iOS-Grundlagen #018 – Widgets aktivieren

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Outlook für iOS spricht mit IMAP-Servern

IPhoneBlog de Outlook

Microsoft legt flott nach: Outlook (kostenlos; universal; App-Store-Link) kommuniziert nun auch mit IMAP-Servern. Zuvor war die iOS-App auf E-Mail-Exchange-Konten und Postfächer von Outlook.com, Yahoo, Gmail oder iCloud beschränkt.

Die Outlook-App geriet sofort nach ihrer Veröffentlichung in die Kritik weil sie private Zugangsdaten und Passwörter sowie Kalender- und Kontakteinträge auf den eigenen Servern (zwischen‑)speichert. Der IT-Service des EU-Parlaments warnte daraufhin seine Mitarbeiter vor der Benutzung.

René Winkelmeyer erklärt das Setup sowie die Problematik hier und hier.

  1. After you’ve setup your Exchange(like) account into the app it stores your data in the cloud.
  2. Microsofts cloud-service then connects frequently to your ActiveSync server with your ActiveSync credentials to check if you’ve new mail, new contacts, new calendar entries etc.
  3. If you’ve a new component on your server side your device will receive a push notification using the Apple Push Notification Service (APNS).

No 2 is a big concern for those companies who don’t (want to) use cloud. You’re giving away your credentials. But – it’s the only way how Microsoft (or previously Accompli or others) can handle it. It’s because of the “restrictions” with apps on iOS.

Auf dem iPhone ist für mich Dispatch (4.99 €; App-Store-Link) weiterhin eine gelungene Alternative zu Apples eigenem E-Mail-Programm.

iOS-Grundlagen #017 – Safari: Zum Home-Bildschirm hinzufügen

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Mit Netz und doppelten Boden: Zwei-Wege-Authentifizierung für iMessage und FaceTime

IPhoneBlog de 2FA

iMessage und FaceTime sind nun ebenfalls durch die zweistufige Bestätigung geschützt. Wer sich bei den zwei Diensten ab- und wieder anmeldet oder auf einem komplett neuen Gerät einwählt, muss dafür ab jetzt ein anwendungsspezifisches Passwort vergeben.

Apple bestätigte die Erweiterung der Sicherheitsfunktion am heutigen Abend.

Apple’s two-step implementation uses codes sent via text message to a registered phone or the company’s Find My iPhone app. More than one phone number can also be associated to the account just in case one of them is lost or stolen.

Samuel Gibbs | The Guardian

In diesem Zusammenhang erwähnenswert: Notiert euch den Wiederherstellungsschlüssel (falls das Passwort abhanden kommt und kein vertrauenswürdiges Gerät zugänglich ist)!

iOS-Grundlagen #016 – Safari: Privater Surfmode

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Das Type+ von Logitech fürs iPad Air 2

Das Type+ von Logitech (zirka 94 €; Affiliate-Link) ist eine Tastatur mit Schutzhülle für das iPad Air 2. Es ist mein erstes Keyboard, das ich länger im Zusammenspiel mit Apples aktuellem iPad ausprobiert habe. Seit Mitte Januar tippe ich damit unterwegs, auf der Couch und im Schneidersitz meine E-Mails und Artikel.

Um den Spannungsbogen zu eröffnen: Ich mag das Type+ sehr.

IPhoneBlog de Typo Plus

Größter Pluspunkt: Das iPad lässt sich kinderleicht einsetzen und auch wieder entnehmen. Trotzdem hält der Plastikrahmen (oben) sowie der Magnetstreifen (unten) das Tablet wackelfrei in Position. Selbst im aufgeklappten Zustand lässt es sich über den Schreibtisch schupsen oder umstellen. Die Standfestigkeit ist wichtig, weil iOS bekanntlich nicht komplett mit der Tastatur bedient werden kann. Die iOS-Shortcuts (App-Umschalter, Spotlight, Lautstärke, etc.1) helfen, trotzdem muss man regelmäßig die Finger aufs Display drücken. Das Type+ bringt dafür ausreichend Widerstand mit.

Die Tastatur koppelt sich über Bluetooth sobald die iPad-Seite auf den Magnetstreifen trifft. Maximal zwei Sekunden später erscheinen die ersten Tastaturanschläge auf dem Bildschirm. Eine derart schnelle Verbindung, auf die man kaum warten muss weil man über Touch ID sein iPad ja meistens noch entsperrt, habe ich so noch nicht gesehen.

