(M)Ein iPad-Workflow für Rechnungen

Drei Tage re:publica; drei Tage (nur) mit iPad. Anstelle des MacBooks erhielt die längere Batterielaufzeit und die direkte Mobilfunkanbindung den Vorzug für die Berlin-Konferenz.

Die erste (ungeplante) Aufgabe, abseits von meinem eingespielten Workflow fürs ‚Schreiben ins Internet‚ vom Touch-Gerät, betraf eine Rechnung, auf der lediglich ein Datum zu korrigieren war. Das Pages-Dokument, am Mac erstellt und als PDF an den Kunden verschickt, hatte ich (natürlich) nicht auf dem iPad dabei. Hier half das Online-Backup von CrashPlan, das über seine iOS-App (kostenlos; Link) den Zugriff auf dieses archivierte Dokument gab – ohne ‚Back to my Mac‘; ohne Dropbox. Auch Konkurrent Backblaze hat seit Kürze eine solche Software (fürs iPhone) im Programm (kostenlos; App-Store-Link).

Der Dateizugriff ins Backup ist nicht vergleichbar mit der Arbeit auf einer (Online-)Festplatte, hilft aber in Situationen in denen man sich nur schnell Dokument XY ziehen möchte.

Aus CrashPlan heraus lässt sich das gesuchte Dokument "Öffnen mit…": Pages (8.99 €; universal; App-Store-Link). Dort lassen sich Layout-Änderungen und Text-Korrekturen vornehmen1 und die Datei anschließend als PDF verschicken oder erneut an eine andere App weiterreichen2.

In meinen Fall schleuse ich die finale Fassung noch einmal durch PDF Expert (8.99 €; universal; App-Store-Link) um den Dateinamen des Dokuments vor dem digitalen Versand zu ändern. Pages kann das zwar auch, gegenüber meiner internen Namensgebung benenne ich ein PDF an Kunden in der Regel aber noch einmal um.

Mail bleibt ein Problem. Dateien lassen sich nicht separat anhängen sondern nur aus der verwendeten Software heraus in den E-Mailverkehr einschleusen. Eine direkte Antwort, ohne ‚Copy & Paste‘-Krämpfe, sind deshalb unter iOS 6 nicht möglich – ein Manko für den Kommunikationszusammenhang.

Um direkt an ein vorheriges Mail-Gespräch anzuschließen, verläuft mein Umweg aus diesem Grund über die Dropbox auf der das PDF liegt und als (Download-)Link verschickt wird.


  1. Ein Template für oft verwendete Standardbriefe oder die besagte Rechnungsvorlage, auf denen lediglich der Betrag, die Beschreibung und der Adressat ausgetauscht werden, ist auf iCloud ohnehin keine schlechte Idee.
  2. Niemand ist frustriert; niemand wartet auf Office.

Für 70% mehr Akku: das Mophie Helium (+ Video)

Auch AnandTech fällt ein positives Fazit über das Batteriepack Helium der Firma Mophie (Affiliate-Link). Folgendes Detail aus ihrem Artikel war mir nicht bekannt.

Mophie recommends turning on the Helium at around 20 percent battery on the iPhone 5 and then off at around 80 percent. This is ideal advice, as it closely matches the iPhone 5’s charge curve.

Brian Klug / AnandTech

Meine US-Bestellung traf Mitte Februar ein und hat seine Dienste bislang zuverlässig erfüllt. Auch mit angelegtem Schutzpanzer bleibt das iPhone 5 hosentaschentauglich. Insbesondere dort fällt jedoch auf, dass sich beim Aufladen eine spürbare (aber nicht unangenehme) Gehäusewärme entwickelt.

Apropos aufladen: Das iPhone 5 muss nicht aus dem Akkupack entnommen werden wenn man das Mophie über Micro-USB mit Strom versorgt. Ohne Umstand laden so beide Geräte gleichzeitig.

Für ein paar mehr Eindrücke des 70-Euro-Accessoires, abseits des oben verlinkten Reviews, habe ich es kurzerhand vor eine Kamera geworfen.

DirektHelium1


  1. Alle selbstproduzierten Videos gibt es auch im iTunes-Podcast-Verzeichnis, das ihr unbedingt abonnieren solltet.

Facebook kappt den ‚Meine-Freunde-suchen‘-Zugang für Path

IPhoneBlog de Path Facebook

Facebook tells me Path can still use Facebook as a login option and share posts to Facebook. However, its “Find Friends” access has been shut off […]. Facebook didn’t say exactly why Path lost access. […] We’ve reached out to Path for its side of the story.

Josh Constine + Mike Butcher / TechCrunch

TechCrunch spekuliert das die beschränkte API-Anbindung seines Konkurrenten mit den Spam-Anschuldigen der letzten Woche in Verbindung steht.

