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van Alex Olma
5. Januar 2016 – 11:07 Uhr

iPad Pro — Präferenzen und Prioritäten

„I shit you not“, das ist der achte Versuch ein paar grundlegende Gedanken zum iPad Pro aus meinen Gehirnwindungen zu wringen. Es ist das achte Mal, dass ich mich am Abend mit Kopfhörern, dem ‚Chronicles Of The Wasteland‘-Soundtrack und einem gut gefüllten Kaffeebecher auf die Couch verziehe. Sieben Mal beendete ich einen solchen Abend vor ein paar zusammenhanglosen und (vor allem) laschen Absätzen. Dies ist der achte (und letzte) Anlauf ein paar praxisnahe Erfahrungen zum iPad Pro, die mir seit November durch den Kopf gehen, abzuschütteln.

IPhoneBlog Pro 1

Eigentlich weiß ich schon lange, was ich schreiben will. Es sind auch nicht die Worte, die fehlen. Es ist einzig und allein die Stärke der Formulierung, bei der ich mir unsicher bin. Tim Cooks provokante Frage: „Why would you buy a PC anymore?“ lässt sich im Jahr 2016 noch kinderleicht beantworten. War seine Aussage deshalb ein Eigentor? Vielleicht. Hat er trotzdem Recht? Ich denke ja.

Mit absoluten Aussagen liegt man aber immer falsch. (Traditionelle) PCs bleiben uns noch lange erhalten. Steht uns in den nächsten Jahren trotzdem ein fundamentaler Computerwandel ins Haus? Klar. Das ist keine Frage des Ob, sondern des Wann. Wie absolut will ich also heute für das iPad argumentieren? Wie weit lehne ich mich aus dem Fenster?

Ich bin mittlerweile mein halbes Leben lang ein Mac-Nutzer. Ich liebe dieses Betriebssystem. Einige Apps verwende ich auf dem Mac schon so lange, da nannten wir sie nicht Apps, sondern noch Programme. Ich freue mich täglich darauf mein MacBook Pro (2015) aufzuschlagen. Und trotzdem weiß ich, dass das iPad Pro, das direkt daneben liegt, das Gerät ist, das eine neue Epoche einleitet, anstößt oder ihr zumindest einen ersten Stempel aufdrückt.

Ich bin also befangen. Ich bin jemand der noch Automator-Skripts benutzt, die heute keinen Sinn mehr ergeben. Sie lösen für mich Probleme, die man mittlerweile anders beantwortet. Ich finde es famous Dateien durch den Dateibaum zu schupsen und freue mich andererseits darüber am iPad nicht einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden. Ich weiß um meine zwei schlagenden Herzen in der einen Brust, und ich tue mich trotzdem schwer an der eigenen Perspektive vorbeizuschauen, beziehungsweise meine Gewohnheiten zu ändern.

Natürlich zwingt mich niemand zu einer Schwarz-Weiß-Meinung, einer ‚Entweder-Oder‘-Empfehlung, die „All-in on iPad Pro” vorschlägt (oder andersherum den Mac uneingeschränkt glorifiziert). Und natürlich könnte ich schlicht argumentieren wie selbstverständlich sich Mac OS und iOS nebeneinander benutzen lassen.

Doch, Nö. Das iPad Pro, das elfte Gerät dieser Kategorie in sechs Jahren, verdient kein Labarababa-Review. Es wäre (zu) leicht hier einfach nur die Vor- und Nachteile aufzuzählen und dem Ausblick – den Blick auf eine anstehende Computerepoche, die diesem Gerät unübersehbar innewohnt – auszuweichen.

Wie gesagt: Ich habe kein Problem damit iOS als Betriebssystem der Zukunft zu platzieren. Mir fällt es aber schwer das eigentliche Ausmaß abzuschätzen. Wie groß ist der Schritt den dieses Tablet in puncto Hardware geht? Wie weit sind wir noch mit der Software davon entfernt, um nur von einer Evolution, keiner Revolution, zu sprechen?

IPhoneBlog Pro 2

We tend to overestimate the effect of a technology in the short run and underestimate the effect in the long run.

Roy Amara

Im November, als ich mein iPad und den Pencil entgegennahm, habe ich vermutet, dass die voranschreitende (Nutzungs-)Zeit mir alle diese offenen Frage beantwortet. Heute weiß ich: „Time is a drug. Too much of it kills you.“ Pratchett hatte einfach immer Recht.

