Das KeyCover Plus, eine Bluetooth-Tastatur fürs iPad Air.

Durch das Kensington-Sortiment an iPad-Tastaturen steigt man nicht durch. Sowohl die Webseite wie auch die Namensgebung der Accessoires ist verwirrend (um es zurückhaltend auszudrücken). Egal. Das hier ist das Kensington KeyCover Plus mit hintergrundbeleuchteter Tastatur.

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Das besondere Merkmal des KeyCovers ist die Sandwich-Architektur. Das iPad Air klemmt sich mit dem Bildschirm nach unten zwischen vier gummi-gepolsterte Ecken. Im Gegensatz zur magnetischen Außenlasche eines Logitech Ultrathin sitzt es damit noch kompakter, noch sicherer. iPad und Tastatur verschmelzen zu einer Einheit, die sich garantiert nicht aus Versehen trennt.

Der Trick um das Air wieder aus dem Plastikrahmen zu lösen, findet sich in der rechten oberen Ecke, die vollständig aus Gummi gefertigt ist und sich damit herunterdrücken lässt. Trotzdem bleibt das Entnehmen ein Gefrickel, das unbedingt zwei Hände erfordert. Dabei sollte keine Scheu bestehen, das iPad fest zu umschließen. Der iPad-Air-Rahmen ist zu dünn, der Widerstand vom Kensington-Kompagnon zu groß, um den Griff aufs Display zu vermeiden. Da sich der Bildschirm bei der Entnahme durch den magnetischen Verschluss automatisch einschaltet und entsperrt, kann das nerven.

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In allen anderen (mir wichtigen) Aspekten schlägt sich das KeyCover ausgezeichnet. Das Design ist schlicht und ohne unschönes Rückseiten-Logo. Ein aufgestellte iPad, horizontal und vertikal, verbleibt absolut wackelfrei. Kleine Gummifüße auf dem Hard Case helfen mit. Die Aussparung, die das iPad in Position hält, ist zusätzlich magnetisch. Mit 370 Gramm ist es ausreichend leicht, dass man die iPad-Tastatur-Kombi ohne Verlustängste auf den Oberschenkel balanciert oder mit nur einer Hand auf dem Schreibtisch umstellt.

Ich benutze das KeyCover seit Januar regelmäßig. Ich habe es bis heute noch nicht einmal aufgeladen. Die offizielle Angabe zur Betriebsdauer verspricht 110 Stunden. Die Hintergrundbeleuchtung ist bei mir gewöhnlich eingeschaltet (sie deaktiviert sich nach wenigen Sekunden ohne Tastendruck), auch wenn ich von der Handvoll verschiedener Farben nur Weiß und Türkis als stilsicher empfinde – siehe Promo-Video.

Die Shortcut-Knöpfe oberhalb der Zahlenreihe sind direkt anzuwählen und erfordern nicht ein gleichzeitiges Drücken einer zweiten Taste. Und auch das Tippgefühl – unter Betrachtung der flachen Konstruktion – fällt in die hochwertige Kategorie.

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Das KeyCover Plus schiebt sich für 70 Euro (Affiliate-Link) in einen sehr konkurrenzfähigen Preisrahmen. Zimperlich darf beim „QuickRelease“ zwar nicht sein, dafür sitzt das iPad Air beim Transport absolut sicher.

Nokias Android-App-Store: vollständig Freemium

Heute und morgen debattiert die Europäische Kommission über In-App-Käufe. Apple und Google stehen auf der Teilnehmerliste.

Damit die App-Wirtschaft ihr Potenzial voll ausschöpfen und weiter innovativ sein kann, müssen die Verbraucher Vertrauen in die Produkte haben. Derzeit werden mehr als 50 % der Online-Spiele auf dem einschlägigen EU-Markt als „kostenlos“ angepriesen, obwohl sie häufig – teilweise teure — In-App-Käufe nach sich ziehen. Oft ist den Verbrauchern gar nicht bewusst, dass sie etwas bezahlen, weil ihre Kreditkarte automatisch belastet wird. Kinder sind besonders anfällig für Spiele, die sie zwar kostenlos herunterladen, aber nicht kostenlos nutzen können.

Europa.eu

Nokia ist scheinbar nicht eingeladen, obwohl es gepasst hätte. Ihre Nokia-X-Serie, der in dieser Woche gestartete Testlauf mit einem Android-Fork, schwört im eigenen Store vorab bezahlter Software ab. Jeder Download ist gratis beziehungsweise eine Demo-Version, die sich nach der Installation per In-App-Zahlung freischalten und/oder erweitern lässt.