Diese äußeren Umstände tragen zur positiven Grundstimmung bei, die auch mit Blick auf die eigentlichen Tasten nicht verloren geht. Es herrscht ausreichend Abstand zwischen den Buchstaben; es handelt sich um ein Standard-Tastatur-Layout, das ans offizielle Apple Keyboard angelehnt ist. Fingerkrämpfe sind daher nicht zu erwarten. Das i-Tüpfelchen, beleuchtete Tasten, fehlen aber.

Größte Einschränkung: Die Konstruktion ist ausschließlich für die Verwendung im Breitbild gebaut. Wer Text gerne hochkant tippt, macht einen Bogen um dieses Zubehör. Und auch der Neigungswinkel ist fest vorgeschrieben. Für Schreibtischarbeit empfinde ich ihn als ideal; auf der Couch wünschte ich mir mitunter eine flachere beziehungsweise steilere Position. Randnotiz: Das Type+ passt wunderbar auf einen dieser unbequemen Klapptische im Flugzeug, da sich das Gewicht gleichmäßig verteilt.

Die Bezeichnung ‚Schutzcase‘ ist keine Übertreibung: Der feste Plastikmantel, der von Außen wahlweise mit einem roten oder schwarzen Nylonstoff bezogen ist, hält Beschädigungen vom iPad fern – inklusive Stürzen. Die Naht ist sauber verarbeitet und wasserabweisend. Der Ausbau hat jedoch seinen Preis: Das Type+ wiegt exakt so viel wie das iPad Air 2 selbst und verdreifacht sogar im direkten Vergleich die Tiefe.

Lautstärke, Standby-Taste und Lightning-Anschluss vom iPad bleiben trotz Hülle gut erreichbar. Das iPad lässt sich komplett auf die Tastatur umschlagen, so dass man eine Lesestellung erreicht. Sobald das iPad den Magnetstreifen verlässt, schaltet sich dafür die Tastatur ab. Nett, aber durch das Gewicht und den wirklich einfachen Mechanismus zum Ein- und Aussetzen falte ich zum Lesen das iPad nie über die Tastatur, sondern entnehme es komplett.

Um den Spannungsbogen zu schließen: Ich mag das Type+ sehr.


  1. Das Type+ bringt eine individuelle Screenshot-Taste mit. Für mich ist das toll, aber ich bin mir unsicher wie häufig ein typischer Nutzer eine solche Funktion verwendet. 

iOS-Grundlagen #015 – Anruf ablehnen und mit eigener Nachricht antworten

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Der Preis ist heiß.

Im letzten Monat feierte ich meinen 35. Geburtstag. Kein besonderes Datum, trotzdem kratzte der Jahrestag allerlei überraschende Gedanken auf. Unter anderem habe ich darüber nachgedacht, wie viele dumme Kaufentscheidungen ich in meiner jungen Erwachsenenzeit gefällt habe. Dinge, die ich nicht brauche, Zeug, das ich nicht benutze und Kram, der sein Geld nicht wert war.

Doch ich bereue keine dieser Anschaffungen, weil ich daraus gelernt habe: Von Gegenständen, die ich häufig verwende, mit denen ich die meiste Zeit verbringe, kaufe ich grundsätzlich das jeweils beste Modell – die überlegene Ausführung. Qualitätsklasse A+ wenn man so will. Egal in welcher Kategorie: Die beste Kaffeemaschine, den besten Schreibtischstuhl, die besten Kopfhörer, die beste App und natürlich auch das beste Smartphone.

Es ist nicht nur die Qualität des Produktes, die es beispielsweise langlebig macht, die Garantie oder der Service, die oft damit einhergehen, sondern allem voran der ideelle Wert. Ein Preisschild drückt nie aus, welche Freude mich mit einigen Käufen verbindet. Wie ich mich für eine hübsche Software begeistern kann, auch wenn sie weniger Funktionen als der unattraktive Gratis-Konkurrent hat.

Ich bin jemand, der bereit ist, für eine clevere Verpackung und einen simplen Setup-Prozess extra zu zahlen. Das klingt a) furchtbar und b) nach einem übersteigerten Konsumverhalten, führt durch die strenge Eigenauswahl aber insgesamt zu weniger einzelnen Käufen. Mein PowerBook G4 war im Jahr 2001 unverhältnismäßig teuer, lief mit seinem 400-MHz-Prozessor aber länger als alle anderen Notebooks, die mein damaliger Arbeitgeber zur gleichen Zeit kaufte. Das Gerät bootet ohne Mühe heute noch, 14 Jahre später, und behielt seine, für mich kaum in Worte zu fassende, Faszination.

