#403 – acht macOS-Helfer-Apps

Ich sage es zu oft: macOS ist eine App auf meinem iPad. Noch hängt dafür ein Mac unter meinem Tisch; iPadOS könnte aber bereits heute macOS virtualisieren.

Nicht nur deshalb, aber ganz besonders deshalb, verfolge ich die Softwareentwicklung gleichermaßen auf dem Mac.

Hier das Intro zur Episode:
iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Alle Abonnent:innen bekommen jede Woche ein neues „Gewusst-wie”-Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zu einer ganz besonderen Community in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

Apples zukünftige KI-Systeme besitzen bereits ein „Branding“

Wenn die Grenzen zwischen AI-Modellen, persönlichen (Sprach-)Assistenz-Systemen und Chatbots verfließen, ist die Namensgebung entscheidend.

Over the next few months, Google will have to show it can integrate the AI models it groups under the Gemini banner into its products, without cannibalizing existing businesses such as search. It has already put a less advanced version of Gemini into Bard, the chatbot it created to compete with ChatGPT, which has so far seen limited uptake. In the future, it plans to use Gemini across nearly its entire line of products, from its search engine to its productivity applications and an AI assistant called Pixie that will be exclusive to its Pixel devices, two people familiar with the matter said.

The Information | Jon Victor

„Pixie“ ist ein ernsthaft benutzerfreundlicher Name für einen AI-Assistenten. Google Gemini und Bard sind Katastrophen; Copilot ist clever für die spezialisierte Zunft der Programmierung, und ChatGPT war schlicht ein Versehen.

Das Bild zeigt einen geöffneten Chat auf einem Computerbildschirm, in dem eine Frage nach der Bedeutung von “ChatGPT” gestellt wird. Die Antwort erklärt, dass “ChatGPT” für “Chat Generative Pre-trained Transformer” steht und ein Sprachmodell ist, das speziell für die Erzeugung von Text in einer Konversationsumgebung entwickelt wurde.

OpenAI hätte alle Möglichkeiten einen Gattungsnamen zu etablieren. ChatGPT erreichte jedoch kein Begriffsmonopol wie „Tempo“ für Taschentücher oder „Tesafilm“ für Klebebänder. Dafür ist es zu unhandlich, unverständlich und viel zu technisch, obwohl’s in aller Munde ist.

Unabhängig seiner Fähigkeiten: Apples „Siri“ bleibt hier erstklassig. Weil’s kein Verb ist, hat sich’s bis jetzt nicht so tief wie etwa „googeln“ in unseren Wortschatz gegraben. Es ist allerdings ein feststehender Begriff mit einer allgemein bekannten Bedeutung.

Personen wissen, was damit „gemeint ist“. Das ist wertvoller, als die positiven wie negativen Erfahrungen, die man damit verbindet.

Das Bild ist eine Werbegrafik für die WWDC24, die vom 10. bis 14. Juni stattfinden soll. Es zeigt stilisierte “WWDC” und die Zahl “24” in glänzenden Metallfarben auf einem dunklen Hintergrund, was es visuell ansprechend macht und auf die bevorstehende Veranstaltung hinweist.

Spannung versprechen die technischen Fähigkeiten / Kooperationen von Apple + AI. Wie’s uns (Konsumenten) aber präsentiert wird, ist bereits absehbar: Apple wird weiterhin (zurecht) am Namen „Siri“ festhalten.

Listen Later [Sponsor]

Hören, statt lesen: Listen Later verwandelt Webartikel, Newsletter und PDFs in Podcast-Episoden – auf simplen Knopfdruck und auch für deutsche Texte.

Probiert es mit dem Gratis-Startguthaben unverbindlich selbst aus. So lese ich schon auf dem morgendlichen Weg ins Büro, und könnte es mir nicht mehr anders vorstellen.

iPhone 15 Pro mit geöffneter Webseite von „Listen Later“.

