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van Alex Olma
18. April 2017 – 13:44 Uhr

Apple AirPods – viereinhalb Monate später.

Ich habe meinem Dezember-Artikel über die Apple AirPods inhaltlich kaum etwas hinzuzufügen. Und trotzdem will ich 17 Wochen später, mit etwas Abstand (aber der gleichen sechswöchigen Liefersituation), doch noch einmal unterstreichen wie fantastisch diese Ohrstöpsel sind.

„Kein Kopfhörer mehr ohne W1 Chip“ war rückblickend der treffendste Satz aus diesem Beitrag. AirPods, all day long. Die zwei Ausnahmen, in denen ich noch andere Kopfhörer aufsetze, sind das Sportstudio (Powerbeats3 Wireless) und die Couch, die vor dem Fernseher mit einem Apple TV steht (Sennheiser Urbanite XL Wireless).

Benutzt man mehr als ein Gerät, beispielsweise ein iPhone, ein iPad oder einen Mac, ist der mühelose Kopfhörerwechsel zwischen den Geräten die beste Funktion. Es ist inzwischen schwer vorstellbar, dass wir früher, für den Verbindungsaufbau von einem kabellosen Kopfhörer, regelmäßig den Bluetooth-Pairing-Prozess anstoßen mussten.

Meine AirPods sehen täglich drei Geräte: das MacBook Pro, das iPhone 7 Plus und das 9.7” iPad Pro. Auf iOS verwende ich das Kontrollzentrum um die AirPods zu verbinden; am Mac verknüpfen sich die Kopfhörer über das Bluetooth-Symbol in der Menüleiste. Meistens ist der Kopfhörer augenblicklich aktiviert – tatsächlich augenblicklich. Auch nach viereinhalb Monaten ist diese Faszination für jemanden wie mich, der in den letzten Jahren zwei Dutzend Bluetooth-Kopfhörer ausprobiert hat, noch nicht getrübt.

Natürlich gibt es Ausnahmen. In wenigen Fällen erkennt der Annäherungssensor in den AirPods mein Ohr nicht. Dann hilft es die weißen Ohrstöpsel kurz aus- und wieder einzusetzen. Ich hatte außerdem schon Probleme, dass einer der zwei AirPods nur mit einigen Sekunden Verzögerung zugeschaltet wurde.

Es ist mir bislang dreimal im letzten Quartal passiert, dass sich die AirPods partout gar nicht verbinden wollten. Dann half es die beiden Ohrstöpsel zurück ins Case zu stecken und es dann direkt noch einmal zu probieren. In allen drei Fällen funktionierte im Anschluss die Verbindung wieder problemlos.

Apropos Case: Die kleine weiße Box mit dem Klicki-Klacki-Scharnier ist inzwischen ein Dauerbegleiter. Egal wo ich hingehe, egal was ich tue: Seit den AirPods habe ich immer Kopfhörer dabei. Und weil es so verdammt schnell geht sie einzusetzen, habe ich weitaus häufiger Podcasts und Musik auf den Ohren als zuvor – an der Supermarktkasse, auf dem Weg zum Postkasten oder wenn ich mir fünf Minute Zeit nehme um einen Kaffee aufzubrühen.

Die größte Gefahr einen der AirPods zu verlieren, sind Kapuzenpullover oder ein stehender Jackenkragen – irgendetwas, das versehentlich vom Hals aufwärts den Kopfhörer nach oben drückt.

Die AirPods und ihr Case sind nicht unverwüstlich, aber stecken Stürze ziemlich gut weg. Einzig und allein den zwei Spülbecken in der Küchen und im Badezimmer nähere ich mich nur vorsichtig. (Spritz-)Wasserschutz für die Apple-Kopfhörer, so wie beim iPhone 7, würde mich sehr beruhigen.

Alle anderen Vorteile von komplett kabellosen Kopfhörer ziehen natürlich auch bei den AirPods. Allem voran ist es eine Unauffälligkeit, die man zu schätzen lernt. Nicht unbedingt optisch, sondern in puncto Bewegungsfreiheit. Ich vergesse regelmäßig einen der zwei Kopfhörer im Ohr. Ernsthaft. Die meiste Zeit benutze ich Zuhause oder auf der Strasse ohnehin nur einen der beiden Stöpsel, um noch ansprechbar zu sein. Wenn die Musik dann pausiert und man abgelenkt wird, vergesse ich den einen Kopfhörer im Ohr.

Mit beiden Ohrsteckern passiert mir das (natürlich!) nicht. Zwei AirPods stecke ich grundsätzlich für Filme ein, auf die ich mich konzentrieren will. Und auch meinen wöchentlichen Audio- und Videoschnitt ziehe ich meistens mit den AirPods durch.

Apples Steck-Kopfhörer lassen sich laut genug aufdrehen um damit im Straßenverkehr aufpassen zu müssen. Fürs Flugzeug, dort wo ich mich wirklich ausklinken will, greife ich weiterhin zu Kopfhörern mit Geräuschunterdrückung. Ein einziger Kopfhörer kann nicht alle Aktivitäten abdecken und für jeden Einsatzzweck konzipiert sein.

Aber das ist wohl gleichzeitig auch die erstaunlichste Erkenntnis nach viereinhalb Monaten mit den AirPods: Ein einziges Kopfhörer-Modell erfüllt nahezu alle meine täglichen Kopfhörer-Bedürfnisse.

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