Erst einen Tag zuvor vermeldete das als Facebook-Gegenentwurf angetretene Freundesnetzwerk von Dave Morin seine 10 Millionste Anmeldung. Wiederum drei Monate zuvor, im Februar 2013, verhängte die US-Handelsbehörde FTC eine Strafe in Höhe von 800.000 US-Dollar als Konsequenz der letztjährigen Aufregung um den Adressbuch-Upload.

Rückblickend strich hier ein Anbieter die Prügel für eine gängige Praxis diverse iOS-Apps ein, und leitete eine grundlegende App-Store-Regeländerung ein.

Minecraft verkauft 10 Millionen ‚Pocket Editions‘

First, we are very happy to announce that Minecraft – Pocket Edition has sold more than 10 million copies as of yesterday.

Mojang

Die iOS-Version steht seit November 2011 für 5.99 Euro im App Store (Link) und erfuhr bislang noch keine einzige Preissenkung.

Abzüglich Apples 30-Prozent bleibt ein stolzer Betrag von 42 Millionen, der sich im gesamten (letzten) Mojang-Jahresumsatz von 240 Millionen US-Dollar nicht verstecken muss.

Ich habe die ‚Markus Notch Persson‚-Kreation nie lange gespielt, die Dokumentation über ihn, sein Spiel und das Popkultur-Phänomen trotzdem sehr genossen.

DirektTheStoryofMojang

Acorn 4 filetiert Screenshots

Seit zwei Jahren schrumpfe ich jeden Screenshot und jedes Foto für dieses Blog mit Acorn auf die passende Pixelbreite (PNGs schleuse ich vor dem Upload dann nur noch durch ImageOptim). Gestern erschien Version 4 der Bildbearbeitungssoftware von Gus Mueller (~24 im Web und 27 € im Mac App Store), die eine bunte Bandbreite an Features mitbringt, die ich nicht verstehe.

Recht unmissverständlich ist jedoch das neue Screenshot-Funktion, die das komplette Mac-Display abfotografiert und die einzelnen Bildelemente in unabhängige Ebenen zerschneidet. Man klickt sich danach einfach zusammen welches Fenster, welches Icon aus der Menüzeile oder welche App in der finalen Komposition verbleiben sollen. In meinen Fall ist es die Anwendung Reflector, die einen über AirPlay gespiegelten iOS-Bildschirm – im passenden iPhone- und iPad-Frame – festhält.

IPhoneBlog de Acorn Reflector

Das ist manchmal nur eine (visuelle) Spielerei, vermittelt zuweilen aber auch einen guten (Erst-)Eindruck über die Anordnung der Software-Elemente auf den verschiedenen Screen-Größen.

Ohnehin benötigen iOS-Entwickler im Prozess der App-Entwicklung ein Photoshop ähnliches Programm. Schon deshalb weil Apple eine Vorliebe für App-Store-Screenshots ohne Statusleiste hat.

For best results, do not include the iPhone or iPad status bar in your screenshots, and follow the requirements given below. Those dimensions allow you to remove the iOS status bar from screenshots so that you can showcase only the active app area, without distractions.

iTunes Connect Developer Guide

Für meine (simplen) Bedürfnisse passt Acorn nicht nur weil der Preis überschaubar bleibt sondern weil es ein Bildbearbeitungsprogramm schafft, komplexe und anspruchsvolle Funktionen in einem aufgeräumten Design unterzubringen.

Glaubt ihr nicht? Dann testet die neue 'Flying Meat'-App doch einfach für 14 Tage.

50.000.000.000

IPhoneBlog de 50 Milliarden

Vor 14 Monaten stand der Zähler nur auf 25 Milliarden. Die Download-Marke von 40 Milliarden (wie gewohnt ohne Re-Downloads und Updates) wurde erst in diesem Januar übersprungen.

Im App Store veranstaltet Apple zum runden Jubiläum erneut ein kleines Gewinnspiel (Link).

Automatic Link: Fahrzeugdiagnose über Bluetooth

Wade Roush filmte für Xconomy eine der ersten öffentlichen Testfahrten mit dem Automatic Link, einem Bluetooth-Stecker zum Auslesen von Fahrzeugdiagnosedaten, den US-Vorbesteller noch diesen Monat erhalten (sollen).

DirektAutomatic

Der ‚Link‘ ist ein OBD2-Dongle, der im Schulterschluss mit einer iPhone-App zum ökonomischen Fahrverhalten anregt. Ein Beschleunigungssensor meldet sich besserwisserisch bei scharfem Abbremsen oder zu schnellem Anfahren. Außerdem verspricht das 70-Dollar-Produkt Fehlermeldungen der Lichtmaschine in eine verständliche Sprache zu übersetzen. Standortinfos („Dude, Where’s My Car?“) und (Preis-)Angaben über die nächste Tankstelle sind nette Extras.

