“Microsoft, Past and Future”

IPhoneBlog de Windows iPhone

Exzellenter Post von John Gruber dem eigentlich nichts, und gleichzeitig ganz viel, hinzuzufügen wäre.

What they missed was the next step from every desk and home: a computer in every pocket. It’s worse than that, though. They saw it coming, and they tried. Pocket PC, Windows CE, Windows Mobile — swings and misses at the next big thing. They weren’t even close, and worse, Steve Ballmer didn’t even seem to realize it. That’s what’s so damning about that video of him laughing at the original iPhone.

Daring Fireball

Neue Partner: Microsoft zahlt für Foursquare-Freundschaft

IPhoneBlog de Foursquare Risikokapital

Microsoft benannte am heutigen Tag seinen neuen Chef. Die 15-Millionen-Investition in Foursquare, die im Schulterschluss mit einem zweiten Lizenzdeal für Ortsinformationen mit dem Standort-Netzwerk geschlossen wurde, darf dabei nicht unter den Tisch fallen.

Die substanzielle Bedeutung der mehrjährigen (aber nicht exklusiven) Partnerschaft, die Microsoft tiefere Einblicke als seinen Mitbewerbern gibt, passt strategisch sowohl zu Bing wie auch der mobilen Windows-OS-Familie.

Foursquare’s deal with Microsoft, however, will give the company access to more potent location data. “They’re not just paying for the same API integration,” Crowley says. He points to Foursquare’s passive, real-time recommendations feature, which can deliver fun things for users to do when, say, venturing into a new neighborhood, based on their personal tastes and location. In other words, Foursquare is now smart enough to sense where you are without you having to “check in” to a venue. “There is no API for that [yet],” Crowley says. “So we’ll be doing a lot of interesting, special stuff with Microsoft. They see [our data] as something that can really fuel a lot of their product roadmap.”

Austin Carr | Fast Company

Für Entwickler: iOS 7.1 beta 5

IPhoneBlog de iOS 7 1 beta5

Die Release Notes verzeichnen Siri-Stimmen in Englisch (Australien / UK), Japanisch sowie Chinesisch (Mandarin) die ‘natürlicher’ klingen.

Was in diesem Zusammenhang bislang wenig Beachtung fand ist das initiale Setup von Apples persönlichem Assistenten:

Ihr iOS-Gerät verwendet zunächst eine kompakte Stimme sowohl für Siri als auch für VoiceOver. Nachdem Sie ein WLAN-Netzwerk konfiguriert und das Gerät an eine Stromquelle angeschlossen haben, lädt und installiert iOS automatisch eine natürlicher klingende Stimme.

Support.Apple.com

(Danke, Maik!)

RSS-Feeds neu inspiriert von ‘Unread’

Es ist 2014. Und ja, ich lese noch immer RSS. Mehrmals täglich. Mit Begeisterung. Sogar mit steigender Begeisterung. Ich könnte nicht ohne.

Ich will keinen Eintrag verpassen. Ich will nicht, das Facebook mir vorschlägt welche Story ich gutfinde. Twitter unterstreicht wiederholt, zu keiner Zeit in die Vergangenheit zu blicken. Einmal vorbeigescrollt, nie mehr zurückgeblickt. Wer mit der Geschwindigkeit seiner Timeline nicht Schritt hält, sich einen Abend im Offline gönnt, holt unter keinen Umständen wieder auf. Das verschluckt die persönlichsten Blogposts, die mitunter interessantesten Geschichten. Das ist inakzeptabel.

Doch zugegeben: Meine RSS-Gewohnheiten haben sich geändert. Seitdem Google den Server abschaltete auf dem Reader lief, bin ich für meine Feeds komplett vom Desktop auf das iPhone und iPad abgewandert. Das war eine der besten Entscheidungen, zu der ich unfreiwillig gezwungen wurde.

IPhoneBlog de Unread

Unread (2.69 €; App-Store-Link), eine neue RSS-App für die Sync-Dienste Feedbin, Feedly und Feed Wrangler, geschrieben von Jared Sinclair (Whisper, Riposte), hebt als neuster iPhone-Client abermals hervor, wie ausgezeichnet dieser Schritt war.

Unread fühlt sich zu Anfang unpassend für News-Junkies an, jongliert jedoch meine 74 'Class A'-Feeds, die ich neben Fever (über Reeder) noch in Feed Wrangler pflege, problemlos. Die Sortierung erfolgt nach einzelnen Feeds oder in Gruppen, die nach Webseite oder Veröffentlichungsdatum aufgefädelt sind.

