Amazon-Chef Jeff Bezos: „Patentkämpfe sind ungesund“

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Mit ‚The Patent, Used as a Sword‚ warfen Charles Duhigg und Steve Lohr in der vergangenen Woche einen umfassenden Blick auf aktuelle (Software-)Patentkämpfe. Der lesenswerte NYTimes-Artikel glänzt jedoch erst mit der notwendigen Korrektur von Ian Betteridge, der die angedeuteten (Finanz-)Dimensionen zurechtrückt.

Read the NYT piece, and you would think that the technology market has shifted from being about research and development of new products to being about acquisition of patents. Given that this is based on a single year, when some very big patent portfolios came on the market in one-off deals that aren’t likely to be repeated in the future, that’s a long way from the truth.

Heute ruft Amazon-Chef Jeff Bezos nach mehr staatlicher Regulierung, wohlwissend, dass auch ihn die juristischen Grabenkämpfe im Smartphone- und Tablet-Markt eher früher als später treffen.

Patents are supposed to encourage innovation and we’re starting to be in a world where they might start to stifle innovation. Governments may need to look at the patent system and see if those laws need to be modified because I don’t think some of these battles are healthy for society. I love technology, I love invention, I like rapid change, and really it’s the golden age of wireless devices and mobile devices.

Natürlich hat er Recht, wie schon 2011, im Gespräch mit Steven Levy.

Bezos: For many years, I have thought that software patents should either be eliminated or dramatically shortened. It’s impossible to measure the toll they’ve had on the software industry, but on balance, it has been negative.

Levy: But without software patents, you wouldn’t have exclusive rights to 1-Click shopping.

Bezos: If that were the price of having a dramatic reduction in software patents, it would be great.

[update] Microsofts ‚Stomp‘-Surface-Ad

DirektSurfaceMovement

Zusammen mit Windows 8 erscheint in zehn Tagen Microsofts (vielversprechendes) Surface – (s)ein Verkaufspreis bleibt geheim.

Update: Nun also doch der Preis. Microsoft verlangt 500 US-Dollar für sein Surface mit Windows RT aber ohne ‚Touch Cover‘. Das WSJ berichtet von drei bis fünf Millionen bestellten Geräten fürs Weihnachtsgeschäft.

IPhoneBlog de Surface Windows RT 1

Alarmstufe Rot: 13 kommentierte ‚Star Command‘-Minuten

DirektStarCommand

Nach dem (zweiten) Kickstarter-Durchmarsch und diesem Teaser-Augenschmaus konnte ich mich noch zurückhalten; der heute veröffentlichten 13-Minuten-Vorschau mit Entwickler-Kommentar war ein Blogpost dann aber doch nicht mehr abzusprechen.

War Balloon Games setzt mit Star Command, hoffentlich noch dieses Jahr, zum weltrekordverdächtigen Weltraumsprung auf iPhone (5) und iPad (3) an.

3970 Nutzer wählen die langweiligsten Top-20-Apps

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Der ‚App Monitor Deutschland‚ ist die „umfassendste Reichweiten-Messung“ von Software für Smartphones sowie Tablets mit iOS- und Android-Betriebssystem „im deutschen Markt„, der die mit weitem Abstand deprimierendsten uninspiriertesten traurigsten Top-20-Charts hervorbringt.

FBI warnt vor Android-Malware

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The IC3 has been made aware of various malware attacking Android operating systems for mobile devices. Some of the latest known versions of this type of malware are Loozfon and FinFisher. Loozfon is an information-stealing piece of malware. […] FinFisher is a spyware capable of taking over the components of a mobile device. When installed the mobile device can be remotely controlled and monitored no matter where the Target is located.

Im Gegensatz dazu warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) noch nie explizit vor (irgendeiner) Android-Schadsoftware, veröffentlichte aber bereits zwei medienwirksame Pressemitteilungen über iOS-Schwachstellen (04.08.2010 / 06.07.2011).

Notenwechsel: Microsoft lässt ‚Xbox Music‘ anklingen

DirektMusic

Microsofts neues Musik-Streaming heißt ‚Xbox Music‚ und folgt damit (interessanterweise) nicht dem ‚Windows-(Phone)‘-Brand. Die eindeutige Entertainment-Richtung klingt logisch, bedient als iTunes– und Spotify-Konkurrent jedoch auch alle anderen Plattformen, inklusive die seiner Mitbewerber.

But the biggest story to me is that Xbox Music will embrace Android and iOS. Jerry Johnson, general manager of Xbox Music, wasn’t able to tell me exactly when the apps for those two platforms are going to come out, but the sense that I took away from the briefing was that his team is working on making it happen sooner rather than later.

