ProtonMail verschlüsselt E-Mails

ProtonMail, ein kostenloser E-Mail-Dienst mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aus der Schweiz, startete im August 2014 als erfolgreiches Indiegogo-Projekt und sammelte später in einer ersten Risikokapitalrunde zusätzlich zwei Millionen US-Dollar als Starthilfe ein.

Am Donnerstag schüttelte der Dienst offiziell seinen Beta-Status ab und veröffentlichte im gleichen Atemzug eine iOS- (kostenlos; universal) und Android-App (kostenlos). Die Anmeldung für einen Gratis-Account – natürlich ohne Werbung oder irgendwelches Tracking – dauert keine zwei Minuten und erfordert keinerlei Angaben von persönlichen Daten. Der Service plant sich über zwei Preisstufen (Plus + Visionary), die unter anderem mehr Speicherplatz bieten, zu finanzieren.

iPhoneBlog.de_ProtonMail

„ProtonMail, das sagt mir doch was?“

Yep. Der Name fiel beispielsweise in der exzellenten Fernsehserie Mr. Robot. Protagonist Elliot Alderson, Sicherheitsexperte und Hacker im letztjährigen TV-Überraschungshit, kann man mehrfach dabei über die Schulter schauen wie er ProtonMail nutzt.

Apropos Hacker: Ich mag das Selbstverständnis, das das ProtonMail-Team an den Tag legt.

If you are Edward Snowden, or the next Edward Snowden, and have a life and death situation that requires privacy, we would not recommend using ProtonMail. For extremely sensitive situations, it is simply not a good idea to use email as a medium for communications.

The ProtonMail Threat Model

Ihr Statement ist deutlich: Benutzbarkeit und Sicherheit sind von Haus aus ein Kompromiss. Das weiß jeder, der schon einmal versucht hat PGP oder S/MIME auf einem Mac beziehungsweise iPhone zu nutzen?

ProtonMail führt eine grundlegende Verschlüsselung für E-Mails ein – soweit das in ihrer eigenen Hand liegt. Schickt man von dort aus Nachrichten an Maildienste, die nicht verschlüsseln, zerstören sich diese Nachrichten beim Empfänger nach 28 Tagen von selbst – ohne zusätzliche Konfiguration.

Insgesamt präsentiert sich das Mailprogramm im Web, aber auch die Apps aus den App-Stores, als leicht verständlich. Wer’s mal ausprobieren mag, schreibt mir gerne eine E-Mail an die alexolma@protonmail.com.

In Austin: Tag 5 und Tag 6 des SXSW

Tag 5 und Tag 6 sind meine letzten beiden Reiseberichte aus Austin, Texas. Nach der ‚Interactive‘ habe ich mich am Mittwoch, genau sieben Tage nach meiner Ankunft, wieder aus dem Staub gemacht.

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South by Southwest lässt sich auch nach einer (sehr intensiven) Woche schwer beschreiben (und unmöglich zusammenfassen). Jeder der Teilnehmer verlässt Austin mit anderen Erfahrungen. Meine kleine Videoserie war kein Versuch individuelle Shows und Sessions festzuhalten, sondern vielmehr meine ganz persönliche Reise zu dokumentieren. Ziel war es, einen täglichen Reisebericht zu schneiden, der sich als Blick über die Schulter anschauen lässt.

Ich weiß nicht, ob’s ein guter Vergleich ist, aber mein erstes SXSW fühlt sich wie eine Art Tutorial an, eine interaktive Gebrauchsanleitung, so wie man sie beispielsweise in Videospielen findet. Man bekam die Steuerung erklärt, gezeigt was welcher Button tut und welche Regeln in der Welt herrschen. Fürs nächste Mal fühle ich mich jetzt vorbereitet.

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Inhaltlich tobten wir – meine Mitbewohner und Mitbewohnerinnen aus dem German Folks House – uns in einer täglichen Frühstücksshow aus. Auf der Wohnzimmer-Couch unser Airbnb-Wohnung kamen wir alle täglich um 8 Uhr zusammen und erzählten von den Erlebnissen des vorangegangenen Tages. Diese zirka halbstündigen Liveshows, zusammen mit vielen anderen (längeren) Videoclips, finden sich auf GermanFolksHouse.com.

‚South by Southwest‘ lebt als Konferenz stärker von seiner Atmosphäre als vergleichbare Kongresse. Falls ihr mal die Chance habt, schaut unbedingt vorbei. Selbst ohne Ticket ist die Stadt in dieser Zeit ein Erlebnis.

In diesem Sinne: ‚Keep Austin Weird‘.

