[24-Tage-im-Dezember] Eve Thermo – 12/24
„Shazam Is Apple’s Echo Nest“

Shazam finally found a buyer: Apple. Ever since its affiliate sales revenue model crumbled with the onset of streaming (there’s no business in an affiliate fee on a $0.01 stream), Shazam has been trying to find a new business model. It doubled down on providing tools for TV advertisers but never got enough traction for that to be a true pivot. Shazam’s problem has always been that it was a feature rather than a product – as so many VC funded tech companies are. The fact that it sold for $400 million – just 2.8 times its total investment ($143 million) and well below its previous pre-money valuation of $1 billion, illustrates how much value has seeped out of Shazam’s business. The Apple acquisition though, is one of the few ways that Shazam’s ‘hidden’ value can be realised.
Bereits seit iOS 8 arbeiten Siri und Shazam ganz offiziell zusammen. Wer fragt: „Hey Siri, wie heißt dieser Song?”, bekommt Suchergebnisse von dem Musik-Identifikationsdienst. Die Analyse von Audiosequenzen ist deshalb „ein Feature, kein Produkt“.
Und um den gesamten Umfang dieses Features auszuschöpfen (personalisierte Playlisten, bessere Empfehlungen, Trendprognosen, tiefe Integration in Apple Music, etc.), ohne das Apple dafür Nutzerdaten an einen Drittanbieter rausgibt, muss man diese Kompetenz ins eigene Haus holen.
Shazam pflegt inzwischen Partnerschaften (Snap Inc.), die mit Augmented-Reality-Marketing und ganz allgemein Content-Erkennung weit über ihre Kernkompetenz – die Identifizierung von Musikstücken – hinausgehen. Ich würde aber nicht ausschließen, dass Apple alleine die Musikerkennung den geschätzten Kaufpreis von 400 Millionen US-Dollar wert war.
[24-Tage-im-Dezember] iKettle 3.0 – 11/24
[24-Tage-im-Dezember] Mujjo’s ‚Full Leather Case‘ – 10/24
[24-Tage-im-Dezember] Mophie Wireless Ladestation – 09/24
Fernsehen ohne Zukunft

Apple hat damit begonnen, die neue App „TV“ auf Geräten von Nutzern in Deutschland und weiteren Ländern, darunter Großbritannien und Frankreich, freizuschalten. Die neue App erscheint automatisch auf Apple TV (ab der vierten Generation) und ersetzt auf iOS-Geräten die altgediente Videos-App des Betriebssystems.
Apples TV-App landete nun auch hierzulande auf iOS und tvOS, nachdem sie bereits im letzten Jahr in den USA an den Start ging. Es ist der ehrenhafte Versuch empfehlenswerte Inhalte unterschiedlicher Streaming-Kanäle – sowie die ehemals gekauften Film-Downloads aus dem iTunes-Store – in ein elegantes Gewand zu hüllen. Allem voran ist es aber ein schicker Platzhalter für alles das was Apple derzeit noch produziert.

Der Release – so unspektakulär er ohne Teilnahme von Netflix derzeit sein mag – verdeutlicht die bevorstehende Bedeutungslosigkeit von klassischen Fernsehkanäle in den nächsten Jahren. RTL und Co. werden schlicht kein Platz mehr in unserem Entertainment-Kalender finden. SAT.1 und ProSieben – zwei Marken mit denen ich aufgewachsen bin – sind bereits heute von YouTube und Netflix verdrängt – besonders unter den jungen Generationen. Wenn Amazon, Apple und Disney bald richtig mitmischen, wird noch weniger Zeit für billiges Werbefernsehen sein.
Hinzu kommt: Im Netz halten Google und Facebook ein Duopol für Online-Werbung; Netflix eifert um direkt zahlende Abonnenten und Amazon sowie Apple verdienen ihr Geld (nicht nur sprichwörtlich) über andere Kanäle. Nicht nur inhaltlich, sondern auch betriebswirtschaftlich spricht derzeit alles gegen private Fernsehsender.
Google and Facebook are set to attract 84 per cent of global spending on digital advertising, excluding China, in 2017, according to a forecast from GroupM, the WPP-owned media buying agency, underscoring concerns that the two technology companies have become a digital duopoly.
Und die Verschiebung in den Köpfen beginnt früh: Meine Kids sind inzwischen zweieinhalb und vier Jahre alt und ihnen ist das Konzept, dass sich TV-Shows und Filme ausschließlich zu festen Zeiten abrufen lassen, schlicht fremd. Es wird tatsächlich nicht verstanden. Für sie ist es vollkommen normal, dass alles zu jederzeit abspielt. Es klingt vielleicht banal, aber jemand der so aufwächst, kehrt zu keinem linearen TV-Programm zurück.
Und klar, jeder Privatsender hat seine Mediathek. Aber wie viel Programme will man sich dort willentlich anschauen? Wie viele dieser Shows laufen einfach nur nebenbei mit? Wie viele effektive Stunden Fernsehen produzieren TV-Sender wie RTL 2 oder Kabel 1, die es selbst mit nur durchschnittlichen Netflix- oder Hulu-Produktion aufnehmen können?
Fernsehen, so wie ich damit aufgewachsen bin, versinkt mit Ausnahme von Sportveranstaltungen und (Live-)News in der Bedeutungslosigkeit. Und es ist absehbar, dass das Nachrichtenfernsehen ins Netz abwandert (beispielsweise zu Facebook) und Sport dorthin geht wo tatsächlich Geld gezahlt wird.
Apples TV-App ist ein kleiner Ausdruck dieser fundamentalen Verschiebung, die nicht mehr aufzuhalten ist.
#083 – 3D Touch
Das iPhone 6s, das Apple ja interessanterweise immer noch offiziell verkauft, brachte uns vor zwei Jahren 3D Touch – mit unklarem Erfolg. Einige Entwickler sprangen sofort auf; andere App-Store-Apps vermissen bis heute die simpelste Integration.
Und auch Apple hat seit dem Release nur wenige große Sprünge mit 3D Touch gewagt. Das iPhone X ist mit der Taschenlampe und dem Shortcut für die Kamera-App auf dem Lockscreen zwar ein deutliches Bekenntnis zur Technologie, auf dem iPad drückt man dagegen immer noch nicht kräftig aufs Display.
Ich habe in dieser Woche einen kleinen Rundumschlag gewagt und mir zahlreiche 3D-Touch-Interaktionen angeschaut, die sich in den letzten zwei Jahren angesammelt haben.
(Notiz in eigener Sache: #083 ist die erste Episode, die ich hier im Blog in 4K hochgeladen und eingebunden habe. Im Podcast-Feed findet sich das Video weiterhin in einer Full-HD-Auflösung. Ob es auch dort sinnvoll ist die bessere Version anzubieten, die aber auch gleich viermal größer im Download ist, recherchiere ich noch.)
Hier die einminütige Vorschau zur neunminütigen Episode:
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