Das fast ausschließlich auf (Wisch-)Gesten beruhende Interface glänzt bei langen Einträgen mit einer rahmenloser Darstellung, die den Text in den Vordergrund holt. Die Schriftart Whitney (Hoefler & Co.) unterstreicht diese elegante (Vollbild-)Präsentation, die in drei mehrere Themes – teils versteckt – auf den Bildschirm malt. Nach persönlicher Präferenz dürfte die iPhone-App auch das Aufmacherfoto, ähnlich wie Reeder, über die volle Bildschirmbreite ziehen.

Unread nutzt die iOS-7-Hintergrundaktualisierung und tritt mit dem Versprechen an, die persönlichen Lesegewohnheiten über eine längere Nutzungsdauer zu verstehen.

If you’ll start using Unread a lot, iOS will learn your usage patterns and refresh feeds in the background at a higher rate. In my experience, Unread displayed new articles in the morning after I woke up, and refreshed every 15–30 minutes during the day.

Federico Viticci | MacStories

Neben der fehlenden iPad-Version wünsche ich mir eine besser 'Alles-als-Gelesen'-Markierung. Trotz der limitierten Feed-Auswahl überfliege ich viele Überschriften. Ans Ende der Liste gehört deshalb ein Button, der auch die ungelesenen Artikel wegsortiert. Alternativ wäre die Markierung 'Gelesen' zu setzten, wenn man vorbeiscrollt, so wie Sunstroke es tut. Update: ‘Mark All As Read‘ ist zugänglich in der Listenansicht über eine Wischgeste nach links.

Außerdem benötigt der RSS-Reader einen Fingerzeig, um direkt von Artikel zu Artikel zu springen. Derzeit muss man dafür umständlich in die (Listen-)Übersicht zurück. Dieses Navigationsproblem ist jedoch schon adressiert und steht auf der ToDo-Liste von Jared Sinclair ganz oben. Außerdem hat er bereits einen Bugfix für den fehlerhaften Readability-Login versprochen und die Unterstützung für weitere RSS-Dienste, inklusive dem von mir geliebten Fever, in Aussicht gestellt.

I think it’s important to reiterate what I wanted Unread to be. I didn’t make it to be a feature-for-feature replacement for an app you may already be using. That would make Unread merely a thin coat of paint on old ideas. The point of Unread is to give you an opportunity to change the way you read. Its design can only take you halfway there.

Jared Sinclair

Genau diese 'halbe Wegstrecke' macht jedoch den Unterschied und katapultiert Unread bereits in Version 1.0 auf eine Spitzenposition für RSS-Reader auf dem iPhone.

Update: Unread schaltet neue Themes über die Metadaten von Songs frei, die die Musik-App abspielt. Zwei Beispiele: ‘Chicken‘ und ‘Campfire‘. Lustig.

IPhoneBlog de Themes Unread

Facebooks Liebhaberprojekt: ‘Paper’

IPhoneBlog de Paper Facebook

Paper – Stories from Facebook (kostenlos; US-Link) startet wie angekündigt als Flipboard-Klon, beschränkt sich im Moment jedoch auf den nordamerikanischen Store.

Ob sie einen Scheck für die Nutzung des (Marken-)Namens nach New York schicken, bleibt abzuwarten. FiftyThree zeigt zumindest Kampflust.

So it came as a surprise when we learned on January 30th with everyone else that Facebook was announcing an app with the same name—Paper. […]

There’s a simple fix here. We think Facebook can apply the same degree of thought they put into the app into building a brand name of their own. An app about stories shouldn’t start with someone else’s story. Facebook should stop using our brand name.

Georg Petschnigg | News.FiftyThree.com

Technisch und visuell übertrumpft das Nebenprojekt (spielend) die mit Werbung zugepflasterte Timeline der Hauptattraktion. Die Facebook-App (kostenlos; universal; App-Store-Link) muss sich jedoch nicht fürchten: Sie ist die Geldmaschine; 'Paper' derzeit ein Liebhaberprojekt. Unabhängig davon glaube ich aber auch nicht, dass die Hardcore-Facebookler diese Aufmachung als Standard-Optik überhaupt akzeptieren würden.

30 Jahre Macintosh: “1.24.14” Film

Direkt1.24.14

Thirty years ago Macintosh promised to put technology in the hands of the people. To celebrate Mac’s birthday, this film was shot around the world in one day, entirely on iPhone. Here’s to the next thirty.

(Hervorhebung von mir)

After the footage was shot in each location, it was handed over to Angus Wall, one of the most sought-after editors in Hollywood. Because so much footage had to be edited so quickly — over 70 hours shot on 100 iPhones — he employed a team of 21 editors to piece the story together.

Thirty Years of Mac

Die Infoseite über das eintägige Shooting ist eure Zeit wert. Sie unterstreicht das ineinandergreifende Geflecht der iOS- und Mac-Produkte.

Lässt sich Touch ID manuell anlernen?

