Ganz ehrlich: Tim Cook hat vor einigen Stunden auf der D10-Bühne mit Kara Swisher und Walt Mossberg nichts verraten, was auch nur im Ansatz den aufgewirbelten Nachrichtensturm rechtfertig. Das wurde auch nicht erwartet.
Aber, ich gebe zu, es war eine gute und wichtige Vorstellung vom derzeit einflussreichsten Apple-Produkt: seinem CEO.
Das komplette Video steht noch nicht online. Große Auszüge finden sich jedoch schon jetzt auf der Konferenz-Webseite. Macworld hat die ‚Highlights‘ in Textform.
Ein Mini-Dockanschluss, eine Metall-Rückseite, eine Kopfhörerbuchse am Fuß, ein überarbeiteter Lautsprechergrill und mehr horizontalen Display-Platz zeigt ein vermeintlicher iPhone-Gehäuserahmen aus Zulieferkreisen. Ähnliche Komponenten tauchten am heutigen Tag schon hier auf.
Nicht zu vergessen: Die gut informierten iLounge-Quellen erwähnten bereits Anfang Mai vergleichbare Gerüchte.
Spotify, seit Anfang Mai als Universal-App auch fürs iPad (kostenlos; App Store-Link), erhält heute ein Update, das Push-Benachrichtigungen verschickt wenn Wiedergabelisten aktualisiert werden oder Freunde sich für deine freigegebenen Song-Verzeichnisse eintragen. Mehr ’social‘ ist zweifelsfrei clever.
Generell muss ich sagen: Die iPad-Anwendung vom schwedischen Streamingdienst kommt meiner derzeitigen Idealvorstellung einer Musik-App ziemlich nah. Und außerdem darf ich betonen: „iTunes, das hier hätte einmal aus dir werden können. Ping!“
Für angemeldete Entwickler steht der WWDC-Fahrplan mittlerweile zur Webansicht und die iOS-App zum Download (kostenlos; universal; App Store-Link).
Für alle anderen Beobachter interessant: Die diesjährige Keynote zur Entwicklerkonferenz ist soeben auf Montag den 11. Juni um 19 Uhr (deutscher Zeit) festgesetzt worden.
In weniger als zwei Wochen startet die WWDC 2012 in San Francisco. Wer sich für UI-Ideen von iPhone-Software noch mit Zeichenblöcken eindecken muss, kann dies unter anderem bei UI Shape tun. Zwei Blöcke im Hosentaschenformat mit dem nackten Telefon-Drahtgittermodell auf Vorder- und Rückseite kosten 4.95Euro. Drei dieser Skizzen auf einem A4-Papierblatt nebeneinander, mit zusätzlichem Platz für Notizen, veranschlagt der Versandhändler mit 12.95Euro – innerhalb von Deutschland komplett versandkostenfrei.
Wer eigenes Papier mitbringt, sei an die Zeichenschablone ‚Stencil Kit‚ erinnert, die ihr Angebot umgezogen und stark erweitert haben. Auf dessen Webseite habe ich eine PDF-Vorlage (Link) für eure UI-Ideen gefunden, die man sich herunterladen kann und beispielsweise in PDF Expert (7.99€ für iPhone und iPad) steckt. Ein bisschen einfacher geht’s mit Noteself, das in seinem internen Store ein iPhone- und iPad-‚Wireframe‚-Design für 79 Cent anbietet. Templates für den Software-Bau von iPad-Apps lassen sich natürlich auch im Netz finden.
Der AluPen Pro von Just Mobile (37Euro; Affiliate-Link) verbindet mit seiner gummierten Spitze für Touchscreens auf der einen Seite, und einer klassischen Kugelschreibermine am anderen Ende, diese zwei Welten. An einem iPad-Smart-Cover klebt er magnetisch, ‚fällt‘ ansonsten jedoch nicht besonders auf.
Wer regelmäßig mit Text arbeitet, sollte um LiquidText fürs iPad (Laden) wissen. Wer sich beruflich mit vielen Texten umgibt, sollte die Dokumenten-App mit Mind-Map-Funktionen mindestens ausprobiert haben.
Speziell Studenten, Journalisten, Juristen und Lektoren werden die mühelose Art digitale Dokumente zu bekritzeln, dort Textstellen herauszugreifen und untereinander zu verknüpfen, recht flott respektieren.
Hier die 30-Sekunden-Vorschau zur fünfminütigen Episode:
iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Als Abonnent bekommt man jede Woche ein neues Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zur Diskussion in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.
Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.
Beziehungsstatus: „Es ist kompliziert„. iOS steht der Hardware-Tastatur ähnlich skeptisch wie dem Stylus gegenüber. Der Display-Stift war allerdings nie so tief im Muskelgedächtnis verankert wie das Keyboard; nie so gegenwärtig und dauerhaft unter unserer Nase.
