Apple legt, wie alle Beobachter mit verbliebendem Realitätsbezug erwartet haben, überragende Geschäftszahlen für das erste fiskalische Quartal im Jahr 2013 vor, das am 29 Dezember endete (und damit eine Woche kürzer ausfiel als Q1/2012).
47.8 Millionen iPhones verkaufte Cupertino noch nie in einem Jahresviertel. Im Vorjahresquartal waren es ’nur‘ 37 Millionen. Außerdem anmerkenswert: Dieses Quartal betrachtet die fünfte iPhone-Generation erstmals ernsthaft.
In Q1/2013 verkaufte Apple außerdem 22.9 Millionen kleine und große iPads. Ja, erstmals zählen wir iPad minis! Vor einem Jahr waren es 15.43 Millionen Tablets mit Apfel-Logo.
Kurz angemerkt: Die iPod-Aufstellung aller Modelle verkaufte insgesamt 12.7 Millionen Exemplare (im Vorjahresquartal waren es noch 15.4 Millionen). Die Macs feiern eine ansehnliche Stückzahl von 4.1 Millionen (ein stärkeres Minus gegenüber Q1/2012 das 5.2 Millionen Geräte zählte).
Der US-Konzern verzeichnet insgesamt 54.5 Milliarden US-Dollar an Umsatz. Der Nettogewinn beträgt 13.1 Milliarden US-Dollar oder 13.81 US-Dollar pro Aktie. Die Bruttogewinnspanne liegt bei 38.6-Prozent. Im Vorjahresquartal waren es 44.7-Prozent.
“We’re thrilled with record revenue of over $54 billion and sales of over 75 million iOS devices in a single quarter,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “We’re very confident in our product pipeline as we continue to focus on innovation and making the best products in the world.”
Um 23 Uhr deutscher Ortszeit erläutern Tim Cook und Co. in einer Telefonkonferenz ihre Zahlen. Spannende Details, woran es diesmal nicht mangeln sollte, werden diesem Beitrag nachgetragen.
Tim Cook: „No tech company has ever reported these kinds of results.„
Im letzten Quartal: 10 verkaufte iOS-Geräte pro Sekunde / 3.7 Millionen verkaufte iPhones pro Woche.
Die iPhone-Verkäufe in China haben sich im Quartalsvergleich zum letzten Jahr verdoppelt.
Der iPod touch nimmt weiterhin die Hälfte aller iPod-Verkäufe ein.
Alleine im Dezember verzeichnete der App Store 2 Milliarden Downloads.
Strategieänderung: Von den konservativen Vorhersagen der letzten Jahre nimmt Cupertino ab sofort Abstand und prognostiziert zukünftig was man im nächsten Quartal erreichen möchte. Peter Oppenheimer: „In the past we gave a single point estimate of guidance that was conservative, that we were reasonably confident we’d achieve. We now provide a range of guidance.„
Tim Cook: „We’ve put a lot of thinking into the screen size, and believe – we picked the right one”.
Peter Oppenheimer über die iPad minis: „We couldn’t make enough.„
Apple verkaufte im letzten Quartal zwei Millionen Apple TV.
Tim Cook: „Our base philosophy is to never fear cannibalization. If we do, somebody else will just cannibalize it. So we never fear it. We know iPhone has cannibalized some iPod business, iPad will cannibalize Mac – it doesn’t worry us.„
Cook kündigt an: Nächste Woche nimmt Apple 36 neue LTE-Carrier auf.
handyPrint druckt vom iPhone und iPad aus PDFs an einen Mac oder steuert einen dort angeschlossenen Tintenspucker an. Die Software-Alternative zu Printopia oder FingerPrint für die Mac-Systemeinstellungen funktioniert unter 10.8.2 und überlässt euch für eine PayPal-Spende, deren Höhe ihr selbst bestimmt, eine Lizenz.
Die ChangeLogs der Anwendung, die im vergangenen Herbst noch unter ‚AirPrint Activator‚ bekannt war, versprechen eine aktive Entwicklung. Länger ausprobiert habe ich das Programm allerdings noch nicht. Auf den ersten Blick bietet es weitaus weniger Optionen als seine gestandenen Konkurrenten. Der virtuelle (PDF-)Druck, mein überwiegender Anwendungsfall, funktioniert jedoch ausgesprochen gut.
