Die fehlende Definition von Apple Intelligence

„Quality over speed, but fast.“ Lest diesen Artikel von Wired und fragt euch, ob das die Kultur von Apple (Intelligence) ist. Steckt das in Apples DNA?

Das Bild zeigt eine Ankündigung von „Apple Intelligence“, einer neuen KI-Technologie von Apple. Der Text „Das ist deine KI“ hebt hervor, dass die Funktion personalisiert ist, und die deutsche Version wird Anfang April verfügbar sein. Im unteren Bereich des Bildes ist ein iPhone mit Dynamic Island und einer Uhrzeitanzeige zu sehen.

WIRED spoke with more than 50 current and former employees—including engineers, marketers, legal and safety experts, and a dozen top executives—to trace the most frenzied and culture-reshaping period in the company’s history. Many of these employees requested anonymity to speak candidly about Google’s transformation—for better or for worse. This is the story, being told with detailed recollections from several executives for the first time, of those turbulent two years and the trade-offs required along the way.

Inside Google’s Two-Year Frenzy to Catch Up With OpenAI

Apples Stärke ist Hardware und Betriebssysteme. Apple stellt die Plattform, die im besten Fall andere Dienste und Services stärkt, um selbst stärker zu werden. Sie sind keine Suchmaschine, weil sie sich (teuer) bezahlen lassen, keine Suchmaschine anzubieten. Das ist „wettbewerbs-schwierig“, soll hier aber lediglich die Rollenverteilung unterstreichen.

Apples besagte Rolle gewinnt an Bedeutung, wenn sie die Voraussetzungen schaffen, das alles und jeder durch sie durch muss. Noch einmal: Das ist keine Bewertung ihrer (potenziell beherrschenden) Markposition, sondern schlicht den Job bis zu Ende gedacht.

Ihre Plattform gewinnt, wenn Apple ihre LLM-Modelle (und Private Cloud Compute) etwa den App-Store-Entwicklern zur Verfügung stellen würde – so wie sie das mit Wetterdaten, Health und Music bereits machen.

The crux of the issue in my mind is this: Apple has a lot of good ideas, but they don’t have a monopoly on them. I would like some other folks to come in and try their ideas out. I would like things to advance at the pace of the industry, and not Apple’s. Maybe with a blessed system in place, Apple could watch and see how people use LLMs and other generative models (instead of giving us Genmoji that look like something Fisher-Price would make). And maybe open up the existing Apple-only models to developers. There are locally installed image processing models that I would love to take advantage of in my apps.

Gus Mueller

Apple könnte mühelos anbieten, dass das iPhone eine KI-Aufgabe an den eigenen Mac auslagert. „Back to the Mac“, nur anders. Apple wäre es ebenso möglich, innerhalb von Image Playground eine Schnittstelle zu Diensten wie Midjourney einzurichten. Aber erkennen sie den Unterschied in diesen zwei Beispielen?

Weniger Vaporware, mehr Verbündete: Apple könnte sich von allen Halluzinationen und Falschinformationen freisprechen, wenn das Interface deutlich macht, wer hier liefert. Mehr als „Check important info for mistakes“ unter jeder Antwort sollte möglich sein, oder Herr Rockwell?

Apple Intelligence ist als Begriff noch jung genug, definiert zu werden. Nichts spricht gegen hilfreiche Tools, so wie „Clean Up“ (Bereinigen) oder „Memory Movies“ (Erinnerungsfilm). Ein Sammelsurium an Features aber unter „AI“ einzuordnen, so wie das im Moment geschieht, ist nicht präzise genug.

Es ist eine verdammt clevere Begriffsübernahme, hinter der sich allerdings wenig versteckt. Apple investiert hier Ressourcen und Aufmerksamkeit, die anderen Projekten aus ihrem Kompetenzbereich fehlt. Allem voran übergehen sie jedoch ihren größten Vorteil: Den Vorteil, nicht alles selbst machen zu müssen.

„Letting Go of Instagram“

Clickbait, aber anders (als ich dachte). Ich bin natürlich darauf hereingefallen und musste nach dem Klick sehr über mich selbst lachen.

Das Bild zeigt eine Wand, die mit verschiedenen Kunstwerken dekoriert ist. Zu sehen sind unter anderem ein farbenfrohes Graffiti, ein Western-Motiv mit einem Cowboy auf einem Pferd, sowie eine Illustration von Flugzeugen vor einer Sonnenfinsternis. Im Vordergrund steht ein Tisch mit einer roten Lampe, der die Szene ergänzt.

youtube.com/@PeterMcKinnon

McKinnon „verabschiedet“ sich von Instagram als Fotoplattform, und verbleibt bei Instagram, dem Social-Media-Netzwerk.

Eine richtige Feststellung, lediglich sechs Jahre zu spät. Stillleben haben auf Instagram heute keinerlei Priorität mehr – anders als etwa bei Pixelfed oder Glass.photo.