Die Palm-Pilot-Generation ist tot, keine Frage. Versenkbare Plastik-Buchstaben nutzen wir weiterhin – täglich und ohne Abneigung. Trotzdem führt das Tastatur-Thema nicht selten zu epischen Streitereien, die fast religiös diskutiert werden. (Noch) scheint der Graben zwischen Hardware- und Software-Tasten unüberwindbar.
Wie’s auf keinen Fall geht, zeigten Netbooks. Die alten Klick-Klack-Schalter waren der Anfang vom Ende dieser geschrumpften Laptops. Kunden wollten zwar kleinere Geräte, konnten aber auf schmerzende Fingerverrenkungen verzichten. „They aren’t better at anything“ sagte Jobs im Jahr 2010 und sollte damit Recht behalten. Dem rasanten Aufstieg folgte ein schneller Absturz. MacBook AirsUltrabooks nennt sich jetzt diese Produktkategorie.
Die lange Einleitung in diesen Testlauf ist dem beschriebenen Kompromiss geschuldet, mit dem auch Logitechs Ultrathin iPad-Bluetooth-Keyboard (99Euro; Affiliate-Link) kämpft: sehr ‚portable‘ aber nicht ‚full-size‘. Vier Zentimeter fehlen der Tastaturschale gegenüber Apples drahtlosem Alu-Brett (Affiliate-Link). Das klingt nicht viel, erfordert aber trotzdem eine Umgewöhnung der eingeschliffenen Fingerbewegungen.
Nach den ersten vier Tagen, in denen ich diese Tastatur nun konstant verwendet habe und unter anderem auch diese Zeilen verfasste, ist klar: Darauf kann ich schreiben! Doppelte Anschläge, Fehlgriffe zum ‚ß‘ oder zur ‚Rücktaste‘ sind in die Bewertung bereits eingerechnet.
Mit dem Design beweist Logitech Köpfchen. Die 330 Gramm schwere Plastik-Platte nutzt eine dem Smart Cover identische Magnet-Aufhängung um die flache Sandwich-Form zu erreichen. Damit bietet sie weniger (Rückseiten-)Schutz als das ZAGGfolio (genau genommen gibt es keinerlei Abschirmung), reduziert die Konstruktionsdicke jedoch erheblich.
Ein Magnet kommt selten allein: In der weißen Aussparung, in die das iPad horizontal oder vertikal eingesetzt wird, befindet sich ebenfalls eine magnetische Lasche, die zusätzlichen Halt gibt. Das funktioniert (selbstverständlich) nur wenn das iPad der zweiten oder dritten Generation sich in waagerechter Position, mit Ausrichtung des Homebuttons zur rechten Seite, nähert. Zu unterstreichen ist: Die keilförmige Rille bietet dem iPad in allen Positionen einen sehr sicheren Stand. Egal wo man auf dem Bildschirm herumfingert, nach hinten kippt Apples Tablet nicht so leicht.
Okay, nun ans Eingemachte: Die Standposition lässt sich auch zum Lesen oder Videotelefonieren verwenden. Der flachen Unterseite ist es völlig egal, ob sie auf die weiche Couch oder die harte Schreibtischplatte gestellt wird. Der Sound-Output ist trotz aufrechter Position, die den Lautsprecher verdeckt, akzeptabel. Die Noppen auf den Buchstaben ‚F‘ und ‚J‘, um seine Finger daran blind auszurichten, hätten mehr Prägedruck vertragen.
Auf der oberen Zahlenleiste liegen individuelle Funktionstasten, die direkt in die Spotlight-Suche führen, die Tastatursprache umstellen oder die Lautstärke vom Gerät verändern. Besonders gewöhnt habe ich mich an den Homebutton, der links oben, auf Position der Escape-Taste, liegt. Ein schneller Doppelklick und schon springt man über den Multitasking-Switcher in ein anderes Programm.
TL;DR
Logitechs iPad-Accessoire ist clever und kompakt konstruiert, nicht preiswert und mehr Tastatur als Case. Nach einigen tausend Anschlägen habe ich mich dabei erwischt, mit Daumen und Zeigefinger nach einem Notebook-Trackpad zu tasten. Keine schlechtes Gütesiegel für eine Tastatur, die nach einem so kurzen Testlauf bereits Schabernack mit den Muskelreflexen treibt.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt’s auch als iTunes-Podcast – frisch vom iPhoneBlog-Server.
Das iPhone hat Neigungs- und Beschleunigungssensoren in Smartphones populär gemacht. Den Hardware-Fortschritt bei diesen Telefon-‚Fühlern‘ in den letzten fünf Jahren mag ich nicht beurteilen; die Software-Sprünge imponieren.