iPhoneBlog.de iPhoneBlog.de
van Alex Olma
11. April 2016 – 21:14 Uhr

Size does matter. Das 9,7” iPad Pro.

Wow, was für ein Größenunterschied. Nach sechs Monaten auf dem 12,9″ iPad Pro traf mich der Sprung zurück aufs neue 9,7″ iPad Pro unvorbereitet – positiv wie negativ. Hier ein kurzer Erfahrungsbericht nach meiner ersten Woche mit dem ‚Baby-Pro‘.

iPhoneBlog.de_Baby-Pro_1

Lasst uns für einen Moment persönlich werden. Lasst uns über eigene Arbeitsweisen sprechen, über tägliche Gewohnheiten und individuelle Vorlieben. So kommen wir dem neuen iPad eventuell näher; so kann ich mir vielleicht selbst das neue Tablet besser erklären.

Weil…wer hier mitliest, hat sicherlich schon die Unterschiede auf dem Datenblatt studiert, die weit über den Display-Umfang hinausreichen. Eine Erkenntnis: Das meiste Geld kauft nicht automatisch auch das beste iPad. Selbst wenn Geld keine Rolle spielt: Man kann im Moment nicht das beste iPad kaufen. Das Line-up der Apple-Tablets ähnelt mittlerweile mehr denen der MacBooks, die sich mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen in die Produktsegmente MacBook, MacBook Air und MacBook Pro aufteilen.

Die Frage also, die Robert Lembke so perfekt für seine Quizshow-Gäste in den 70-Jahren formulierte, lautet damals wie heute: „Welches Schweinderl hätten Sie denn gern?“

iPhoneBlog.de_Baby-Pro_2

Beginnen wir beim Preis. Ab 397 Euro gibts ein iPad mini 4; das neue 9,7″ Pro ist ab 689 Euro erhältlich und ein 12,9″ Pro legt man für 907 Euro in den Warenkorb. Das iPad Air 2 (ab 439 Euro) und iPad mini 2 (ab 297 Euro) passen zwar preislich für Apple in zwei Schubladen, für mich, der in erster Linie auf Technik und Zukunft schaut, aber nicht. Selbst der verlockende Preisunterschied von knapp 250 Euro, das ein iPad Air 2 gegenüber einem 9,7″ Pro spart (ignorieren wir für den Moment den Speicherunterschied der zwei Modelle von 16- zu 32-Gigabyte), ist eine Versuchung, der man heute besser widersteht. Der Aufpreis, der beim Bildschirm anfängt (40-Prozent weniger reflektierend, 25-Prozent heller, ‚True Tone‘-Display), sich über den Prozessor zieht (A9X vs. A8) und beim Zubehör und den neuen Anschlüssen aufhört (Pencil, Smart Connector, Keyboard), ist die Mehrkosten schlicht wert.

Ich argumentiere ich hier nicht absolut, und für Apple macht es durchaus Sinn diese Preispunkte zu treffen. Aus meiner Sicht und mit meinen Präferenzen steht der Preis und die Leistung beim Baby-Pro aber in einem beträchtlich besseren Verhältnis als zum Air 2.

Aber wir wollten persönlich werden…

Mein Tag beginnt auf dem iPhone (6s Plus) mit Twitter, RSS und einer stark begrenzten Auswahl an Apps, denen ich Push-Benachrichtigungen erlaube. Mittlerweile habe ich meine Mitteilungen so kräftig zusammengestrichen, dass ich in ein bis zwei Minuten alle wesentlichen (für mich wichtigen) Ereignisse überblicke, die während der Nachtzeit passiert sind.

Nach diesem ersten Push in den Tag nehme ich die meisten Benachrichtigungen ab dann nur noch auf der Uhr entgegen. iPads bleiben grundsätzlich Push-frei.