In Austin: Tag 4 des SXSW (inklusive 180-Grad-Video)

Einer der Gründe, warum ich es am gestrigen Sonntag nicht aus dem German Haus in die Stadt geschafft habe, sind drei Videos, die ich noch fertigstellen wollte.

Meinen Tagebuch-Eintrag findet ihr (wie immer) hier direkt im iPhoneBlog. „Zukunftstechnik, Grumpycat und Obama“ ist ein Zusammenschnitt, der über Twitter ausgespielt wird und mein 180-Grad-Video-Experiment durch Austin lässt sich über den Google-Chrome-Browser oder übers iPhone hier anschauen (Drehen und Neigen des Telefons nicht vergessen).

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John Oliver über Verschlüsselung

John Oliver – clever, hintergründig, lustig, verständlich, fair und wie immer wichtig. Sein Thema in dieser Woche: Verschlüsselung.

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Gefühlt hat jeder (in meinem Zirkel) seit gestern Nacht dieses Video verlinkt und in den sozialen Netzwerken geteilt. Ich bin so spät damit dran, ich sah fast keinen Grund es hier noch einmal zu bringen.

Und dann sehe ich auf YouTube, dass diese gute 18-Minuten-Zusammenfassung (bislang) nur 600.000 Zugriffe verzeichnet. Ändert das!

In Austin: Tag 3 der SXSW

Auch wenn ich mein Video vom dritten Tag der SXSW – dem Samstag – erst sehr sehr früh in der Nacht auf Sonntag aus dem Final-Cut-Projekt befreit habe, hat mir der Schnitt enorm viel Spaß gemacht.

Den kompletten Blogpost gibt es wie bislang auch auf Featured.de.

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Autobahnpolizei Simulator [Sponsor]

Berufswunsch Polizist oder Polizistin? Mit dem Autobahnpolizei Simulator (App-Store-Link) erfüllen sich Kindheitsträume für Klein und Groß.

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Patrouillenfahrten jetzt auch auf eurem Smartphone! Simulationsspezialist Aerosoft macht’s möglich und schickt euch über eine Strecke von 40 Kilometern auf die Autobahn. Dort sichert ihr Unfallstellen, kontrolliert Fahrer und Fahrerinnen auf Alkohol und wenn’s nötig ist, geht’s sogar auf Verfolgungsjagd.

Einsatzmeldungen erreichen euch zufällig. Darauf zu warten, braucht ihr jedoch nicht: In der Version für iPhone und iPad düst ihr nämlich in einem „Freie Fahrt“-Spielmode über den Beton und winkt Fahrzeuge aus dem Verkehr, die die vorgegebene Geschwindigkeit überschreiten.

Vielen Dank an das Team des Autobahnpolizei Simulators für die Unterstützung von iPhoneBlog.de in dieser Woche.

In Austin: Tag 2 der SXSW

Heute ist der erste offizielle Festival-Tag: Die Stadt brummt. Nicht nur weil die Messeleitung dem aktuellen US-Präsident Barack Obama die Eröffnungsfeier anvertraute, sondern auch durch den Schwarm aufgeregter Messebesucher, die beginnen, ums Convention Center herumzuschwirren.

Featured.de

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Der Computer im Auto oder das Auto, der Computer?

Ein Interkontinentalflug vor 10 Jahren – wer ist alt genug sich noch ans Inflight-Entertainment-Programm zu erinnern? Aktuelle Kinofilme, ja, aber auf winzigen Flimmer-Bildschirmen. Der Sound schepperte über grauenvolle Plastik-Leihkopfhörer. Auf einem 13-Stunden-Flug nach Tokio tat ich mir so einmal ‚Lord of the Rings‘ an.

Vor 10 Jahren – in den Pre-‚Post-PC-Zeiten‘ wenn man so will – hatten wir keine smarten Telefone und deshalb auch keine 99-Cent-Spiele aus dem App Store. Wer sich unterhalten wollte, über die langen Stunden am Gate, weil der Flieger Verspätung hatte, packte besser ein gutes Buch ein. Eine einzelne SMS zur Familie kostete 20-Cent und seine ‚Breaking News‘ bezog man über die vereinzelten Fernseher, die an den Terminals hängen.

Ich erinnere mich an all das gerade heute, weil ich diese Zeilen auf einem Langstreckenflug tippe. Mein Flugtag begann um 4:30 Uhr in der Früh. Das Taxi zum Flughafen fuhr um 5 Uhr vor. Meinen Koffer stellte ich um 5:25 Uhr aufs Gepäckband. Von Helsinki nach Frankfurt dauerte es dann zwei Stunden. Bis ich durch drei Sicherheitschecks am finalen Abfluggate für den besagten Langstreckenflug in die USA ankam, vergingen weitere 45 Minuten. Bis der Flieger auf die Startbahn rollte, dauerte es abermals 30 Minuten. Meine verbleibende Reisezeit bis Houston, Texas: 10 Stunden 40 Minuten.

