Der Nacon MG-X

„One controller to rule them all…“, egal ob iPhone, iPad, Mac oder Apple TV: Der Nacon MG-X verbindet sich über Bluetooth überallhin, klemmt jedoch Telefone auch „Handheld-Style“ für unterwegs ins Taschenformat.

Bild zeigt iPhone in Nacon MG-X-Controller.

Er ist eine Konkurrenz für den Backbone One – zwei Jahre später. Die Ziehharmonika-Konstruktion bleibt; der Lightning-Stecker fliegt. Bluetooth 5.0 ist unter den Vorzeichen des Wechsels von Apples Telefonen auf USB-C im Moment eine bessere Wahl.

Allerdings verschwindet damit auch die Möglichkeit, kabelgebundene Kopfhörer anzuschließen. Während der Backbone One den Sound an einen Klickenausgang durchschleust, setzt der MG-X ausschließlich auf kabellose Kopfhörer. Die Sprungfeder-gespannte Halterung verdeckt den letzten verbleibenden Port.

Während das iPhone klemmt, lässt es sich deshalb nicht aufladen. Außerdem muss der integrierte Akku des Controllers gelegentlich geladen werden. Mit seiner prognostizierten Laufzeit von 20 Stunden solltet das kein Problem sein, vorausgesetzt man vergisst ihn – als Gelegenheitsspieler – nicht zu laden (ein USB-C-Kabel liegt für die veranschlagten 120 Euro bei).

Bild zeigt iPad mini in Nacon MG-X-Controller.

Die Bauart verdient sich mein größtes Kompliment. Die Klemme sitzt firm; das verbindende Zwischenstück ist breit und verwindungssteif. Es bietet genug Spielraum für jede iPhone-Größe – vom iPhone SE bis zum 14 Pro Max. Sogar ein iPad mini lässt sich im Hochformat einsetzen und funktioniert damit vergleichbar zum Flip Grip der Nintendo Switch – für den gelegentlichen Top-Down-Shooter oder eine vertikale Pinball-Session.

Die Gummierung ist solide und erstreckt sich auch über die Rückseite. Zu keinem Zeitpunkt hat man die Sorge, dass das iPhone verrutscht oder gar herausspringt. Jedes Einsetzen und Entfernen des Telefons gibt ein gutes Gefühl.

Nacon bietet zwei Varianten dieses Controllers. Der „MG-X pro“ folgt eher dem Dual-Shock-Design der PlayStation. Ich bevorzuge den Joycon-ähnlichen Aufbau mit seinem flachen Profil. Die zwei Analogsticks sind hier asymmetrisch angeordnet. Keiner der Buttons klickt hörbar und stört die euch umgebenden Personen. Die Druckpunkte der Buttons sind trotzdem präzise. Wer die alten SNES-Controller mag, fühlt hier seine Präferenzen erfüllt. Nur die Schultertasten fallen sehr (!) steif aus.

Bild zeigt iPhone in Nacon MG-X-Controller von oben im Profil.

Apples Betriebssysteme – von tvOS über iPadOS bis iOS – lassen euch die Buttons dieses offiziellen „Made for iPhone“-Controllers konfigurieren. Unter ➝ Einstellungen ➝ Allgemein ➝ Gamecontroller legt man Profile an, die sogar je nach Titel unterschiedlich ausfallen können.

Drückt zweimal den „Options button“ und knipst einen Screenshot. Wenn ihr diesen Knopf kurz gedrückt haltet, startet ein Screenrecording. Das sind zwei Funktionen, die ich am Backbone One sehr schätze.

Auch Nacon hat eine eigene (rudimentäre) App, verzichtet dort jedoch auf jegliche Community, will euch andererseits aber auch kein Abo-Modell aufschwatzen.

Über den Home-Button springt ihr in Apples Game Center. So startet ihr andere Spiele, ladet Freund:innen ein oder werft einen Blick auf die Ranglisten.

Bild zeigt iPhone in Nacon MG-X-Controller.

„Bluetooth ist kein Lightning-Port“, sagt Captain Obvious. Nacon hat eine „Quick Change“-Funktion, die den Controller flott zwischen zwei (vorab registrierten) Geräten tauscht. Generell verbindet sich das Zubehör beim Einschalten mit dem zuletzt verbundenen Gerät.

Trotzdem bleibt es eine kabellose Verbindung – mit allen seinen Vor- und Nachteilen. Durch den anstehenden Wechsel der iPhones auf USB-C, fällt es mir jedoch schwer derzeit noch den Backbone One mit Lightning-Port zu empfehlen. Natürlich kauft nicht jeder im Herbst direkt ein neues iPhone; die garantierte Kompatibilität bietet jedoch Bluetooth.