Mein Schreibtisch-Computer ist seit letztem Jahr das 12,9″ iPad Pro sowie ein MacBook Pro (2015), das manchmal an einem externen Apple-Bildschirm hängt. Will ich mich konzentrieren, verkrieche ich mich am iPad Pro im Texteditor Ulysses, der sich häufig den Bildschirm im Split-Screen mit Safari teilt. Dort tippe ich auf der iPad-Hardware-Tastatur. Twitter, RSS, Instapaper, Slack und ab und zu einen Blick ins (Airmail‑)Postfach werfe ich grundsätzlich über das iPhone. Zum Kleinrechnen von Artikelfotos (Acorn, JPEGmini), für Videoschnitt (Final Cut), Downloads und Podcasts (Skype, Mumble) läuft das MacBook.

Abends, insofern ich nicht arbeite, ist es überwiegend das iPhone, das mich vom Abendessen auf die Couch und von der Couch ins Bett begleitet. Summa summarum sind es also drei Screens, die das tägliche Internetrauschen zu mir bringen. Ist in dieser Aufstellung noch Platz für ein viertes Display? Lässt sich einer der Mitspieler vielleicht auswechseln? Wo würde bei mir das 9,7″ iPad Pro reinpassen?

iPhoneBlog.de_Baby-Pro_3

Die Frage klingt dekadent, ist aber nicht so gemeint. Mir ist bewusst, das wir noch nicht in einer Zukunft leben, in der Computer als Glasscheiben überall herumliegen, die wir uns jeweils passend zur Situation schnappen. Die Überlegung ist aber spannend, weil es die Stärken und Schwächen des neuen 9,7″-Tablets aufzeigt. Wie bereis eingangs erwähnt: Es ist mehr als nur die Bildschirmgröße, die das 9,7″ auszeichnet.

Mit kleinem iPad Pro im Hinterkopf rollen wir meinen Tag noch einmal rückwärts auf.

Das Baby-Pro ist allem voran das bessere Lesegerät. Es bietet mehr Platz als ein iPhone für Text, Comics und Webseiten, jongliert sich aber außerdem leichter auf den Oberschenkeln als ein 12,9″ Pro. Es bringt außerdem ein breiteres Farbspektrum und eine überlegene Farbsättigung mit, die selbst ein MacBook in den Schatten stellt (im iPad-Pro-Screen steckt die Technik vom iMac 5K). Kein Apple-Laptop kann außerdem mit den vier iPad-Lautsprechern für Filme, Serien und Musik mithalten. Ernsthaft: Die Qualität der Lautsprecher-Boxen ist derart überlegen, dass ich Filme vom MacBook – das neben mir liegt – aufs iPad streame anstelle die Wiedergabe unter macOS zu starten.

Die Vorteile bei meiner abendlichen Nutzung sind teilweise die Nachteile am Schreibtisch. Zwei Apps im Split-Screen-Mode schrumpfen auf einem 9,7″-Display. Kennt man das 12,9″ Pro und die Darstellung von zwei iPad-Apps in voller Größe nebeneinander, ist das ein klarer Rückschritt. Auch die detailliertere Bildschirmtastatur, die das 12,9″ eingeführt hat, ist weitaus bequemer als das alte Tastatur-Layout.

Auf die Schnellladefunktion über einen USB-C-Netzstecker, so wie sie das 12,9″ besitzt, wurde zu meinem Unverständnis verzichtet.

Und damit die Entscheidung kompliziert bleibt: Nur das 9,7” Pro gibt es in einer (günstigeren) 32 GB-Variante mit Mobilfunk. Das 12,9” startet erst mit 128 Gigabyte internem Speicher.

iPhoneBlog.de_Baby-Pro_4

Und es geht weiter…

Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als wir über Leute geschmunzelt haben, die mit iPads fotografieren? Yep, diesen Trend nicht früher erkannt zu haben, ist auch mir ein bisschen peinlich. Die rückseitige Kamera im 9,7″ entspricht der Kamera im iPhone 6s – Apples bester Hardware (die trotz Kamerahügel flach auf dem Tisch aufliegt und nicht kippelt).