Ich habe das iPad Pro ausprobiert – in allen möglichen und unmöglichen Situationen. Ich habe täglich neue Apps mit ‚Pro‘-Anpassung getestet, bin aber nur geringfügig schlauer und halte an der gleichen Meinung wie am ersten Tag fest: Das iPad Pro ist ein Tablet voller Präferenzen und Prioritäten.

Lasst mich ein bisschen weiter ausholen…

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Die vergangenen zwei Monate haben unterstrichen, wie sehr ich es genieße unter iOS auf knapp 13-Zoll zu arbeiten – in erster Linie mit meinen Fingern. Das Pro ist der noch größere Bilderrahmen, der sich nach Belieben wandelt. Es ist eine meiner absoluten Vorlieben – meine Präferenz, wenn man sich so förmlich ausdrücken mag – damit zu arbeiten. Aufgaben, die sich am Mac wie eine Pflicht anfühlen, wirken unter iOS geradezu verspielt. Ich habe beispielsweise Anfang Dezember eine Magisterarbeit im Word-Format von einer Freundin gegengelesen. Am Mac stellen sich mir die Nackenhaare auf, wenn der Intel-Prozessor die verschachtelten Menüleisten der Microsoft-Anwendung in den Speicher schaufelt. Am iPad kann ich die viel simplere, aber gleichzeitig genauso funktionstüchtige Ansicht, beinahe genießen.

Wenn ich beim Lesen dieses Manuskripts drohte einzuschlafen, kritzelte ich meine Anmerkungen zur Abwechslung mit dem Pencil in einen PDF-Entwurf. In solchen Werken herrscht oft übertrieben viel Platz in der Seitenspalte – so auch hier. Um meine Stimmung mit passender Musik zu untermalen, zog ich eine Playlist neben das Dokument und verlor so nie meine Leseposition im Text.

Natürlich geht das alles (irgendwie) auch am Rechner. Es ist aber häufig nicht das „Ob“, sondern das „Wie“, das hier entscheidend wie man seine Arbeit bevorzugt angeht.

Ein anderes Beispiel. Ich lese für meinen iPhoneBlog-Job viel – sehr viel. Damit bin ich nicht alleine. Ich bin mir sicher, die meisten Menschen unterschätzen wie viel sie täglich an ihren Smartphones schmökern. Nicht nur weil das Telefon überall mit dabei ist, sondern weil es darin so viel besser ist. Text ist schärfer, Grafiken sind animiert, neue Artikel sind in Sekundenschnelle nachgeladen und die Bedeutung von Links muss ich niemandem erklären. Insbesondere nicht mir selbst, der die besagte Magisterarbeit, die mit einem großzügigen Anhang von Referenzen hier aufschlug, zum Glück nicht ausgedruckt durcharbeiten musste.

Lesen am iPad Pro ist anders als am iPad Air 2 oder iPad mini, weil es am Schreibtisch funktioniert. Der Bildschirm ist groß genug um Webseiten auch im Abstand, in dem gewöhnlich ein MacBook-Monitor auf dem Schreibtisch steht, zu konsumieren (und trotzdem wird die intimere und präzisere Fingerbedienung beibehalten). Mächtige Webseiten wie die New York Times erinnern auf dem iPad Pro an die klassische (Papier-)Zeitung – wer die noch kennt.

Die beiden anderen Apple-Tablets, mit ihren kleineren Bildschirmen, sind bequemer zwischen engen Flugzeugsitzen oder im überfüllten Bus. Am Schreibtisch aber genießt der ‚Pro‘-Screen meine uneingeschränkte Priorität – von Comics am Abend auf dem Sofa ganz zu schweigen.

Kurzum: Ich bevorzuge es so zu arbeiten. Der Mac ist für die genannten Beispiele nicht mehr meine erste Wahl. Das iPad Pro trifft meine Vorzüge viel eher.

Und das bringt uns zu den Prioritäten…

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Phil Schiller sprach dem kürzlich ausgestrahlten 60-Minutes-Beitrag einen schönen O-Ton ein:

Charlie Rose: Is there danger of one product cannibalizing the other product?

Phil Schiller: It’s not a danger, it’s almost by design. You need each of these products to try to fight for their space, their time with you. The iPhone has to become so great that you don’t know why you want an iPad. The iPad has to be so great that you don’t know why you why you want a notebook. The notebook has to be so great, you don’t know why you want a desktop. Each one’s job is to compete with the other ones.

Die kleinen Bildschirmgrößen der bisherigen iPads konkurrierten bislang nur eingeschränkt mit dem Mac. Nehme ich heute, zwei Monate nach intensiver Nutzung des iPad Pros, mal wieder ein iPad in regulärer Größe in die Hand, verwundert es mich wie viel wir schon auf diesem wesentlich beschränkteren Bildschirmplatz geschafft haben.