Nokia will make sure that developers can get paid by offering its own payment service in lieu of Google’s. Nokia also believes that the pay-per-download model is not effective (it is what the iOS App Store and Google Play use in the United States) and instead will use a “try-and-buy” approach to let users download the apps and pay for them if they want to keep them. Nokia claims that users are five times likelier to pay for apps with the try-and-buy approach.

Dan Rowinski | „How Developers And Consumers Can Get Android Apps On The Nokia X

DirektFastlane

iPads in Klassenzimmern und Büros

DirektLearn

„Enterprise und Education“ – Apple verbessert sein ‚Mobile Device Management‘ für iOS. Welchen Stellenwert die Geräte bereits in großen Unternehmen und Bildungseinrichtungen einnehmen (und zukünftig noch einnehmen werden), steht außer Frage.

To-date, U.S. education institutions have purchased over 7 million iPads. In fact, we’ve sold over 750,000 iPads to K-12 schools in the State of Texas alone, including 7,000 iPads rolling out to all K-12 students in the Midway Independent School District.

Quartalszahlen Januar 2014

Die neuen Detailverbesserungen betreffen zum Beispiel das ‚Apple ID‘-Setup (für Kids) sowie die kabellose Distribution und Geräteverwaltung (für Admins).

Fraser Speirs und Matthew Panzarino haben Details:

Both the enterprise and education programs now have support for Mobile Device Management hands-free configuration. This ‘zero touch’ setup has been a long-requested feature for many pros, as it eliminates the need to cable up every deployed device and install a profile via Apple’s Configurator utility.

TechCrunch

Apple nahm das Wort ‚Enterprise‘ erstmals mit iPhone OS 2.0 in den Mund. Grundlegende Technik für den Betrieb der Apple-Telefone im Umfeld von Unternehmen erschien jedoch erst in den letzten Jahren. Und trotzdem wuchs iOS als Plattform dort beständig („The iPhone is being used in 97% of Fortune 500, and the iPad is used in 98% of Fortune 500.„).

Die Motivation ging dabei überwiegend von den Chefetagen aus, die ihre (persönlichen) Geräte von der IT-Abteilung eingebunden haben wollten. Das iPhone setzte sich quasi von ‚Oben‘ nach ‚Unten‘ durch, weil es das präferierte Produkt ist.

Das stieß in den Anfangsjahren auf erhebliche Gegenwehr. Zurecht, wenn die Tools zum firmenweiten Ausrollen fehlten.

Spätestens seit der zweiten iPad-Generation setzt Apple hier eindeutigere Prioritäten. Die gestrigen Neuerungen, auch wenn sie teilweise vorerst nur in den USA gelten (‚Device Enrolment Program‘), sind ein weiterer wichtiger Schritt für die iOS-Verbreitung in großen Organisationen.

Readdle verzahnt sein App-Portfolio

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Documents (kostenlos; universal; App-Store-Link) bleibt eine meiner bevorzugten Schnittstellen zwischen dem Desktop und iOS. Dem Dateimanager schiebt man jedoch nicht nur über einen beliebigen Webbrowser Musik, Filme und Dokumente zu, sondern synchronisiert diese auch über iCloud zwischen iPhone und iPad. Die Dateien müssen dabei nicht explizit für Documents bestimmt sein. Die App aus der Ukraine betätigt sich bei mir vornehmlich als Datenschleuder indem sie beispielsweise Comics zu Comic Zeal (4.49 €; App-Store-Link) verschiebt, ePubs an iBooks verteilt oder PDF-Flugbestätigungen auf Dropbox speichert.

Version 5, seit heute neu und weiterhin gratis (nicht zu verwechseln mit werbefinanziert), stellt die Hub-Idee noch zentraler in den Vordergrund. Readdle verknüpft dazu seine eigenen Apps, PDF Expert, Scanner Pro, PDF Converter (5.99 €; App-Store-Link) und Printer Pro (5.99 €; App-Store-Link), mit der iPad-Dateiverwaltung. Ist das Software-Portfolio installiert, verzahnen sich dessen Funktionen mit Documents 5.

So lassen sich dann beispielsweise Anmerkungen in PDFs über die erweiterten Features aus PDF Expert realisieren – ohne App-Wechsel, direkt in Documents. Druckaufträge gewinnen den Funktionsumfang von Printer Pro, und so weiter.

Revolutionär ist das nicht, aber definitiv eine nette Erweiterung, einer ohnehin zu empfehlenden App.

iOS Security / Februar 2014

IPhoneBlog de Touch ID

Apple aktualisiert seine ‚iOS Security‘-Dokumentation und veröffentlicht damit ein paar mehr Details über die Funktionsweise von Touch ID.

