Hier will eine Zeitung Zeitung machen, so wie sie es seit Jahrzehnten tut. Zwar tun die HB-Spitzen so, als wollten sie sich ändern, als hätten sie begriffen, dass sich etwas ändern muss. Tatsächlich aber ändert sich nix, Live ist für Handelsblatt wie Twix.
Bevor sich der ‚Free2Play‚-Gefühlssturm rund um Real Racing wieder legt (bis die Diskussion in der nächsten Woche mit einem neuen iOS-Blockbuster komplett von vorne beginnt), gilt das Wort Cliff Bleszinski:
People like to act like we should go back to “the good ol’ days” before microtransactions but they forget that arcades were the original change munchers. Those games were designed to make you lose so that you had to keep spending money on them.
Wem ‚das Spiel‘ nicht gefällt oder wer das Geschäftsmodell für unfair erachtet, stimmt mit seinem Portemonnaie ab. So einfach ist das. Es existiert kein Anspruch auf eine Vollpreisversion. Nur weil du deine Spielerfahrung nicht repräsentiert findest, dezimiert dies nicht den Spaß für die Anderen.
Und überhaupt: Fragen wir mal Square Enix wie so deren Feedback zu Ihren 20-US-Dollar-Titeln, die das exakt umgedrehte Verkaufskonzept verfolgen, ausfällt…
Die Bewertungen in den westlichen App Stores zu #RR3 seit letzter Woche sprechen bislang für EA (gehobene Chart-Position, 4.5-Sterne, Editor’s Choice, etc.). Für eine (finanzielle) Beurteilung eines solchen Triple-A-Titels, dem mehrere Entwicklungsjahre in den Knochen stecken, ist es natürlich noch zu früh.
Über das Für und Wider von Freemium lassen sich biblische Abhandlungen schreiben. Real Racing 3 hat keinen Fokus auf das (unbeliebte) Geschäftsmodell mit allen seinen präparierten Vorurteilen verdient. Im Vergleich mit den üblichen Verdächtigen (vornehmlich auf den vorderen App-Store-Plätzen), reibt man sich beim Schubladendenken nämlich nicht in erster Linie am Geschäftsmodell sondern an dessen Umsetzung.
Anders formuliert: EA beweist Mut eine ihrer großen (und teuren) Marken für Handhelds ins kalte ‚Free-to-Play‚-Wasser zu schubsen.
Natürlich ist das nicht uneigennützig – der Titel fährt dadurch mehr Geld ein. Trotzdem bleibt es ein gewagter Schritt. Eine große Anzahl von ‚Free-to-Play‚-Titeln traf nie die Zielgruppe von Videospiel-Enthusiasten (beispielsweise von Hardcore-Rennspielern), weil kein Entwickler und kein Publisher so konsequent experimentierte. Ausnahmen, die diese Regel bestätigen, finden sich zum Beispiel bei Blizzard, die mit WoW ein vergleichbares Geschäftsmodell fahren über das sich niemand mokiert. Vielleicht stimmt auch hier einfach nur die Umsetzung?
In unseren App-Store-Zeiten, in denen ein neues Spiel 2.39Euro kostet, die potenziellen Interessenten dem Titel aber trotzdem abwartend gegenüberstehen (es könnte ja ein Rabatt folgen), braucht es neue Ideen um große Entwicklungen zu finanzieren. Ohne Frage: EA trägt mit seinen zahlreichen Feiertagsverkäufen eine Mitschuld an dieser Auffassung.
Fakt ist jedoch auch: Gegen unsere Entertainment-Überdosis sind Videospiele schon lange nicht mehr immun. Wer ‚verschwendet‘ seine Zeit noch mit einem 70-Prozent-Titel? Jedes Spiel, das nicht die 85-Prozent-Hürde knackt, fällt in die Unterkategorie ‚für Fans‘.