Das iPad Pro, mit seinen stattlichen 12.9-Zoll und seinem Prozessor auf MacBook-Niveau, lenkt das iPad erstmals auf den direkten Konfrontationskurs mit unserem Mac. Die Hardware ist mittlerweile vergleichbar; die Software macht den Unterschied. Die beiden Computer tun nicht einfach das Gleiche, sie überschneiden sich aber drastisch für die gängigsten Tätigkeiten vieler Anwender. Dabei sind es die eigenen Prioritäten, mit denen man selbst bestimmt, welchem System man dafür den Vorzug gibt.

Ein dabei oft unterschätztes Argument: Weniger ist manchmal mehr (und ein Arbeitsgerät ohne Support- und Wartungsbedarf eine durchaus nachvollziehbare Wahl).

padOS

Wenn es Apple mit dem iPad aber ernst meint, trennen sie ihre Tablets stärker vom iPhone. Der luftige Homescreen, bei dem unglaublich viel Platz zwischen den App-Icons verloren geht, ist auf dem iPad Pro ein noch größerer Witz. Die zaghaften Versuche von Multitasking (Wo ist ‚Drag and Drop‘ zwischen zwei Apps in der Split View?), die minimal größeren Ordner und die Detailanpassungen der Mitteilungszentrale lasse ich nicht einmal als Babysteps durchgehen.

Fünf Jahre sind eine lange Zeit um ein Betriebssystem aufzuziehen und Software ins Ökosystem einzuspeisen. Allerspätestens mit dem iPad Pro ist jetzt die Zeit gekommen sich Ideen für die (enorm lange und leere) Menüzeile zu überlegen. Das Kontrollzentrum, das man von unten ins Bild wischt, wirkt deplatziert, mit mittlerweile mehr Weißflächen als Buttons, die Tastatursteuerung ist unausgereift und die Zwischenablage mit nur einem einzigen Item ist absolut unpraktisch.

Der Fokus auf die Fotobibliothek, als zentralen Speicherort für alle Bilder, stört. Regelmäßig bin ich dort gezwungen Fotos für das Blog aus der privaten Bildersammlung zu fischen. Außerdem brauchen Entwickler von App-Store-Software mehr Hilfestellungen um Apps zu entwickeln, die einen Lebenszyklus von Jahren und nicht nur Monaten haben.

Apples Hardware ist erneut brillant. Die nur passable Software aber – und die Anreize um Apps neu zu entwickeln – ist ein sprichwörtlicher Anker am Fußgelenk.

Warum Apple für iOS nicht schon vor dem Verkaufsstart vom iPad Pro die Zeit fand das Betriebssystem deutlicher auf dieses Gerät einzuschießen, bleibt unbeantwortet. Ich wette zwar, das bleibt alles nur eine Frage der Zeit, hilft uns im hier und heute aber natürlich keine Spur.

„Having said that…“

Der App Store ist ein entscheidender Grund sich fürs iPad Pro zu entscheiden (und beispielsweise gegen ein Microsoft Surface). Die besten Versionen von Tweetbot, Slack, VSCO, Ferrite, Coda, Procreate und Instapaper – um eine Handvoll zu nennen – gibt es weiterhin nur unter iOS.

