„Apple grabs two-year lead in 3D sensing race“

Most Android phones will have to wait until 2019 to duplicate the 3D sensing feature behind Apple’s Face ID security, three major parts producers have told Reuters, handicapping Samsung and others on a technology that is set to be worth billions in revenue over the next few years.

Video

Tim Cook, 2016: „Being the best, being the first, making the most. For Apple being the best is the most important, and trumps the other two by far. However, for other companies — some companies might look at that and say no, for me being the first is the most important. So I think the thing is to decide so that you have a north star.“

Der MP3-Player, das Smartphone, das Tablet oder die Smartwatch: Apple springt nicht selten auf einen bereits fahrenden Zug auf. Man kann sich gewiss darüber streiten, wie „late to the party“ Apple wirklich beim iPod, beim iPhone, dem iPad oder der Apple Watch war.

Richtig spät kam beispielsweise das Plus-Modell fürs iPhone. Der Trend zum großen Bildschirm in Telefonen etablierte sich rasant und Apple hatte ihr Produktlinie damals bereits festgeklöppelt.

Anders war es bei Touch ID und Face ID. Diese Technologien kamen im Vergleich mit der Konkurrenz nicht nur früh, sondern mit entsprechenden Kapazitäten für dessen Produktion – die eigentlich interessante Aussage aus dem aktuellen Reuters-Bericht:

“It is going to take them a lot of time, the Android-based customers, to secure capacity throughout the whole supply chain,” said Bill Ong, senior director of investor relations from Viavi, seen as the only major supplier of optical filters needed for the 3D sensing modules. […]

“Apple is always very focused on its supply chain,” says Gartner’s Erensen. “When it comes to new technologies like this and implementing them to new phones, it’s one of the ways that Apple can really can be aggressive, differentiate and take advantage of the position they have in the market.”

Sonam Rai und Stephen Nellis | Reuters

„Apple Is Secretly Developing Its Own Screens for the First Time“

Richtig schöner Scoop von Mark Gurman, der viele (kleine) Details enthält und auf die üblichen Spekulationen verzichtet.

The technology giant is making a significant investment in the development of next-generation MicroLED screens, say the people, who requested anonymity to discuss internal planning. MicroLED screens use different light-emitting compounds than the current OLED displays and promise to make future gadgets slimmer, brighter and less power-hungry. […]

The secret initiative, code-named T159, is overseen by executive Lynn Youngs, an Apple veteran who helped develop touch screens for the original iPhone and iPad and now oversees iPhone and Apple Watch screen technology. […]

It’s unlikely that the technology will reach an iPhone for at least three to five years, the people say. While the smartphone is Apple’s cash cow, there is precedent for new screen technologies showing up in the Apple Watch first. When it was introduced in 2014, the Apple Watch had an OLED screen. The technology finally migrated to the iPhone X last year.

Bloomberg

Niemanden sollten Apples Bestrebungen erstaunen. Es wäre in der Tat überraschender, wenn Tim Cooks Company nicht an einer eigenen Display-Technik forschen würde. Der Konkurrenzvorteil, die Kontrolle über den Herstellungsprozess, allgemein der Besitz dieser Kerntechnologie und die Unabhängigkeit gegenüber einzelnen Zulieferern sind vier Apple-typische Gründe um viel Geld in die Hand zu nehmen.

Gurman’s Exklusivbericht beantwortet aber indirekt auch eine andere Frage. Als das iPhone X mit OLED-Display im letzten Herbst erschien („The first OLED display great enough to be in an iPhone“), das bekanntlich Samsung produziert, kam die Diskussion auf welchen Einfluss Apple auf die Entwicklung dieses Bildschirms hatte. Spätestens seit heute ist klar: Mit dieser Expertise im Haus kann man mit Sicherheit sagen, dass Apple keine iPhone-Display „von der Stange“ kauft.

Über AssistiveTouch lassen sich Bildschirmberührungen für Screencasts visualisieren

Question: Since iOS 11 added screen recording, I often use this feature to show colleagues how to use apps and settings. Is there an app that will record a ‘touch effect’ to show where I’ve tapped the screen?

John: I don’t know of an app to help with this, but if you turn on Assistive Touch in the iOS Accessibility settings and record a custom tap gesture, that will show your taps during a screen recording. The process is a little cumbersome, but go to Settings ➝ General ➝ Accessibility and turn on Assistive Touch. At the bottom of the screen is an option to ‘Create New Gesture.’ Tap that, tap the screen once to record your single-tap gesture, and tap save. Name your gesture and save again. Now you can use the semi-transparent Assistive Touch icon at the bottom of the screen to access your custom gesture, which is available under the star icon. You have to enable your custom gesture each time you use a new app, but once you do so, any screen recording you make will also capture the little Assistive Touch disk as you tap on different parts of the screen.

