Vision Pro ist laut Apple eine „All-New Immersive Entertainment Experiences“

Apple legte den inhaltlichen Fokus bis zum heutigen US-Vorverkaufsstart seiner Brille auf „groundbreaking entertainment experiences“.

Symbolbild: Person mit VR-Brille sitzt in einem Kino-Sessel und hält Popcorn in beiden Händen.

I’ve watched five minutes of some TV program on this damn thing and I’m like, “Why am I going back to my iPad?”, it makes no sense.

But the thing is you actually have to be mobile-native to actually appreciate something like this. So if you’ve grown up watching a 75-inch screen television, you probably would not really appreciate it as much. But if you are like me who’s been watching iPad for ten-plus years as my main video consumption device, this is the obvious next step. If you live in Asia, like you live in Taiwan, people don’t have big homes, they don’t have 85-inch screen televisions. Plus, you have six, seven, eight people living in the same house, they don’t get screen time to watch things so they watch everything on their phone. I think you see that behaviour and you see this is going to be the iPod.

The headphones, why are headphones selling all the time everywhere? It is because people want their moment of privacy and they want to be alone and they want to listen to their media in their way. I think that’s what Vision Pro excites me is it’s going to be a video consumption device.

Om Malik | Stratechery

YouTube, Spotify und Netflix fehlen (voraussichtlich) zum Start im Februar. Ganz im Gegensatz zu Play und Infuse sowie Apple Music, Disney+, Max, Peacock, ESPN und Amazon Prime Video, die alle dabei sein wollen.

Es ist nicht überraschend, dass (in-)direkte Konkurrenten einer neuen Plattform, die obendrein nur sehr langsam anlaufen wird, abwartend gegenüberstehen. Aber unmissverständlich ist, dass YouTube, Spotify und Netflix sich hier aus politischen, nicht technischen Gründen entschieden haben. Und dennoch: „This is a bad look for Apple.

Aber für wie lange? Vision Pro scheint ein Entertainment-Monster zu sein. „Headsets“ befinden sich auf Kollisionskurs mit „AR-artigen Brillen“ – die einen werden kleiner, die andere besser. Für (heimische) Unterhaltung verspricht Apple aber schon für seine erste Vision-Version – in ihrer jetzigen (noch recht klobigen) Form – „the ultimate entertainment experience“.

Wenn dem wirklich so ist, dann stellt sich die Frage, wie lange YouTube, Spotify und Netflix das aussitzen wollen und nicht (wenigstens) ihre iPad-kompatiblen Apps freischalten. Es fehlen ihnen nämlich überzeugende Gründe für die Nichtteilnahme.

#388 – für ein besseres YouTube

Dieses Video ist keine Ad-Blocker-Anleitung. Ich bezweifele, dass das überhaupt sinnvoll wäre. YouTube ist aktuell nämlich motiviert, eine (ihrer Meinung nach) unzulässige Nutzung mit neuen Riegeln und Regeln zu unterbinden. Die Konsequenz: Browser-Erweiterungen und Software funktionieren nicht mehr. Wie und wo sich die Videoplattform allerdings noch erweitern lässt, habe ich mit Fokus auf iOS, iPadOS, macOS und den Web­brow­ser hier zusammengetragen. Hier das Intro zur Episode:
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Die (für uns) große Frage: Wie sieht es mit der internationalen Verfügbarkeit von Apple Vision Pro aus?

Keine Preview-Party und ungewöhnliche Pressearbeit: Am Dienstag schrieben The Verge und Engadget über eine vierte In-House-Demonstration von Apple Vision Pro. Andere Journalist:innen schreiben erst später darüber? Dürfen erst später publizieren oder entschieden sich für „Frage und Antwort“-Threads? Podcasts?

Gruber. Rubin. Stern. Brownlee.

3x iPhone-Screenshots der Threads-App, die erste Journalist:innen mit Apple Vision Pro zeigen.

via Parker Ortolani

Fest steht: Zwei Tage vor dem Start der US-Vorbestellungen hält Apple den Ball flach.

Kuo spekuliert bereits über eine internationale Verfügbarkeit im (frühen) Sommer.

The reasons why Apple hasn’t released Vision Pro in non-U.S. markets yet include 1) the limited initial supply of Vision Pro, 2) first ensuring that the sales process in the U.S. market goes smoothly, and 3) the time needed to modify the algorithms to comply with regulations in other countries.

Für Preis- und Release-Details besitzt er gewöhnlich keine (guten) Quellen. Seine Stoßrichtung erscheint mir jedoch nachvollziehbar, und lässt mich (zum wiederholten Mal) auf dieses Gerücht über Sonys Micro-OLED-Displays zurückkommen.

