Kalenderwoche 43: von Mr T bis Otto Z

English: A collage showing a barcode, a smiling man wearing an American flag-patterned headscarf, the title "Beyond Utopia" with a graphic of people running, an open book with a fishing hook, and an illustration of hands resting on a book with flowers.

German: Eine Collage mit einem Strichcode, einem lächelnden Mann mit einem Kopftuch im US-Flaggenmuster, dem Titel „Beyond Utopia“ mit einer Grafik von laufenden Menschen, einem offenen Buch mit einem Angelhaken und einer Illustration von Händen, die auf einem Buch mit Blumen ruhen.

Zeug aus KW43, das ich gelesen, geschaut, gehört und insgesamt genossen habe …

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Alt-Text für Bilder automatisch erstellen

Keine bahnbrechende Erkenntnis, aber eventuell ein hilfreicher Gedankenanstoß.

Alle meine iPhoneBlog- und Social-Media-Bilder führen Alt-Text1. Das ist kein großer Aufwand, aber jedes einzelne Mal ein separater Schritt, der sich am iPhone und iPad noch eine Spur aufwendiger gestaltet. Deshalb habe ich ihn automatisiert.

Screenshots und Fotos lege ich für ihre Konvertierung/Komprimierung mit dem Mac in einen „watched folder“ aufs iCloud Drive. OpenAI bekommt über ihre API eine verkleinerte Bildvorschau und erzeugt daraus einen Dateinamen sowie eine kurze Bildbeschreibung, die als „Kommentar“ in der Datei abgespeichdert wird.

Screenshot of a macOS context menu opened on a desktop with a dark abstract planet-like background with a glowing ring of red, purple, and blue light. The context menu shows options like Open, Move to Bin, Rename, Compress, Duplicate, Copy, Quick Actions, and Services.

Über eine „Copy Finder Comment“-Schnellaktion bekomme ich den Beschreibungstext in die Zwischenablage. Weil ich an dieses Attribut aber nicht über die Files-App auf iOS gelange2, speichert der Workflow den Alt-Text gleichzeitig in eine fortlaufende Markdown-Datei, die über einen externen Ordner direkt in Ulysses auftaucht.

A close-up view of a modern smartphone screen angled diagonally, showing digital clock and network icons at the top against a plain gradient background with text content below it. The phone has a dark frame and slim bezels.
  1. „Because it is the right thing to do.“ ↩
  2. „Don’t get me started!“ ↩

Tipp: temporäre geteilte Fotoalben

➝ YouTube

Im Video: temporäre geteilte iCloud-Fotoablen + mein Tipp für eigene Wallpaper.

Die ersten Duo-Reviews

Was ich aus den ersten Reviews mitnehme: Das Duo löst keinesfalls den klassischen Formfaktor ab, sondern erweitert das Portfolio der iPhones. Damit steht es im starken Kontrast zum iPhone X, das die Homebutton-Generationen, die vor ihm kamen, damals augenblicklich beerdigte.

Die Testberichte sind durch die Bank weg lang – teilweise ungewohnt ausartend. Gruber schrieb 8500 Worte; Brownlee filmte 29 Minuten. Ja, es gibt diesmal außergewöhnlich viel zu sagen, gleichermaßen aber auch viele unbeantwortete Fragen.

Man merkt: Die Vorberichte kämpfen nach einer Woche mit den gleichen Fragen, die Apple seit einigen Jahren für das Duo umtreiben. iPad-Apps: Ja oder nein? Ist Touch ID gut genug für diese erste Generation? Passt die „Passport“-Größe?

David Imel schätzt den „aufgaben-orientierten“ Screen; für Nilay Patel ist es maximal ein „status display“. Die Nanotextur­beschichtung der Innenseite und das Scharnier stauben dagegen überall Lob ab.

Was auffällt: Telefonnutzung ist sehr individuell. Die Frage nach der Akkulaufzeit variiert in ihrer Bewertung etwa von „hervorragend“ bis „gerade noch gut genug“.

Apple schoss sich direkt in den eigenen Fuß, indem es App-Store-Updates fürs Duo nicht früher akzeptierte. „Ausstehende Software-Unterstützung“ von Dritt-Apps nimmt in allen Testberichten einen substanziellen Themenblock ein. Mein Gefühl sagt mir inzwischen: Das wird in wenigen Wochen kein dominantes Thema mehr sein.

Software(-Design) bleibt natürlich eine konstante Diskussion; die schlichten Anpassungen an die Bildschirmgröße räumen die meisten Apps aber alsbald vom Tisch. Das Duo steckt nicht in einer Vision-Pro-Situation: Software, die sich nicht anpasst, wechseln Kund:innen aus. Ausnahmen bestätigen diese Regel.

Und welche Apps das Aufklappen rechtfertigen, wer kreativ Menü-Buttons setzt, sind keine Fragen für die erste Woche, sondern für das erste Jahr.