Wer viel reist, lernt die eingebaute Simkarte zu schätzen. Das 9,7″ hat in seiner LTE-Ausführung neben dem Simkarteneinschub außerdem noch eine fest verlötete Mobilfunkkarte. Apple hat bereits eine Auswahl an Partnerländern, bei denen sich die dort gängigen Datentarife direkt nachdem man seinen Flieger verlassen hat, aufs iPad bucht. Kein Gang zum nächsten Mobilfunker, keine falsche Tarifwahl und vor allem kein Simkartenwechsel. Hält man sich länger in einem Land auf, ist es sicherlich preiswerter nach lokalen Tarifen zu forschen. Für Geschäftsreisende und jeden, der es bequem und unkompliziert wünscht (ich habe gelernt niemals den Faktor Bequemlichkeit zu unterschätzen), ist das eine Option online zu gehen, die an Komfort kein Laptop erreicht.

Mit allen diesen Unterschieden ist das 9,7″ gegenüber seinem größeren Bruder nicht per se ein schlechterer Computer. Wer aber das 12,9″ schätzt und liebt, sieht das 9,7” für sich vielleicht eher als eine ergänzende Rechenmaschine1 – so geht’s zumindest mir.

Fazit

Ich mag es nicht, wie oft üblich, im Fazit die oben genannten Argumente noch einmal zusammenzufassen. Deshalb im folgenden Abschnitt noch zwei ergänzende Gedanken.

Die „Why would you buy a PC anymore?“-Diskussion habe ich hier bislang bewusst ausgeklammert. Viel ist dazu bereits gesagt und geschrieben. Niemand würde obendrein auf die Idee kommen, die Existenz eines MacBook mit jedem neuen Modell neu zu hinterfragen.

Nur ganz kurz…

Auffällig aber ist (abermals) wie viel Computerzeit uns ein iPad heutzutage bereits abknapst. Eine exakte Messung ist schwer (Apple hat darüber bestimmt gute Daten), aber das sich unsere PC-Nutzung generell ändert, ist wohl nicht abzustreiten. Im Bett, auf der Couch, im Zug oder im Flugzeug: Das iPad übernimmt nach und nach Aufgaben, für die wir vorher Laptops gekauft haben. Instant on, immer mit dem Netz verbunden, handlicher, leichter zu bedienen und mit einer größeren Softwareauswahl. Kein Wunder also, das der PC-Markt im letzten Vierteljahr erneut um fast 10-Prozent einbrach.

Zweiter (abschließender) Gedanke: Erstkäufer_innen_ oder Kunden und Kundinnen, die schon ein betagtes iPad besitzen und es lieben (gemeint sind iPad Airs und ältere Tablets), findet mit dem neuen 9,7″ Pro ein fantastisches Update. Der Sprung für jemanden der regelmäßig zu seinem Tablet greift, ist groß genug. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass sich dieses Modell aus der mittlerweile großen iPad-Auswahl auf absehbare Zeit am besten verkauft.

Das neue 9,7” hat nicht ein einzelnes dominantes Feature, mit dem es wirbt. Es ist eher die Zusammenstellung vieler kleiner Neuerungen, die das Paket schnüren.

Nehmen wir beispielsweise das ‚True Tone‘-Display, das über Sensoren in der iPad-Stirn automatisch die Farbe und die Intensität des Bildschirms auf die jeweilige Beleuchtung im Raum anpasst. Unter grellem Bürolicht mischt sich beispielsweise ein dezenter Blauton ins Bild; in sonnendurchfluteten Zimmern justiert das iPad unauffällig die Farbtemperatur nach oben.

Der Effekt ist sichtbar, wenn man explizit darauf achtet. Im Alltag vergisst man das genau solange, bis man wieder ein iPad in die Hand nimmt, das diese kontinuierliche Feinjustierung nicht hat.

