Wade Roush filmte für Xconomy eine der ersten öffentlichen Testfahrten mit dem Automatic Link, einem Bluetooth-Stecker zum Auslesen von Fahrzeugdiagnosedaten, den US-Vorbesteller noch diesen Monat erhalten (sollen).
Der ‚Link‘ ist ein OBD2-Dongle, der im Schulterschluss mit einer iPhone-App zum ökonomischen Fahrverhalten anregt. Ein Beschleunigungssensor meldet sich besserwisserisch bei scharfem Abbremsen oder zu schnellem Anfahren. Außerdem verspricht das 70-Dollar-Produkt Fehlermeldungen der Lichtmaschine in eine verständliche Sprache zu übersetzen. Standortinfos („Dude, Where’s My Car?“) und (Preis-)Angaben über die nächste Tankstelle sind nette Extras.
On-Board-Diagnose-Systeme sind beileibe nicht neu. Der Unterschied zu bisherigen Lösungen, betagteAutos ein bisschen näher an unseren vernetzten Alltag zu führen, ist die Kombination von Bluetooth 4.0 mit einer nachvollziehbaren (und hübschen) Datenaufbereitung, an der sich nicht nur absolute Enthusiasten ergötzen (können).
Star Command (2.69€; universal; App-Store-Link) ist alles andere als perfekt. Trotzdem habe ich ohne mit der Augenbraue zu zucken am gestrigen Mittwochabend 70-Prozent des iPad-4-Akkus im pixeligen Indie-Traum versenkt. Und ich sage euch auch warum.
Die bereits mehrfach verlinkte Vorgeschichte braucht an dieser Stelle keine erneute Erwähnung – auch der Teaser und der Trailer sind hinlänglich bekannt. Zu den Grundbausteinen des eigentlichen Spiels bedarf es jedoch ein paar Worte. Insbesondere weil das Game eigene einleitende Sätze zum Wie, Was und Wo (komplett) überspringt – bis zum dritten Space-Gefecht wusste ich nicht wie meine Mannschaft sich über den gekachelten Enterprise-Fußboden bewegt.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht immer ein Angriff, beziehungsweise die Verteidigung eurer Raumkapsel. Dabei belagert eure Truppe kleine Kanonenzimmer. Die Trefferquote wird durch niedliche Geschicklichkeitsspiele, beispielsweise über choreographierte 'Guitar Hero'-Fingerschnipser, ausgewürfelt. Sobald die ersten Laserkanonen eine brennende Schneise durch euren Koridor geschlagen haben und sich Bodentruppen aus kunterbunten Alienrassen auf eure Enterprise beamen, beginnt das Leben am Limit.
Und das ist keine abgedroschene Phrase. Star Command ist Katastrophenfilm pur. Explodierende Triebwerke bäumen sich zu Feuerwänden empor; ein zerstörtes Raumkreuzer-Heck saugt die Crew in eine tötliche Schwerelosigkeit. Eure Herzfrequenz leidet obendrein unter der angeheuerten Truppe, die ohne explizite Anweisung keinen Finger rührt – egal ob Regenerationsräume einstürzen oder der Captain auf der Brücke unter Beschuss steht. Glaubt nicht, dass einer eurer Rothemden auf der anderen Seite der Tür auch nur darüber nachdenkt einzugreifen.
Euer Personal wechselt zwischen drei Jobs: Ingenieure reparieren, Wissenschaftler heilen und der Rest schnappt sich eine Laser-Knarre.
Das Mikromanagement treibt euch die Weißglut unter die Fingerspitzen; der knackige Schwierigkeitsgrad macht es nicht besser. Wenn ihr nach einem Gefecht zurück in den Heimathafen der Erde schippert und nur fünf von insgesamt sechs Räumen in einem lodernden Flammenmeer stehen, reißt ihr die Hände in die Luft und brüllt das iPad1 mit ‚Live long and prosper‘ an.
Als Währung dienen Token, die Räumen bauen, diese aufleveln und eure verstorbenen Teammitglieder durch neue Köpfe ersetzen – eine sparsame (und überlegte) Verwendung wird empfohlen. Verfolgt ihr nämlich das lineare Missions-Design, übertreffen eure Ausgaben recht flott die Siegesprämie. In guter alter Raufbold-Manier wandert ihr also zurück zu Kämpfen, die bereits gewonnen wurden (Wo sind die In-App-Käufe wenn man sie mal wirklich braucht?). Obwohl die Story witzige Nuancen enthält, fehlt ein erzählerischer Zusammenhang.
Star Command ist kein Strategiespiel sondern Krisenmanagement mit Herzrasen. Zwischen Feuersbrünsten und Laserstrahlen ist Übersicht gefragt, aber oft nicht geboten. Die Steuerung bleibt präzise auch wenn ihr euch bei der schwierigen Verteidigung eures Raumkreuzers konstant in die Finger beißt. Dieser Weltraumspaziergang ist seinen Adrenalinstoß allerdings wert.
