Text trifft Bild: ‚Over‘

Over (1.79 €; universal; App-Store-Link) schreibt Text auf Bilder – ohne sie zu verunstalten. Das ist (die) Kunst.

IPhoneBlog de Over

Aaron Marshall’s sympathisches Typografie-Projekt startete im Juli 2012 als Ein-Mann-Operation. Ohne Risikokapital und ohne App-Store-Tricks sammelte die iOS-(only-)App bislang 1.7 Millionen Download-Interessenten. Was die Software zu leisten vermag, zeigt der hauseigene Instagram-Account in Form einiger hundert Ideen.

Mit dem letzten Update halten persönliche Schriftarten, beispielsweise importiert über Files App, Einzug. So habe ich mir meinen Bariol-Font in die Auswahl geklickt.

Drei Dinge sind (noch) unvollständig beziehungsweise kaputt: Text lässt sich nicht rotieren; der Button zum Wiederherstellen von In-App-Käufen der zusätzlichen Schriftarten- und Stempel-Pakete spricht von ‚Kaufen‘ (berechnet aber nichts doppelt) und die Bildqualität beim Speichern in die iOS-Bibliothek schrumpft auf Display-Niveau – druckfähige Fotokompositionen erstellt Over nicht (und verliert leider auch die GPS-Infos).

Instagram und Co. sind trotzdem beeindruckt.

iOS synct keine App-Updates zurück zu iTunes

IPhoneBlog de Transfer Purchases

Unterwegs aktualisierte iOS-Apps übertragen iPhones und iPads nicht automatisch zurück in die iTunes-(11.0.3)-Bibliothek wenn die mobilen Geräte iCloud als Backup nutzen. Wer die Software-Updates nicht zweimal laden möchte, überträgt die Aktualisierungen manuell (Sekundärklick aufs Gerät) oder sieht von der Sicherheitskopie auf Apples Servern ab.

Rhetorische Frage: Warum ist es iCloud möglich neue Apps automatisch auf alle eigenen Geräte (inklusive iTunes) zu pushen aber eine App-Aktualisierung nicht entsprechend zu verteilen?

(Danke, Max!)

Fürs App.net-Netz: Felix 2.0 (plus iPad-Edition)

IPhoneBlog de Felix iPad

Populärer ADN-Client Felix, für die nächsten Stunden erstmals von 4.49 Euro auf kostenlos reduziert, und mit einer kräftigen 2.0 im Rücken, lehnt sich mit einem souveränen iPad-Bruder (4.49 €; App-Store-Link) gegen das auf Apples Tablet übermächtige Netbot.

Bevor ich’s vergesse: Für einen Gratis-Account braucht es mittlerweile keine ‚Einladungswellen‚ mehr. App.net Passport (kostenlos; App-Store-Link) reißt nicht nur den systemweiten Login-Prozess an sich sondern verteilt auch großzügig die unverbindliche Mitgliedschaft.

WWDC-App 2013 mit Konferenz-Videos für Entwickler

IPhoneBlog de WWDC App

Apples neue WWDC-App für alle registrierte Entwickler (kostenlos; universal; Link), bereits mit einen flunderflachen Programm-Icon, beinhaltet in diesem Jahr erstmals die Videos der dort abgehaltenen Vorträge. Die iTunes-Beschreibung „available daily“ deutet, wie schon eine Notiz zur Ankündigung der Worldwide Developers Conference, auf eine sehr zeitnahe Veröffentlichung dieses Materials hin.

Audioengine D1 – ein (iPad-)Kopfhörer-Verstärker

Ich habe keine audiophilen Ohren. Bereits die ersten (unterirdischen) CD-Mp3-Rips, die sich meine Generation in den 90ern reinzog, disqualifizieren auf Lebenszeit. Aber ernsthaft: Der Bandbreiten-Unterschied zwischen 128 und 320 kbps – hier ein Link für den Selbsttest – bleibt mir verschlossen. Ich brauche keine FLACs1; ich besitze keine Vinyls und meine iTunes-Importeinstellungen für Silberscheiben stehen auf einem moderaten 'High Quality'-Level (AAC / 128 kbps).