Es ist kein Feature, dass das Baby-Pro direkt verkauft, aber es prägt den Gesamteindruck nachhaltig – so wie der Apple Pencil, das Smart Keyboard oder die Verfügbarkeit von Microsoft Office, das im Gegensatz zu seiner Desktop-Version (oder der Installation auf einem 12,9” iPad Pro) für alle Geräte unter 10” komplett kostenlos ist.

iPhoneBlog.de_Baby-Pro_5

Teil meiner Faszination mit dem iPad bleibt die Geschwindigkeit, mit der sich die Plattform entwickelt. Heute ist es eine neue Display-Technik, neue Eingabegeräte und Schnittstellen, in diesem Sommer schauen wir bereits auf ein neues Betriebssystem-Update und in der täglichen Benutzung ist es die Software, die sich andauernd weiterentwickelt.

Ich bleibe ein Fan dieser Computer.


  1. Das 9,7” iPad Pro hat im Gegensatz zum 12,9” iPad Pro nicht vier, sondern nur zwei Gigabyte an Arbeitsspeicher. Ich sehe durchaus einen möglichen Nachteil, der sich daraus in einigen Jahren ergeben könnte. Im hier und heute merke ich den Unterschied in meiner Nutzung aber nicht. 
  • Pingback: DisplayMate über den 9,7-Zoll—Bildschirm des iPad Pro: „visually indistinguishable from perfect“. – iPhoneBlog.de()

  • Marco P.

    Er hat macOS gesagt..

  • speedlimiter

    Da du die Lautsprecher erwähnst: Hast du schon mal denen eines 12″ MacBook gelauscht? Das hat mit Abstand die besten in Apples Notebook-Lineup. Das würde ich mit dem Baby-Pro auf die gleiche Stufe stellen.

  • Alex

    Dass der einbrechende PC-Markt viel mit iPads oder Tablets generell zu tun hat, würde ich stark bezweifeln. Zumal die iPad-Verkäufe ja auch zurückgehen. Dass weniger PCs verkauft werden, hängt vermutlich damit zusammen, dass jeder seit einigen Jahren verkaufte PC inzwischen so leistungsfähig ist, dass der alle „normalen“ Anwendungen mehr als zufriedenstellend erledigen kann. Die Zeiten, wo neue Programmversionen und OS-Updates den alten PC in die Knie zwingen und ein neuer her muss, sind irgendwie vorbei. Man „muss“ daher nicht mehr alle 2-3 Jahre einen neuen PC kaufen. Das drückt die Verkaufszahlen.

    Den Aufpreis vom iPad Air 2 auf das kleine iPad Pro empfinde ich schon recht heftig. Wer viel zeichnet und den Stift benötigt, für den ist es den Aufpreis sicher wert, aber wer „nur“ konsumiert, dem würde ich derzeit eher zum Air 2 raten. Das Pro hat zwar einen schnelleren Prozessor, aber mit ebenfalls nur 2GB RAM ist es leider nicht wesentlich besser auf die Zukunft vorbereitet, als das Air 2. Bisher hat sich ja leider immer gezeigt, dass das größte Problem beim Update auf neue iOS Versionen das fehlende RAM war.

    • Ripley

      Der einbrechende PC Markt hat meiner Meinung nach noch viel mehr mit den Smartphones zu tun. 95% aller Normalnutzer haben sich früher erst einen PC später einen Laptop gekauft, um zu surfen, Email, Musik zu hören und kleine Spiele zu spielen. Für all diese User übernimmt das Smartphone jetzt diese Funktion. Und um einmal im Quartal einen Brief zu schreiben, reicht für die meisten auch noch Word 2003 auf der alten Möhre. Tablets haben zwar auch einen Anteil, aber einen kleineren.

  • Patrick Ahrens

    Hallo Alex,
    um die Diskussion „Why would you buy a PC anymore?“ doch noch einmal anzustoßen, ist iOS wirklich „langsam“ eine Konkurrenz zu OS X?

    Hast du in deinen Workflows massive Einschränkungen oder läuft alles „rund“ ohne Mac (mehr Schritte nötig um zum gleichen Ziel zu kommen?)

    Kann man als Gesamtfazit sagen, dass ein iPad Pro immer mehr zur Mac Konkurrenz wird oder wird es das erst wenn wir ein besseres iOS oder „MacOS“ bekommen (Workflowabhängig)?