In the fall of 2009, several months before Apple approached Siri, Verizon had signed a deal with the startup to make Siri a default app on all Android phones set to launch in the new year. When Apple swooped in to buy Siri, it insisted on making the assistant exclusive to Apple devices, and nixed the Verizon deal.
iOS-Assistent Siri hätte um Haaresbreite ein Softwareleben als Verizon-(Android-)App bestritten. Der Deal war bereits unterzeichnet bevor Jobs das Startup mit Geld aus der Portokasse (laut Medienberichten zwischen 150 und 250 Millionen US-Dollar) freikaufte.
Der Huffington-Post-Artikel beschreibt nicht den Ablauf der Verhandlungen. Es würde jedoch nicht verwundern wenn Steve Jobs eine ähnliche Attitüde wie bei der Übernahme vom Musikdienst Lala* an den Tag legte.
“I’m going to give you a number, Bill, and if you like it, let’s do it and just be done with this whole thing. Okay?” Bill agreed. […] Jobs passed a piece of paper to Nguyen and Bill nodded. The deal was done.
Apropos Jobs: Eine noch schönere Anekdote rund um Siri entstammt dem Buch ‚Inside Apple‚ von Adam Lashinsky (6.49€; iTunes-Link).
Scott Forstall, Apple’s top executive for mobile software, was demonstrating Siri to the board when Jobs interrupted him. “Let me have the phone,” Jobs said, indicating that he wanted to try the personal assistant technology for himself. […]
“Be careful now,” he said to a man who had never been careful in his life. “I have it pretty much attuned to my voice.” Jobs, typically, wasn’t taking no for an answer. “Give me the phone,” he barked, prompting Forstall to walk around the table and hand over the device. […]
Then he turned existential, asking, “Are you a man or are you a woman?” Responded Siri: “I have not been assigned a gender, sir.” Laughter ensued, and with it some relief.
*Aubrey Johnson, der zu dieser Zeit im Team von Bill Nguyen arbeitete, teilte vor einigen Tagen diese Geschichte. Der Artikel findet sich mittlerweile aber nicht mehr in seinem Blog.
Toronto photo-sharing startup 500px is reporting today that both of its applications, 500px for iOS and its recent acquisition ISO500, have been pulled from the Apple App Store due to concerns about nude photos. […] The company had told Apple yesterday that it could make a change to its apps to address the issue at hand, and this would also automatically take care of the problem […]
However, Apple couldn’t wait for the change, which was expected to take a day, and pulled the apps.
Es sind diese einzelnen (aber gravierenden) Ausrutscher, die das gesamte System, auf peinliche Art und Weise, in den Zweifel zieht. Wer Schalter für App-Store-Zulassungen sowie Sperrungen drücken darf, darf nicht solche Fehler machen (und auch keine schlechten Pokémon-Kopien freigeben).
Update: Matthew Panzarino fängt ein Apple-Statement zu (temporären) Kündigung ein.
Kleine Ergänzung von meinem Wochenendbeitrag: Carl Smith zeigt einen Workflow, mit dem Telefonnummern von Alfred ans iPhone gepusht werden um dort einen Anruf auszuführen. Neben dem kleinen Script am Desktop ist aus iOS-Sicht lediglich Prowl oder Pushover notwendig, um die Benachrichtigungen anzunehmen und über das URL Scheme ‚tel://‚ an die Telefonanwendung weiterzureichen.
Insbesondere für Rufnummern, die nicht im Adressbuch hinterlegt sind, ist dies eine flotte Methode um ausgehende Gespräche einzuleiten.
Für das Gefühl, wieder ein neues iPhone in den Händen zu halten, reicht oft schon ein neues Hintergrundbild. Der menschliche Geist lässt sich hier kinderleicht austricksen.
Deko (kostenlos; universal; App-Store-Link) platziert sich in der Kategorie ‚Wallpaper-Apps‘, die nicht verstören (oder fremde Bildarchive in absurdem Ausmaß plündern). Die Universal-Anwendung unterscheidet sich dadurch bereits von 95-Prozent seiner Mitbewerber. Ein weiterer Unterschied: Die abstrakten Pixelgerüste erzeugt ihr durch Wischgesten und im Schulterschluss mit einem Algorithmus, der kein Hintergrundbild wie das andere aussehen lässt.