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Diverses

  • Das iPhone 6s hat mich mit der zweiten Generation von Touch ID verzogen. Die erste Generation, die sich im iPad Pro findet, fühlt sich im Vergleich irrsinnig langsam an. Und da ich beide Geräte täglich nutze, fällt mir der Unterschied konstant auf.
  • Die vier Lautsprecher, die sich clever danach orientieren wie herum ich das Pro drehe (Bass unten, Mittel- und Hochtöner oben), verzerren selbst auf höchster Lautstärke nicht. Kein Mac klingt annähernd so gut. Beispiel gefällig? Neujahr haben wir in einer Ferienwohnung ohne Musikanlage verbracht. Das iPad Pro beschallte als Jukebox mehr als zufriedenstellend das komplette Wohnzimmer (und diente außerdem als Facetime-Konferenz-Maschine).
  • Der Grund, warum Apple große Lautsprecher wählte, anstelle den Platz im Gehäuse mit zusätzlichen Akkus auszupolstern, ist das noch sehr passable Gewicht. Das iPad Pro ist schwer, so schwer wie die allererste iPad-Generation, fühlt sich durch den größeren Bildschirm aber ausbalanciert an. Die Laufzeit im Verhältnis zum Gewicht und der Größe ist ein gelungener Kompromiss.
  • Um mich einmal selbst zu zitieren: „Apple Pencil ist das einzige Zubehör, das man wirklich wirklich braucht, wenn man ein iPad Pro kauft.“ Das Smart Keyboard empfinde ich für mich persönlich als ein unersetzliches Accessoire, es ist jedoch der Pencil, den man sich auch ohne konkreten Grund in den Einkaufswagen legt – seine Möglichkeiten sind enorm und die Option ihn ohne Kabel, innerhalb von wenigen Sekunden am Lightning-Port, aufzuladen (auch wenn das komisch aussieht), schlicht praxisnah.
  • Durch Apples Smart Connector fließen Daten und Strom – das ist grundsätzlich interessant. Ob wir dafür aber jemals mehr Zubehör sehen als nur eine Tastatur, bleibt abzuwarten. Ob wir den Anschluss überhaupt zukünftig in anderen Geräten finden, ergänzend (?) zu Bluetooth, Lightning und USB-C, ist ebenso fraglich.
  • 4 GB Arbeitsspeicher sind in der iOS-Landschaft bislang ungesehen. Es ist geradezu auffällig wie beispielsweise Spiele im Hintergrund einfrieren und selbst nach mehreren Tagen in denen man sein Game pausiert hat, wieder aufwachen und an der aktuellen Position weiterspielen. Es ist also nicht ausschließlich die Hardware, die den Arbeitsspeicher einfordert, sondern tatsächlich ein Spielraum für Apps.
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Fazit

Das iPad Pro ist nicht für jeden und insbesondere nicht für jeden schon jetzt. Dieses Tablet ist ein Blick in die Zukunft, den man sich leistet, wenn man schon heute fühlen will, wie man Morgen arbeitet1.

Bis zum Mainstream, dort wo nach acht Jahren das iPhone angelangt ist, dauert es noch. Das liegt a) an der Software und den Services sowie b) einem Umdenken beziehungsweise Aufgeben alter Arbeitsweisen. Beides hält das iPad zurück; beides wird sich ändern. Wer bezweifelt ernsthaft, dass uns nicht gerade eine Generation von Webdiensten ins Haus steht, die mit bisherigen Traditionen bricht2. Und wer glaubt wirklich, das unsere Jugend, die mit iPods, iPhones und dem Netz aufwuchs, noch vor den gleichen Laptops sitzt, vor denen wir gerade hocken?

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Für die meisten Menschen wird das Smartphone der nächste Computer. Und da das Tablet dem Smartphone bedeutend näher steht als unseren PCs, ist die Frage in was ich Zeit und Geld investiere, gar nicht so schwierig. Allem voran hat das iPad Pro mit iOS aber das lebhaftere Betriebssystem.

In order to really create a new category of devices, those devices are going to have to be far better at doing some key tasks… Better than the laptop. Better than the smartphone.

Steve Jobs, 2010

Sechs (ereignisreiche) Jahre später, hat sich diese Gerätekategorie etabliert. Und jetzt ist es das iPad Pro, das mit Pencil und A9x-Prozessor plötzlich jene Aufgaben übernimmt, die zuvor als unangreifbar auf dem Mac galten.

Zu diesem Status quo gelangt man nur mit einem langen Atem. Apple bewies bislang diese Ausdauer. Das iPad Pro ist abermals ein kräftiger Atemzug in Richtung Zukunft.


  1. Ziel ist es nicht unsere eingeschliffenen Arbeitsweisen aufs Tablet zu kopieren, sondern neue Wege zu finden, die aktuellen Herausforderungen produktiver anzugehen. 
  2. Siehe Amazon Web Services, Musik-Streaming, iCloud-Authentifizierung, Microsoft Office 365, Google Photos, etc.. 
  • Rainer

    Ich hab gestern mein Pro (Cellular) bekommen und bin ja so gespannt wie es sich bei mir schlägt. Überlege noch ob ich mein Air verkaufe, aber dein Artikel macht quasi mutiger diesen Schritt zu gehen :)