    Gruß

    Patrick

    • Ich kann damit vollständig arbeiten. Einige Arbeitsabläufe sind nur anders.

      Auch bei mir gibt es Tätigkeiten, die sind leichter unter macOS; andere sind einfacher auf iOS. Deshalb wechsel ich noch zwischen MacBook und iPad.

  • CR7MaxxGG

    „Der Aufpreis, der beim Bildschirm anfängt (40-Prozent weniger reflektierend, 25-Prozent heller, kein True Ton), sich über den Prozessor zieht (A9X vs. A8) und beim Zubehör und den neuen Anschlüssen aufhört (Pencil, Smart Connector, Keyboard), ist die Mehrkosten schlicht wert.“

    Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen.. Habe selbst ein Air2 seit November weil ich keine Lust mehr hatte aufs neue zu warten, nachdem in Oktober keine Keynote kam und das 12″ Pro so klotzig und schwer ist, dass man getrost noch 4 Jahre warten kann, bis das mal 500gramm wiegt. Eigentlich wollte ich dann das Air2 verkaufen sobald das neue draußen ist. Soviel zur vorgeschichte.

    Ich weiß ja, dass du alles schön redest was mit Apple zu tun hat aber wie diese features einen Aufpreis von sage und schreibe mehr als 200€ wert sind kann ich mir nicht erklären! Das ist ein Air3 und hat bis auf die Pencil Unterstützung die kaum jemand braucht auch keine features die so einen Aufpreis rechtfertigen!
    Desweiteren sehe ich überhaupt keine App weit und breit, die mal diese besseren Prozessoren auslasten würde! Real Racing 3 spielt mein Air2 ohne probleme und Ruckler und selbst der RAM ist ja gleich! Was also bringt nun dieser viel schnellere Prozessor, dass man lieber ein Pro nehmen sollte?
    Apple hat stolz herausposaunt, dass die Grafikleistung und Prozessorpower des Pros mittlerweile besser ist als auf einer XBOX360.. Ein Satz der mich überrascht hat aber gleichzeitig auch zeigt, wie schlecht der AppStore ausgestattet ist! Das höchste der Gefühle sind alte PS2 Kamellen wie Gta Vice City! Wenn das Ding angeblich mehr power hat möchte ich auch mal Apps die das ausnutzen! Wieso gibts kein Gta5 fürs iPad? Müsste doch dann möglich sein!? Solange es sowas nicht gibt wird mMn auch der Großteil der Leute sich lieber ein Air2 kaufen. Denn das reicht vollkommen. Ich jedenfalls war froh, dass ich im November zugeschlagen hatte und nicht auf dieses überteuerte Air3 gewartet habe!

    • Ich sprach davon wenn jemand heute vor der Entscheidung steht. Ein iPad Air 2 ist weiterhin ein tolles Tablet.

  • Alex

    Ich argumentiere ich hier nicht absolut,…

    Denke das ist was krumm. Btw. toller Artikel

  • Schupunkt

    Mir wären 2gb RAM für ein pro- Gerät nicht Zukunftssicher genug, in meinen air 2 ist das mehr als ausreichend. Für das pro wird es aber hoffentlich auch bald pro-Apps geben, die könnten das Teil dann schnell an seine Grenzen stoßen lassen. Man darf nicht vergessen in voller Ausstattung mit der Tastatur ist das iPad von preis her auf dem Niveau von nem MacBook Air. Dafür darf man dann auch etwas erwarten, meine ich. Bei den Pros sollte Apple vielleicht anfangen in den höheren Preisklassen nicht nur am Speicher zu drehen sondern, ähnlich den MacBooks, auch z.B. den RAM aufbohren.

  • sunnymtx

    Ein schönes Review mit tollem Fokus auf die Wesentlichkeiten.

