33 Jahre alt musste ich werden um herauszufinden, dass die Mac-Netzwerkeinstellungen einer selbst zu bestimmenden Priorität folgen. Die ‚Service Order‚ legt fest, über welche Verbindung der Rechner bevorzugt online geht.
Im Zusammenhang mit dem iPhone erwähne ich das hier, weil der Persönliche Hotspot in der aktuellen iOS-Version keine verständliche Darstellung anbietet ob gerade Daten über die Mobilfunkleitung rutschen oder nicht. In Zeiten von Traffic-Limits ist das vielleicht keine unwichtige Information.
Weil: Ist das iPhone oder iPad über USB angeschlossen und die Hotspot-Funktion aktiviert, drängelt sich dauerhaft der blaue Signalbalken ins Bild ohne eine Information über den Datendurchsatz mitzubringen. Auch ein Fingerzeig auf die dominante Menüleiste gibt keinen Aufschluss darüber ob mobiler Datenverbrauch stattfindet. Diese fehlende Transparenz führte bei mir bislang dazu, den Hotspot-Schalter nur dann umzulegen, wenn ich mir eine 3G- bzw. LTE-Verbindung bewusst wünsche.
In Bezug auf die Prioritätsfunktion unter 10.8 ist dies auch umgekehrt hilfreich, weil ich (bestehende) Netzwerkverbindungen (WiFi, Ethernet) nicht explizit abklemmen muss um über den Persönlichen Hotspot online zu gehen.
Lasst mich so beginnen: Drucker sind mir zutiefst unsympathisch. Angefangen bei der dahinterstehenden Industrie, die DRM-Chips auf Patronen klebt und traurige graue Plastikkisten verschenkt um später mit Kartuschen zu dealen. Und trotzdem nehme ich erneut teil, am bunten Karussell der Tintenspritzer. Warum?
Antwort: Weil ich kaum noch drucke. Bahn- und Flugtickets leben in Apps; PDF-Reservierungen liegen in der Dropbox. Passbook lässt sich schon heute für ausgewählte Kino-, Theater- und Kongress-Veranstaltungen nutzen. Meinen Büroalltag, inklusive Buchhaltung, kann ich weitgehend papierlos, nur mit einem Scanner bewaffnet, bestreiten. Einzig und allein Behörden und Versicherungen durchkreuzen (regelmäßig) diese schöne neue Welt.
Was bleibt sind Fotos. Grußkarten zu Weihnachten, Geschenke für Großeltern oder die typische Party-Floskel: ‚Aber du schickst mir die Bilder, okay?‚. Mit dem Canon Selphy CP900 (Affiliate-Link) habe ich darauf jetzt eine erste Antwort gefunden.
Es ist der Polaroid-Effekt, der den Selphy interessant macht. Das Gerät klammert – wenn man es denn so will – den Computer aus; erspart Entscheidungen über die Wahl des Fotopapiers oder dessen Größe. Die ‚Tinte‘ trocknet nicht ein (Thermosublimationsdruck). Ein Bild ist nach 40 Sekunden entwickelt, ist kratz- sowie wasserfest und lässt sich sofort herumreichen. Dieser Komfort kostet pro Ausdruck 30 Cent. Papier und Patrone sind aufeinander abgestimmt und im Doppelpack zu kaufen (Affiliate-Link).
An Kritik mangelt es (natürlich) nicht. Der Druckerbestellung liegt kein Tropfen Tinte und kein Blatt Fotopapier bei. Frech. Das Netzteil hat die Größe eines Ziegelsteins. Die Menüführung und das Display sind anstrengend. Der iPhone-App (kostenlos; universal; App-Store-Link) fehlt die Anpassung fürs iPhone 5 und der WiFi-Chip verlangt ein 2.4-GHz-Band.
Größter Kritikpunkt: fehlendes AirPrint. Drucker und iPhone müssen sich im gleichen WiFi-Netz befinden. Eine direkte Verbindung ist nicht möglich. Das bedeutet auch: Jedes Foto, das man drucken möchte, muss in der Fotobibliothek liegen weil die Easy-PhotoPrint-Anwendung nur darauf zugreifen kann.
Update: Auch AirPrint-Drucker müssen sich im gleichen WiFi-Netz wie das iOS-Gerät befinden (Danke, byteorder!).
Und trotzdem bin ich noch begeistert? Ja.
Weil’s mir generell ein Graus ist, einzelne Kartuschen nachzukaufen und auszutauschen – von Fotopapier einmal ganz abgesehen. iPhone-Schnappschüsse an den Rechner zu übertragen um dort Formate einzustellen und diese später möglicherweise noch mit der Schere zuzuschneiden – das ist mir schlicht zu nervig und hat in den letzten Jahren dazu geführt, keinen Fotodrucker mehr zu besitzen.