Und trotzdem gewöhnen sich untrainierte Gehörgänge an ein entsprechendes Niveau – immer bessere Lautsprecher und präzisere Kopfhörer schiebe ich die Schuld daran zu. Seit Jahresbeginn hängt zwischen meinem Apple TV und den Ohrstöpseln, die ich nur zu Nachtzeiten für eine Episode Mad Men auspacke, ein Audioengine D1 – ein Digital-Analog-Wandler, der so richtigen Wumms in den Sound drückt.

IPhoneBlog de Audioengine D3

Die Verbindung erfolgt über den Lichtwellenleiter TOSLINK; USB-Strom für das externe Audio-Interface liefert der Fernseher (die USB-Buchsen der aktuellen TVs sind ja ohnehin überflüssig).

Der D1 kommt zwar ohne Netzteil, besitzt jedoch einen Powerknopf. So wird das Umschalten auf die Soundausgabe bei Tag, in meinem Fall eine Soundbar (Affiliate-Link), zum Kinderspiel.

IPhoneBlog de Audioengine D1

Auch am Mac verdirbt das DAC langsam aber beständig die Ohren. Zusätzliche Software oder Treiber sind nicht notwendig – Plug-and-Play wie es im Buche steht. Das D1 schreibt sich ordnungsgemäß als Ausgabegerät in die Soundeinstellungen. Verzerrte Höhen oder unknackige Bässe sind ab jetzt verboten. Die verstärkten Klänge aus dem USB-Port lassen die (MacBook-)Klinke nur neidisch zuhören. Wer separate Lautsprecherboxen auf dem Schreibtisch füttert, nutzt die RCA Outputs.

IPhoneBlog de Audioengine D2

Um den Luxus auch unter iOS zu verwirklichen, bedarf es Apples 'Lightning auf USB Adapter' (Affiliate-Link). Das bedeutet (in erster Konsequenz): iPhones sind raus. Aus (immer noch) nicht nachvollziehbaren Gründen funktionieren die USB- und SD-Karten-Dongles nicht an Apples Telefon. Das bleibt ein bestehendes Ärgernis.

Doch auch am iPad spielt die Nummer nicht einfach so los. Stöpselt man das DAC direkt in den USB-Adapter, meckert das iPad über ein Gerät, das "zuviel Strom verbraucht". Notwendiger Umweg: ein aktiver USB-Hub (Affiliate-Link).

Dann ist es jedoch geschafft. Das Tablet wirft sogar die richtige Bezeichnung des Ausgabegeräts in sein Menü und pumpt anschließend die dynamischen Klänge durch die Audioengine aufs Trommelfell. Auffällig ist die enorme Lautstärke, die das D1 gegenüber der Klinken-Kopfhörerausgabe aus dem iPad zieht.

Verwöhnte Ohren gönnen sich (vielleicht am Arbeitsplatz) den Umstand mit einem aktivem USB-Hub am iPad. Obwohl ich daran echt Freude hatte, ist mir die mobile Kabellei im Alltag zu aufwendig. Für die Kopfhörer-Schaltung am Apple TV sowie das Audio-Upgrade am Mac(-Book) jedoch, will ich den kleinen Kasten nicht mehr aus meinen Sound-Strecken stöpseln2.


  1. Natürlich habe ich auch ein Dutzend FLAC-Tracks über die Audioengine D1 konsumiert. Als ansprechendste iOS-App empfahl sich der FLAC Player (8.99 €; universal; App-Store-Link).
  2. Das Testmuster geht diese Woche noch zurück zum Hersteller.

NextUp: checkTrakt

IPhoneBlog de checkTrakt

Gestern Nacht als ‚Bits und so‚-Pick von Kollege Becker vorgestellt (bislang nur im ReLive), heute an dieser Stelle mit wiederholter Empfehlung für alle Trakt.tv-ler: das (erst) zwei Wochen junge checkTrakt (kostenlos; App-Store-Link).