    Ich persönlich WILL noch immer ein Baby-Pro, weil es sehr viel richtig macht und m.E. das Display alleine den USP darstellt. Da hat Alex einfach Recht, dass wenn man JETZT vor der Entscheidung für ein neues iPad steht – wie ich mit meinem iPad 3 (aka „New iPad ;-) ) – gibt es keine Frage noch ein altes Display zu kaufen.
    Trotzdem kaufe ich NICHT, auch wenn mir das schon seit Wochen sehr sehr schwer fällt. Aber ich kaufe zum ersten Mal aus Prinzip nicht. Die Gründe wurden bereits angesprochen und haben mit den lächerlichen Sparwahn von Apple zu tun, das mit dem Pro nicht komplett ernst zu meinen. Und diese Entscheidungen – wahrscheinlich von den Controllern – damit die Absätze auch nächstes Jahr für das Pro2 gesichert sind und man die verlangsamende Entwicklung dann freudestrahlend mit neuen, eigentlich Selbstverständlichkeiten füttern kann, kann ich nicht einfach schlucken:
    – 2 GB RAM statt 4 wie im Großen
    – USB 2.0 Anschluss! Da baut man mit dem Display und Formfaktor das Über-Tablet für Hobby- und Profi-Fotografen im Außeneinsatz und ist ja eindeutig mit den Neuheiten auf mehr Anschlussmöglichkeiten-Kurs und leistet sich so einen zukunftsunfähigen Faux-Pas?! Und das bei dem Preis-Plus zum Air2? Es ist doch absehbar, dass auch ein iPad Pro Line-Up sich mit iOS 10 oder 11 noch mehr zu Computern mausern wird. z.B. über ein Multi-Adpaterset wie an einem Displayport vom Surface oder am besten gleich USB-C!

    Ich möchte mal in die Runde fragen, wie ihr diesen Punkt seht? Es schien kurz nach der Vorstellung mal kurz ein Aufreger zu sein und mittlerweile liest man nix mehr – in kaum einem Review. Ist es denn ok für euch?
    Wartet noch jemand eben dann schweren Herzens auf Gen2?
    Thx!

    • Jonathan

      Ich sehe das ähnlich. Das kleine Pro hat in der Tat ein phantastisches Display – aber gerade die von dir genannten fehlenden Features lassen mich am Namenszusatz „Pro“ zweifeln.
      Im Gegensatz zu dir hab ich nicht die Stärke besessen zu warten. Dann war es auf einmal hier. Zwei Tage lang war ich verliebt, dann bin ich zurück an das 12,9er gewechselt und hab innerhalb weniger Minuten die Entscheidung gefasst, das kleine wieder zurückzuschicken. Die Auflösung des Großen hat mich mittlerweile sehr überzeugt (es ist in der Tat zu einem annähernden Computer-Ersatz für mich geworden). Und die zwei fehlenden Features im Kleinen haben aus meiner Überlegung dann eine Entscheidung gemacht.

      Nichtsdestotrotz bin ich ebenfalls sehr gespannt, wie sich die Plattform weiterentwickelt. Und es macht Spaß dabei zu sein :)

  • Pingback: Erfahrungsbericht mit dem neuen iPad Pro mini ;-)()

  • Es geht um das Air 2 im Vergleich zum Pro: „40-Prozent weniger reflektierend, 25-Prozent heller, kein True Ton[e]“ ; so kann es nicht passen. Entweder True Tone ohne ‚kein‘ oder davor die Worte ins Gegenteil verwandeln ;)

    Die anderen kleineren (wenigen) Fehler’chen hab ich nicht korrigiert, um nicht mehrmals den Lesefluss unterbrechen zu müssen. Es ist abends und ich bin müde ;).

    Zwei Fragen tun sich mir noch auf:

    Gibt es Situationen in denen sich TrueTone automatisch abschaltet?