    Lustige Geschichte nebenbei… Ich habe das neue Pro mit meiner AppleID eingerichtet und dann gesagt „Als neues Ipad“ einrichten. Also nix aus Backup oder iCloud. Das hat der dann auch gemacht. Nach ein paar Min war dann das Display da mit den vorinstallierten Apps.
    In der vorinstallierten Apple-Mailapp hatte ich dann ca. 50 Mails von einer mir unbekannten Person.
    Das sind Mail von Mitte 2013 bis ca. Mitte 2014. Den Namen der Person kenne ich, stimmt quasi mit dem Namen meiner Frau bis auf eine Kleinigkeit überein, aber ich habe nie für meine Frau eine Mailadresse mit meineFrau@icloud.com eingerichtet.
    Die nutzt zwar ein weiteres ipad und iphone mit meiner Apple-ID, aber die Mailadresse ist völlig unbekannt und gehört wohl einer Dame mit gleichem Namen mit einer 9er Postleitzahl… die Adresse der anderen Dame steht in den Mails, dazu Mails mit Fotos und Bestellungen.. Sachen gibt das… mal sehen was Apple dazu sagt!

  • Roman Keller

    Gratulation, toller Artikel ! Ich, mit Jahrgang 71 bin noch mit den ersten PC’s aufgewachsen und kenne Macs seit sicher 15 Jahren. Als einer der ersten iPhone User in Europa importierte ich teuer das erste iPhone und habe schon damals das Potential erkannt welches iOS offenbarte. Seit dem iPad Air habe ich mich privat von Laptops und Desktops entsagt. Ich will daheim kein System mehr dass ich im 90er Jahre Stil booten muss usw. Wenn man geistig beweglich ist, sich mit den vielen tollen Apps die es gibt beschäftigt, findet man einen anderen neuartigen Workflow für sich, der einem die Zukunft schon heute offenbart. Nun habe ich auch das iPad Pro, es ist mein TV, meine Jukebox, mein Fotobearbeiter – einfach mein Heimcomputer. Währenddessen mein iPhone 6S der Hub und der Computer am Tag ist. Ich bin zwar nicht begeistert wie iOS noch nicht ans Pro angepasst ist und mit der schleppenden App Anpassung ebenfalls, trotzdem will ich nie mehr weg von iOS.

  • Ripley

    Sehr schöner und sehr differenzierter Artikel. Macht Spaß zu lesen und gibt einen guten und nachvollziehbaren Eindruck wider. Schön, dass du bei diesem Review auch genug Raum für „kritische“ bzw. „contra“ Punkte einräumst. Das vermisse ich manchmal hier. Das macht deine Begeisterung noch viel nachvollziehbarer.

    Ich würde auch gerne viel mehr produktiv auf meinem Ipad-Air2 machen, scheitere aber immer wieder an den komplizierten Work-arounds um meine Dateien auf das Gerät zu bekommen oder an beschränkter Software.

    • Roman Keller

      Es ist sooo einfach wenn man mal die richtigen Apps gefunden hat. Kann dir Tipps geben wenn du sagst was du genau tun willst

      • Echt? Dann nenne mir eine Buchhaltungssoftware die Kontenrahmen und DATEV Datensätze beherrscht und die Übermittlung ans Finanzamt eingebaut hat. Toll wäre natürlich auch eine Belegerfassung und Anbindung ans Onlinebanking.

      • „Ziel ist es nicht unsere eingeschliffenen Arbeitsweisen aufs Tablet zu kopieren, sondern neue Wege zu finden, die aktuellen Herausforderungen produktiver anzugehen.“

      • Sorry, aber Buchhaltung ist eine ganz normale Bürotätigkeit und wer vollmundig den PC ersetzen will, der muss auch diese Aufgabe meistern inkl. aller gesetzlichen Vorgaben.

      • Thomas Peterson
      • Ja, ganz wichtig!

  • Ugur

    Insgesamt ein schöner, lesenswerter Artikel.

    Stören tut mich daran nur, dass du einerseits richtig anmerkst dass man mit absoluten Assagen immer falsch liegt, andererseits hast du dann mehrere doch recht absolute Aussagen in deinem Artikel die sehr stark in die Richtung gehen von wegen etwas wie ein iPad (Pro) als die Zukunft von Computern für alle oder auch nur die meisten darzustellen.

    Ja, als zusätzlich Gerät find ichs auch toll, und für andere Leute mag es auch den Computer komplett ersetzen, für sehr viele andere wird es das mit dem OS auch in 5 Jahren noch nicht.

    Und nach 5 Jahre iPad iOS immer noch „ach, ist ja noch jung, das kommt alles noch“ mäßige Aussagen sind zu verblümt, nein, es ist da an vielen Stellen klar das Apple dass an diesen Punkten eben garnicht ändern will und dadurch wird es zB auch in 5 Jahren noch keine vollwertige Entwicklungsumgebung für iOS geben auf der man ne App entwickeln, kompilieren und auf den Store tun kann.