Each Secure Enclave is provisioned during fabrication with its own UID (Unique ID) that is not accessible to other parts of the system and is not known to Apple. When the device starts up, an ephemeral key is created, tangled with its UID, and used to encrypt the Secure Enclave’s portion of the device’s memory space.

Additionally, data that is saved to the file system by the Secure Enclave is encrypted with a key tangled with the UID and an anti-replay counter.

iOS Security / February 2014 (PDF-Link)

Beim Entsperren und iTunes-Shopping wird es der Fingerabdrucksensor, der derzeit nur im iPhone 5s werkelt, in Zukunft nicht belassen. Die naheliegendsten Ideen finden sich bei der Autorisierung von Mobil-Bezahldiensten sowie dem (Passwort-)Schutz einzelner App-Store-Anwendungen.

King zieht Markenanmeldung für ‚Candy‘ zurück

IPhoneBlog de Candy Crushed

Yesterday, King filed for abandonment of the trademark in the United States. When reached by Kotaku, King confirmed the trademark abandonment but declined to comment.

Jason Schreier | Kotaku

Feiern sollte man das nicht. King behält das ‚Candy‘-Markenzeichen in der EU und auch SAGA bleibt im amerikanischen Patent- und Markenamt aktiv. Wie die Namensanmeldung überhaupt den US-Review-Prozess überstand, und scheinbar nur durch wuchtiges Medieninteresse und tausende Entwicklerstunden gestoppt wurde, bleibt eine Absurdität.

Pencil für Paper

FiftyThree, das Team hinter der iPad-App Paper (kostenlos; App-Store-Link), verkauft seit Dezember in den USA einen Stylus. Hier ein paar mehr Ersteindrücke zum Pencil.

IPhoneBlog de Pencil a

Der 50-Dollar-Malstift, im Zimmermann-Bleistift-Design aus gebürstetem Aluminum (die Echtholz-Variante für 60 US-Dollar klemmt sich über Magnete an ein Smart Cover), besitzt drei Funktionen: Die vordere Gummispitze malt, die Rückseite radiert und ein Finger eurer Wahl dient zum Verwischen von Farben. Der zuletzt genannte 'Blend'-Effekt, beispielsweise zum Erzeugen von Unschärfe, steht exklusiv nur dann zur Verfügung wenn der Stylus mit dem iPad gekoppelt ist.

Entscheidend ist – für mich als blutiger Amateur1 – nicht das Gewicht von 34 Gramm (die Wallnuss-Fassung fällt leichter aus), sondern wie ausbalanciert der Stift zwischen den Fingern liegt. Exakt hier punktet FiftyThree mit seinem ersten zweiten Hardware-Produkt. Hinzu kommt die exzellente Verarbeitungsqualität, die verspielte Verpackung, die erschwingliche Preismarke sowie eine clevere Software-Integration.

Vier Beispiele zu vier Pluspunkten:

  • Die Zeichenspitze lässt sich ohne Werkzeug, lediglich mit einem Handgriff austauschen (im Lieferumfang ist eine Extra-Kappe enthalten). Das kleine Gewinde lässt sich nicht überdrehen und trotzdem leicht entnehmen.
  • Pencil kommt in einem stilsichern Pappzylinder, ohne Hartplastik-Schweißnähte, die regelmäßig zu Schnittwunden führen. Es wurde außerdem über die Schutzfolie nachgedacht, um den Stift so einfach wie möglich aus seiner Hülle zu schälen. Wer jemals ein iPhone frisch entblätterte, weiß was ich meine.
  • Mit 50 beziehungsweise 60 US-Dollar schnappt sich der Pencil ein freies Preissegment zwischen passiven Stiften (ab 20 Euro) und Bluetooth-Styli (ab 70 Euro).
  • Bluetooth LE koppelt das Accessoire direkt innerhalb der Paper-App. Dazu drückt man die Spitze auf einen vorgegeben Platzhalter. „Kiss to Pair“, hier schön im Video zu sehen, ist keine Marketing-Übertreibung.

Das Design ist so clever wie es klingt. Der Akku versteckt sich innerhalb der Hülle in Form eines gewöhnlichen USB-Steckers. Zum Aufladen zieht man die zweiteilige Konstruktion einfach auseinander und nutzt – natürlich ohne Kabel – irgendeinen freien USB-Port.