    Wenn es registriert, dass eine Bildbearbeitungs-App offen ist, wäre das sinnvoll. Geht man nach dem Namen, sollte es aber spätestens dann nicht mehr relevant sein, wenn es nur noch TrueTone Displays gibt, die einen einheitlichen Standard in der Kalibrierung hätten (technisch und unternehmensübergreifend aber wohl kaum machbar). Denn im Optimalfall wäre es nach dem Namen immer dann mit der richtigen Farbtemperatur versehen, wenn das Display trotz unterschiedlichem Umgebungslicht immer gleich aussieht. Wobei TrueTone wahrscheinlich anders funktioniert und die Farben immer etwas überspitzt darstellt, so dass es angenehmer ist und man den Unterschied auch sieht.

    Die zweite Frage reiche ich nach – falls sie denn nicht für immer entfallen ist ;). Ich sollte schlafen, aber dein Artikel war mir wichtig noch zu lesen, da dies eventuell das erste iPad überhaupt für mich ist – und ich denke spätestens jetzt sollte ich als Student nicht mehr zögern. Gute Nacht.

    • Gut das du fragst. True Tone schaltet sich beispielsweise ab wenn du in Apples Fotos-App auf EDIT tippst.

    • Ich finde es gerade etwas nervig, dass es noch kein deutsches Tastatur-Layout gibt. Und die Tastatur so teuer ist. Ich tippe meist eh blind, aber die Umlaute ab und zu mal zu sehen, wäre schon nicht schlecht.

      Das Problem mit dem Warten: was bis dahin nutzen. iPhones bekommen grundsätzlich keine Hüllen mehr. Aber beim iPad verspüre ich einen stärkeren Drang dazu, zumindest das Display zu schützen und hinten eine dünne Folie gegen Kratzer anzubringen. Das Display selbst wird natürlich nicht mit einer Folie versehen.

  • Wackelpudding

    Hat schon einmal jemand den Apple Pencil zusammen mit dem kleinen iPad Pro getestet? Wenn ich bei mir etwas fester mit dem Pencil aufdrücke um eine dickere Linie zu erhalten (Stichwort Druchsensitivität beim Apple Pencil) erscheinen bei mir schlieren auf dem Bildschirm, als wenn ich den Bildschirm eindrücke…
    Das kann doch nicht normal sein!?
    Ich habe es schon mit zwei verschiedenen Apple Pencils getestet und es war jedesmal das gleiche.
    Ich wäre über eine Antwort echt dankbar!

    • Alex müsste ja relativ schnell eine Antwort geben können. Könntest du „Schlieren“ genauer erläutern?

      • Wackelpudding

        Du kennst doch den Effekt, wenn man auf einen LCD-Bildschirm (z.B. einen Monitor etc. – also die ohne Glasscheibe) drückt, dann „verschwimmen“ die Pixel. Wenn man so z.B. mit dem Finger über den Bildschirm fährt sieht man „schlieren“.

      • Bei mir gibt es keine Schlieren:

        http://alx.fi/ahf4

        Oder meinst du wenn man zu fest den Bildschirm eindrückt?

      • Wackelpudding

        Bei mir kommen die wenn ich mit „geradem“ Stift eine dickere Linie zeichne (mehr Druck = dickere Linie = Schlieren).
        Ich werde Morgen mal versuchen das abzufilmen.

      • Wackelpudding

        Ich war grad in einem Gravis und der Effekt ist auf allen iPads (auch dem großen) der gleiche:
        Hier scheint Apple eine Fehlkonstruktion hervorgebracht zu haben…
        Ich versuche das ganze mal zu filmen. Wäre cool, wenn du (Alex) das nochmals (wie unten von mir beschrieben) testen könntest.

      • Mach‘ gerne, aber ich glaube da läuft was auf deiner Seite falsch.

      • Wackelpudding

        Wirklich viel kann da meinerseits nicht falsch laufen, wenn ich, ein Kumpel und der Gravis Mitarbeiter den gleichen Effekt beobachten!?

      • Wackelpudding

        Hier kann man es einigermaßen erkennen, dass dem Stift bunte schlieren vorauseilen: http://d.pr/v/1kKe8

      • Mhh. Ich schätze, das ist ganz simpel zu fest aufgedrückt.