Club MacStories Issue 120 | Danke, Matthias!

Für professionell hübsch produzierte Screencasts ist dieser „Trick“ nicht zu verwenden, weil sich das AssistiveTouch-Symbol nicht komplett ausblenden lässt (die Sichtbarkeit kann maximal auf 15% reduziert werden).

Nichtsdestotrotz lässt sich damit recht flott veranschaulichen wo man den Bildschirm berührt. Das macht die iOS-Bildschirmaufnahmen für Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen oder Mutti deutlich verständlicher.

Und so sieht die Erstellung einer „eigenen Geste” für AssistiveTouch im Video aus:

#095 – Die Geschichte des Homescreens (iOS 7 – iOS 11)

„What are the chances?“ Teil 2 meines Rückblicks auf die Entwicklung des iOS-Homescreens hat eine Laufzeit von 11 Minuten und 37 Sekunden. Teil 1 dieser Doppelfolge brachte 11 Minuten und 13 Sekunden auf die Uhr. Für zwei komplett getrennt voneinander geschriebene Skripte und zwei komplett separat zusammengebaute Videos, die sich schlussendlich nur um 24 Sekunden in ihrer Spieldauer unterscheiden, finde ich das einen bizarren Zufall.

Egal. Der zweite Rückblick auf den iOS-Homescreen umfasst die Versionen iOS 7 bis iOS 11 und findet obendrein die Zeit für einen kleinen Ausflug in tatsächlich ungewöhnliche Homescreen-Layouts.

Hier die erste Minute der insgesamt elfminütigen Episode:


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WWDC 2018 – San Jose, CA, June 4–8

Despite the monochrome colour palette, it is not dull. It’s beautiful. The Messages bubble is just sitting there with transparent sides with internal reflections that define cavities in the glass. The plus-minus stepper isn’t a uniform block of glass; the symbols engraved on top refract into the internal structure. The design is as abstract as ever and yet — at the same time — very relatable. I love it.

Now, it’s possible to see the use of depth, gloss and shadows and immediately make connection to real products. The iOS 7 sterile era of design is finally being washed away! Not so fast. Very rarely do invite graphics have anything to do with the product roadmap and I would not see this as a serious clue that major visual changes are mere months away.

Benjamin Mayo

Natürlich nicht.

Trotzdem lässt sich feststellen, dass die diesjährige Einladungskarte zur WWDC mehr Informationen enthält als alle Event-Grafiken zuvor (mit Anspielungen gleichermaßen auf iOS wie macOS).

Der erste „Look“ des iPhones zog sich über sechs Jahre – von iPhone OS 1 (2007) bis zum Ende von iOS 6 (2013). Das komplette Redesign unter Jony Ive erfolgte mit iOS 7 im Jahr 2013. Im kommenden Herbst ist es damit bereits fünf Jahre alt.

Das alleine ist natürlich kein Grund die Optik umzuwerfen. Die Aufmachung von iOS beeinträchtigt aber inzwischen an vielen Stellen im Betriebssystem die Funktionalität. Und das wiederum ist ein Ansporn tätig zu werden. Die Navigation durch die Share Sheets wirkt beispielsweise arg holprig und das OLED-Display im iPhone X benötigt eine Art „Dark“-Mode um die Vorteile in puncto Akkulaufzeit richtig ausspielen zu können. Die Home-App wird mittlerweile ihrer zentraleren Rolle nicht mehr ansatzweise gerecht (Stichwort: HomePod) und der Homescreen wirkt antiquiert und im Vergleich mit der Geschwindigkeit der Hardware zu langsam (speziell auf dem iPad).

Also nein, die Grafik der WWDC-2018-Einladung zeigt nicht zwangsläufig das zukünftige Design, aber sie könnte preisgeben, dass Apple sich dem Thema in den nächsten zwei Jahren annimmt.

Stilvolle Kartenausschnitte als Hintergrundbilder

There’s an infinite amount of different background variations – you can search, zoom, and pan the map with street level precision. We definitely recommend trying the random button to create generative art. Some locations look gorgeous, some like a shattered glass but keep looking.

Alvar Carto

Im in­i­ti­alen Reddit-Thread kam jemand auf die clevere Idee für ein „Pärchen-Wallpaper“ – den lachsfarbigen Kartenausschnitt für den Sperrbildschirm und die Schwarz-Weiß-Variante davon für den Homescreen.

