Facebook kauft das Bookmark-Team von ‚Spool‘

IPhoneBlog de Pocket

Facebook schluckt Spool, meinen bevorzugten ‚Watch-Later‘-Service. Zum Abschied gibt’s die persönlichen Lesezeichen per E-Mail, für die Pocket, vormals ‚Read it Later‚, einen Import anbietet. Ab sofort wandern Netz-Videos, die ich erst später anschauen möchte, in dieses Archiv.

Spool wurde zwei Jahre alt, bezahlte fünf Team-Mitglieder und erhielt insgesamt eine Millionen US-Dollar an Risikokapital.

(Danke, @Helmi!)

Spool had built its own media-distribution network using servers and caching media content in various data centers. Web content you saved can be parsed, cached, queued up and made available for quick access on the apps or on the web. […]

Facebook was attracted to this media content sharing technology and in all likelihood will make it a part of its infrastructure for its web and mobile apps.

Apples App-Store-Verantwortung für In-App-Items

IPhoneBlog de Provisioning

Marco Tabini bündelt für Macworld.com noch einmal die Fakten der Freitagsgeschichte über den Klau von ‚In-App-Items‘ unter iOS und stellt die berechtigte Frage inwieweit Apple in die Pflicht zu nehmen ist.

Apple is perfectly aware of this limitation, and strongly recommends that developers use their own mechanism to validate IAP receipts. Typically, this involves setting up a separate server, sending the receipts over to it, and then validating them against Apple’s servers.

[…] Besides, the entire premise of the App Store is that the whole app distribution process is delegated to Apple precisely so that developers can focus on what they do best: Write great apps. Apple’s 30 percent cut becomes much harder to justify if, in addition to writing great software, developers also have to worry about being defrauded.

Apples ‚App-Store-Verantwortung‘ spielt in der Diskussion eine entscheidende Rolle. Ja, Entwickler können ihre In-App-Einnahmen durch einen technischen Mehraufwand schützen. Ja, über dessen (Arbeits-)Umfang (Server-Kosten, Software-Pflege, Verschlüsselungskenntnisse, etc.) lässt sich streiten. Aber glaubt man den diversen Tutorials für diesen ‚Hack‘, scheint er in hohem Maße ‚kompatibel‘. Das unterstützt die Annahme, dass viele Entwickler die separate Prüfung der In-App-(Kauf-)Belege nicht durchführen.

Mittlerweile spendiert eine simple 3-Schritt-Anleitung bereits technisch unbedarften Nutzer ohne Jailbreak den Gratis-Download. Ob die Konsequenzen, die ein geänderter DNS-Eintrag und ein Gaukel-Zertifikat so mit sich bringen, vollständig umrissen werden, zweifle ich an.

Wie der Hacker gegenüber Macworld erklärte, werden die Passwörter, die beim Kauf im Appstore eingegeben werden, im Klartext übertragen.

Selbst wenn man rücksichtslos argumentiert, dass hier ohnehin nur die Nutzerkonten von ‚In-App-Dieben‘ gestohlen werden (welch Ironie!), verliert man aus den Augen, dass geknackte iTunes-Accounts* eine negative Auswirkung auf das gesamte Ökosystem haben – angefangen bei Cheatern mit unendlichen Game-Ressourcen (beispielsweise Waffen, Gegenstände oder Zaubertränke), bis zum Vertrauensverlust in das iTunes-Bezahlsystem.

Apple hat ein eigenes (ausgeprägtes) Interesse daran, solche ‚Tricks‘ in ihrer streng kontrollierten Umgebung einzudämmen – wird’s ‚praxistauglich‘, hat man verloren. Unter Jailbreak-Bedingungen fehlt dieses Problembewusstsein, weil man sowieso bemüht ist, jede Schwachstelle die den iOS-Dateibaum entblößt, auszubessern.

In-App-Betrügern, die keinen Jailbreak benötigen, muss man sich allerdings aus eigener Anstrengung entgegenstemmen, weil für Apple selbst zuviel auf dem Spiel steht.

