Dan Miller’s Tipps im Umgang mit der iPad-Bildschirmtastatur enthalten keine geheimen Shortcuts, die ich hier nicht schon einmal im Blog hatte. Die kompakte 2-Minuten-Übersicht gefällt mir jedoch sehr.
Ergänzen würde ich spontan:
Wer zwei Finger zeitgleich auf einem einzelnen Buchstaben unterbringt, fügt diesen doppelt ein.
Oft übersehen: Neben ‚Widerrufen‘ existiert auch ‚Wiederholen‘ (Undo/Redo).
Einen ganzen Textabsatz markiert ihr durch einen schnellen Vierfach-Tab.
‚Swipe-to-Abdock‘ – die geteilte Tastatur muss nicht gezogen werden sondern springt auch über eine Wischgeste auseinander.
Gameloft bewirbt bewährte Shooter-Kost selbstbewusst. Auchdiesmal zu Recht, wie sich herausstellt: N.O.V.A. 3 (5.49€; universal; App Store-Link) ballert euch die Polygone aus der Krone. Wetter-Effekte, Texturen und Lens-Flare-Lichter sehen beeindruckend aus. Gameplay, Story und ein vorgegebener Trampelpfad für eure Shoot’em-up-Action bieten nichts revolutionäres, fallen aber auch nicht störend auf.
Das lässt sich leider nicht von einigen Bugs behaupten, die dieser 1.0 einen faden Beigeschmack unterjubeln. In der ersten Tiefgarage im Spiel bin ich beispielsweise wiederholt in eine Cut-Sequenz gelaufen, in der mein SciFi-Soldat zwar seine Waffe im Anschlag trug, aber kein Ziel erfassen konnte. Nach frustrierenden 30 Minuten und einer erschreckend hohen Todesrate konnte ich die Stelle ‚umlaufen‘ und mich zum nächsten Speicherpunkt retten.
Außerdem ruckelt die (Full-Screen-)AirPlay-Bildschirmausgabe an einem neuen AppleTV heftig und die 4S-Ladezeiten gönnen sich zu lange Gedankenpausen.
Wie im Video erzählt: Das ist alles kein Beinbruch und dürfte mit einem Update zu beheben sein. Zu wünschen wäre es, weil N.O.V.A. 3 zweifellos auf Augenhöhe der App-Store-Champions-League spielt – den hervorragenden Multiplayer-Modus noch nicht einmal berücksichtigt!
* Alle selbstproduzierten Videos gibt’s auch als iTunes-Podcast, den ihr über eine kurze Bewertung weiterempfehlen könnt. Danke!
‚Jacques the Astronut‚, springender Kosmonaut aus der Iconfactory, versprühte mit seinem simplen Spielprinzip bereits 2010 ordentlich Anziehungskraft Charme beim Weltraumausflug. Jetzt schwebt er aufs iPad (1.59€; App Store-Link) und springt dort wahlweise auch mit der Hilfe von einem iPhone als Joypad (kostenlos; App Store-Link) von Planet zu Planet.
Ignorieren wir das Netzwerk-Setup für den Moment, stellt sich mir die Frage: Warum gibt es noch nicht mehr iOS-Titel, bei denen das iPhone als Touch-Gamepad ein iPad steuert?
Ach so, Gameplay– und Werbetrailer für das bezaubernde Astronut stehen auf YouTube.
Version 4.2 von Instapaper (3.99€; universal; App Store-Link) enthält viele kleine Veredelungen („New draggable dot bar to replace the scroll bar in pagination mode, Full-screen now has „Auto“ mode to switch to full screen after a few seconds, New two-finger-swipe gesture to close an article„), hebt sich durch die von iBooks bekannte Umblätter-Animation nun aber deutlich von seinen ‚Read-it-Later‚-Konkurrenten ab – auch wenn’s nur eine technische Spielerei ist.
Google wirbelt das Layout von ‚Plus‚ (kostenlos; App Store-Link) kräftig durcheinander und erzeugt damit einen bebilderten Gegenentwurf zu Textwüste Twitter. Das neue iOS-Update, dem „in ein paar Wochen“ auch die entsprechende Android-Aktualisierung folgen soll, beeindruckt durch die opulente aber trotzdem reduzierte Optik. Fein.
