‚Waking Mars‘ fühlt sich wie Super Metroid mit Star-Trek-Einschlag an

Tiger Style Games, das Team hinter dem grandiosen Spider: Das Geheimnis von Bryce Manor, lädt zur Mars-Expedition in eine kalte Einsamkeit, die es mit Sam Rockwell aus Moon aufnehmen kann.

WAKING MARS – Official Trailer from Tiger Style on Vimeo.

Als Astronaut in Waking Mars (3.99 €; universal; App Store-Link) tretet ihr zur SciFi-Forschungsreise in unbekannte Höhlenwelten zu dessen exotischen Organismen an. Den unterirdischen Kammern entflieht ihr nur durch genügend Biomasse-Produktion, die euch außerirdische (Pflanzen-)Wesen bei dessen Aufzucht spendieren.

Spielerisch hält sich eure ‚Gartenbaukunst‘ allerdings auf Floristen-Niveau. Hauptsächlich geht es um die Einteilung und Zusammenstellung der kleinen Alien-Gewächse, der ihr mit individuellem Forschungsdrang folgt.

Den Unterschied macht die wahnsinnig ruhige Stimmung mit einem eindrucksvollen Soundtrack (auch separat erhältlich) vor der gemalten Perry-RhodanKulisse, die eine unheimlich dichte Atmosphäre versprüht. Ich durfte mir den Jetpack bereits in den zwei vergangenen Nächten umschnallen. Zur Weltraum-Wanderung empfehle ich dicke Kopfhörer, eine Beckdecke Bettdecke, die man sich über den Kopf ziehen kann und den Griff zum größeren iPad-Bildschirm.

AirPlay-Mirroring vom iPhone an den Mac: ‚Reflection‘ lässt die Bits fliegen (+ Video)

AirServer empfängt Videos, Fotos und Musik drahtlos über AirPlay vom iPhone. Reflection treibt das Spiel noch ein bisschen weiter: Über das 15-Dollar-Programm für den Mac spiegelt man den gesamten iPhone-4S- und iPad-2-Bildschirm auf seinen Desktop – inklusive Audio- und Video-Signal.

DirektReflection*

Eine komplett fehlerfreie Version 1.0 ist nicht zu erwarten. David Stanfill, der zuvor bereits erfolgreich AirParrot schraubte, liefert jedoch eine stabile Software ab, die in meinem Testlauf auf Anhieb funktionierte und sich insgesamt ohne nennenswerte Probleme präsentierte. Eine Demo-Version von Reflection lässt sich vor dem Kauf ohnehin ausprobieren.

* Alle selbstproduzierten Videos finden sich auch als Podcast-Feed in iTunes. Wer dort eine kurze Bewertung hinterlässt, macht diesem Blogbetreiber eine gigantische Freude!

Readability. Besser Lesen!

IPhoneBlog de Readability

Die Instapaper-Konkurrenz Readability (kostenlos; universal; App Store-Link) lässt sich nach gigantischem Anlauf endlich aus dem App Store laden. Der Bookmark-Webservice für Online-Artikel, den auch das iPhoneBlog in seiner Einzelseitenansicht anbietet, schaufelt die abzuarbeitende Leseliste im App-Format aufs iPhone und iPad.

Einige feine Design-Kniffe, wie beispielsweise der kleine Status-Balken beim Springen zwischen den Artikeln, verzieren diese erste Version. Die Navigation zwischen der verbleibenden ‚Reading List‚ und der Vollbildansicht kommt komplett ohne Buttons aus. Über eine seitliche ‚Wisch-Geste‘ wechselt ihr zwischen Index und Artikel. Entgegen seinem Mitbewerber Instapaper fehlt das ‚Tilt Scrolling‚, bei dem die Neigungssensoren den Text voranschieben. Kleinere Schluckaufs bei den Überblenden zu einer anderen Schriftart oder dessen Größe sind in dieser ersten Ausführung zu verkraften.

