IDC-Zahlen: Smartphones überrollen PC-Markt in Q4/2010
Im letzten Quartal wuchs der Smartphone-Markt um 100 Millionen Einheiten. Das ist ungefähr eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise eine Verdreifachung im Verhältnis zu 2009. Nach der Statistik von IDC übertrumpfen die cleveren Mobilfunktelefone damit erstmals den klassischen PC.
Über die letzten drei Monate verkauften sich 100.9 Millionen Smartphones, die 92.1 Millionen ‘Personal Computern’ gegenüberstehen. Der PC-Markt schwächelt jedoch nicht. Der Zählerstand von 92.1 Millionen Einheiten stellt eine neue Höchstmarke dar – wenn auch nur mit sehr kleinen Zuwächsen.
Im Jahresvergleich für 2010 liegt der PC jedoch weiterhin vorne – 346.2 Millionen Einheiten gegenüber 302.6 Millionen Smartphones. IDC zählt entgegen anderer Unternehmen jedoch Tablet-Computer nicht zum PC-Markt.

Unter den Top-5-Smartphone-Verkäufern für das gesamte Jahr findet sich Apple an Position drei. Nur auf das letzte Quartal geschaut, kämpft sich Cupertino mit dem iPhone an Position zwei.
Die Mitstreiter profitieren für die Statistik in fast allen Fällen durch ein breites Geräte-Portfolio. Laut ComScore-Erhebung übertrumpft Android in den USA dabei Apples iOS. Für Canalys sticht das Google OS im weltweiten Vergleich Nokias Symbian vom Thron.
WSJ-Bericht: iPad II startet in die Produktion
Steve Jobs zeigte der Öffentlichkeit erstmals am 27. Januar 2010 das Apple iPad. Der Verkaufsstart des WiFi-Modells erfolgte in den USA am 03. April – zirka zwei Monate später. Laut eines aktuellen Berichts des Wall Street Journals soll sich die zweite Hardware-Generation ab sofort in der Produktion befinden.
Mit diesem Ablauf schlägt man exakten Kurs auf einen Aktualisierungs-Release im jährlichen Zyklus ein. Der Frühlingstermin macht aus Apples Perspektive in der derzeitigen Marktposition absolut Sinn. Solange das Tablet in der Kategorie ‘Gadget’ einsortiert ist, verkauft man die ‘auslaufende’ Revision noch zum Weihnachtsgeschäft, hält jedoch gleichzeitig genügend Abstand zur nächsten iPhone-Ankündigung.
Die zweite, mit Spannung gepaarte, Information des Artikels beschreibt eine gleichzeitige Verfügbarkeit bei den Mobilfunkanbietern Verizon Wireless und AT&T, womit sich der neue Qualcomm-Chipsatz für CDMA und GSM als relativ sichere Wette platziert.
Die sonstige News-Beilage von “den mit der Angelegenheiten vertrauten Personen” ist bereits hinlänglich abgefrühstückt. “Dünner, leichter und mit mindestens einer Kamera” sind keine gewagten Tipps. Auch eine identische Display-Auflösung gilt nach dem kurzfristigen Neujahrs-Hype mittlerweile als wahrscheinlich.
Das WSJ beschreibt Apples Bemühungen die Auflösung des iPads zu verbessern als “problematisch aufgrund dessen Größe”. In welchen Details der Bildschirm trotzdem Überarbeitungen erhält, bleibt für einen (nicht weit entfernt liegenden) Cupertino-Pressetermin abzuwarten.

Zusatzinfo: Gorilla-Glas-Hersteller Corning erwartet, für die auch vom iPad verwendete Display-Größe, ein 800-Prozent-Wachstum bis 2014.
[update] CEO-Memo: “Nokia, unsere brennende Plattform!”