Einige Videoclips haben mich besorgt zusammenzucken lassen: Die Drehung des Duos im aufgefalteten Zustand sieht gelegentlich nicht sehr souverän aus.

Zugegeben: Das liegt auf der Hand (!), ist aber interessant zu beobachten. Ein neues iPhone, das man erstmals neu lernen muss. Angefangen bei den Platzierungen der Hardware-Buttons, die ich so kontrovers nicht vermutet hatte.

HTX Studio bringt, in einem außergewöhnlichen Video, speziell den Kompromiss der Bildschirmgröße noch einmal auf den (Schluss-)Punkt – den man wahrscheinlich nur durch eigenes Ausprobieren für sich beurteilen kann:

Will they become mainstream? I still doubt it because this design has two fundamental conflicts at its core. First, the two screens work against each other. Improve the outer screen and the inner screen becomes a big empty square. Favour the inner screen and the outer screen becomes a passport that’s hard to grip. It’s a zero-sum game. More importantly, whatever the balance, you get a makeshift phone outside and a cut-down tablet inside. Neither delivers the best experience.

A white smartphone with a dual-camera setup is centrally placed on a dark surface, surrounded by several black smartphones standing upright in a semicircle, all against a dark background.

#528 – „the ReSiStance“

Wenn Podcasts ohne Podcast-Feed keine Podcasts sind, sind dann Online-Publikationen ohne RSS-Feed keine Online-Publikationen?

Das iPhoneBlog steht jedenfalls auf der sicheren Seite: Seit seinem ersten Tag gibt es https://www.iphoneblog.de/feed/. Und ganz unabhängig davon, ob man selbst publiziert oder nur liest: Jeder sollte einen RSS-Reader benutzen.

Hier das Intro der Episode:

Dekompiliert und portiert: Retro-Games auf neuen Plattformen

Über Quiver schaut ihr lediglich durch einen Türspalt auf die rasant wachsende Szene aufwendiger Spieleportierungen durch Reverse Engineering, die sich mit KI-Tropf am Arm gegenseitig aufputschen.

Das Verzeichnis gibt einen Einblick in die kaum mehr einzufangende Community, die den Maschinencode von Retro-Games entschlüsselt und auf ihnen fremden Plattformen wieder auferstehen lässt. Think: Super Mario auf PlayStation oder Animal Crossing auf der PS Vita.

Zielplattform ist auch iOS – wie die Subreddits r/EmulationOniOS und r/NativePortsOniOS dokumentieren.

Smartphone screen displaying a grid of game recommendations including titles like Street Fighter and a game featuring a character in a green hood with a mask, all with tags such as 'New' and icons indicating platform compatibility. The device shows a time of 22:39 and has indicators for signal, Wi-Fi, and battery at the top.

Obwohl der App Store die jahrelang gescholtenen Emulatoren inzwischen entgegennimmt, rennen Sonic und Mario schon aus Prinzip zuerst aufs iPhone. Was mal verboten war, bleibt reizvoll.

An Rechenleistung mangelt es den Telefonen nicht; das Apple-Verbot für die Just-in-Time-Kompilierung steht noch. Native Ports benötigen keine Laufzeitübersetzung fremder CPU-Befehle. Ihr Programmcode wird für die Zielplattform kompiliert; Emulatoren bauen dagegen eine JIT-Aktivierung gelegentlich direkt ein. Zwei technisch unterschiedliche Wege, die aber zum gleichen Ziel führen: Konsolenspiel auf dem iPhone.

Nicht jede Rekonstruktion von Quellcode ist aber erfolgreich; nicht jede Portierung läuft: Die Hast und Dringlichkeit, mit denen hier aber Community-Projekte ausbrechen und das iPhone gleichwertig mit einbeziehen, empfinde ich erwähnenswert.

Zuverlässiger Fernzugriff: Jump Desktop in Version 10

Close-up of a smartphone displaying a login screen with abstract green and blue background. The login prompt shows a user icon and the name Alexander Olma, along with a password entry field and icons for help and keyboard.

The best remote session is the one you forget is remote. Jump Desktop Version 10 is like sitting down at the machine itself and bringing the devices on your desk with you. It also goes where it couldn’t before. We’re releasing a native app for Android phones and tablets, Linux computers can be hosts, and with Jump CLI your scripts and AI agents can connect too. Here’s what’s new:

Jump Desktop Documentation

Seit Sommer bin ich täglicher Fan – und verschlief trotzdem den offiziellen Release von Version 10 vor einem Monat, weil ich auf der TestFlight-Beta rumhing.

Kalenderwoche 42: von Stallone bis Castlevania

Eine Collage aus sechs Bildern, die ein großes schwarz-weißes Porträt eines älteren Mannes, eine Illustration eines Mannes mit einem Kassettensymbol, eine Zeichentrickfigur mit digitalen Benachrichtigungen, einen Retro-Videospiel-Screenshot, eine Schale mit Erdnüssen auf einem Holzhocker, eine gelbe Videospiel-Diskette und ein verschwommenes Porträt einer jungen Person zeigt.

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