SketchBook-Zeichnungen im Zeitraffer mitschneiden

DirektSketchBook

Von Leuten, die mit SketchBook Pro (2.69 €; App-Store-Link) Dinge anstellen, bleibe ich fasziniert. Update 2.8 bringt eine ‚Time-lapse‚-Aufzeichnungsfunktion um die Entstehung der digitalen Kunstwerke im Video festzuhalten.

iPad-TV-Ad: ‚Hollywood‘

DirektHollywood

Ich kann mich mit dem Stil der aktuellen iPad-Ads, die in der letzten Woche starteten, nicht anfreunden. Man muss den 30-Sekunden-Spots jedoch anrechnen, gewöhnliche tatsächlich erhältliche Anwendungen (iMovie, Pinterest, Instant: The Polaroid Instant Photos for iPad, 8mm for iPad, MovieSlate und Action Movie FX*) in ein reklamefähiges Format zu wickeln. Für andere Tablets scheint genau das im Moment unmöglich.

* Affiliate-Links

Google Play und iOS überrennen Nintendo und Sony

IPhoneBlog de AppAnnie IDC Games

A key takeaway from the report is that combined consumer spending on iOS App Store and Google Play games eclipsed that of dedicated handheld games in Q4.

Selbst wenn man berücksichtigt, dass das Weihnachtsgeschäft überproportional verkaufsstark für den DS wie auch die Vita ausfallen, und Werbeumsätze hier explizit ausgeklammert wurden, ist das Ergebnis keine Überraschung.

Die ersten 10 Ausgaben sind raus. ‚The Magazine‘ ist ein profitables Geschäft.

IPhoneBlog de The Magazine

Last fall, Marco Arment launched a general interest magazine. It’s called, aptly enough, The Magazine. Writers are paid $800 per article. […] He has 25,000 subscribers who pay $1.99 a month.

The Magazin, als reine iPhone- und iPad-App (Link), ist gerade einmal vier Monate alt. Die New York Times verdient durch (640.000) Online-Abos nach nur zwei Jahren erstmals mehr Geld von ihren Lesern als von Werbekunden.

Gleichzeitig sortiert die New York Times Company aus und stellt The Boston Globe, dass sind die mit der hübschen Webseite und der Paywall, zum Verkauf. Und Ziff Davis schießt nach der Übernahme von IGN.com die Tochterpublikationen 1Up, UGO und GameSpy ab.

Alles irgendwie unvorstellbar, vor fünf Jahren.

Das Bargeld-Budget im Blick: Next – Expense Tracking

MoneyBook (2.69 €; App-Store-Link) und ListBook (1.79 €; universal; App-Store-Link) gefallen mir aufgrund ihrem schlichten Layout bereits ausgesprochen gut. Next – Expense Tracking (1.79 €; App-Store-Link), das neuste iPhone-Projekt von noidentity, versetzt dem (für mich anstrengenden) Thema ‚Ausgabenerfassung‘ einen neuen Streifschuss. Die App ist interessant weil sie auf zeitraubende Firlefanz-Einstellungen verzichtet.

IPhoneBlog Next Expense Tracking

Next kommt mit nur drei iOS-Seiten für die kleine Hausbuchhaltung aus. Ein Screen widmet sich der Erfassung von finanziellen Ausgaben – bevorzugt unterwegs. Abgefragt wird lediglich die Kategorie und der Preis in den ein Kauf fällt. Bildschirm zwei und drei werfen eine Tagesanalyse sowie Langzeitübersicht, gestaffelt nach Woche, Monat und Jahr, aus. Die Rubriken, in denen Kosten erfasst werden, lassen sich sortieren aber nicht eigenständig benennen.