*Um sich vom Vorwurf des Accounts-Diebstahls loszusagen, modifizierte der verantwortliche Hacker bereits an diesem Wochenende seine Proxy-Methode, die ab sofort keine (richtigen) iTunes-Login-Daten mehr verlangt. Trotzdem existieren Trittbrettfahrer, trotzdem leitet man seinen (gesamten) Datenverkehr durch dunkle Gassen, trotzdem reißen manipuliere Zertifikate Sicherheitslücken auf und ganz bestimmt will man nicht wegen ein paar Goldtalern irgendwann mit heruntergelassenen Hosen dastehen.

[update] Nicht neu, immer noch beschämend: In-App-Diebe.

Peinlicher als ein ‚In-App-Klau‘, geht’s kaum. Und trotzdem scheinen die ‚Cydia-Software-Perlen‘, die Add-on-Downloads stehlen, weitreichend nachgefragt – auf YouTube, in Blogs und in den dazugehörigen Jailbreak-Verzeichnissen. Nicht seit gestern, nicht seit vorgestern sondern schon jahrelang.

IPhoneBlog de In App Kauf

Seit drei Tagen kursiert ein Proxy-Hack-Video, das über modifizierte Zertifikate und eine DNS-Umleitung bezahlte In-App-Käufe gratis aktiviert – ohne Jailbreak. Heute wird die ‚News‘ durchs Internet geprügelt; von den üblichen Nachrichtentickern hinreichend oft wie eine Art Werbekampagne, mit allen notwendigen Links, Bezeichnungen und Screenshots, aufbereitet. Es gibt ein Video? Großartig, sofort einbinden!

Fest steht: Apple verfehlt, Entwicklern mit In-App-Angeboten strenger auf die Finger zu schauen wenn Transaktionen nicht ausreichend überprüft und abgesichert sind („Verifying Store Receipts„).

Bedeutender ist jedoch das Verhalten der Nutzer, die ihre Daten freiwillig einem Mittelsmann, der zwischen dem iPhone und Apples App Store sitzt, feilbieten. Und an anderer Stelle wundert man sich, warum iTunes-Accounts gekapert und leergeräumt werden? Vielleicht ist in Betracht zu ziehen, das die Gratis-Schlumpfbeeren über die Schwindel-Software gar nicht kostenlos sind?

Update: Mittlerweile liegt ein (noch) faktenfreies Apple-Statement vor. Direkt zur Quelle gingen Matt Brian & Matthew Panzarino sowie Lex Friedman.

Touchfire – der Silikon-Tastatur-Überzieher fürs iPad (+ Video)

Meine Erwartungen an das Touchfire, die vielversprechende Kickstarter-Finanzierung des vergangenen Oktobers, waren hoch. Zu hoch, wie sich jetzt herausstellt. Die Kunststoff-Auflage, die dem iPad als haptische Tastatur dient, hilft bei der Positionierung eurer zehn Finger, ist aber weit davon entfernt die gewohnten Plastiktasten eines Keyboards zu ersetzen. Der größte Nachteil ist die Unerreichbarkeit von ä, ö oder ü im ‚unwahrscheinlich‘ Fall, dass die Autokorrektur einmal nicht zu Hilfe eilt. Der Gummilappen hält davon ab, zu allen Buchstaben zu rutschen, die sich unterhalb eines Schriftzeichens verbergen.

DirektTouchfire*

Und trotzdem: Nach einer Serie von ‚TapTyping‚-Durchläufen (2.99 €; universal; App Store-Link) beweist sich (für mich) das 50-US-Dollar-Touchfire, gegenüber dem blanken Glas-Keyboard, als (minimal) schneller und fehlerfreier.

Andy Ihnatko fragt trotzdem zurecht, welche Zielgruppe die Kunststoffauflage anpeilt. Das Touchfire bleibt ein separates Zubehör, auch wenn sich das Accessoire hauchdünn unters Smart Cover schmuggelt. Wer nicht konstant Text (im Querformat) tippt, ist ständig mit dem Magnet-Verschluss beschäftigt. Ein Bluetooth-Keyboard, so wie beispielsweise dieser Kandidat von Logitech, ist für Marathon-Schreiber eventuell die bessere Lösung.

Auch Harry McCracken, bei dem das iPad mittlerweile sein MacBook Pro abgelöst hat, zeigt sich bei der Frage nach den Interessenten für dieses Produkt ähnlich herausgefordert: „It’s certainly an ingenious idea.“ Dem stimme ich uneingeschränkt zu.