    (Außer die Verkäufe würden so einbrechen dass Apple die Marschrichtung massiv ändern muss)

    Und ja, die aktuelle Kindergeneration wächst mit Smartphones und Tablets auf, aber wenn sie dann was machen wollen was nicht an nem iPad geht müssen sie dann dafür immer noch einen PC/Mac hernehmen später.

    Und zum Teil mit Phil Shiller’s Aussagen re Kannibalisierung eigener Produkte:

    Apple redet gerne darüber wie sie sich nicht davor scheuen auch eigene Produkte zu kannibalisieren, weil es natürlich mutig wirkt und auch so als wäre man sich nicht zu fein/bieder/stur/unsicher mutiges auf einem Gerät auszuprobieren blos weil es der anderen Kategorie (oder der firmenpolitischen Ausrichtung) schaden könnte.

    Nun ist dem aber leider höchstens teilweise der Fall.

    Sieht man ja auch schon in seiner Aussage, er sieht das nur in eine Richtung, das man sich nicht scheue das jeweils größere Gerät durch das kleinere zu kannibalisieren.

    Andersrum hat es aber Apple seit Jahren nicht gemacht, gar versäumt.

    Und das wäre interessant, wie es eben aussieht wenn Apple auch den desktop so verbessert so dass er auch (wieder) interessant für laptop user wird.

    Oder wie Apple den Laptop verbessert sodass er auch für iPad (Pro) Nutzer attraktiver wird.

    Zusammengefasst könnte man dazu sagen: Wo bleibt der Surface Pro/Surfacebook (Macbook) von Apple?

    Der Convertible/Detachable Laptop mit Desktop Chipset und Desktop OS X und Touch.

    (Das iPad Pro ist nur ein Surface RT von Apple, also der „Convertible“ mit mobilem OS)

    Das Surface Pro/Surfacebook Macbook von Apple würde die Sparte füllen für alle die ein iPad als zusätzliches Gerät haben aber mindestens zwischendurch eben auch noch Desktop Apps laufen lassen (müssen) oder Desktop Spiele laufen lassen wollen.

    Nur die mobil OS Variation anzubieten als Zukunfstmodell für alle, oder auch nur die meisten, ist eine wesentlich zu kurz gedachte absolute Aussage.

  • Erstklassiger Artikel 👌🏻

  • DominikC

    „[…] und die Zwischenablage mit nur einem einziges Item ist absolut unpraktisch.“

    „einziges“ passt hier nicht oder?

  • TL;DR
    Die Begründungen warum man ein Gerät gekauft hat werden um so länger, um so weniger man es wirklich braucht. Man kann damit „Key Tasks“ ausführen, mehr aber leider im Moment nicht. Für die gegebene Leistung einfach viel zu teuer. Mit einem schlanken Laptop zum selben Preis kann man so viel mehr tun.

    • stq66

      Nicht gelesen und daher passt auch dein Kommentar nicht. Alex begründet in de, Artikel nicht, weshalb man das Pro braucht.
      Er setzt sich (doch ziemlich kritisch) damit auseinander und findet viele Für und Widers.

      Vielleicht doch das nächste mal entweder sich den Kommentar verkneifen oder doch die Zeit nehmen und so einen Artikel lesen

  • Thomas Peterson

    @iphoneblog:disqus wie gut läuft eigentlich duetdisplay auf dem ipad pro in verbindung mit einem mac? geht das auch flüssig?

  • Georg

    Finde den Artikel auch toll.
    In meinem (Arbeits-)Alltag ist der Desktop noch nicht auch nur annähernd wegzudenken. Alleine wegen der externen Monitore, die ich angeschlossen habe.
    Spannend wird es, wenn man das iPad Pro an einen externen Monitor anschließen kann und z.B. iPad + großen Touchscreen (Monitor) vor sich hat, in einem angenehmen Winkel für Augen und Hände.

  • Schöner Artikel, auch wenn ich nicht denke, dass wir mit dem iPad tatsächlich die Zukunft des Computings sehen.

  • Josephschmoseph

    Stimme in vielen Punkten absolut zu.

    Damit das iPad Pro aber die Zukunft des Computing sein will, muss Apple auch an den Schrauben drehen, die es als unangenehm betrachtet. Und das sind Software und App Store.