      • Wackelpudding

        Das ist es ja leider: Ich drück gerade fest genug auf um die entsprechende Strichstärke zu erreichen. Um der Gravis Mitarbeiter war auch ganz verblüfft, dass er die schlieren sieht, obwohl er nicht besonders feste aufgedrückt hat.
        Die meisten Benutzer werden das nicht merken, da sie kaum das drucksensitive nutzen. Aber wenn man diese Feature nutzt und etwas drauf achtet fällt es doch störend auf und kann ja nicht besonders gut für den Bildschirm sein.

      • Wackelpudding

        Hattest du das bei dir mal versucht nachzustellen (normaler Stift in Notizen App und dickeren Strich durch Druchsensitivität des Pencils)?
        Oder ist es mit du (und 2 weitere Personen) „drücken zu feste“ erledigt?

      • Ja, sorry. Ich habe außerdem noch versucht andere Berichte im Netz darüber zu finden. Nichts. Mehr kann ich dazu im Moment leider nicht beisteuern.

      • Wackelpudding

        Bei dir kommen also niemals solche schlieren!?
        Ich habe im Netz auch bisher nix gefunden, werde mich aber nochmals direkt an Apple wenden.

      • Sag‘ bitte mal gerne Bescheid wenn die sich dazu äußern. Danke.

      • Wackelpudding

        Beim Apple Support konnte man „das Problem“ nachvollziehen. Man meldet sich bei mir ob es sich hierbei um „erwartetes Verhalten“ handelt.

      • Wackelpudding

        Offizielles Statement vom Apple Support:
        „Es handelt sich bei dem geschilderten Problem um keinen Fehler des Geräts wurde mir mitgeteilt.

        Wir haben dies mit anderen Geräten nachgestellt und die Geräte verhalten sich alle genau so wie in ihrem Video beim benutzen des Pencils sobald etwas mehr druck auf das Gerät ausgeübt wird.

        Das Display wird dadurch in keinster Weise geschädigt.“

        Einen Faden Beigeschmack hinterlässt das schon. Ich habe meinen Apple Pencil erstmal wieder zurück geschickt.

      • Okay, danke für die Rückmeldung.

    • Ich habe mein 9.7 iPad Pro mittlerweile auch und kann das Problem bei mir nicht nachvollziehen. Ich glaube dir dass du es hast und weiß was du meinst, aber trotz der maximal ausgenutzten Druckstärke, gibt es bei mir keine Schlieren.

      Vielleicht lässt sich durch Einstellungen in Apps (wie Procreate) eine noch höhere Druckstärke erzielen. Allerdings wäre das für mich nicht mehr natürlich, wenn ich stärker als jetzt getestet aufdrücken müsste.

      Aber schade, wenn es für dich Probleme macht. Hoffentlich hast du ein Montagsgerät und ist nicht häufiger der Fall. Nur sieht es nach der Reaktion des Supports nicht unbedingt danach aus, dass es nur an deinem Gerät liegt.
      Oder aber ich habe die Schlieren auch und sehe sie nur nicht.

  • Pingback: Brydge, die Aluminium-Tastatur fürs iPad Air (2) + 9.7″ iPad Pro – iPhoneBlog.de()

  • Pingback: Gamevice – oder die Geschichte von einem iPad, das ein Game Boy sein wollte. – iPhoneBlog.de()

  • Pingback: DE-Tastatur-Layout für Apples Smart Keyboards – iPhoneBlog.de()

Social

Abonnement

iPhoneBlog präsentiert wöchentlich neue Videos über App-Store-Apps und einen täglichen Ideenaustausch im privaten Slack-Kanal. Noch nicht dabei? Werde Abonnent.

Du hast schon einen Account? Login.

Support

App Store

Wer eine beliebige iPhone-App im App Store über diesen Link kauft, seinen Mac mit Software aus dem Mac App Store bestückt, ein Produkt seiner Wahl bei Amazon bestellt oder meinen Flattr-Button drückt, unterstützt das iPhoneBlog mit einem kleinen Prozentsatz des (unveränderten) Kaufpreises.

Archiv

Gastfreundschaften