Exzellente Morgenlektüre: Nokia CEO Stephen Elop, zweijähriger zwei Jahre langer Bereichsleiter der Microsoft Office-Abteilung und seit September 2010 Chef des finnischen Mobilfunk-Konstrukteurs, schreibt eine Status Quo-Brandrede an seine Mitarbeiter.
Engadget verifizierte dessen Authentizität angeblich mit mehreren Quellen.
Die Highlights lauten:
- We too, are standing on a “burning platform,” and we must decide how we are going to change our behaviour.
- The first iPhone shipped in 2007, and we still don’t have a product that is close to their experience.
- Android came on the scene just over 2 years ago, and this week they took our leadership position in smartphone volumes. Unbelievable.
- We thought MeeGo would be a platform for winning high-end smartphones. However, at this rate, by the end of 2011, we might have only one MeeGo product in the market.
- At the midrange, we have Symbian. It has proven to be non-competitive in leading markets like North America. Additionally, Symbian is proving to be an increasingly difficult environment [...]
- At the lower-end price range, Chinese OEMs are cranking out a device much faster than, as one Nokia employee said only partially in jest, “the time that it takes us to polish a PowerPoint presentation.
- The battle of devices has now become a war of ecosystems, where ecosystems include not only the hardware and software of the device, but developers, applications, ecommerce, advertising, search, social applications, location-based services, unified communications and many other things.
- Consumer preference for Nokia declined worldwide. In the UK, our brand preference has slipped to 20 percent, which is 8 percent lower than last year. That means only 1 out of 5 people in the UK prefer Nokia to other brands.
- We are working on a path forward — a path to rebuild our market leadership. When we share the new strategy on February 11, it will be a huge effort to transform our company.
Damit gewinnt das London-Meeting am 11. Februar an gesteigerter Brisanz. Vielleicht ist doch mehr an den Windows Phone 7-Plänen, als zuvor vermutet?
Für den gesamten (Smartphone-)Markt bleibt jedenfalls zu hoffen, das der Löwe nicht zahnlos brüllte.
Update

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters hat Nokia ihr erstes (unveröffentlichtes) Smartphone auf Basis des Betriebssystems MeeGo, das unter den Bezeichnungen ‘N9-00′, ‘RM-680′ sowie ‘Dali’ entwickelt wurde, eingestellt.
Google Translate – Übersetzungs-App mit Spracheingabe


Mit Google Translate stellt der Suchmaschinen-Hersteller eine kostenlose Übersetzungs-Software in den App Store. Darin enthalten sind 57 Sprachen. Bei 15 Vertretern kann die Eingabe der Worte über die Spracherkennung erfolgen. Dessen Qualität schwankt nach mehreren persönlichen Versuchen jedoch erheblich. Das eingesprochene Wort ‘dumm’ beispielsweise führte in einer Übersetzung von Deutsch nach Englisch bei sechs Versuchen zu sechs falschen Ergebnissen (duden, 2x dom, gomorrha, dump, dawn). Dagegen wurde ‘Müllverbrennungsanlage’ passabel ins Finnische überführt. Englische Begriffen verarbeitet das Programm lockerer.
Weniger schwer tut sich die Übersetzungsmaschine außerdem bei eingesprochenen Wörtern wie ‘Asshole’ oder ‘Fuck’, dessen Ergebnisdarstellung konstant mit vier ‘####’-Zeichen quittiert wird. Schreibt man das Wort jedoch per Tastatur aus, wird die korrekte Übersetzung eingeblendet.
Google Translate erfordert für jede Suche sowie das Vorlesen der Begriffe in 23 Sprachen eine Netzverbindung und steht derzeit kostenlos im App Store. Aber Achtung: Ausprobieren kann zu Belustigung führen.
Fling – der Analog-Joystick für das iPad (+ Video)
Auf diese Postsendung habe ich mich seit Anfang Januar gefreut. Fling, ein Analog-Joystick für das iPad, trifft in zweifacher Ausführung in Helsinki ein.