    Für eine Pro Platform braucht es auch Pro Apps. Und viele dieser sind Nischenprodukte. Ohne Upgradepricing wird es in diesen Nischen schwierig bei iOS profitabel zu sein. Das mag für iPhone Apps funktionieren, wo die User base immer weiter wächst und sich demnach auch immer neue Leute die gleiche App runterladen. Für Apps kontant großer userbase ist das so nicht machbar. Das ist so nicht lukrativ und auch ein grund warum der mac app store gescheitert ist.

    Zweites wäre die Software. Da muss Apple einfach mehr tun. Drag& Drop ist die nächste low-hanging fruit. In den letzten 2-3 Jahren hat es sich so angefühlt, als wäre Apple für das iOS fürs iPad schlichtweg nichts eingefallen. Da finde ich die fallenden Verkäufe einen angemessenen Weckruf.

    Mit dem iPad hat Apple uns die Zukunft versprochen. Da muss iOS aber konsequent mitentwickelt werden. Da reicht es eben einfach nicht, jedes jahr ein dünneres und leichteres iPad zu verkaufen wenn die Software stagniert.

  • RonSen

    Schönes Review. Ich denke auch, dass die Hardware dem OS um Jahre voraus ist!

    Übrigens: Ich finde Deine Fotos klasse :-)

  • Marco

    zu lang zum lesen. Das sprengt meine Ubahn Zeit.

  • Falk

    Mich würde mal interessieren, wie für solch ein Artikel recherchiert wird. Ich mag die Art mit den Zitaten und Erweiterungen. Könntest du uns mal einen Einblick geben, wie du da vorgehst, welche Apps etc benutzt werden?
    Vielen Dank und weiter so, denn Technik ist mehr als nur ein Unboxing und Review!

    • Alle kurzen und auch etwas längeren Gedanken wanderten in eine Notiz. Apples iOS-9-App hat sich dafür als sehr robust erwiesen. Interessante Tweets konnte ich über die iOS-Extension direkt aus Tweetbot dort ablegen.

      Bei Zitaten aus Artikel, die bei mir alle in Instapaper archiviert sind, funktioniert das genauso. Über diesen Weg wird nicht nur die eigentliche Aussage übernommen, sondern auch woher sie stammt. Damit kann ich dann gut verlinken.

      Neben der Notiz mit den losen Gedanken habe ich diesen Artikel in Ulysses (Beta) geschrieben – in der Split View neben meinen Anmerkungen. Das Dokument synct via iCloud auch auf den Mac und das iPhone. Dort habe ich – mit dem Baby auf dem Arm :) – meistens korrekturgelesen.

      Am Ende eines jeden Tages habe ich zur Sicherheit mal eine Kopie der Datei auf Droplr geschoben – man weiß ja nie. Das geht ebenso über eine Extension.

  • Malte

    Mich würde interessieren, wie das Leseerlebnis von Instapaper auf dem Pro im Vergleich zum Air ist? Wirkt sich die neue Bildschirmgröße positiv oder negativ aus und kann man weiterhin bequem auf dem Sofa lesen? Danke dir!

    • Ich empfind es als sehr angenehm. Das Pro muss aber irgendwo abgelegt/abgestützt sein (Beine/Kissen/etc.) – halten auf Dauer ist unangenehmen.

  • ZeDctr

    Der Artikel hatte genau die richtige Länge für eine Kaufentscheidung (‚Chronicles Of The Wasteland‘). Mit dem Pro werde ich noch ein bisschen warten.

  • Danke Alex, für den tollen Artikel. Mich würde noch interessieren, wie deine Einschätzung zur Konkurrenz ausfällt. Gerade Windows könnte sich mit dem neuen „gemeinsamen“ Windows 10 in Zukunft einen Vorteil ausarbeiten (könnte!). Früher war klar, dass ein neues Betriebssystem wie iOS der richtige Schritt für diese neue Gerätekategorie war. Heute, in der Zeit, wo die Bildschirme immer größer werden und beide Welten verschmelzen, bin ich mir ehrlich gesagt nicht mehr ganz so sicher. Es ist mal jetzt wieder eine Frage des Betriebssystems, wie Anfang der 2000er, wer zukünftig die Nase vorne haben wird. Leider darf man dabei die noch immer bestehende „Macht“ von Microsoft im Businesssektor nicht unterschätzen. Denke das wird noch spannend werden. Oder wie siehst du das?

    • In unserer (meinen) kleinen Bubble vergessen wir (ich) manchmal den Businessbereich, ja.