Mehr Bildschirmplatz schafft bessere Chancen genau den bestimmten Pixel zu treffen, auf den ihr euren X-COM-Soldaten auch platzieren wollt. Das Spiel auf dem iPad 4 verabschiedete sich im Gegensatz zur iPhone-Version, die ich allerdings nur kürzer ausprobiert habe, mehrmals. Es ist daher keine schlechte Idee, nach jedem Gefecht manuell den Spielstand zu sichern. ↩
Briefs is meant for iOS designers and developers who, before handing image assets over to Xcode to start writing code, want to see whether their app idea is feasible in terms of design and user experience. Essentially, if design is Stage 1.0 of a development process and coding is Stage 2.0, Briefs is the 1.5 step in between. Briefs is a powerful tool for professionals who aren’t afraid of working with a Photoshop-like UI to connect image assets, distribute animations, transitions, and more.
Seit 2009 versucht Rob Rhyne sein iOS-Prototyping-Tool ‚Briefs‚, für interaktive App-Entwürfe, im App Store zu platzieren. Mit frustrierendem Ergebnis: Nach mehrerenAblehnungen, inklusive einer kompletten Rekonstruktion des Programmcodes, landete das Projekt im August 2010 als Open-Source-Version auf GitHub.
Es bedurfte erst einer Mac-Companion-App und einem erwachsen gewordenen App-Store-Prüfungsprozess bis das Mockup-Werkzeug für iOS-App-Designs jetzt zum Download steht.
Download ist ein gutes Stichwort. Bevor man als Interessent die 180€ im Mac App Store (Link) auf den Tisch legt, lässt sich die Software als voll funktionsfähige (aber auf 10 Scenes beschränkte) Demoversion ausprobieren – inklusive eigener Grafiken oder mit externen Templates wie denen von Teehan+Lax. Das iOS-Gegenstück, um die animierten Hirngespinste für App-Ideen auf einem realen Gerät anzufassen, ist ohnehin kostenlos (universal; Link).
Die kabellose Live-Verbindung vom Desktop zum iPhone oder iPad stolperte in meinem kurzen (unprofessionellen) Probelauf noch erheblich. Alle weiteren Eindrücke überlasse ich jedoch denjenigen, die von (Interface-)Design und Software-Entwicklung etwas verstehen.
Grundsätzlich hässlich: die App-Store-Kategorie der Videoplayer. Selten findet sich dort Software, die iOS untypische Containerformate frisst und dabei einladend aussieht – vorsichtiger lässt sich das kaum formulieren. Infuse (4.49€; universal; App-Store-Link) legt die Messlatte für diese App-Gattung endlicher höher.
Der Videoplayer entspringt dem Hause FireCore, die landläufig für ihre (sehr großartige) Apple-TV-Jailbreak-Software aTV Flash bekannt sind. Mit dieser Vorgeschichte verwundert es nicht, dass die Video-Wiedergabe nicht nur intuitiv verläuft sondern auch technisch höchste Ansprüche erfüllt. 1080p-Demo-AVIs ergiesen sich nicht nur flüssig über den iPad-4-Bildschirm sondern spielen auch akzeptabel auf einem kleinen Mini – eine Garantie auf jeden Frame gibt es aber nicht.
Alle Filme und TV-Shows, die bereits als H.264-Dateien (verpackt) vorliegen, sind aufgrund der iOS-Hardware-Unterstützung ohnehin kein Problem.
Apropos kein Problem: Mit den korrekten Metadaten, die bei Bedarf aus den Datenbanken der TheMovieDB und TVDB ergänzt werden, synct das Programm die angeschauten Fernsehserien auf (das an dieser Stelle schon viel zu oft erwähnte) Trakt.tv.
Die Videos gelangen über iTunes File Sharing aufs mobile Gerät. Entscheidener Vorteil: Auch die bewegten Bilder eurer iTunes-TV-Mediathek (solange diese zumindest nicht in DRM-Fesseln liegt), nimmt Infuse in einem gemeinsamen Verzeichnis entgegen. So bleibt’s übersichtlich.
Zu den betonenswerten Software-Eigenschaften zählt außerdem der Untertitel-Support, bei dem sich Infuse direkt von der Webseite OpenSubtitles.org die notwendigen Files zieht. Selbst auf dem ‚Almighty‘-Desktop kämpfen Programme mit dieser eigentlich so einfach Aufgabe.
Einziger Kritikpunkt: die fehlende AirPlay-Option.
Anstelle hier nur die iTunes-Beschreibung ins Blog zu tippen, habe ich Google Now, das Update der Search-Anwendung (kostenlos; universal; App-Store-Link), ausprobiert. Trotzdem bleibt der Ersteindruck kurz. Die persönlichen Informationen, die mir von der Assistenten-Software zutragen werden soll, scheinen noch nicht auf mein Profil abgestimmt. Aus der überschaubaren Gruppe von Android-Geräten, die Google Now bis heute tatsächlich abbekamen, wissen wir, dass sich die Präferenzen durch Suchbegriffe, wie beispielsweise das bevorzugte Sport-Team oder eine ganz bestimmte News-Kategorie, erst peu à peu justieren.