Readability fühlt sich sowohl auf 3.5- wie auch 9.7-Zoll pudelwohl und formatiert euer ausstehendes ‚Read-Later‘-Archiv auf beiden Geräten schnörkellos im Hoch- und Querformat.

„Money Talks“: Proview gegen Apple

DirektNTD

In China schwillt ein Markenstreit um die Bezeichnung ‚iPad‚. Proview, ein gegenwärtig bankrotter Bildschirmhersteller, verkaufte die Rechte am Namen in 2009 für zirka 40.000 Euro an eine von Apple beauftragte Mantelgesellschaft. Proview sieht sich getäuscht, weil man Apple als bekannten Konzern ein (weitaus) höheres ‚Angebot‘ hätte vorgelegen können. Die in Shenzhen ansässige Firma selbst nutzte den Namen vor einigen Jahren für die Vermarktung einer iMac-Nachbildung.

Proview denkt laut über exorbitante (Entschädigungs-)Zahlung von zwei Milliarden US-Dollar nach und trug den Rechtsstreit nicht nur vor den Gerichtshof im chinesischen Guangzhou sondern bis in die USA. ‚Pleite-Proview‘ sitzen Gläubiger, darunter internationale Geldinstitute wie die Bank of China, im Nacken.

Vorstellbar ist, dass aus der Rechtsstreitigkeit ein Politikum erwächst. Apple verkauft in China nicht nur populäre Produkte sondern ist gleichzeitig großer Auftraggeber mit hohen Steuerzahlungen. Das Recht auf die Produktion der Geräte innerhalb des Landes steht durch diese Reiberei ohnehin nicht auf dem Spiel. Im ‚Worst-Case-Szenario‘ müsste man den Verkauf vom iPad unter seinem jetzigen Namen einstellen. Das dies dauerhaft passiert, ist sehr unwahrscheinlich. Apples Interesse am chinesischen Markt bedarf keiner Betonung. Sollte die Auseinandersetzung durch finalen Rechtsspruch wirklich in einen fortgeschrittenen Status gelangen, ist eine außergerichtliche Einigung nur eine Frage von Geld.

Proview geht’s so oder so nur um die US-Dollar und nicht um die Marke oder dessen Verwendung. Deshalb steht in dieser Auseinandersetzung auch vornehmlich ein gescheitertes Geschäft zur juristischen Einigung, dessen Disput sich um den Markennamen ‚iPad‚ dreht.

Marvel stellt US-Comics in den iBookstore

IPhoneBlog de Mavel

Dienstagabend wollte ich mich bereits beschweren, das Marvel seine Superhelden-Comicbücher ausschließlich in den US-iBookstore einstellt. Keine 12 Stunden später taucht auch im deutschen iTunes-Verzeichnis die Sonderseite (Link) mit den in Originalsprache erhältlichen Heften auf – von Hulk bis Spider-Man.

Entgegen Marvels offizieller Comics-App (kostenlos; universal; App Store-Link) fehlen den iBooks allerdings die lebhaften Zoom-Sequenzen, mit denen zwischen Bildausschnitten gewechselt wird. Apples Bücher-Programm vermisst außerdem die klassische Einzelseiten-Ansicht.

Preislich liegt iTunes ein wenig günster: ‚The New Avengers‚, dessen erste Ausgabe aktuell als Gratis-Download verschenkt wird (App Store-Link), kostet bei Apple in kompletter Kollektion 5.49  – Marvel verlangt 8.99 €. Das gleiche Preisspiel gilt auch für ‚Spider-Man: Maximum Carnage‚ (14.99  gegenüber 19.99 €) oder ‚Wolverine: Old Man Logan‚ (7.49  gegenüber 11.99 €).

[update] Frage im Patentstreit mit Motorola: Wie sperrt Apple deutschen iCloud-Mails den Push?