Janko Roettgers

Der ‚Xbox Music Pass‚ reiht sich preislich in die Angebote von Rdio oder Spotify ein. Das werbefinanzierte Streaming ist (nach einem halben Jahr) auf 10 Stunden pro Monat limitiert. Außerdem ist eine Xbox LIVE Gold-Mitgliedschaft erforderlich. Für monatlich 10-US-Dollar wird das Paket mobil und empfängt den ‚mit iTunes vergleichbaren Musikkatalog‘ auch auf Tablets und Windows Phone 8.

Mittlerweile bietet nur noch Apple keine Musik-Flatrate an, obwohl darüber seit Jahren verhandelt wird. Geschadet hat Apple der ausstehende Deal bislang nicht. Der Umsatz aus Musik-Verkäufen ist in Cupertino-Dimensionen vergleichsweise klein und Musik-Streaming-Drittanbieter lieferten mit ihren App-Store-Apps die besten Kaufargumente für iPhone und iPad.

Technisch liegen jedoch bereits alle Puzzleteile in Position – spätestens seit iTunes in der Cloud. iTunes Match zeigt als Add-on eine Übereinkunft mit den Musikindustrie, die bislang von niemandem überboten wurde.* Eine ähnliche ‚Scan & Match‘-Funktion plant Microsoft erst im nächsten Jahr.

Mit Blick auf Apple lautet die spannende Frage deshalb nicht ob ein Musik-Abo kommt, sondern wie die Konditionen dafür aussehen, da die Streaming-Bedingungen derzeit bei allen Mitspielern identisch ausfallen.

* Update: Amazon bietet mittlerweile ein vergleichbares Produkt an.

Über den Aufstieg und Untergang von Hipstamatic

IPhoneBlog de Hipstamatic

What we did was build a Ferrari and we didn’t know how to drive stick. So we had this awesome machine that wasn’t able to perform like it should.

„I think we totally got caught up in the San Francisco bubble. If you don’t leave enough, you forget that not everyone has an iPhone, and not everyone reads TechCrunch. The rest of the world doesn’t care about that stuff.“

Oder wie Instagram, Camera+ und eine desolate Firmenführung eines der ersten großen iPhone-Start-ups aus den App-Store-Wolken knipste.

‚Pinbook‘ für Pinboard.in

Ich werde nicht müde, den Lesezeichendienst Pinboard.in zu empfehlen. Insbesondere die Volltextsuche durch das eigene Archiv, die das optionale 25-Dollar-Jahresabo rechtfertigt, sticht jede andere Suchmaschine aus.

When you upgrade to an archival account, Pinboard will crawl and save a copy of every bookmark in your account. This copy will persist even if the original server goes down. Archiving also turns on full-text search for your account. You’ll be able to search any HTML, PDF or text document by content.

Pinboard-Support existiert mittlerweile in diversen iOS-Programmen – von Reeder bis Tweetbot. Alleinstehende Apps, die Zugriff auf den Bookmark-Dienst geben, sind weitaus weniger populär. Neben Delibar verwendete ich zuletzt Launch Center Pro, dem sich eine entsprechende ‘Action‘ für die Suche unterschieben lässt – die offiziellen Bookmarklets sind natürlich nicht zu vergessen.

IPhoneBlog de Pinbook Pinboard

Seit gestern existiert außerdem ‚Pinbook for Pinboard‚ (3.99 €; App-Store-Link) von Collin Donnell, das eine schnelle Live-Suche nach Titel, Schlagwort oder Notiz anbietet. Die gelobte Volltextsuche findet sich dort jedoch nicht. Auch bereits existierende Einträge lassen sich nicht nachbearbeiten. Obendrein heftet Version 1.0 ein schöner Bug an, der beim Programmstart eine URL in der Zwischenablage zwar erkennt, diese aber nicht abspeichert. Ein kleines Update sollte den Fehler zügig ausmerzen.

Ungeachtet aller Kritik ist Pinbook eine Empfehlung für Pinboard-Nutzer. Der Sync und die Suche schüttelt die Software äußerst flott aus dem Handgelenk. Zudem löst die Anwendung mein Dilemma der ‚Read Later‘-Konfiguration in Tweetbot, die nur von einer App besetzt werden kann. Instapaper genießt dort das Hausrecht. Nicht selten will ein Link jedoch direkt ins Pinboard-Archiv – Pinbook macht dies trotz App-Wechsel ruck-zuck möglich.