Wenn wir in den zukünftigen Jahren Publisher sehen wollen, die einem mehrköpfigem Team auf iOS nicht nur ein paar Monate für den nächsten Hit gönnen sondern ein oder zwei Entwicklungsjahre vorschießen, der die gesamte Plattform vorantreibt, braucht es (Preis-)Experimente. Ein solches Experiment ist Real Racing 3.
Die gestern aktualisierte Version von Google Chrome (kostenlos; universal; App-Store-Link) stürzt auf iOS-Geräten mit Jailbreak wenige Sekunden nach dem Start ab. Ohne Jailbreak surft der Browser ohne dieses Problem.
Wer zwei Google-Minuten aufwendet, findet die Erklärung (und eine Lösung). Die Flut an negativen App-Store-Bewertungen liegt jedoch die Annahme nahe, dass dieser Ansatz eher unpopulär ausfällt.
Google dürften das iOS-Rating egal sein. Ein Indie-Studio, das zurecht keine Ressourcen auf Kompatibilitätstests mit Cydia-Tweaks verschwendet, zerstört ein solcher Kommentarhagel. Und wer in den ersten wichtigen Wochen aufgrund solcher ‚Problem‚ untergeht, ruiniert sich eventuell die komplette Veröffentlichung.
Six years and five iPhones later, Fast Company tracks down the recipient of Steve Jobs’s groundbreaking prank call, the first ever made from Apple’s original iPhone to the outside world.
Der zweite öffentliche Telefonanruf mit einem iPhone*, bei dem Steve Jobs in einem Starbucks die scherzhafte Bestellung von 4000 Milchkaffee aufgab, wird bis heute dort nachgeahmt.
* Das allererste öffentliche iPhone-Telefongespräch führte Steve Jobs in seiner Keynote mit Jony Ive und Phil Schiller.
We’re still a few years off from the true digital wallet and the days when you can leave the house with just your phone, but that doesn’t mean I can’t keep digital copies of everything in my wallet with me. While digital copies of my drivers license and credit cards may not be legal, they’re certainly going to help if and when the time comes that I need to cancel the original documents and order replacements.
1Password für iPhone und iPad zeigt seit Version 4 auch PDF- oder JPG-Anhänge aus der Mac-Version an. Allerdings lassen sich die Attachments einem Schlüsselbund-Eintrag (noch) nicht direkt unter iOS hinzufügen (dies funktioniert bislang nur über die Desktop-Software).
Mein Portemonnaie umfasst lediglich sieben Plastikkarten. Ohne nachzuschauen konnte ich diese nicht aufsagen. Ein PDF-Scan in 1Password hilft da doch sehr – insbesondere wenn die Karten mal abhandenkommen.
Seit Day One schreibe ich Tagebuch – ganz entgegen meiner ersten Erwartung. Obwohl es eine Dropbox-Anbindung gibt, verlasse ich mich beim Sync zwischen dem Mac (8.99€; MAS-Link) sowie iPhone und iPad (4.49€; universal; App-Store-Link)* auf iCloud. Das funktioniert für die Logbuch-App reibungslos. Für viele andere Programme bleibt Apples Cloud-Dienst trotzdem oft nur die zweite Wahl.
Dropbox is the best of the best right now, however, Dropbox is not likely the best for the future. Future technology is going to look more like iCloud than it does Dropbox — we know this already because tablets and smartphones are far more popular than computers and when is the last time you popped open Finder on your iPhone? This, understandably, worries many geeks.
Ein Aspekt, der mir in der breitgetretenen Diskussion ‚Dropbox vs. iCloud‚ fehlt, ist die Unterscheidung zwischen den Dateitypen und den inhaltlichen Daten. Einerseits schlagen bei jedem von uns universelle Dokumente wie Texte oder Bilder auf, die gewöhnlich mehrere Anwendungen anfassen (können). Dem entgegen stehen Einstellungen und Datenbanken, für die der Paradigmenwechsel bereits stattgefunden hat. Die iCloud ist hier konzeptionell bereits ein Paradebeispiel.