Die Verpackung enthält neben der Plastik-Spirale mit zwei Saugnäpfen und einer schwarzen Fingerkuppen-Auflage lediglich noch einen kleinen Mikrofaser-Beutel für Unterwegs. Zusammenzustecken gibt es nichts. Der fertige Controller für haptisches Feedback wird auf die iPad-Oberfläche lediglich aufgedrückt und ist damit einsatzbereit. Sollten in Zukunft doch noch digitale (Bluetooth-)Steuereinheiten von Drittherstellern den iOS-Markt betreten, sind diese auf die Unterstützung der jeweiligen Spiele angewiesen. Dieses Problem birgt die mechanische Fling-Konstruktion nicht.
Durch die 360-Grad-Radius an Bewegungsfreiheit eignet sich der Aufsatz für jedes Game, bei dem der Nutzer-Daumen solche Gesten ausführt. Für Rollenspiele wie Secret of Mana oder Across Age (3.99 €; App Store-Link) platziert man den schwarzen Pinöckel direkt über seinem digitalen Button-Bruderherz. Für Spiele wie Guerrilla Bob (2.39 €; App Store-Link) oder Geometry Wars (0.79 €; universal; App Store-Link) ist es noch einfach, da der benutzte Joystick immer dort auftaucht, wo der iPad-Bildschirm berührt wird.
Ob das verklebte Plastik auf Dauer mit Verschleiß zu kämpfen hat, kann ich noch nicht sagen. Nach dem ersten Eindruck ist dies jedoch nicht unwahrscheinlich. Außerdem sei noch einmal betont, dass man die Spiral-Konstruktion nicht wie einen handelsüblichen PlayStation-Joystick nach jeder verlorenen Runde an die Wand pfeffern sollte. Einmal ist beim ‘Fling‘ wahrscheinlich einmal zuviel.
Trotzdem gewinnt das Spielgefühl bei einigen Titeln enorm an Gameplay. Die Präzision ist dabei erstaunlich. Auch der Preis ist für das Set mit $30 US-Dollar nicht unfair. Bei den Versandkosten ($25 US-Dollar) sollte man sich jedoch für eine Bestellung mit Gleichgesinnten zusammentun.
-> http://tenonedesign.com/fling.php
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
iPad-App Store: Suchanfragen mit Filtern, Kennzeichnung für bereits gekaufte Apps und ein iTunes-Genius (+ Promocode-Verlosung)
Apple überarbeitete am vergangenen Wochenende seinen mobilen iOS-Store.
Dabei fielen aus der Wundertüte: Such-Filter, die am iPad dabei helfen die Auswahl der 60.000 Tablet- und 350.000 iPhone-Apps einzugrenzen. Bereits nach wenigen Tagen der Verwendung wird diese Funktion (von mir) schmerzlich auf dem iPhone sowie in iTunes vermisst.

Außerdem neu: Wurde eine App bereits gekauft und dann wieder vom Gerät gelöscht, ändert das Preisschild seine Bezeichnung auf ‘Installieren’. Das App-Store-Konto informiert damit seinen Nutzer vorab, dass dieser bei einem erneuten Download nicht noch einmal zur Kasse gebeten wird. Besonders hilfreich, wenn man sich nicht sicher ist ob und über welchen Account die Software bereits erworben wurde. Auch hier gilt: iTunes sowie der App Store am iPhone zeigen sich bislang noch resistent gegen diese sinnvolle Neuerung.

Für Applikationen existieren für die mobilen iOS-Stores bereits seit längerer Zeit Implementationen der ‘Genius‘-Produktempfehlung. Diese rüstete Apple nun auch für das mobile iTunes mit seinen Musik-, Film- und TV-Anregungen nach.

Apropos Store: Ich habe hier noch zwei 5x-Sets an Promocodes herumliegen. Die Applikationen ‘My Artists‘ (1.59 €; App Store-Link) und ‘iCab Mobile‘ (1.59 €; App Store-Link) suchen gegen einen dezenten Kommentar unter diesem Beitrag jeweils eine Handvoll neuer Benutzer.