Mich hat nicht der Medienwandel von dort vertrieben, sondern „influencers and ads“.

But the best part of not being on IG is the absence of influencers and ads selling me substandard shit. I’ll admit that I have fallen prey to ads promising gold (actually, no-show socks and joggers) that turned out to be utter crap. I have ended up ordering USB cables that are just horrible. But I’ve learned my lesson: I don’t trust anything being advertised on Instagram and peddled by influencers. And I’m glad to be rid of them.

Om Malik

„Komoot Acquired: History Says This Won’t End Well“

Das Bild zeigt drei Smartphone-Bildschirme mit der Komoot-App, die für Outdoor-Navigation und Routenplanung genutzt wird. Zu sehen sind eine geplante Fahrradtour, eine Funktion zur Integration von Garmin-Geräten sowie ein Angebot für Premium- und Weltkartenpakete. Die Benutzeroberfläche ist klar strukturiert und bietet verschiedene Optionen für Navigation und Personalisierung.

The Komoot policy change actually happened back on February 27th, and today, March 20th, the company has announced that it’s been acquired by Bending Spoons, which bills itself as a technology company (rather than a private equity or other investment apparatus). Though, in reality, history shows otherwise.

DC Rainmaker

Bending Spoons ist kein Friedhof, aber ein Altersheim für Apps – von Evernote über WeTransfer bis FiLMiC. /r/komoot sucht bereits fleißig nach Alternativen.

„Set Wallpaper“ direkt aus einer Timeline-App (via Shortcuts)

Dieser (banale) Kurzbefehl setzt ein Hintergrundbild, ohne es vorher in der Fotobibliothek speichern zu müssen. Das macht es etwa sehr einfach, ein Bild aus „timeline apps“ (nach David Pierce) fürs eigene Gerät zu rekrutieren.

#447 – ein Dutzend neue Apps

„Ein Dutzend neue Apps“ ist wörtlich zu verstehen – von Dutzend über neue bis Apps. Es ist Software, die (mir) auffiel, die ich dann im Blick behalte und in unregelmäßigen Abständen hier zusammenfasse.

Hier das Intro zur Episode:
iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Alle Abonnent:innen bekommen jede Woche ein neues „Gewusst-wie”-Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zu einer ganz besonderen Community in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

Spike Jonze: Someday (AirPods-Ad)

Apple@YouTube

Hoffnungsvoll, und dabei sehr ähnlich zu „Welcome Home“ – dem letzten Apple-Werbefilm von Spike Jonze („Making Of“).

„Set Past Due Task to Tomorrow“ für Apple Reminders (via Shortcuts)

Seit Herbst verschiebt diese Kurzbefehl-Automation alle unerledigten Erinnerungen aus „Today“ auf den nächsten Tag, ohne dass diese dort als überfällig angezeigt werden.

Das Bild zeigt die Benutzeroberfläche der Kurzbefehle-App auf einem iPhone, mit einem Shortcut namens „Set Past Due Tasks To Tomorrow“. Der Shortcut automatisiert das Verschieben überfälliger Erinnerungen auf den nächsten Tag und wird täglich um 23:30 Uhr ausgeführt. Die Schritte beinhalten das Filtern von nicht erledigten Aufgaben mit einer Deadline vor dem aktuellen Datum und das Aktualisieren ihrer Deadline auf morgen.

via r/shortcuts | iCloud-Link

„Careless People: The explosive memoir that Meta doesn’t want you to read“

Das Bild zeigt ein iPhone, auf dem ein Hörbuch mit dem Titel Careless People von Sarah Wynn-Williams abgespielt wird. Die App zeigt Kapitel 35 mit dem Titel Angry at the Truth und eine verbleibende Hörzeit von 1 Stunde und 48 Minuten. Im Hintergrund sind unscharfe Details eines Schreibtisches und eine Pflanze zu erkennen.

Die beste Pressearbeit für Careless People: The explosive memoir that Meta doesn’t want you to read (Affiliate-Link) übernimmt Meta selbst1.

Wenn’s nicht alles so ernst wäre, fühlt man sich ausgesprochen gut unterhalten. Ich habe das Hörbuch an zwei Nachmittagen durchgehört.


  1. The decision — which also blocks Wynn-Williams from making disparaging remarks about Meta — is temporary until a private arbitration process is completed and doesn’t affect the memoir’s publisher, Macmillan. A spokesperson for Macmillan said that the company is “appalled by Meta’s tactics to silence our author.”

    “To be clear, the arbitrator’s order makes no reference to the claims within Careless People,” the statement continued. “The book went through a thorough editing and vetting process, and we remain committed to publishing important books such as this. We will absolutely continue to support and promote it.”

    Facebook whistleblower barred from promoting memoir, criticizing company