Außerdem legt sich der MG-X auf keine Telefongröße fest; hier klemmen auch iPhones in Hüllen problemlos. Und dieser Joystick funktioniert natürlich nicht nur für App-Store-Spiele, sondern auch Cloud-Gaming.

Ladezyklen und Batterieleistung in iOS/iPadOS anzeigen (via Shortcuts)

Dieser Kurzbefehl funktionierte unter iOS/iPadOS 15; „Battery Check“ durchstöbert „Analytics“-Dateien auf iPhones und iPads in Version 16.

iPad-Screenshot des „Battery Check“-Kurzbefehls.

Der Shortcut filtert den Wert für „MaximumCapacityPercent“ sowie „CycleCount”. Zwei Werte, die man unter ➝ Einstellungen ➝ Datenschutz ➝ Analyse & Verbesserungen ➝ Analysedaten auch selbst ablesen kann.

Zum Ausführen schickt ihr ein aktuelles „Analytics-2023-XX.ips.ca.synced“-File über das Teilen-Menü an den Kurzbefehl.

#340 – AI-Art

Meine Faszination für „AI-Art“ bleibt. Gefühlt habe ich in den vergangenen zwei Monaten jede Woche eine neue Tür der Computer-Malerei aufgestoßen. Dahinter verstecken sich Aspekte, die mich viele Stunden beschäftigen. Reinschnuppern lohnt sich. Doch bitte, geht mir nicht verloren.

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„Webbrowser for Watch“ (via Shortcuts)

Dieser Kurzbefehl liegt auf der Aktionstaste meiner Apple Watch. Ich habe die Lesezeichen für mich angepasst (Shortcut-Link), und dort unter anderem Andi platziert. Die Suchmaschine im Chat-Stil lässt sich auf dem kleinen Watch-Display ausreichend gut bedienen.

Zuvor lag dort testweise ChatGPT. Dem Chatbot fehlen jedoch aktuelle Informationen und ist häufig schlicht nicht erreichbar.

Alternativ zum Kurzbefehl enthüllt auch µBrowser die versteckte Safari-App auf Apples Uhr.

Exsto

Bild zeigt Zeichnung einer Feder aus Exsto.

„Artsy-fartsy“-Freitag: Exsto ist eine Zeichen-App fürs iPad, die euren Pinselstrichen ein willkürliches Rauschen („Noise“) untermischt. Wie viel Zufälligkeit ihr ertragt, kann man wählen. Es erleichtert den Einstieg in die digitalen Illustrationen, weil’s sofort künstlerischer aussieht.

Video

Alle eure Skizzen auf der unbegrenzten Leinwand folgen einem sehr wiedererkennbaren Stil. Die Symmetrie-Funktion blendet eine Hilfslinie ein, auf der perfekt ausbalancierte Malereien entstehen. Alles, was ihr auf der linken Seite malt, spiegelt sich auch auf der rechten Seite.

Natalia Panferova und Matthaus Woolard erlauben euch in ihrer App als Vorlagen temporäre Referenzbilder, untersagen allerdings den Rückschritt („undo“). Sosehr ich diese Idee schätze und grundsätzlich befürworte, solltet ihr zumindest den allerletzten Pinselstrich zurückdrehen können. Fehler passieren; die Kreativität leidet nicht, wenn man einen einzelnen digitalen Farbklecks wieder aufhebt.

Ansonsten respektiere ich den hier zelebrierten Minimalismus. Man startet, ohne vorher einen Plan zu haben. Und sollte euch eine Zeichnung gelingen, könnt ihr sie als PNG, JPEG oder SVG (!) in eure digitale Referenzmappe exportieren.

„Alpine Loop: the fruit of collaboration between Fukui craftsmanship and Apple“

Bild zeigt Alpine-Loop-Armband in Nahaufnahme.

On the other hand, Alpine Loop is completely new product. It is not that we have not made products with similar structures before, but usually two layers are woven separately and then sewn together later. However, this method eliminates the reproducibility of quality, so we had to make them as one piece from the beginning, and that was the biggest challenge,” says Inoue.

Inoue Ribbon Industry will celebrate its 75th anniversary next year. The company was founded in 1948, after the end of World War II, as a manufacturer of “hosohaba” (narrow fabrics) ranging in width from 2 mm to 100 mm, woven from yarn purchased in Kyoto and sold in Kyoto. The current president is the third generation, a grandson of the founder. In addition to standard ribbons, the company also manufactures line tape for underwear and sportswear.