‘My Artists‘ reichert die eigene Musikbibliothek mit hübsch aufbereiteten Meta-Informationen an. Das letzte Update für die (universal) Safari-Alternative iCab Mobile dagegen wurde mit einem ‘echten’ Offline-Modus verziert.
Insbesondere die Promocodes für den zuletzt genannten Software-Kandidaten haben (zumindest derzeit) Seltenheitswert: Apple hat (mal wieder) die Vergabe von Promocodes für “17+”-Apps gestrichen. Ob dies nur temporär den diversen Umstellungen, wie beispielsweise der brandneuen Promocode-Implementation für den Mac App Store, geschuldet ist, bleibt derzeit offen.
Update: Alle Promocodes sind verteilt. Vielen Dank für die rege Teilnahme. Update-Ende
iFixit: Qualcomm-Chipsatz im Verizon-iPhone
Erste US-Vorbesteller erhielten bereits am vergangenen Wochenende ihr CDMA-iPhone. Eines dieser ersten Modelle fiel in die fürsorglichen Hände des Bastler-Portals iFixit, die das Gerät in üblicher Manier auf Herz und Nieren zerlegten.

Darin zum Vorschein kam ein Qualcomm-Chipsatz, der als Mitglied der ‘Gobi’-Produktfamilie unter der Bezeichnung MDM6600 gehandelt wird und in der Lage ist, sowohl im CDMA- als auch GSM-Netz zu funken. Das in den USA erhältliche Motorola Droid Pro steht mit exakt diesem Chip bereits im Verkauf, der HSPA+ Daten-Übertragungen mit bis zu 14.4 Mbps ermöglicht. Der MDM6600 soll sich außerdem in der Lage sehen, dass 1700 MHz-Band zu bedienen, welches in Nordamerika T-Mobile nutzt.
Das offiziell ab Übermorgen in den amerikanischen Verkauf startende iPhone 4 bei Verizon bedient sich in seiner jetzigen Hardware-Konstruktion zwar ausschließlich CDMA-Verbindungen, ein iPhone 5 oder die nächste Generation vom iPad 3G könnte bereits für den dualen Mode ausgelegt sein – entsprechendes Antennen-Design und ein Simkarten-Slot vorausgesetzt.

Außerdem weist das Verizon-iPhone gegenüber seinem alteingesessenen GSM-Bruder eine minimal leichtere Batterie (bei gleicher Kapazität) sowie einen neuen Vibrations-Motor auf. Entgegen der bislang erhältlichen iPhone-Variante wandert dieser Rüttel-Stein von der rechten oberen Gehäuseecke in die linke untere und soll zu ‘gedämpfteren Schwingungen’ führen, wenn das iPhone flach auf dem Tisch liegt.
[KlimBim] NBA Jam, myBrett, Galaxy Tab, digitale Lesegewohnheiten und League of Evil
Since 1993: Boomshakalaka!



Apple untersagt einen (nicht begonnenen) Verkauf von iPad-Schneidebrettern?! Eine Story, die nach kompletten Nonsens riecht und wahrscheinlich auch genau jener ist.
Und warum darf dann myBrett eigentlich weitermachen…?

Samsungs Galaxy Tab, die derzeit einzige lebendige iPad-Konkurrenz mit mehr oder weniger 2 Millionen verkauften ausgelieferten Einheiten, bekommt kein Honeycomb-Update. Weil es nur ein Single-Core-Prozessor hat und damit (anscheinend) nicht die Minimalanforderungen für Android 3.0 erfüllt.
Argumente, die der gewöhnliche Kunde ganz bestimmt versteht…


Die Instapaper-Konkurrenz ‘Read it Later‘ wertet 100 Millionen, über ihre Plattform (“all major web and mobile platforms”) abgespeicherten Artikel aus, und stellt eine Zeitverschiebung in den Lesegewohnheiten zwischen iPad- und Computer-Nutzern fest.
Insgesamt tauchen keine weltumwerfenden Erkenntnisse auf, dafür ist die Datengrundlage jedoch extrem spannend.
The Closest Thing to ‘Super Meat Boy‘
League of Evil (0.79 €; App Store-Link) – sowas muss ich kaufen!