IPhoneBlog de Powerbook G4

Das Beste ist beileibe nicht immer auch das teuerste Produkt. Meine Kopfhörer kosten keine Tausend Euro; Klamotten-Marken sind mir ausnahmslos egal. Interesse für Autos habe ich bis heute nicht entwickelt. In erster Linie muss ich mich mit dem Produkt identifizieren. Es muss zu mir passen; ich möchte damit gerne Zeit verbringen (und auf der anderen Seite keine Zeit mit Dingen verschwenden, die ich nicht mag).

Wer das kauft was er liebt, wird (vorerst) nicht wieder kaufen müssen. Der Preis ist nur eine Komponente, die ein Produkt beschreibt – keinesfalls zweitranig, aber eben auch nur ein einzelner Aspekt. Ich will kein Vertu-Handy, aber bitte jedes Jahr ein neues iPad – weil ich es täglich verwende. Mit Vergnügen.

The old hoary chestnut that “Apple only wins because its advertising tricks people into paying too much” was raised in my Twitter feed last night, and while the holders of such an opinion are implicitly saying others are stupid, my take runs in the opposite direction: it’s not that people are irrational, it’s that human rationality is about more than what can be reduced to a number. Delight is a real thing, as is annoyance; not feeling stupid is worth so much more than theoretical capability. Knowing there is someone you can ask for help is just as important as never needing help in the first place.

Ben Thompson | „Bad Assumptions

Apple, als derzeit teuerste börsennotierte US-Firma, mit einem nicht mehr vorstellbaren Barvermögen, die primär das Premium-Preissegment bedient, steht grundsätzlich im Fokus derartiger Preisdiskussionen, weil die Werte, über die gesprochen wird, so abstrakt sind, ausschließlich dem persönlichem Geschmack unterliegen und sich nicht vergleichen lassen.

Bereits früher, als iPod-Underdog, wurde Apple ähnlich wahrgenommen. Der Konzern schaffte es, seine Preise für Produkte so zu wählen, dass sie ein bisschen wehtun. Offizielles Zubehör und Speicher-Upgrades sind heute noch Paradebeispiele.

Andererseits kann man mit Gewissheit davon ausgehen, das ein neues iPhone nicht 2, nicht 8 und auch nicht 10 Monate nach seinem Verkaufsstart für die Hälfte des Preises erhältlich ist. Der Werterhalt ist ein geschätztes Argument für Erstkäufer (die eigentlich gewohnt sind für Technik draufzuzahlen).

Umgangssprachlich ist es die ‚Apple-Steuer‘, von der dann gesprochen wird. Und sie ist nicht von der Hand zu weisen: Zusätzliche 48 GB für ein iPhone 6 kosten 100 Euro. Und wenn du dir dein Gerät nicht über die nächsten zwei Jahre durch konstantes Löschen und Umverteilen von Daten madig machen möchtest, zahlst du besser gleich den Aufpreis. Mit 16 GB ist das iPhone 6 für mich nicht das beste Gerät.

IPhoneBlog de Powerbook G4 plus iPhone 6

Die Bezeichnung das Beste ist immer sehr subjektiv und der Wert, den man persönlich dafür bestimmt, lässt sich oft nicht einfach nur über das Produkt selbst erklären. „Delight is a real thing“ fraß sich als Zitat aus dem oben verlinkten Artikel von Ben Thompson bei mir fest. iPhones agieren nicht im luftleeren Raum. Sie sind Teil eines Ökosystems, das zu dessen Auf- und Abwertung beiträgt.

Zur Querfinanzierung gehören beispielsweise Apple TVs, die die eigenen Familienvideos nicht durch Pepsi-Werbung unterbrechen („Samsung smart TVs inserting ads into third-party apps“), Reparaturen mit einem Quäntchen Kulanz und das alle Updates für Betriebssysteme inklusive sind.

Worauf ich hinaus will: Der alleinige Fokus auf Preis, der außer Acht lässt wie gerne man einen bestimmten Computer, eine spezielle Kamera oder ein Smartphone-Gattung verwendet, war für mich selten ein erfolgreicher Kauf.