Nobuyuki Hayashi

Das Alpine Loop ist für mich Apples bestes Apple-Watch-Armband. Einziges Manko: Die Farbe „Polarstern“ verschmutzt auch bei ganz gewöhnlicher Nutzung. Raw-Denim-Jeans multiplizieren das Problem.

So richtig „weiß“ bekommt man die Gewebe­schichten auch mit einer Reinigung nicht mehr. Das nimmt dem Armband zwar nicht seinen Reiz, aber man muss es vorher wissen.

#339 – meine Mac-mini-Ersteinrichtung

Mein MacPro (2013) tuts natürlich (!) noch. Nach über zwei Jahren im Apple-Silicon-Zeitalter summieren sich jedoch die macOS-Funktionen, die mir an einem Intel-Mac verwehrt bleiben. Mein erster Mac mit M-Chip war überfällig.

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Das iPad (10. Generation)

Der folgende Artikel ist über 6000 Zeichen lang. Um ihn zugänglicher zu gestalten, habe ich ihn eingesprochen (7 min). Für Abonnenten von #one habe ich die Audiodatei zusätzlich in den persönlichen RSS-Feed eingestellt.

40 Podcast-Minuten räumten wir dem iPad (10. Generation) zu seinem Verkaufsstart ein. Knapp drei Monate später ziehe ich ein zweites Resümee, nachdem sich nun der Straßenpreis auf 500 EUR eingependelt hat.

Das sind 80 EUR weniger als Apple verlangt. Es liegt damit im Schnitt 150 EUR über dem Vorjahresmodell (2021) und ist exakt 150 EUR preiswerter als das „Mehrspaßdennje“-iPad Air (2022).

Bild zeigt iPad in Magic Keyboard Folio.

Mir ist das aktuelle Preisnetz der iPads zu engmaschig; die technischen Unterschiede zwischen Apples Tablets im mittleren Preissegment sind zu undurchsichtig. Beispielsweise koppelt sich das iPad (10. Generation) mit USB-C-Anschluss nur über einen „Adapter“ mit dem Pencil (1. Generation) aus dem Jahr 2015.

Der A14-Chip ist selbstverständlich ausreichend flott, rutscht aber nicht in die Voraussetzungen für Stage Manager. Dieses iPad unterstützt das brandneue Magic Keyboard Folio (mit Kickstand und Funktionstasten!), aber nicht das Magic Keyboard oder Smart Keyboard Folio, obwohl es den gleichen Smart Connector mitbringt – allerdings an anderer Position.

Die 10. Generation kommt in knalligen Farben und platziert die Frontkamera im Querformat mittig an der längeren Gehäuseseite. Kein anderes iPad zeigt sich so.

Bild zeigt FaceTime-App auf dem iPad.

Es steckt im modernen (kantigen) Gehäuse mit Touch ID auf dem seitlichen Standby-Button. Damit eifert es dem iPad Air nach, vermisst allerdings das vollständig laminierte Display mit Antireflex-Beschichtung und seinem großen P3-Farbraum.

Dieses iPad Air aus dem Frühjahr 2022 unterstützt mehr WLAN-6-Bändern; das neue iPad funkt dagegen über moderneres Bluetooth 5.2.

Die Lautsprecher schallen nun im Querformat und sind damit eine deutliche Verbesserung gegenüber dem iPad der 9. Generation.

Der USB-C-Port im neuen iPad 10. Generation sieht dagegen genauso aus wie im iPad Air, spendiert bei der Datenübertragung jedoch nur eine schnarchige USB-2.0-Geschwindigkeit – so wie wir sie von iPads der 9. Generation über ihren Lightning-Anschluss gewohnt waren.

Die Krux bei allen diesen Unterschieden: Keins dieser iPads ist technisch schlecht. Es existieren drei 11”-Modelle, die sich im mittleren Preissegment tummeln, während sich das iPad Pro und iPad Mini mit ihren deutlichen Alleinstellungsmerkmalen aus dieser Rangelei heraushalten. Diese drei Modelle – das iPad 9. Generation, 10. Generation sowie iPad Air (2022), bilden in Bezug auf ihren Preis eine Stafette aus „nett“, „netter“ und „am nettesten“, lassen sich technisch aber nicht so einfach auseinanderklamüsern.

Bild zeigt iPad mit aktiviertem Homescreen von oben.