Für den HD-(Retina-)Export ins lokale Bilderbuch, das mittlerweile immerhin separate Alben für verschiedene Apps anlegt (Instagram, Path, etc.), werden 1.79€ fällig.
Wave Trip (1.79€; universal; App-Store-Link) erinnert an Radio Flare und wirft mit Ideen aus Sound Shapes und Vib-Ribbon um sich. Lucky Frame, das britische Indie-Studio, das im letzten Jahr mit Bad Hotel begeisterte, nennt seinen neuen Wellenritt ein ‚Musical Arcade Game‚. Recht haben sie auch wenn mich der iOS-Titel durch seinen komplett geräuschlosen Start verwirrt am iPad-Stummschalter zurückließ. Einen Reboot und zweiminütiges Drücken auf den Lautstärketasten später fand ich heraus, dass die allererste Note nicht vor dem initialen Trainingslauf erklingt.
Danach reißt der Beat jedoch nicht mehr ab. Die geometrischen Formen und zackigen Muster aus einem knalligen Farbenmix dominieren den seitlich scrollenden, R-Type ähnlichen, Rundflug. In bester Tiny-Wings-Manier haltet ihr euren kleinen Astronauten auf Wellenform. Die rechte Bildschirmhälfte berührt ihr für Auftrieb; nach ‚unten‘ geht’s von ganz alleine. Pink ist die Farbe der Gegner, die euch dem hart erkämpften Punktestand wieder berauben. Nur durch Ausweichen oder taktisches Abschießen der bösen Flugkörper (mit einem Fingertip auf die linke Bildschirmhälfte), steigt der Highscore.
Die Besonderheit: Jedes durchkreuzte Objekt und jedes eingesammelte Schnittmuster lässt eine Note erklingen. Erfolgreiche Flüge stückeln dadurch wohlklingende Musikwerke zusammen; eine Gegnerberührung tut in den Ohren weh.
Kein Level ist von Beginn an versperrt. Richtig gut wird man aber erst mit viel Übung. Ausgerichtet ist Wave Trip jedoch auf seinen Level-Editor, mit dem man selbst Flugstunden gestalten, probespielen und hochladen kann – grenzenlose Remix-Freuden stehen an.
Gewinnt Wave Trip in den nächsten Tagen und Wochen ein paar App-Store-Herzen, braucht man sich um den Nachschub an neuen Kompositionen, die man durchfliegen kann, keine Gedanken zu machen.
What we do is something we call „atomization“ where the core facts are retained, and we strip away any extra language, conjecture, bias, opinion, etc. The point of this is that we do exactly what you’re looking for – get the important stuff across so you don’t miss anything.
Es gibt Nachrichten, da interessieren mich nur die simplen Fakten, da will ich keine clevere Einleitung lesen, keine historische Einordnung und keine mehrseitige Meinung. Die gestrige Entscheidung über den Einzug ins Super-Bowl-Finale war für mich beispielsweise eine solche News. Ich wusste wer spielt; ich wusste was auf dem Spiel steht. Entscheidend war für mich nur das Ergebnis.
Circa (kostenlos; App-Store-Link) liefert(e) genau das. Einen optischen Aufmacher und eine Handvoll Zeilen an Text, die nicht einfach nur andere Webartikel bündeln sondern aufs Info-Knochenmark zusammenstauchen. Noch mehr Basisinformationen oder Updates zu den Geschichten lassen sich im Ziehharmonika-Stil aufziehen. Wer richtig in ein Story einsteigen möchte, findet mehrere Quellenlink. Für diese US-Sportmeldung verwies der Beitrag zum Beispiel auf NFL.com, die New York Times, ESPN sowie Sports Illustrated.
Als ‚pocket size news‚ betiteln Apps wie Circa, Summly oder Prismatic diese Darstellungsform, der ich für eine ausgewählte Nachrichtengattung durchaus ihren Mehrwert abgewinnen kann.