Wenn der komplette Sommerurlaub auf Papier gebracht werden soll, trage ich einen USB-Stick ins nächste Fotolabor. Für einzelne Bilder jedoch, die ich ohnehin mit dem iPhone schieße und schnell durch zwei oder drei Filter jage (das Sortiment an App-Store-Bildbearbeitungssoftware ist wesentlich mächtiger als jedes Mac-OS-Programm das ich besitze), spielt der CP900 den perfekten Beifahrer – bei exzellenter Druckqualität.
* Schon gewusst? Alle von mir produzierten Videos gibt es auch über iTunes. Eure kurze Sternchenbewertung dort ist gerne gesehen.
Version 1.3 von Netbot für iPhone (kostenlos; App-Store-Link) und iPad (kostenlos; App-Store-Link) pflegt außerdem die Unterstützung von privaten Nachrichten ein.
Apple verkauft ab nächsten Dienstag (den fünften Februar) die vierte iPad-(Retina-)Generation mit 128 Gigabyte – so viel Kapazität hatte noch kein iOS-Gerät zuvor. Das WiFi-Modell kostet in dieser Ausführung hierzulande 799Euro; die WiFi + Cellular-Version schlägt mit 929Euro zu Buche.
„Mit mehr als 120 Millionen verkauften iPads ist es offensichtlich, dass Kunden rund um die Welt ihre iPads lieben. Jeden Tag finden sie noch mehr gute Gründe lieber auf ihren iPads zu arbeiten, zu lernen und zu spielen als mit ihren alten PCs“, sagt Philip Schiller, Vice President Worldwide Marketing von Apple.
Ein großartiges Zitat. Die Ankündigung über das Speicher-Upgrade lässt jedoch klar vermuteten, dass sich die darauffolgende iPad-Generation noch mindestens bis in den Herbst zieht.
Für iOS-Geräte ist ein reine Speicherplatzverdopplung innerhalb von einem Produktzyklus mit Blick auf die letzten Jahren eher unüblich. Nur das iPhone-Classic kommt mir in Sinn, das ebenfalls an einem fünften Februar (im Jahr 2008), eine 16GB-Version ohne andere Hardware-Veränderungen erhielt (das initiale 4GB-Modell wurde bereits im Herbst 2007 eingestampft).
In den Kommentaren zur gestrigen iOS-Aktualisierung bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass das aktuelle Apple-TV-Update die Fähigkeit mitbringt, die Audiospur von Filmen über AirPlay auszugeben (-> Einstellungen -> AirPlay). Zuvor ging dies nur für Musik. Das bedeutet: Der Film läuft über den Apple TV (Affiliate-Link) am großen Bildschirm, der Ton kommt über einen (externen) AirPlay-Lautsprecher oder aus einer Anlage, die an eine AirPort Express (Affiliate-Link) angeschlossen ist.
Im dort geschilderten Fall hilft dies beispielsweise dabei, den Audiokanal des (Watchever-)Streams auf ein 2.1-Boxensystem zu leiten und die schwachen TV-Klangkörper zu ignorieren. Das Gedankenspiel lässt sich beliebig fortführen: (Neuere) Macs eigenen sich beispielsweise als Empfänger für die separate Audioleitung.
Drittanbieter-Apps wie Reflection und AirServer nahmen in meinem kurzen Testlauf das Signal zwar entgegen, ein Delay auf der Leitung führte jedoch zu stark versetztem Bild und Ton. Ich bin mir allerdings sicher, dass es hier Konfigurationen gibt, die eine synchrone Wiedergabe ermöglichen. Wie sinnvoll es allerdings ist, den Ton am Rechner und das Bild auf dem Fernseher darzustellen, ist im Einzelfall zu klären.
Mein Fokus liegt (wie gewohnt) auf den mobilen iOS-Geräten. iPhone und iPad ist allerdings von Haus aus verboten sich als ‚AirPlay-Receiver‘ aufzuspielen. Anwendungen, die eine solche Funktionalität im App Store feilboten (AirView, etc.), entfernte Apple in der Vergangenheit rigoros. Mir ist aktuell leider keine Anwendung bekannt, die sich auf Geräten ohne Jailbreak entsprechend verwenden lässt.
Allerdings gibt es einen Tipp für alle diejenigen, die dem empfohlenen ‚Airfoil Speakers Touch‘In-App-Kauf nachgegangen sind. Rogue Amoeba entfernte (unter Protest) zwar die Empfangsmöglichkeit, die Wiederherstellung der damaligen Käufe ist jedoch weiterhin (zu meiner Überraschung!) gegeben. Wer damals bezahlt hat, kann aktuell die kostenfreie Anwendung aus dem Store laden (Link) und über das Menü den ‚Restore‘ für die AirPlay-Audio-Empfängerfunktion wiederherstellen.