Im eigenen Podcast-Player: Listen Later bietet euch einen individuellen Feed; es zwingt euch keine Software auf. Diesen Feed fügt ihr plattformunabhängig eurer Podcastbibliothek hinzu.

Artikel speichert ihr über eine Chrome-Erweiterung, ein Bookmarklet, einen iOS-Kurzbefehl oder per E-Mail. Anschließend könnt ihr zwischen verschiedenen Stimmen wählen und euch sogar französische oder spanische Artikel in die englische oder deutsche Sprache übersetzen lassen.

Tatsächlich mehrsprachig: Listen Later liest problemlos deutschsprachige Artikel vor. Die Qualität der Stimmen ist hervorragend. Ausprobieren lohnt sich nur um einmal diese lebensechten Stimmen selbst zu hören.

Text-zu-Sprache ist nicht nur eine wichtige Bedienungshilfe, sondern für uns alle bequem. Als Audiodateien im Podcast-Player könnt ihr sie auch herunterladen und offline anhören.

Ohne Abo: Ihr bezahlt nicht dauerhaft, sondern nach Nutzung. Probiert es unbedingt gratis aus.

Vielen Dank an das Team von Listen Later für die Unterstützung von iPhoneBlog.de in dieser Woche!

„Set as Wallpaper“ (via Shortcuts)

Der „Set As Wallpaper“-Shortcut setzt ein Hintergrundbild über das Teilen-Menü – ohne das Foto vorher speichern zu müssen. Dies funktioniert sowohl auf dem iPhone als auch auf dem iPad.

„No one buys books“

Sicher ist: Auseinandersetzungen mit dem US-Justizministerium verraten Details, die alle Beteiligten lieber nicht verraten hätten.

iPad mini in Hand zeigt Buch-Cover von „The Trail“.

In 2022, Penguin Random House wanted to buy Simon & Schuster. The two publishing houses made up 37 percent and 11 percent of the market share, according to the filing, and combined they would have condensed the Big Five publishing houses into the Big Four. But the government intervened and brought an antitrust case against Penguin to determine whether that would create a monopoly.

The judge ultimately ruled that the merger would create a monopoly and blocked the $2.2 billion purchase. But during the trial, the head of every major publishing house and literary agency got up on the stand to speak about the publishing industry and give numbers, giving us an eye-opening account of the industry from the inside. All of the transcripts from the trial were compiled into a book called The Trial. It took me a year to read, but I’ve finally summarized my findings and pulled out all the compelling highlights.

Elle Griffin

Apples Prozess um Preisabsprachen für E-Books liegt bereits ein Jahrzehnt zurück. Eine andere Streitigkeit mit dem US-Department of Justice beginnt gerade erst.

Wie aus der Filmdose: mood.camera

Bild zeigt iPhone mit der App mood.camera.

Why is there no live filter preview?

I intentionally wanted to add a feeling of surprise and delight when using the app, akin to the film camera experience.

Alex Fox

Übertrieben verspielt? Das dachte ich auch, bis ich von ein paar Fotos tatsächlich überrascht wurde.

So hat mood.camera ein echtes Alleinstellungsmerkmal und tritt als App-Store-App gar nicht erst in Konkurrenz zur iOS-Kamera.

Look & Feel laden zum Ausprobieren ein. Die unaufdringlichen Vibrationen der Taptic-Engine liefern das Gefühl von Haptik. Was mich jedoch am meisten anspricht: Nerdige Analog-Fotografie, die kein (Vor-)Wissen verlangt. Ihr schaut auf die Beispielfotos der Filmsimulationen, dreht am Farbton sowie der Bildschärfe, und knipst dann einfach.

Handschlag, statt Handauflegen: die Logitech „Vertikalmaus“ Lift.

Hier startete mein Ausflug in die Welt der Vertikalmäuse. In den Jahren zuvor rockte ich die MX Master 2S und MX Master 3 (runter).