Was ich mag: Die App traut mir zu, dass ich eine Ausgabe der passenden Kostenstelle (Kleidung, Lebensmittel, Busticket, etc.) zuordnen kann und mich nicht bei jeden Kaugummi-Kauf an der Tankstelle damit belästigt, eine komplexe Informationsakte anzulegen. Ob’s ein Kaffee oder ein Croissant war, das später in der Abrechnung mit 2 Euro aufschlägt, ist egal. Wichtig ist (mir) ein (Rubrik-)Überblick der Ausgaben für solche Kleinigkeiten.

Grundsätzlich zahle ich überall mit Kreditkarte (und sichere mir so die Online-Belege). Wo aber (Mini-)Bargeldbeträge abbleiben, überblicke ich nie. Genau hier kommt Next zum Einsatz. Als Mini-Ausgabenkontrolle in einer sehr spezifischen Nische im großen Thema Buchhaltung.

Mit Charme und schwarzem Humor: ‚Hell Yeah! Pocket Inferno‘

IPhoneBlog Hell Yeah

Screenshot-Support: PlaceIt by Breezi

Hell Yeah! Pocket Inferno (0.89 €; universal; App-Store-Link) ist die ‚Happy Tree Friends‚-Edition von Jetpack Joyride. Leider beißt hier nicht ‚Der Zorn des toten Karnickels‚ (ein hochgelobte Action-Plattformer für XBLA und PSN) – trotzdem verbleibt genug bekloppter Humor und kniffeliges ‚Run and gun‚-Gameplay für ein paar unterhaltsame Stunden (-> Trailer).

Die Zutaten für das Genre sind hinlänglich bekannt: In einer Side-Scrolling-Flugstunde von links an rechts greift ihr mit zwei Fingern ins Rennen ein. Ein Fingerzeig auf die linke Bildschirmhälfte schubst euren Flugrucksack leicht in die Höhe; die Finger der rechten Hand feuern mit der Bordkanone. Drei unterschiedliche Levelziele sind in 50 kurzweiligen Welten zu erreichen. Bei einer einzelnen Gegnerberührung schärft ihr den Tunnelblick wieder ganz von vorne.

Hell Yeah! bringt iOS als Spiele-Plattform keinen Schritt voran sondern pikst lediglich bekannte App-Store-Nerven. Das funktioniert (und läuft technisch einwandfrei), vermisst aber jede Gameplay-Beziehung zum Höllentrip von den Konsolen. ‚Pocket Inferno‚ ist exakt das, was ‚Rayman Jungle Run‚ für die Jump-n-Run-Serie von Ubisoft ist.

Verkaufsargument Simlock: Telekom verzichtet beim iPhone 5 auf die Netzsperre

IPhoneBlog de Simlock Telekom

Die Telekom verkauft ab heute alle iPhone-5-Vertragsgeräte sim- und netlockfrei; alle Bestandsgeräte verbleiben mit Netzsperre. Das interne Infosystem des Mobilfunkanbieters teilte seinen Vertriebspartnern diese Information am gestrigen Mittwoch mit.

iPhone 5 Geräte, die ab 21. Februar 2013 über iTunes aktiviert werden, verfügen nicht mehr über einen SIMLock. Das gilt auch für Ihre Bestandsware, da das Datum der Aktivierung in iTunes relevant ist. Ab sofort können Sie Ihren Kunden ein Gerät ohne SIMLock anbieten. Nutzen Sie diese Argumentation und die Chance weiteren Absatz zu generieren.

(Vielen Dank an alle Zuschriften!)

Der Schachzug für ‚weiteren Absatz‚ ist aus dem letzten Jahr bekannt. Im Juli 2012 hob die Telekom die Netzsperre für das iPhone 4S auf und führte sie zum iPhone-5-Verkaufsstart wieder ein.

Vodafone will nach Informationen von Teltarif.de nicht nachziehen.

Die Netatmo ‚Urban Weather Station‘ (+ Video)

Der ‚Urban Weather Station‚ von Netatmo mangelt es nicht an Kaufargumenten. Eine Zielgruppe für die persönliche Wetterstation zu finden ist jedoch schwierig, weil man hier auch für Komfort und Design bezahlt. Qualitäten, die in ‚Geiz ist geil‚-Zeiten oft übersehen werden.

