichnis für Webdokumente an. Als Beispiel aus eigenem Haus steht ein Update der frisch erworbenen Mailbox-Anwendung bereit (kostenlos; universal; App-Store-Link), die E-Mail-Anhänge direkt aus dem Nutzerverzeichnis als Link bezieht und keine gigantischen PowerPoint-Präsentationen mehr einer elektronischen Mail anhängt.

Readlists, vor einem Jahr schon empfohlen, hat den neuen ‚Save to Dropbox‚-Dialog bereits in seinen Service übernommen. Zusammenkopierte URLs sichert die Readability-Tochter als ePub mit einem Klick auf der eigenen Dropbox (anstelle das Buch nur auf dem individuellen Gerät bereitzustellen).

IPhoneBlog de Readlists

Dropbox ist und bleibt einer von wenigen Realitätschecks mit denen sich iCloud (täglich) konfrontiert sieht.

(Erstes) Urteil im E-Book-Rechtsstreit gegen Apple

IPhoneBlog de Terry Pratchett

Die E-Book-Antitrust-Klage gegen Apple habe ich bislang (weitgehend) ausgeblendet. Zu Unrecht. Fünf Verlage als Spielball zwischen zwei konträren Verkaufsphilosophien (von Amazon und Apple), Preiseinblicke wie wenig der eigentliche Autor an seinem Werk verdient sowie unüberlegte Steve-Jobs-Zitate ziehen den Fall spannender auf als (von mir) ursprünglich angenommen.

Mit dem gefällten Urteil in dieser Woche (gegen das Apple bereits Berufung einlegte), ist jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Halbzeitbericht gekommen.

That’s one of the counterintuitive aspects of this situation. Yes, customers paid more — as noted, prices rose nearly 19 percent more per book overall after the agency model went into effect. But publishers earned less per book, with some predicting the overall drop in earnings would be as much as 17 percent.

Adam C. Engst | TidBITS

Under this strategy, publishers still made a profit on each book—Amazon was taking the loss, not them—but publishers still hated Amazon’s $9.99 price. They feared that once Amazon gained a stranglehold over the e-book market, it would force publishers to lower their wholesale prices. […] And if it got big enough, Amazon could do something even worse: It could replace publishers entirely, signing deals with authors that lowered book prices and gave writers a bigger cut on each book sold. (In fact, that’s exactly what Amazon does under its Kindle Direct program.)

Farhad Manjoo | Slate.com

The import of Jobs’s statement was obvious. On January 29, the General Counsel of S&S [Simon & Schuster] wrote to [Simon & Schuster CEO Carolyn] Reidy that she “cannot believe that Jobs made the statement” and considered it “[i]ncredibly stupid.”

Jon Brodkin | Ars Technica

Abgesägt: Infinity Blade: Dungeons

IPhoneBlog de Dungeons

„When the studio that was working on [Dungeons] was closed, the game was canceled. That’s really all I can say,“ Mustard said.

Justin Davis | IGN

Nachzuhören im Epic Games Podcast ab Minute 09:20. Damit hätte sich Infinity Blade: Dungeons einen Eintrag auf Unseen64.net verdient, einem Blog der Games dokumentiert, die nie erschienen.

Deus Ex: The Fall (+ Video)

Der Story von Ben Saxon aus Deus Ex: The Fall (5.99 €; universal; App-Store-Link) habe ich diesen kommentierten Teaser spendiert.

DirektDeusEx*

* Alle meine eigenen Videos gibt es auch als Podcast. Wer 20 Sekunden Zeit hat, darf dafür in iTunes gerne ein paar Sternchen lassen. Danke.

IFTTT bringt Web-Workflows aufs iPhone

IPhoneBlog de IFTTT

IFTTT (kostenlos; App-Store-Link) erreicht das iPhone ein paar Monate zu früh. Der 'Background App Refresh' in iOS 7 dürfte ab Herbst eine Möglichkeit bieten, die App-Aktivität über seine natürliche 10-Minuten-Grenze, die iOS erzwingt, zu strecken. Als 'Bugfix' nutzt IFTTT, ähnlich wie Dropbox für seinen Auto-Foto-Upload, die Ortungsdienste um sich selbst aufzuwecken (und nach ausstehenden Workflows zu schauen). Wer seine Position nicht verändert, muss die App für seine Tätigkeit, das Verknüpfen von unterschiedlichen (Web-)Diensten (neues Instagram-Foto -> Dropbox-Upload), manuell hochfahren.

Die iPhone-Software des populären Gratis-Service ist erst wenige App-Store-Minuten alt. Auf den ersten Blick gefällt mir die Einbindung der iOS-Systemanwendungen wie Fotos, Erinnerungen und Kontakte. Damit ist es nicht nur möglich sein bestehendes Konto mit Automatisierungen vom Telefon aus zu pflegen, sondern auch persönliche Daten in diese Abläufe einzuschleusen.

Federico Viticci schrieb seine Erfahrungen mit der Vorabversion auf MacStories.net ausführlich zusammen.

Retina-Pflicht

IPhoneBlog de 2x Mode

iPhone-Apps auf Nicht-Retina-iPads, namentlich das iPad 2 und das iPad mini, zoomt iOS 7 in Beta 3 automatisch ins Vollbild. iPhone-Apps laufen so nur noch in ihrer Retina-Auflösung (940 x 640 px), die seit dem ersten Mai verbindlich vorgeschrieben ist.

Damit fällt die Auswahl zwischen dem 1x- und 2x-Mode weg, bei dem die niedrige ‚480 x 320‘-Auflösung, bekannt vom iPhone 3GS und seinen Vorgängern, lediglich verdoppelt wurde. Das bedeutet: Nicht nur die Grafiken, sondern auch Schriften und Menüs, sehen auf dem iPad mini mit seinen 1024 x 768 Pixeln (‚Wen interessiert noch das iPad 2?‚) bestmöglich aus.

Auf Retina-iPads bleibt die Option der Zoomstufen zwischen 1x und 2x erhalten. iPhone-Apps laufen auf den neuen iPads mit Retina-Bildschirm ohnehin hochaufgelöst. Unnötig zu erwähnen, dass eine großgezogene iPhone-Software auf dem iPad von Apple nur als Übergangslösung angesehen ist.

Mit diesem Tweak, dem sich vor Jahren bereits die Jailbreak-Erweiterung RetinaPad von Ryan Petrich bediente, schaltet Apple exklusiv auf Retina-Qualität hoch.

Auflösungsunabhängig

IPhoneBlog de resolution independence

A disproportionate amount of what’s been written about iOS 7 since the reveal at WWDC has focused on relatively trivial details such as the aesthetic qualities of the new app icons. Almost no one has stepped back and looked at what the collection of changes mean when taken as a whole. Once you do that and consider TypeKit, UIKit Dynamics, the new gestures, the continual pushing of auto layout and the wholesale removal of ornamentation the clues become too obvious to ignore. It was inevitable that Apple was going to have to move iOS towards resolution independence but I think it’s now pretty clear how they’re going to do it too.

iOS 7 is a huge step towards resolution independence

James Russell stellt auch lesenswerte Analogien auf.