So mutiert das iPhone zu einem kabellosen Kopfhörern für euren Apple TV auch wenn es hier in erster Linie darum geht, das AirPlay-Audio-Signal unabhängig von der Bildausgabe an externe Lautsprecher zu schleifen.
Beta 4 von iOS 6.1 erschien für Entwickler vor der langen Winterpause am 18. Dezember. Beta 5, am späten Samstagabend, musste aus der Tür, weil die Devs sonst heute ohne iPhone dagestanden hätten.
Soeben rollt Apple die finale Download-Fassung für sämtliche iOS-Geräte – inklusive einem Apple-TV-Update – aus. Alle Vorabversionen hielten keine großen Änderungen bereit sondern konzentrierten sich auf kosmetische (Fehler-)Korrekturen (Map-Kit-Framework, Ad-Tracking-Einschränkung, der einzelne Song-Download für iTunes-Match-Musik, bessere Passbook-Erklärung, Kalender-Bugs, etc.).
Das Support-Dokument listet offiziell außerdem weitere LTE-Partner und den Filmticket-Fandango-Kauf für die USA auf.
Das Update steht je nach Lust, Laune und gutem Willen von eurem Mobilfunkanbieter oder OEM-Ausrüster in den nächsten Wochen und Monaten bereit.
Schreibe ich meine Texte auf dem iPad oder iPhone, stolpere ich bei dieser selbst auferlegten Regel über zwei Probleme. Zuallererst geht es um die (exakten) Abmessungen der Screenshots, Fotos oder Grafiken. Mein aktuelles Layout lässt nur Abbildungen zu, die innerhalb der maximalen Breite von 626px verbleiben. Schwierigkeit Nummer 2: Die Illustrationen müssen in einer akzeptablen Dateigröße vorliegen um schnelle Ladezeiten (über das Mobilfunknetz) zu gewährleisten und sollten außerdem nicht unnötig die monatlichen Traffic-Limits ärgern.
Reduce (1.79€; universal; App-Store-Link) löst beide Probleme, auf die ich bislang im App Store keine andere (brauchbare) Antwort erhielt.
Die Foto-Software von Tobias Wiedenmann verkleinert (Blog-)Bilder auf den Pixel genau und bietet obendrein die Möglichkeit, eine Qualitätsstufe (nach Kilobyte-Größe oder JPG-Kompression) zu wählen. Da jedes Foto eigene Eigenschaft mitbringt, die man für das beste visuelle ‚Preis-Leistungs‘-Ergebnis beachten kann, ist diese Auswahl wichtig. Einen Screenshot der Siri-UI lässt sich beispielsweise kräftig komprimieren ohne später auf einem Retina-Display in den Augen zu schmerzen. Stehen detailreiche und farbenfrohe Abbildungen aus iOS-Spielen auf der Agenda, gilt es die JPG-Güteklasse hochzuhalten.
Reduce fehlt bislang noch ein Info-Button, der über die aktuelle Dateigröße informiert sowie anzeigt, welche Datenmenge nach der Verkleinerung zu erwarten ist. Eine solches Upgrade steht jedoch bereits auf der Dev-To-Do-Liste. Zwischenzeitlich behelfe ich mich mit einem Abstecher zu Apples iPhoto (4.49€; universal; App-Store-Link), das sich auch ums Zuschneiden kümmert, wenn ich beispielsweise nur einen Screenshot-Ausschnitt im Blog unterbringen möchte.
Reduce ist eine einfach zu verstehende App, die simple Einstellungsprofile mitbringt, sich derzeit noch etwas behäbig mit sehr großen Bildbibliotheken tut (zugegeben, ich beherberge über 3000 iPhone-Fotos), für meinen Bedarf jedoch perfekt funktioniert.
Hinter Gridlee (kostenlos; universal; App-Store-Link) versteckt sich eine (verdammt) aktuelle Version von iMAME, die höchstwahrscheinlich ganz sicher nur noch einige Stunden im App Store verbleibt. Ein schneller (Gratis-)Klick sei daher empfohlen.
Bereits vor einem Jahr huschte der Emulator für Spielhallen-Automaten, der auf dem Projekt ‚imame4all‚ basiert, an Apples Prüfstelle vorbei. Erwartungsgemäß dauert es nicht sehr lange, bis die Software wieder von den App-Store-Servern verschwindet. Aus eurem lokalen iTunes-Download-Ordner stibitzt euch das Programm jedoch keiner mehr.
Viel zu erklären gibt es nicht. Über die iTools schiebt ihr eure eigenen ROMs vom PC ins Verzeichnis /Gridlee/Documents/roms. Für mehr Nostalgie beinhaltet der MAME4iOS-Emu, hier in Version 0.139u1, feinen iCade-Support.
Zwei flinke Testläufe mit Parodius DA! und Puyo Puyo 2 funktionierten bei mir problemlos.