Das iPad 10. Generation fällt für mich primär deshalb in die Kategorie „netter“, weil ich sehr wählerisch bin, wenn’s um Displays geht. Der Screen hier sitzt entgegen den höherpreisigen iPads deutlicher unter dem Glass. Das nimmt ein wenig die Faszination, mit der eure Fingerspitzen die Pixel schubsen.

Bei Reflexionen von Sonnen- oder Studiolicht fällt die fehlende Beschichtung und das geringere Kontrastverhältnis auf – insbesondere bei Video.

Und trotzdem: Nur wenige andere Computer kommen mit einem so farbenfrohen und akkuraten Display, das 500 Nits hell ist, eine grandiose Pixeldichte zeigt und lediglich 500 EUR kostet – den ursprünglichen Startpreis, mit dem Steve Jobs diese Gerätekategorie im Jahr 2010 von der Leine ließ.

Bild zeigt iPad im seitlichen Profil.

Allerdings vermisst das iPad 10. Generation die Bildschirmskalierung („Anzeigezoom“), die mit iPadOS 16 zu einer meiner absoluten Lieblingseinstellungen auf dem iPad Pro und iPad Air avancierte. Meine Augen sind (mit Brille) noch gut genug, die höhere Informationsdichte aufzunehmen und mit Pencil und Pointer alle geschrumpften Menüs zu treffen.

Und weil das iPad 10. Generation seine Pixel nicht so klein zieht, stibitzt es damit auch dem Pencil und Magic Keyboard Folio ein wenig seinen Reiz. Stift und Tastatur empfinde ich bei diesem iPad tatsächlich als optionales Zubehör.

iPadOS kommt natürlich exzellent ohne diese teuren Eingabegeräte aus. Das Zubehör ist nicht notwendig, um das Gerät voll auszunutzen.

Bild zeigt iPad in Magic Keyboard Folio seitlich aufgestellt.

Die Tastatur addiert obendrein deutlich Gewicht und Gehäusedicke. Sie ist zweiteilig, lässt sich abziehen oder nach hinten umklappen, nimmt mit ihrem Kickstand aber viel Platz auf kleinen (Flugzeug-)Tischen ein. Hier ist das Magic Keyboard sparsamer, funktioniert durch den versetzten Smart Connector jedoch nicht an diesem Modell.

Der Apple Pencil (1. Generation) haftet und lädt bekanntlich nicht magnetisch am Gehäuse. Man muss es separat mitnehmen. Wer primär ein Tablet zum Zeichnen und Skizzieren kauft, braucht nicht den Umweg über den Logitech Crayon auszuprobieren, sondern entscheidet sich mit dieser Priorität für ein iPad, das den Apple Pencil (2. Generation) unterstützt.

Bild zeigt iPad in Hand mit Magic Keyboard Folio.

Natürlich stimmt die generelle Entscheidung, das Zubehör als zusätzliche Option überhaupt anzubieten. iPads passen sich so verschiedenen Arbeitsumgebungen und Lebenslagen an; deshalb sind sie so universell einsetzbar. Man bezahlt diese Accessoires jedoch nicht direkt beim Computer-Kauf mit, und shoppt sie lediglich bei Bedarf (später) nach. Das ist teilweise (noch?) unverständlich für uns ältere Generationen, aber „The kids will be alright“.

Das iPad 10. Generation ist auch ohne Pencil und Pointer ein vollständiger, schlanker und leistungsstarker Computer.

Und das ist für dieses iPad auch meine Empfehlung: Ohne Zubehör ist das iPad 10. Generation nämlich der zweitpreiswerteste Apple-Computer. Gegenüber der 9. Generation springt es mit seinem modernen Design aber auf die Höhe der Zeit.

Das war überfällig und wäre mir bereits den Aufpreis wert. Hinzu kommt aber noch das etwas größeres Display, der zukunftssichere USB-C-Anschluss und die deutlich besseren Kameras. Die rückseitige Kamera nimmt Videos in einer 4K-Auflösung auf; die Positionierung der Frontkamera macht es zu einer besseren FaceTime-Maschine. Außerdem ist es nicht nur als Silberrücken, sondern zusätzlich in den kräftigen Farbtönen pink, blau und gelb erhältlich.

Bild zeigt iPad-Rückseite mit Kamera und den kräftigen Farbton.

Apple vermarktet dieses Modell als „Alleskönner, Zeichentalent und Wunderding“. Und das stimmt, obwohl der Marketingspruch besser zu den teureren Modellen passt, die das bessere Zubehör nutzen. Das iPad 10. Generation ist ein modernes Basismodell, das für 500 EUR stolz auf sein Preis-Leistungs-Verhältnis schaut.