Wie eingeschränkt der Feature-Umfang außerhalb von Nordamerika derzeit tatsächlich ausfällt („Automatic uses many US-only data services like gas station locations and prices, 911 call center locations, and road data„), klärt sich bestimmt zeitnah. Auch ich habe eine Vorbestellung aufgegeben.

On-Board-Diagnose-Systeme sind beileibe nicht neu. Der Unterschied zu bisherigen Lösungen, betagte Autos ein bisschen näher an unseren vernetzten Alltag zu führen, ist die Kombination von Bluetooth 4.0 mit einer nachvollziehbaren (und hübschen) Datenaufbereitung, an der sich nicht nur absolute Enthusiasten ergötzen (können).

Into Pixelness: Star Command

Star Command (2.69 €; universal; App-Store-Link) ist alles andere als perfekt. Trotzdem habe ich ohne mit der Augenbraue zu zucken am gestrigen Mittwochabend 70-Prozent des iPad-4-Akkus im pixeligen Indie-Traum versenkt. Und ich sage euch auch warum.

IPhoneBlog de Star Command b

Die bereits mehrfach verlinkte Vorgeschichte braucht an dieser Stelle keine erneute Erwähnung – auch der Teaser und der Trailer sind hinlänglich bekannt. Zu den Grundbausteinen des eigentlichen Spiels bedarf es jedoch ein paar Worte. Insbesondere weil das Game eigene einleitende Sätze zum Wie, Was und Wo (komplett) überspringt – bis zum dritten Space-Gefecht wusste ich nicht wie meine Mannschaft sich über den gekachelten Enterprise-Fußboden bewegt.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht immer ein Angriff, beziehungsweise die Verteidigung eurer Raumkapsel. Dabei belagert eure Truppe kleine Kanonenzimmer. Die Trefferquote wird durch niedliche Geschicklichkeitsspiele, beispielsweise über choreographierte 'Guitar Hero'-Fingerschnipser, ausgewürfelt. Sobald die ersten Laserkanonen eine brennende Schneise durch euren Koridor geschlagen haben und sich Bodentruppen aus kunterbunten Alienrassen auf eure Enterprise beamen, beginnt das Leben am Limit.

Und das ist keine abgedroschene Phrase. Star Command ist Katastrophenfilm pur. Explodierende Triebwerke bäumen sich zu Feuerwänden empor; ein zerstörtes Raumkreuzer-Heck saugt die Crew in eine tötliche Schwerelosigkeit. Eure Herzfrequenz leidet obendrein unter der angeheuerten Truppe, die ohne explizite Anweisung keinen Finger rührt – egal ob Regenerationsräume einstürzen oder der Captain auf der Brücke unter Beschuss steht. Glaubt nicht, dass einer eurer Rothemden auf der anderen Seite der Tür auch nur darüber nachdenkt einzugreifen.

Euer Personal wechselt zwischen drei Jobs: Ingenieure reparieren, Wissenschaftler heilen und der Rest schnappt sich eine Laser-Knarre.

Das Mikromanagement treibt euch die Weißglut unter die Fingerspitzen; der knackige Schwierigkeitsgrad macht es nicht besser. Wenn ihr nach einem Gefecht zurück in den Heimathafen der Erde schippert und nur fünf von insgesamt sechs Räumen in einem lodernden Flammenmeer stehen, reißt ihr die Hände in die Luft und brüllt das iPad1 mit ‚Live long and prosper‘ an.

IPhoneBlog de Star Command a

Als Währung dienen Token, die Räumen bauen, diese aufleveln und eure verstorbenen Teammitglieder durch neue Köpfe ersetzen – eine sparsame (und überlegte) Verwendung wird empfohlen. Verfolgt ihr nämlich das lineare Missions-Design, übertreffen eure Ausgaben recht flott die Siegesprämie. In guter alter Raufbold-Manier wandert ihr also zurück zu Kämpfen, die bereits gewonnen wurden (Wo sind die In-App-Käufe wenn man sie mal wirklich braucht?). Obwohl die Story witzige Nuancen enthält, fehlt ein erzählerischer Zusammenhang.

Star Command ist kein Strategiespiel sondern Krisenmanagement mit Herzrasen. Zwischen Feuersbrünsten und Laserstrahlen ist Übersicht gefragt, aber oft nicht geboten. Die Steuerung bleibt präzise auch wenn ihr euch bei der schwierigen Verteidigung eures Raumkreuzers konstant in die Finger beißt. Dieser Weltraumspaziergang ist seinen Adrenalinstoß allerdings wert.


  1. Mehr Bildschirmplatz schafft bessere Chancen genau den bestimmten Pixel zu treffen, auf den ihr euren X-COM-Soldaten auch platzieren wollt. Das Spiel auf dem iPad 4 verabschiedete sich im Gegensatz zur iPhone-Version, die ich allerdings nur kürzer ausprobiert habe, mehrmals. Es ist daher keine schlechte Idee, nach jedem Gefecht manuell den Spielstand zu sichern.