IPhoneBlog de Touch ID

Touch ID lernt mehr Informationen über eure Fingerabdrücke wenn man sich in den Einstellungen die bereits registrierten Abdrücke anzeigen lässt. So lautet die nicht offiziell bestätigte (und auch technisch nicht dokumentierte) Theorie von Steve Gibson im Podcast Security Now #440 (ab Minute 11).

Bereits hinterlegte Fingerabdrücke blinken bekanntlich in den fünf zur Verfügung stehenden Speicherplätzen auf, wenn man einen zuvor antrainierten Finger auflegt. Gibsons These: Neben der Erkennung und Zuordnung erweitert Touch ID gleichzeitig seine Datenbank über diesen Finger. Die mögliche Konsequenz ist eine bessere Treffergenauigkeit für den Touch-ID-Sensor.

In meinem Selbstversuch, mit mehreren Fingern, unter verschiedenen Witterungsbedingungen, an zwei unterschiedlichen Tagen, bildete ich mir ein, die Auflagefläche für den Daumen und Zeigefinger vergrößert zu haben. Eine generelle Verbesserung der Ergebnisse, die über das offizielle Trainingsprogramm hinausreichen, habe ich nicht festgestellt (Touch ID funktioniert bei mir allerdings auch gleichbleibend zuverlässig).

Auf einen möglichen Placebo-Effekt ist explizit hinzuweisen. Es bleibt mindestens zweifelhaft, was diese versteckte Funktion, über die im täglichen Gebrauch fast niemand stolpert (und wenn dann nur wenige Male den Finger auflegt), dort zu suchen hat.

Ob wir noch eine technische Bestätigung darüber bekommen, dass nicht nur die Einrichtung, sondern auch die Identifikation den Fingerabdruck an einem iPhone 5s anlernt, finde ich derzeit spannender als das vermeintlich zusätzliche Training.

Kostenlos ist selten kostenlos.

IPhoneBlog de Dungeon Keeper

"How In-app Purchases Has Destroyed The Industry" schlägt mir als Leseempfehlung gerade aus allen Netzwerken entgegen. Baekdals Argumentation ist durchweg stimmig, auch wenn er in erster Linie (zurecht!) auf EAs Dungeon Keeper haut.

[…] the problem is that all the future generations of gamers are going to experience this as the default. They are going to grow up in a world, in which people actually think this is what gaming is like. That social engineering and scamming people is an acceptable way of doing business.

It's not!

Thomas Baekdal

Ich bin ja mal gespannt, wie wir über diese frühe App-Store-Phase urteilen, wenn wir in zwei, fünf oder zehn Jahren darauf zurückschauen. In-App-Abzocke als neuer Standard? Die Rückbesinnung auf Vollpreisspiele? Die Games-Industrie, wie wir sie einmal kannten?

Es gehört kein Insiderwissen dazu um zu sehen, dass wir uns im Begriff eines Entertainment-Umschwungs befinden. Diese Periode verändert auch Spiele. Entweder sie zieht neue Leute rein oder vertreibt ehemalige Spieler. Wahrscheinlich passiert beides.

Ich finde es wichtig auf Entwicklungen, die man falsch findet, draufzuhauen. Kräftig. Verbal, aber auch täglich mit der Abstimmung des eigenen Geldbeutels. Jemanden jedoch an den Pranger zu stellen, weil er sein Spiel auf 'moderne' Einnahmequellen optimiert (und damit Erfolg hat), bleibt falsch. Ignorieren reicht. Meistens.

Arcade-Games, auf die Nostalgiker manchmal etwas verklärt zurückblicken, deckten aufgrund ihres Geschäftsmodells nur wenige Genres ab. In allen Spielen verlor der Kunde jede zwei Minuten ein Leben. Nur wenn er regelmäßig neue Coins nachwarf, refinanzierte sich der teure Arcade-Automat. (Text-)RPGs, Point-and-Click-Abenteuer, Strategie- und Wirtschafts-Simulationen waren undenkbar.

Direkte Parallelen zur Konsolen-Ära sind schwierig. Es besteht jedoch kein Zweifel, dass die ewigen Neuauflagen angeblich 'populärer' Marken, die letzten Gamer-Generationen ermüdeten und Premium-Studios auflösten. Wohin also? World of Warcraft war mit seinem Abo-Modell erfolgreich…

Eine allgemeine Systemkritik, wie auch Baekdal sie (wiederholt) anbringt ("Do you like the person that you see? Is this what you want to be remembered by?"), liegt natürlich nie falsch. Das Problem ist jedoch vielschichtiger. In-App-Käufe sind so populär, spülen Millionen-Umsätze in die Kassen so vieler Firmen, dass man nicht einfach alles auf 'den dummen Spieler, der keine Ahnung hat und sich abzocken lässt' schieben kann. Damit tut man allen Beteiligten Unrecht.