Das App-Ökosystem in dem wir uns mittlerweile wie selbstverständlich bewegen, grätscht unter iOS der Trennung jedoch in die Parade. Der Datensatz von Day One ist ein solches Beispiel. Eigentlich handelt es sich um (einzelne) Dokumente, die ich zwischen meinen Geräten im Sync wissen will. In der Praxis editiere ich hier jedoch nie separat und nie mit einer anderen Software.
Genauso verhält es sich mit dem Timer-Logbuch in Due (4.49€; universal; App-Store-Link) oder dem Literaturverzeichnis Bookends (11.99€; universal; App-Store-Link). In der täglichen Praxis verschwimmt die Grenze zwischen einer isolierten Datei und einem gesammelten Datensatz, der wohlmöglich noch einem Service zugeordnet ist.
Verliert ein Instagram-Foto ohne ‚Like‘ und Kommentare an Qualität?
Apple kämpft gegen den klassischen Dateibaum unter iOS mit harten Bandagen. In vielen Bereichen wirkt das übermotiviert, fast radikal. Mit der intransparenten und unzuverlässigen Umsetzung erschwert sich Apple die eigene Argumentation. Niemand meckert über ein fehlendes iCloud-(Sharing-)Feature wenn die Kernfunktionalität problemfrei läuft. Das tut sie aber nicht. Ein verlorener Kontakt, einen überschriebener Kalendereintrag oder ein verschlucktes Byword-Dokument baut Vertrauen ab. Unabhängig davon welche Entwicklungsstufen iCloud dieses Jahr noch vor sich hat (Stichwort: WWDC): Die oberste Priorität liegt auf der Zuverlässigkeit beim Datenabgleich.
Dropbox ist in seiner Handhabung zwar komplizierter, wirkt aus alter Gewohnheit jedoch vertraut und erarbeitete sich seinen Vertrauensvorschuss über mehrere Jahre. Der Status quo führt deshalb zu Apps wie Files (0.89€; universal; App-Store-Link), die nach klassischem DateiCommander-Konzept Brücken zwischen beiden Welten bauen.
Das ist eine (hübsche) Hilfe gegen akute Schmerzen aber keine Antwort auf die Frage wie wir zukünftig mit unseren Dokumenten, Dateien und Daten umgehen.
iCloud could be that better thing, if Apple can nail it. It could be the iPad-style car to the old file system truck. So could something else, including a new version of Dropbox. But nothing and no one is there yet. So, as iPhones and iPads and other appliances bring computing to a broader user base than ever before, the services that bind them remain stuck between the best-ever version of the past, and a still sputtering and stammering future.
Videos aus der YouTube-App (kostenlos; universal; App-Store-Link) lassen sich drahtlos auf einen großen Bildschirm schießen – zum Beispiel in ein Browser-Fenster unter YouTube.com/TV oder auf den Fernseher an dem die PlayStation baumelt. Ist die Software-Kopplung einmal abgenickt, zappt ihr auf dem Touchscreen durch die kurzen Clips und übergebt die Videos zur Ansicht an den TV.
Xbox-Besitzer müssen sich nicht nur mit einer YouTube-Fernbedienung anfreunden sondern greifen gleich zur iOS-App SmartGlass (kostenlos; universal; App-Store-Link), die eure Konsole komplett unter Kontrolle nimmt.
Derzeit unterstützen wir die beiden „großen“ Mobil-Player – iOS (Apple) und Android (Google). Konkrete Pläne für eine Ausweitung auf Plattformen wie Windows Phone oder Blackberry haben wir noch nicht. […] Wir legen aber auch Wert darauf, dass unsere Online-Angebote auch ohne App – also via Browser – erreichbar sind. Deshalb werden wir auch m.heute.de weiterentwickeln.