Was mir auf dem Trip klar wurde: Ohne iPhone und iPad hätte ich a) nicht vier interessante Podcast-Stunden verbracht, b) nicht die erste Hälfte der neuen ‚House of Cards‘-Season geschaut, c) keinen einzigen von drei (bereits länger aufgeschobenen) Artikel redigiert und d) definitiv nicht diesen Blogpost getippt. Mit iPhone und iPad war mein Reisetag gleichermaßen unterhaltsam wie produktiv.

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So weit, so unspektakulär ist diese Erkenntnis. Im Jahr 2016 braucht niemand eine Erklärung über die Bedeutung von mobiler Kommunikation, Unterhaltung und Produktivität, die zuvor einfach nicht existierte.

Und trotzdem fühlt sich für mich ein Reisetag mit allzeit verfügbarer Unterhaltung und der dauerhaften Möglichkeit produktiv zu sein, immer noch wie gewonnene Zeit an. Ich arbeite und komme gleichzeitig voran. Ich empfinde das als doppelt produktiv.

Worauf ich hinaus will: Mir wurde bewusst, wie viel ungenutzte Produktivität eine Reise fesselt. Im Flugzeug und im Zug kann ich etwas tun – im Auto aber nicht. Autofahren (als Person hinter dem Steuer) ist damit die kostspieligste Art der Fortbewegung, weil man körperlich und (hoffentlich auch) geistig in Gedanken auf der Straße ist und nicht schon beim nächsten Kundentermin oder auf der Netflix-Wunschliste.

Bereits beim Gedanken an den Zeitaufwand, den es braucht um von A nach B zu fahren, verwundert es nicht, dass diverse Silicon-Valley-Firmen ihre Finger in den Kuchen der Autoindustrie stecken. Während wir im Zug und im Flieger mehr oder weniger uneingeschränkt lernen, arbeiten und uns unterhalten, ist eine Autofahrt – zumindest für den Fahrer – tote Zeit. Selbst passionierte Autofahrer können sich nicht für Stadtverkehr, Staus und Umleitungen begeistern. Autofahren ist die meiste Zeit nicht entspannend noch nicht produktiv.

Ich bin mir sicher, dass wir in 20 Jahren aufs Autofahren von heute zurückblicken (und Aufrechnen wie viel Zeit wir in den Weg zur Arbeit investieren mussten oder der Fahrt in den Italienurlaub geschenkt haben), und kaum noch nachvollziehen können „wie das damals so war“. Es wird sich ähnlich komisch anfühlen wie heute einen Langstreckenflug, den man ohne eigenes Smartphone, ohne eigene Musik, eigene Spiele oder Filme bestreitet.

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Wer zukünftig die Infrastruktur gestaltet, die uns autonome Fahrzeuge und Lieferdienste schenken werden, hängt davon ab wer das Rennen in der Zeit nach dem klassischen Auto macht. Ein Google, ein Apple? Ich halte es nicht nur für plausibel, sondern sogar wahrscheinlich, dass sich in zwei Jahrzehnten einige Firmen, die sich heute als Computerfirma verstehen in 20 Jahren als Transportunternehmen sehen.

Nun gut. Nehmen wir also an, dass die individuellen (Zeit‑)Kosten für unsere täglichen Arbeitswege sinken und wir uns in eine tatsächlich mobile Gesellschaft verwandeln (US-Fahrdienst Uber zeigt uns schon heute wie das anläuft). In einer solchen Gesellschaft wird es sicher kein Personal Computer mehr sein, an dem wir arbeiten. Schon heute sind Laptops den modernen Anforderungen (Instant-On, always online, etc.) kaum gewachsen – sie sind ein Kompromiss um unterwegs zu arbeiten.

Daraus folgt: Smartphones und Tablets sind die Geräte, die uns in eine mobile Gesellschaft verwandeln, die dazu führen, dass sich auch unser Personenverkehr neu strukturiert (Teslas fahren auf Autobahnen heute schon alleine). Nimmt die Beförderung mit Autos, die alleine fahren, weiter zu, ändert das abermals unsere Bedürfnisse, die wir an unsere Computer stellen. (Personen‑)Transport und Computer sind also so eng verzahnt und deshalb direkt abhängig voneinander.

Es besteht wenig Zweifel, das die Automobilbranche vor einem kompletten Reboot steht. Die derzeitige Frage lautet: Baut Silicon Valley schneller bessere Autos oder programmieren BMW, Mercedes und Co. zuerst bessere Computer(‑software)?