And Technology Review? We sold 353 subscriptions through the iPad. We never discovered how to avoid the necessity of designing both landscape and portrait versions of the magazine for the app. We wasted $124,000 on outsourced software development. We fought amongst ourselves, and people left the company. There was untold expense of spirit. I hated every moment of our experiment with apps, because it tried to impose something closed, old, and printlike on something open, new, and digital.
Ich gebe Jason Pontin, Chefredakteur von Technology Review, recht – zumindest teilweise. Als Verleger macht eine App deine Inhalte nicht automatisch besser oder führt wie selbstverständlich zu zahlenden Lesern. Ganz viel aktueller Journalismus ist im Web besser aufgehoben als im App Store. Deshalb unterstützt Apple ‚zwei Plattformen‘ – was mittlerweile häufig vergessen wird.
Die Financial Times hat’s getan und ist soweit zuversichtlich. Und ja: Die Frage der Finanzierung liegt dann plötzlich wieder in der eigenen Hand. Diese verträumte Vorstellung, das Verleger von Zeitungen und Zeitschriften inhaltliche Schwächen durch technische Spielereien ausgleichen, geht mir zunehmend gegen den Strich. Nur weil man die identischen Texte in eine App verpackt und mit einem Preisschild versieht, entsteht daraus kein Anspruch auf finanzielle Gegenleistung. Ganz im Gegenteil: Wenn sich Leser die Zeit nehmen ein Programm aufzuspüren, herunterzuladen, fest auf dem eigenen Homescreen zu verankern und über Push-News eine direkt Ansprache erlauben, ist das eine Art von Kundenbindung, von der man zuvor nur träumen konnte.
Aber die Aufmerksamkeitsökonomie ist nicht genug, oder? Bitte auch gleich ein paar Coins einwerfen sonst müssten wir Zeitungsmenschen uns wieder Gedanken darüber machen, wie das Geschäftsmodell aussieht, wenn Print irgendwann nicht mehr gegenfinanziert.
The biggest problem is that apps are walled gardens by design — most allow you to share articles through social media, but they don’t contain links and in most cases they don’t have comments either. And that just doesn’t fit with the way many people consumer content now, especially the assumption that users will download a single app or subscribe to a single provider instead of using aggregators or apps like Flipboard and Zite.
Noch nie zuvor hatten wir mehr Journalismus als heute. Noch nie zuvor ist der Zugang zu Informationen größer, die Nachrichtenvielfalt heterogener. Apps im Newsstand funktionieren für einige Verlagshäuser grandios. Das Web wird jedoch für diverse Publikationen Dreh- und Angelpunkt bleiben.
Die gestern veröffentlichte App unserer Kollegen von TouchArcade (kostenlos; App Store-Link) ist ein schönes Beispiel, weil sie die Inhalte vom Weblog neu arrangiert und in ein verspieltes App-Layout schnürt. Die Affiliate-Einnahmen beim Kauf von App-Store-Games aus der Anwendung heraus wird die Betriebs- und Entwicklungskosten locker tragen. Finanzieller Fokus bleibt jedoch Toucharcade.com.
Es muss keine Entweder-oder-Entscheidung sein, womit ich Jason Pontin und seinem Artikel „Why Publishers Don’t Like Apps“ deutlich widerspreche.
Last fall, we moved all the editorial in our apps, including the magazine, into a simple RSS feed in a river of news. We dumped the digital replica. Now we’re redesigning Technologyreview.com, which we made entirely free for use […] Then we’ll kill our apps, too.
50 Millionen Angry Birds Space in 35 Tagen; 648 Millionen Downloads der Games-Serie insgesamt; 200 Millionen aktive Spieler pro Monat auf allen Plattformen; 48 Millionen Euro Gewinn in 2011; 30-Prozent der 75 Millionen Euro Umsatz entfallen auf Merchandising sowie Lizenzierung und obendrein schoss zwischen 2010 und 2012 die Anzahl der Angestellten von 28 auf 224.
Zuletzt hatte der Kläger, der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, angekündigt, die vom Landgericht Köln nahegelegte außergerichtliche Einigung, nicht weiter zu verfolgen. Die ARD dagegen zeigt sich nach wie vor gesprächsbereit.