      Ich glaube aber trotzdem das sich auch dort etwas wandelt. Siehe IBM; siehe iPads bei Fluggesellschaften. Der klassische Geschäftsbereich war für Apple nie interessant, weil er es quasi unmöglich macht alte Zöpfe abzuschneiden. Und auf Support für alte Betriebssysteme hat Apple so gar keine Lust (und ist auch für MS mittlerweile ein echtes Problem vorwärts zu kommen).

      Und dann wäre da noch die Frage nach dem Verschmelzen der Betriebssysteme, eine Frage, vor der wir 2010 schon standen. Keine Ahnung wie weit das wirklich noch zusammenläuft, aber bislang ist ja relativ eindeutig wofür sich die Kunden entschieden haben. Windows 8 waren leider verlorene Jahre und ich würde mir wünschen das Windows 10 das wieder zurückerkämpft. Insbesondere in puncto mobiler Geräte wäre ein dritter Kandidat, neben iOS und Android, echt wichtig.

      • Denke im mobilen Betriebssystemsektor wird es bei iOS und Android bleiben (leider). Kann mir nicht vorstellen, dass der Markt sich da nochmals neu verteilen wird.

        Bei Windows 10 bin ich mir fast schon sicher, dass sich Microsoft den Markt zurückerobern wird. Anfang der 2000er verschob sich dank iPod und iPhone das Kräfteverhältnis zwischen Business und Consumer. Apple (Consumer) hatte auf den Markt den größeren Einfluss und iOS war lange die „Messlatte“ und wanderte über diesen Umweg auch so in die Unternehmen.

        Wenn ich mir aber jetzt anschaue, wie sträflich Apple das iOS speziell für das iPad (Pro) vernachlässigt, bin ich mir nicht mehr so sicher, wie lange die Marktführerschaft noch anhält.

        Der Markt hat sich inzwischen gesetzt und konsolidiert. Smartphones und Tablets sind Alltagswerkzeuge geworden. Die Hardware wird auf Dauer (nicht bei mir, aber wohl bei den meisten Konsumenten) nicht mehr die oberste Rolle spielen. Und genau da sehe ich die Chance für Microsoft. Wir reden dann nicht mehr vom Smartphone-Markt, sondern es wird der PC-Markt sein, wo doch so viele „alteingesessene“ auf das bewährte Windows zurückgreifen.

        Wenn die passende Hardware aus dem Microsoft-Lager kommt (und danach sieht es immer mehr aus). Werden Menschen, die bisher einen PC hatten wohl eher zu einer Windows-10-Surface-Kombination greifen. Darin sehe ich eine Gefahr für Apple.

        Keine Frage, das iPhone ist gesetzt. Auch bei Windows Usern. Ob das dann aber auch für die iPad-Plattform (also die zukünftige PC-Plattform gilt) wage ich zu bezweifeln.

        Es bleibt spannend …

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  • Ein paar Verbesserungen (Verbesserung in Klammer […]; von oben nach unten, genau wie sie im Artikel nacheinander auftauchen; eine leere Klammer [] bedeutet das Weglassen von zuvor vorhandenen Zeichen oder Wörtern):

    „vorbeizuschauen[,]beziehungsweise“

    „eigentlich[e] Ausmaß“

    „möglich[en] und unmöglichen Situationen“

    „meine Präferenz[,]wenn man sich so förmlich ausdrücken mag“

    „eine Playlist[] neben das Dokument[]“

    Die beiden anderen Apple-Tablets[,] mit ihren kleineren Bildschirmen[,]sind bequemer

    (Je nach Belieben im Hinblick auf den Lesefluss; da dieser bei mir allerdings unterbrochen wurde, würde ich die Verbesserung empfehlen)

    „The iPad has to be so great that you don’t know [] why you want a notebook“

    „Die minimal größeren Ordner[]“

    „Das iPhone 6s hat mich mit der zweiten Generation von Touch ID verdorben“

    Besser wäre „mir“ oder falls das nicht gewünscht, ein anderes Wort als „verdorben“. So passt es nicht so ganz.

    (Nachträgliche Anmerkung: „verdorben“ passt sowieso im Kontext nicht. Wenn dann wurde die erste Generation verdorben, nicht die zweite.)

    „orientieren wie herum ich das Pro dreht[]“

    „Der Grund, warum Apple große Lautsprecher wählte[,] anstelle“

    „Wer bezweifelt ernsthaft[,] das[s]“

    „Sechs (ereignisreiche) Jahr[e] später[,] hat sich“

    Danke für den sonst sehr gewählt formulierten Artikel!

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  • Vrtfrank

    Ein guter differenzierter Artikel. Vielleicht war ich manchmal doch etwas harsch mit meiner Kritik…..

  • Alex
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