Jemand anders schlug vor eine kleine Region aus dem heruntergeladenen JPEG via Affinity Photo oder Pixelmator einzufärben.

via Stadt-Bremerhaven

Ein (nicht offiziell abgenickter) Vorgeschmack auf Affinity Designer fürs iPad

Video

Matt Priestley, Projektmanager von Affinity Designer beim britischen Softwarehersteller Serif, stellte letztes Jahr einen offiziellen „sneak peek“ der iPad-App ins Netz. Dass oben eingebundene Video aus dem Januar lässt (mich) auf eine offizielle Demo für das vektorbasierte Grafik- und Zeichenprogramm – das auf dem Mac extrem gut ankommt (54,99 ) – zur WWDC hoffen.

Auf Apples letzter Entwicklerkonferenz bekam Affinity Photo für das iPad die große Bühne und zählt für mich inzwischen zu den „Must-have“-Apps auf Apples Tablet.

Apple kauft Texture – das „Netflix für Zeitschriften“

Apple today announced it signed an agreement to acquire Texture, the digital magazine subscription service by Next Issue Media LLC, which gives users unlimited access to their favorite titles for one monthly subscription fee.

Texture brings over 200 of the world’s best magazines to life, providing an easy way for users to read high-quality stories and entire issues of their favorite titles. With Texture, users enjoy the magazines they know and love, while discovering new content that fits their passions and interests.

Apple to acquire digital magazine service Texture

Texture wird gerne als das „Netflix für Zeitschriften” bezeichnet. Für den Flatrate-Preis von 10 US-Dollar im Monat bekommt man (über einen US-iTunes-Account) Zugriff auf National Geographic, das Rolling Stone Magazin, The Atlantic, The New Yorker, TIME, Wired und 200 (mehr oder weniger namenhafte) Publikationen.

Als Kind, das noch vor dem Internet aufwuchs und damals einen Großteil seiner News aus Print-Publikationen bezog, faszinieren (mich) solche Bundles. Das Angebot scheint viel zu preiswert; der Umfang ist viel zu groß. Und trotzdem bin ich kein Abonnent.

Allem voran wirft das Überangebot an Unterhaltung und Informationen ein wirkliches (Zeit-)Problem auf. Ich könnte ohne Probleme alle 24 Stunden an einem Tag mit App-Store-Spielen für ein paar Euro, Reddit, Twitter, meinem RSS-Reader und (mittelmäßig-)guten Netflix-Shows füllen.

Andererseits aber funktioniert mein bevorzugtes Themenfeld – das ich grob als „Technik” umschreibe – nur sehr eingeschränkt in Form von Zeitschriften und Magazinen. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber alles was unter „Technik-News“ fällt, erreicht dich als Interessent aus wirklich jeder Ecke des Internets. Magazine oder Zeitungen braucht es dafür heute nicht mehr.

Ohne eine Einschätzung oder einen Zusammenhang, ohne eine individuelle Meinung oder eine persönliche Bewertung, ist die eigentliche Nachricht nämlich nichts mehr wert. Es braucht keinen Journalisten eine Pressemitteilung umzuformulieren; es braucht auch keine 24-Stunden-News-Networks. Typische Nachrichten-Ticker, die Informationen nicht auf eine fundierte Art anreichern, sind schon lange irrelevant.

Andererseits besteht geradezu ein Durst nach detailliert ausgearbeiteten Features, Hintergrundberichten und tiefgreifenden Interviews. Wenn John Oliver eine 25-Minuten-Einführung in Cryptocurrencies auf HBO raushaut, die nicht nur humorvoll, sondern allem voran exzellent recherchiert und komprimiert ist, klicken dieses Video zurecht über drei Millionen Zuschauer.

Wenn Ian Parker ein 17.000-Wörter-Porträt über Jonathan Ive für ‚The New Yorker‘ schreibt („The Shape of Things to Come“), dann ist das drei Jahre nach seinem Release noch genauso relevant wie damals.

Klassisches Fernsehen (ohne On-Demand) und traditionelle Print-Magazine (vom Bahnhofskiosk) sind in ihrer Form für mich heutzutage nicht mehr von Belang. Allerdings steckt dort eine Arbeitsweise drin, ein oftmals sorgsamerer Umgang mit Informationen, den ich sehr schätze und im Netz häufig vermisse.

Es ist sicherlich nicht damit getan das Angebot von Texture in Apple News zu kippen. Wenn es jedoch gelingt einige der Qualitäten dieser Publikationen auf moderne Geräte zu holen und damit eine Alternative zu den Twitter- und Facebook-Timelines zu schaffen, die inzwischen viel zu dominant unseren Konsum von Nachrichten bestimmen, dann wäre schon viel gewonnen.