DAS Feature der zwei batteriebetriebenen Aluminiumröhren (die Innenstation lässt sich auch über Micro-USB-Strom betreiben), ist die iOS-App (kostenlos; universal; App-Store-Link). Während jede andere Wettersoftware für externe Temperaturstationen dem letzten Jahrtausend entsprungen scheint, schafft es Netatmo seine Messwerte wie Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Lautstärke, Temperatur und CO2-Qualität übersichtlich und verständlich aufzubereiten. Über ein Benutzerkonto sind alle 5-Minuten-Updates – so oft werden automatisch Ergebnisse aufgezeichnet – weltweit einsehbar. Ja, ich kann den Lärmpegel in meiner Helsinki-Wohnung aus dem Südsee-Urlaub abrufen.

Das eigene WiFi-Netzwerk (802.11b/g/n) lernen die zwei Stationen, eine für Innen, eine für Außen, über eine kinderleichte USB-Ersteinrichtung am Desktop. Anschließend lassen sich alle Einstellungen (Einheiten, Stationsnamen), jede Akkustandsanzeige und erweiterte Konfiguration (CO2-Kalibrierung, Geo-Ortung, Push-Benachrichtigungen) von einem iPhone oder iPad vornehmen. Einzig und allein für den Datenexport der Messwerte in Form einer CSV/XLS-Datei muss man über den Browser gehen.

Auch Freigaben, um der Familie und Freunden einen Zugriff auf die eigenen Wetterverhältnisse zu geben, verwaltet die iOS-Software. Ebenso listet das Programm auf, welchen Drittanbieteranwendungen es erlaubt ist, die Schnittstelle zu den Hausgeräten aufzubauen.

DIE App ist das Feature dieser persönlichen Wetterstation.

DirektNetatmo*

Soviel zum Thema Komfort. Doch wo liegen die Schwierigkeiten? Die ‚Urban Weather Station‚ kämpft an drei Fronten:

  • Im App Store existieren unzählige Wetter-Anwendungen, die ohne Hardware auskommen und nur ein paar Euro kosten. Apps wie Today Weather (2.69 €; universal; App-Store-Link) decken den Bedarf an Wetterwissen der meisten Interessenten und fragen obendrein weltweit Werte ab.
  • Vernünftige Temperaturstationen, mit eigenem Display und Außenfühlern, sind schon für 50 Euro zu haben. Wer auf die Lärmmessungen und Push-Benachrichtigungen für die nächste Raumlüftung verzichten kann, und hässliche Plastik-Kästen erträgt, misst sein lokales Wetter genauso.
  • Und dann sind da noch die Wetter-Enthusiast, die sich Kombi-Instrumente mit Regenmessbehältern und Windmessern in den Vorgarten stellen. Diese Zielgruppe hat sicherlich kein Problem mit der Netatmo-Preismarke, aber bestimmt mit der für Endanwender ausgelegten Bedienung.

Die von mir sorgsam aufgezogene Argumentation lässt sich allerdings auch (ganz einfach) auf den Kopf stellen. Eventuell besetzt die Netatmo für 170 Euro (Affiliate-Link) exakt eine Produktnische, die bislang komplett vernachlässigt wurde – irgendwo zwischen ‚Pro‘ und ‚Billig‘.

Klar ist, egal ob man preislich nach unten oder oben schaut: Die ‚Urban Weather Station‚ steckt mit seiner App, den nachvollziehbar aufbereiteten Messwerten und der intuitiven Bedienung (siehe ausführliche Hilfe innerhalb der App) seine Mitbewerber in die Tasche und begeistert selbst mich, einen ausgesprochenen Wettermuffel.

* Alle iPhoneBlog-Videos, garantiert frei von Erklärbär- und Unboxing-Spuren, gibt es auch als iTunes-Podcast.