Alles was bereits über die Google-Server läuft, vom Kalendereintrag bis zur E-Mail, findet logischerweise schon Verwendung. Now hat mich zum Beispiel an eine (fiktive) Flugbuchung, die ich für Mittwoch angesetzt habe, heute zweimal erinnert – das war zu erwarten.
Standortinfos, die beschreiben wo(-hin) ich mich heute bewegt habe, verzeichnet Now fleißig in der 'Location History' – an meinem ersten Tag mit der Software funktioniere das a) konstant und b) präzise.
The Location History dashboard isn’t specific to Google Now—it’s a standard feature of Latitude that has existed for quite some time—but it’s a useful tool for people who are concerned about the privacy implications after seeing the location-aware functionality made available in Google Now. The dashboard provides a clear idea of how Google Now does what it does with respect to geolocation.
Google Now aktiviert die Aufzeichnung des Standortverlaufs automatisch. Die ständige Ortung im Hintergrund hat meinen iPhone-Akku nachvollziehbar entleert – nicht ungewöhnlich für die Erfassung von exakten Daten, aber auch nicht so "minimal" wie Google es beschreibt.
Along with Location Services, Google Now uses Location Reporting to get precise location information. Since Location Reporting has been optimized to use GPS as infrequently as possible, there should be minimal impact on your battery life.
Lokale Benachrichtigungen, die darüber informieren wenn Google Now eine neue Karteikarte zückt, existieren derzeit nicht. Das ist einerseits unverständlich, auf der anderen Seite aber auch eine schwierige UI-Frage (für die iOS-Version zähle ich 15 unterschiedliche Kartentypen). Wie viele Push-Nachrichten erträgt ein Nutzer? Wie viele Schalter ist er gewillt umzulegen, bevor ein ständig aufspringender Aktienkurs zum erzürnten Löschen der App führt? Google hat sich um diese Design-Herausforderung bislang gedrückt.
Apropos Design: Was ich an der Benutzerführung nicht verstehe, ist das einmal weggewischte Info-Panels nicht mehr manuell wiederzufinden sind. Clever ist dagegen: Die Einstellungen für die Cards gleich ins Google-Profil zu speichern. Wer die App nämlich löscht und erst in ein paar Wochen wieder installiert, braucht sich nicht neu um die Konfiguration zu kümmern.
Nicht neu aber weiterhin genial bleibt die Sprachsuche. Diese Geschwindigkeit, diese Erkennungsrate und diese Fehlerkorrektur wünscht man auch Siri!
Selten gelobt aber täglich in Verwendung: PhotoSync (1.79€; universal; App-Store-Link) tauscht Screenshots und Fotos zwischen iPad, iPhone, Mac und PC aus – in alle Richtungen, drahtlos.
Lediglich zwei Fingertabs (Stichwort: Quick Transfer) benötigt es um ein iOS-Bild im heimischen WiFi an den eigenen Rechner zu schicken – das Hilfsprogramm für OS X und Windows ist gratis. Umgekehrt zieht man das gewünschte Foto lediglich in die Menüzeile um den kabellosen Datentransfer einzuleiten.
Im WLan von Freunden greift man über den Web-Browser auf die iOS-Bibliothek zu oder spielt deren Fotos zurück aufs eigene iPhone.
Wirklich bequem wirds beim Transfer von Bilder zwischen zwei iOS-Geräten. Das funktioniert nämlich nicht nur über WiFi sondern schaltet bei Bedarf automatisch auf Bluetooth um – als Nutzer merkt man davon nichts. Zwei geöffnete PhotoSync-Apps erkennen sich eigenständig und tauschen anschließend unbegrenzt Fotos aus.
Schneller und zuverlässiger kopiert keine andere Software Bilder von iOS auf den Mac – und exakt diese Eigenschaft benötige ich jeden Tag.
Meine (sorgfältig) zusammengestellte Online-Lektüre, die mehr über mich verrät als tausende von Facebook- und Twitter-Einträgen zusammen, hat Google in acht Jahren nicht zu vermarkten gewusst und spart sich beim Projekt Reader ab dem 1. Juli allen Ernstes noch die zwei Server und eine Halbtagsstelle ein.
Seit der Ankündigung für die geplante Stilllegung suchen ein paar Millionen Technikbegeisterte nach Ersatz. Reeder, eine der populären RSS-Apps fürs iPhone, das iPad und den Mac, leitet mit dem heutigen Update für seine Smartphone-Software die ersten Schritte des Zwangswechsels ein.
Version 3.1 (2.69€; App-Store-Link) synct ab sofort mit Feedbin.me, dem Onlinedienst für zwei US-Dollar pro Monat. Wer auf den Sync verzichtet, konvertiert seine Google-Reader-Feeds direkt in der iPhone-App in ein lokales Verzeichnis. Die dort gepflegten Abos lassen sich zukunftssicher in einer Backup-OPML-Datei per E-Mail verschicken. Sicher ist: Bis Juli passiert an der RSS-Front noch eine ganze Menge.
Bis die neuen Funktionen der heutigen Aktualisierung auch die Mac- (MAS-Link) und iPad-Version (App-Store-Link) erreichen, bleiben diese beiden Programme kostenlos.