IPhoneBlog de Pencil b

Das größte Fragezeichen nach der Ankündigung im letzten Herbst: Wie gut funktioniert die Handballenauflage? Kurze Antwort: erstaunlich gut. Schulnote 2+.

Es braucht ein wenig Zeit sich tatsächlich zu trauen die komplette Handkante über das Display zu schleifen. Hat man diese Sicherheit aber erst einmal gewonnen, zeichnet und malt man weitgehend sorgenfrei die Retina-Pixel farbig. Das gute Ergebnis der Technik lässt sich sicherlich auch dadurch erklären, dass der Stift aktiv nur mit Paper zusammenarbeitet. Ein SDK, das andere Entwickler in ihre iOS-Anwendungen schrauben können, ist jedoch in Arbeit.

Was stört ist eine fehlende Drucksensibilität, wie sie Microsofts Surface von Haus aus mitbringt. Wie gut beispielsweise der Intuos Creative Stylus von Wacom funktioniert, der ein „authentisches Stift-auf-Papier-Gefühl“ verspricht, konnte ich bislang nicht ausprobieren. Apple hat bislang ’nur‘ ein entsprechendes Patent beantragt (und zugesprochen bekommen).

Des Weiteren setzt die Gummispitze, die einen Millimeter nachgibt, den Fokus aufs Malen. Das iPad-Zubehör legt keinen Wert auf handschriftliche Eingaben obwohl Pencil als passiver Stylus – außerhalb der Paper-App – gar nicht so schlecht auch dafür funktioniert.

IPhoneBlog de Pencil c

Wer Pencil verwendet, schaltet automatisch das komplette 6-Euro-Sortiment an In-App-Käufen frei. Das ist sicherlich kein Kaufgrund, unterstreicht jedoch die Qualität, die nicht nur den Stylus, sondern auch das Drumherum ausmacht.

  1. Eine sehr lesenswerte Profi-Meinung zum neuen FiftyThree-Accessoire fand ich bei meiner Recherche bei Michael Rose.

Raus aus der ‚Filter Bubble‘, rein in die bunte Sticker-Welt

WhatsApp hatten wir alle auf dem Radar; LINE (kostenlos; App-Store-Link) und WeChat (kostenlos; App-Store-Link) sind uns fremd. So geht es zumindest mir. Die sozialen Netzwerke aus Asien, mit bunten Stickern und mehreren hundert Millionen Nutzern, werden als Taktgeber der nächsten Mobilfunkgeneration gehandelt.

Ben Thompson betont die Substanz des Phänomens in der ersten Podcast-Stunde von 'The Talk Show', Episode 72. Beispielsweise ist es nur bedingt der Direktverkauf von Stickern an Kunden, der Geld einspielt. Vielmehr sind es die Deals mit großen Marken wie Coca-Cola oder Starbucks, die über einen gebuchten Zeitraum ein eigenes Aufkleber-Set bereitstellen (und so eine direkte Kundenbeziehung aufbauen).

LINE und WeChat sind nicht nur Messenger, sondern (auf dem Weg zu) eigene Plattformen. Die Chat-Dienste kassieren Provision für App-Empfehlungen und bieten auch eigene Games an.

Im Podcast-Gespräch fallen außerdem ein paar Gedanken zum Kaufpreis (den Thompson mit 40 US-Dollar pro WhatsApp-Nutzer als akzeptabel bezeichnet) sowie Facebooks Übernahme-Motivation: den Optionswert auf Messaging.

IPhoneBlog de Facebook WhatsApp

Facebook Aktionärs Präsentation (PDF)

Das hier ist wohl eine der wenigen offiziellen Facebook-Präsentationsfolien, auf der sie nicht selbst als führender 'Graph' angegeben sind.

Entgegen seinem Titel "$19B doesn’t make it brilliant" führt Hamish McKenzie ein paar ähnliche Argumente für die Akquisition an, pocht jedoch darauf, dass sich WhatsApp zu mehr als nur einem Chat-Dienst entwickeln muss.

For $19B, Facebook has bought a lot of user attention and neutered a potential threat to its social graph. What it hasn’t bought is the future of the consumer internet. That is being built elsewhere. 

Der Artikel erschien Samstag. Am Montag kündigte WhatsApp-Gründer Jan Koum einen Sprachdienst und damit seine Ambitionen als Skype-Konkurrent an.

Eine Frage, die für mich prominent im Raum steht, bislang aber noch wenig Beachtung fand: Wie verhalten sich die zwei (oder drei) dominierenden mobilen Betriebssystem mit ihren App Stores als Gatekeeper gegenüber den heranwachsenden Chat-, Gaming- und Payment-Schwergewichten?