Bild zeigt Logitech Lift-Maus von oben auf einem Schreibtisch. Außerdem ist ein Monitor und eine Tastatur zu sehen.

Vertikalmäuse sind „interessant“ – um mich einmal selbst zu zitieren. Schaut unbedingt auf die Größentabelle. Meinen Händen passt die kleinere Lift (Affiliate-Link); ansonsten bleibt von Logitech die größere MX Vertical (Affiliate-Link).

Bis man sich an die Handschlag-Haltung gewöhnt hat, vergehen ein paar Tage. Der Unterschied liegt nicht nur in der Drehung im Handgelenk, sondern im Griff. Während man auf einer flachen Maus seine Hand ablegt, muss man hier zupacken.

Wenn sich euer Körper über eine einseitige Belastung beschwert, kann die aufrechtere Position helfen. Ohne Beschwerden ist’s vielleicht einfach nur komfortabler (wie bei mir).

Leider hat noch niemand Logitech über USB-C aufgeklärt. Die Lift versteckt unter einer magnetischen Klappe eine AA-Batterie (Meh!) und legt einen Logi Bolt USB-A-Empfänger bei. USB-A!

Außerdem bietet sie sich in zwei Varianten an: Lift und „Lift for Mac“. Kauft nicht „Lift for Mac“. Sie gibt’s nur in einer einzigen Farbe, ist nicht für Linkshänder geeignet und kommt ohne USB-Empfänger. Richtig gelesen: „Lift for Mac“ hat drei Nachteile, keinen Vorteil und funktioniert ansonsten identisch.

Screenshot der Logi Options+ Software für macOS.

Die Buttons konfiguriert Logi Options+. Während man früher eine kleine Weltreise um Software von Logitech antrat, ist sie heute unauffällig Okay-ish – mit dieser neuen Ausnahme.

Neben Klick- und Sekundärklick könnt ihr euch am Mac vier Buttons belegen. Am iPad reserviert ihr über AssistiveTouch drei Knöpfe mit Systemfunktionen oder Kurzbefehlen. Drückt und haltet ihr einen der seitlichen Mausknöpfe, scrollt das Drehrad auch von links nach rechts (und wieder zurück).

Im Unterschied zu meinen vorherigen Computermäusen gibt es keinen dedizierten Knopf den Scroll-Modi zu ändern. Sobald ihr schneller scrollt, beschleunigt sich die Geschwindigkeit von selbst. Sie nennen es „SmartWheel“ und es ist exzellent.

Klick- und Sekundärklick sind übrigens flüsterleise und stören keine laufende Podcastaufnahme.

Das Magic Trackpad bleibt (mit seinen Mehrfingergesten) für iPadOS der beste Pointer, weil’s Apple auch nicht anders erlaubt. Unter macOS dürft ihr dagegen viel ausprobieren. Als Alternative zu Logi Options+ gibt es hier SteerMouse, Mac Mouse Fix hin zu Smooze Pro.

Meine Finger bleiben bevorzugt auf der Tastatur. Es ist das Gerät auf dem Schreibtisch, das bereits viele Tasten mitbringt. Meine Computermaus muss damit nicht konkurrieren. Weniger ist für mich hier mehr.

Mein Mac-„Universal Control“-Setup kennt ihr. Ich erwarte, dass die Lift mir dort für die nächsten Jahre gute Dienste leistet.

#402 – ein Dutzend meiner genutzten Webdienste

Erinnerung an mich selbst: „Budget- und Abo-Tracker aktuell halten!“

Als Netzbewohner habe ich allerdings viel zu viel Freude an den kunterbunten Diensten, die das Internet bereithält. Nicht alles muss Social Media und Schreierei sein. Man kann sich's dort auch echt schön machen.

Hier das Intro zur Episode:
iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Alle Abonnent:innen bekommen jede Woche ein neues „Gewusst-wie”-Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zu einer ganz besonderen Community in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.