Japanese tech giant Sony, which is supplying the panel used by Apple for its new mixed reality device Vision Pro, has a capacity of 900,000 units of these panels per year, TheElec has learned.

The Elec

Eine (stark) eingeschränkte Verfügbarkeit würde Apples Zurückhaltung bei der Einführung einer komplett neuen Plattform erklären. Zumindest wäre es nachvollziehbar nicht jedes PR-Pulver zu verschießen, wenn‘s dann doch keiner kaufen kann.

Bereits im Juli 2023 schraubte die Financial Times viele Erwartungen runter.

Two people close to Apple and Luxshare, the Chinese contract manufacturer that will initially assemble the device, said it was preparing to make fewer than 400,000 units in 2024. Multiple industry sources said Luxshare was currently Apple’s only assembler of the device. Separately, two China-based sole suppliers of certain components for the Vision Pro said Apple was only asking them for enough for 130,000 to 150,000 units in the first year.

Kuo vermutet nun zwischen 60.000 – 80.000 Headsets für den US-Release.

Symbolfoto: Stilistische Grafik von einem Container-Schiff.

Apple verkaufte die erste iPhone-Million innerhalb von zwei Monaten; fürs iPad war es sogar nur ein Monat.

Apple Vision Pro spielt aber nicht nur in einer anderen Preisklasse, sondern auch in einer neuen (für Kund:innen nicht vertrauten) Produktkategorie – anders als ein Telefon (iPhone), „ein großes iPhone“ (iPad), eine Uhr (Apple Watch) und Kopfhörer (AirPods).

Auch Apple dürfte eine interne Einschätzung ihrer Verkäufe für die ersten Monate schwerfallen. Bleibt ein Run von Enthusiasten aus? Wie viele Teilnehmer:innen lassen sich von den halbstündigen Apple-Store-Demos überzeugen?

Ein zeitnaher Start in mehr Ländern, trotz einer möglicherweise deutlich eingeschränkten Produktionskapazität, spräche nicht für initial reißende Verkäufe.

Als internationaler Kunde würde ich mich jedoch „underpromised + overdelivered“ fühlen. Apple sprach nämlich immer von einem Verkaufsstart „später in diesem Jahr“. Ich habe das immer als ein „viel später im Jahr 2024“ interpretiert.

„Apple revises US App Store rules to let developers link to outside payment methods, but it will still charge a commission“

Symbolgrafik: Ein Grid aus App-Icons.

Apple is updating its App Store guidelines to allow developers to link to alternative payment methods, provided that the app also offer purchases through Apple’s own In-App Purchase system. […]

Apple has also confirmed that it will charge a commission on purchases made through alternative payment platforms. This commission will be 12% for developers who are a member of the App Store Small Business Program and 27% for other apps. […]

Apple says developers will be required to provide accounting of qualifying out-of-app purchases and remit the appropriate commissions. […]

However, Apple also says that collecting this commission will be “exceedingly difficult and, in many cases, impossible.”

Chance Miller | 9to5Mac

Das ermöglicht doch keine praxistaugliche Geschäftsbeziehung?! Apple ist sich dessen natürlich bewusst, hat sich jedoch dafür entschieden.

Eine Provision für Apple, auch wenn die Bezahlung an den App-Store-Schnittstellen vorbeiläuft, halte ich für absolut gerechtfertigt. Wenn dafür aber keine clevere, respektvolle und praktikable Lösung erdacht werden konnte, hätte ich von Apple „the right thing to do“ erwartet; keinen bürokratischen Papiertiger.

Zugegeben: Ich habe es nicht wirklich erwartet. Es ist die gleiche Regelung, mit denen die In-App-Kaufschnittstelle für Dating-Apps in den Niederlanden geöffnet wurde – oder eher nicht geöffnet wurde.

Trotzdem ist es frustrierend zuzuschauen, wie Apple sich an diese Beteiligung klammert, und damit seine eigenen Kund:innen nicht priorisiert. Ich zahle gerne im App-Store. Ich bin mir sicher, dass ich dort meine Zahlungen und Abos einfach und problemlos widerrufen kann, sodass ich sie nicht vergesse.

Apple zankte sich, und ließ es nun so weit kommen, dass sie gerichtlich erzwungen auf Kaufmöglichkeiten außerhalb des App-Stores verweisen lassen müssen. Spätestens jetzt hätten sie die eigene Provision (deutlich) reduzieren können, damit kein Software-Team diese Möglichkeit ernsthaft in Betracht zieht. Stattdessen bleibt ein fader Beigeschmack für ihre zweitwichtigste Kundengruppe: die Entwicklerinnen und Entwickler.

Ein paar zusätzliche Milliardeneinnahmen bleiben, aber diese Entscheidung ist nicht gratis. Es ist „the cost of doing business“ – spätestens dann, wenn sich Apple kreative Software(-Ideen) auf einer neuen Plattform wünscht.