Bestes Feature: die zentral platzierte NextUp-Ansicht. Hier lässt sich einsehen welche Episode in einer Staffel als Nächste ansteht. Damit behält man die Übersicht beim Wechsel der DVD-Scheiben, bekommt für aktuell laufende TV-Shows aber auch den kommenden Erstausstrahlungstermin mitgeteilt (und kann die Folge mit wenigen Taps als gesehen markieren).

Spielfilme verwaltet checkTrakt (noch) nicht – ich persönlich nutze Trakt.tv ohnehin nur für TV-Shows. Allerdings fehlt mir die Übersicht was meine befreundeten Kontakte derzeit schauen (‚Friend Activity‚), so wie uTrakt diese beispielsweise aufführt.

Den Patentjägern auf der Spur

Nilay Patel fragte Tim Cook vor drei Tagen über Apples anhaltende Patent-Streitigkeiten mit Samsung:

“What is the end game? What do you want from them to stop?"

AllThingsD – D11 (1:16:00)

Eine faire Frage, die Cook auf der Bühne nicht "aushandeln" wollte und mit den bekannten "I don't like lawsuits any more than I did last year. But I don't want copying. This is about values at the end of the day." Floskeln beantwortete.

IPhoneBlog de Facetime kein offener Standard

Bedrohlicher als diese (uninteressanten) Kleinkriege sind die anhaltenden Gefechte mit PatentverwalternTrollen wie VirnetX, die das (vermutlich vorschnelle) Steve-Jobs-Versprechen für FaceTime als offener Standard ausbremsten.

The VirnetX case might also shed some light on why FaceTime isn’t open. When introduced in 2010, it was said that FaceTime would become an open standard. Many have speculated as to why that was. It may be that Apple found that they could not legally open FaceTime when some of the technology behind it was not industry-standard and under someone else’s patents.

Joseph Keller / iMore.com

VirnetX klagt seit 2010 (wiederholt auch gegen Cisco und Microsoft) und bekam von einem US-Bundesbezirksgericht in Texas (natürlich!) 386 Millionen US-Dollar zugesprochen – ungefähr die Hälfte der ursprünglichen Forderung. Das Urteil und die Strafzahlung gegen Apple wurde im Februar bestätigt.

Die Rechtsstreitigkeiten mit Cupertino betreffen auch Patente um VPN-Technologie, die beispielsweise in iOS 6.1 zum Einsatz kommt. Apple kündigte über ein Supportdokument entsprechende Anpassungen an.

Dann gewann jedoch Cisco gegen den Patentverwerter und halbierte damit dessen Aktienkurs. Und auch Apples Support-Schrift kommentiert seitdem hoffnungsvoll:

This is an update to an article describing potential changes to the behavior of VPN On Demand due to a lawsuit by VirnetX.

Apple no longer plans to change the behavior of the VPN On Demand feature of iOS 6.1 for devices that have already been shipped.

iOS 6.1: About VPN On Demand

Lichtschwerter und Wookiees: Star Wars KOTOR am iPad

IPhoneBlog de Kotor

Star Wars: Knights of the Old Republic (8.99 €; App-Store-Link), ja, der BioWare-Titel von vor 10 Jahren, einer der wenigen Lizenz-Hits aus diesem Universum, spielt ab sofort am iPad (mini).

IGN gehört am heutigen Tag das exklusive Preview – mit guten Noten für die Portierung von Aspyr. Und 148Apps.com rahmte bereits die ersten 30 Spielminuten für YouTube.

Getting around can be a struggle, but this brilliant roleplaying game shines brightly on a mobile screen.

Steve Watts / IGN

Playing Star Wars: Knights of the Old Republic on the iPad is like curling up with a dog-eared copy of a beloved book. It’s a more personal and immediate means of tripping through a galaxy far away a long, long, long, long time ago.

Mike Fahey / Kotaku