* Alle selbstproduzierten Videos gibt’s auch als iTunes-Podcast. Eine ★chen-Bewertung ist (mir) wichtig. Weltfrieden aber auch. Vielleicht kümmert ihr euch heute zumindest um eins von beiden…

Im Namen der Kunst: Screenshot-Upload mit jedem Homebutton-Klick

IPhoneBlog de iPhone live

Jeder Klick auf die iPhone-Home-Taste von Medienkünstler Johannes P. Osterhoff speichert einen Screenshot der aktuellen App und veröffentlicht dieses Bildschirmfoto im Rahmen seiner Performance-Kunst „iPhone live„, die für 365 Tage läuft. Das Fotoarchiv füllt sich seit dem 29. Juni.

For this performance, I installed two shell scripts on my jailbroken iPhone:

The first one duplicates each screenshot so that the files cannot be overwritten the next time the app is minimized.
The second one uploads these screens automatically to this site and publishes them.

PCs schwinden; iPads streben auf

Q2/2012 bescherte uns laut Gartner 87.5 Millionen neue Computerbüchsen. Dabei verlieren alle Hersteller im traditionellen PC-Markt gegenüber dem eigenen Vorjahresquartal an Prozentpunkten. Zu den positiven Ausnahmen zählen Lenovo, Asus und Apple. Weltweit betrachtet geht’s gegenüber 2011 nur 0.1-Prozent nach unten. IDC stimmt zu.

IPhoneBlog de Q2 2012 Global PC Shipments

via IDC.com

Zur geschichtlichen Einordnung: Apple lieferte nicht nur aus sondern verkaufte in den vier letzten Quartalen zusammengerechnet 47.6 Millionen iPads. Erst im nächsten Geschäftsviertel zählt das neue iPad vollständig. Als Termin für die Q3/2012-Zahlen ist der 24. Juli angesetzt.

Kaum vorstellbar, dass erst vor sechs Monaten angeregt darüber diskutiert wurde, ob Tablets das iPad überhaupt als ‚Personal Computer‘ zählt.

Mehr „One Touch“: Tiny Wings 2.0

IPhoneBlog de Tiny Wings

Einige Titel benötigen kein Review oder viele Worte: Andreas Illiger verlangt keine Update-Gebühr für Tiny Wings in Version 2.0 (0.79 €; App Store-Link), akzeptiert jedoch 2.39 € (Link) für seine fliegenden iPad-Vögel. Apples iCloud gleicht die Highscore-Tabellen der hochauflösenden Hügel-Hüpferei zwischen euren iOS-Geräten ab.

Update-Wettkampf: Google+ vs. Twitter

IPhoneBlog de Google+ 3 Null

Google+ funktioniert (für mich) nicht. Schade, weil speziell die iOS-App Software-Sprünge wagt, die mindestens eine Beobachtung verdienen. Version 3 (kostenlos; universell; App Store-Link) knallt eine bildschirmfüllende Diashow aufs iPad, die insbesondere für Fotos Spaß macht. Dagegen sehen Link-Beiträge, Status-Posts und Artikel ohne Bilder im farblosen Kasten-Design ziemlich mau aus.

Video-Chats, Google nennt sie ‚Hangouts‚, startet die iPad-App nach der Aktualisierung aus eigener Kraft und teilt die Gespräche sogar über AirPlay mit einem (Apple-)TV. Nett, aber (für mich) bleibt ‚Plus‘ sehr einsam. Ganz das Gegenteil von Twitter, die in diesen Minuten Version 4.3 ihrer offiziellen iOS-Anwendung (kostenlos; universal; App Store-Link) über die Apple-Server ausrollen.

Die (weitgehend unspektakulären) Update-Notizen strömten bereits am gestrigen Montag, durch einen für Apple ziemlich peinlichen iOS-6-Bug, an die Öffentlichkeit. Zwar bekommt man mich (und ganz viele andere API-Surfer) derzeit nicht von Tweetbot weg, über den populär platzierten Download-Link (-> Einstellungen -> Twitter) ist die offizielle Software jedoch auf ganz vielen iPhones und iPads installiert. Jede neue Funktion und alle Änderungen von bestehenden Features gilt es daher im Auge zu behalten – insbesondere bei einem Start-up, das sich aktiv ums Geldverdienen bemüht.