„ReminderCal“ verfrachtet Erinnerungen in den Kalender

„Sync Reminders…to Calendar“ ist die simple, aber allumfassende Beschreibung für ReminderCal, das seit November hier erfolgreich To-dos in meinen Kalender stopft.

3x iOS-Screenshots der App ReminderCal.

Apps wie Fantastical oder Things stellen beides dar – ich arbeite jedoch mit individuellen Apps für Aufgaben und Termine. Mein Fokus liegt dabei auf Erinnerungen; Kalendereinträge mit spezifischen Uhrzeiten verzeichne ich eher selten.

Manchmal helfen jedoch tatsächliche Termine – etwa im Familienkalender. Deshalb synchronisiert mir ReminderCal meine To-dos über eine Kurzbefehle-Automation in den iCloud-Kalender.

Aufgaben mit einer konkreten Uhrzeit behalten (selbstverständlich) diese Zeit auch im Tagesplaner; Aufgaben ohne eine Uhrzeit wandern als ganztägiges Ereignis in den Kalender.

Man vermeidet die Synchronisation von einzelnen Einträgen durch den Zusatz „$nocalendar“ im ToDo-Titel. Diese Arbeit mache ich mir aber nie. Markiere ich ein To-do in Apples Erinnerungen-App als erledigt, fliegt es auch aus dem Kalender.

Wie? So!

2x iOS-Screenshots der Kurzbefehle-App, die eine Automation zeigen.

Die persönliche Automation läuft von selbst. Ausgelöst wird sie, wenn ich Apples Erinnerungen-App (respektive „Remind Me Faster“) schließe.

Allerdings lassen nicht alle Kalenderanbieter die Erstellung von Events auf diese Weise zu – allem voran Google. Der Sync in meinen iCloud-Kalender erfolgt jedoch zuverlässig, offline und deshalb augenblicklich.

„Shutting down Artifact“

3x iPhone-Screenshots der iOS-App.

Artifact schließt zu seinem ersten Geburtstag.

We’ve made the decision to wind down operations of the Artifact app. We launched a year ago and since then we’ve been working tirelessly to build a great product. We have built something that a core group of users love, but we have concluded that the market opportunity isn’t big enough to warrant continued investment in this way. It’s easy for startups to ignore this reality, but often making the tough call earlier is better for everyone involved. The biggest opportunity cost is time working on newer, bigger and better things that have the ability to reach many millions of people.

Kevin Systrom

Die App pushte zu Beginn ausgesprochen überlegt; im Herbst waren die penetranten Push-Benachrichtigungen mein Grund die App zu löschen. Danach versuchte mich der Link-Aggregator per E-Mail zu erreichen – eine Einstellung, um den „Artifact Digest“-Newsletter innerhalb der App abzubestellen, existierte nicht.

Growth at all costs?“ Keine Ahnung. Artifact finanzierte sich selbst – aus dem Verkauf von Instagram.

Es erscheint mir unwahrscheinlich, dass die Suche nach einem „product-market fit“ drei Monate nach diesem Interview ausreichend erforscht war. Vielleicht verloren Systrom und Krieger einfach ihr Interesse?!

Immer noch „leichtgewichtig“: Airshow, der Podcast-Player von Feedbin

Erst im Dezember schob ich meinen Podcast-Katalog zu Airshow, dem Nebenbei-Projekt von Ben „Feedbin“ Ubois. Seit Version 2 und dem heutigen Update präsentiert es sich als ernsthafter Anwärter für eure Audioshows.

3x iPhone-Screenshots der Podcast-App „Airshow“.

Ich stoße mich noch an einigen Interaktionen. So gelangt man etwa nur über den „Menu“-Schriftzug zur Queue. Ich würde hier lieber eine Wischgeste (nach unten) benutzen und statt auf Text zu tippen, richtige Buttons sehen. Das gilt insbesondere für „Notes & Chapters“, die als individuelle Knöpfe gar nicht zu erkennen sind.

Airshow schafft es jedoch, dass der Mini-Player für einen laufenden Podcast von wirklich jeder Ansicht aus zugänglich bleibt. Das vermittelt ein ausgeprägtes Kontrollgefühl und ist ein Aspekt, den viele andere Apps nicht priorisieren.

#387 – aufgeschrieben und mitgezählt. Mit Tracking-Apps den Überblick behalten.

Zum Jahresauftakt schlage ich zwei Duzend Apps vor, die in verschiedenen Lebensbereichen für euch mitzählen. Apps, die euren TV-Konsum dokumentieren, Software-Abos aufschreiben oder den Koffein-Input nicht aus dem Ufer laufen lassen. Hier das Intro zur Episode:
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