Zum ‚iCloud-Push-Stopp‚, den die Patentstreitigkeiten zwischen Motorola und Apple auslösten, tat sich in der vergangenen Woche die Frage auf, wie Apple den betroffenen Kundenkreis in Deutschland bestimmt. Technische Infos, die den Umfang des veröffentlichten Support-Dokuments überschreiten (laut offizieller Aussage geht’s um iCloud- und MobileMe-Kunden „innerhalb der Grenzen Deutschlands„), wurden auf Nachfrage nicht beantwortet.

Das Ergebnis eigener Konfigurationsversuche: Apple schaut auf die IP-Region seiner Nutzer und ändert entsprechend die iPhone-Einstellungen.

Den Stein ins Rollen brachten Fabian und Denis (herzlichen Dank!), die anregten das iCloud-Mail-Konto manuell, wie Apples es in diesem Dokument beschreibt, aufzusetzen.

Der Unterschied zwischen dem Setup aus Deutschland (links) und Finnland (rechts) zeigt sich anschließend in den E-Mail-Einstellungen unter -> Datenabgleich -> Erweitert. Telefone mit deutscher IP-Adresse bekommen die Push-Option für das iCloud-Mail-Konto derzeit nicht angeboten.

IPhoneBlog de NO Push DE

(Natürlich) lässt sich iOS temporär austricksen, indem man sich für die erste Einrichtung per VPN über ein anderes Land einwählt. Sobald die Datenpakete allerdings wieder über das heimische Netz strömen, beispielsweise nach einem Telefon-Neustart oder der VPN-Trennung, ändert sich die Systemeinstellung automatisch. Einem in Deutschland stationierten iPhone, das sich über die USA einwählte, sein iCloud-Konto einrichtete und den Push-Zeitplan auswählte, wurde der Menüeintrag nach einem Reboot ohne Feedback wieder entfernt.

Aber auch umgekehrt ‚lernt‘ ein iCloud-Account den Push zurück, wenn es die deutschen (IP-)Grenzen wieder verlässt.

(Danke, Leo!)

Update: Positive Rückmeldungen zum (weiterhin) funktionierenden Push über den IMAP-Workaround, trafen seit der Artikelveröffentlichung in den Kommentare und über Twitter ein. Welche (Kombination an) technischen Mitteln Apple schlussendlich verwendet, um dem Gerichtsurteil Folge zu leisten, bleibt daher weiter offen.

[update] CNBC: iPad-3-Enthüllung in der nächsten Woche

Obwohl eine offizielle Einladung weiter aussteht, verfestigen sich die bereits großflächig gestreuten Gerüchte um ein Apple-Event am 07. März. Der gewöhnlich exzellent informierte Jim Dalrymple korrigierte, genau wie mittlerweile ‚The Verge‚, den CNBC-Tweet um dessen Ortsangabe.

Sicher ist: Mit der nächsten iPad-Generation erhöht Apple abermals den Abstand zu seinen kampflosen Mitbewerbern. Spektakuläre ‚Barcelona-Tablets‘ blieben dem diesjährigen Mobile World Congress fern. Samsung gilt weiterhin als größter iPad-Konkurrent, bezeichnete in Spanien die eigenen ‚Galaxy-Tab‘-Verkäufe jedoch als enttäuschend. Googles Andy Rubin heftete dem Statement eine Nummer an: Magere 12 Millionen Android-Tablets sollen insgesamt und über alle OEMs verteilt, erst abgesetzt worden sein.

Update: CNBC rudert zurück und bezieht seinen ‚Alert‘-Tweet auf die zwei Wochen alte Berichterstattung von iMore.

Update II: Macworld bestätigt die Apple-Einladung für den 07. März.

Update III: „We have something you really have to see. And touch.“ Ort: San Francisco.

IPhoneBlog de Media Event

Push-Mails aufs iPhone – drei Vorschläge.

Aufgrund einer Patentstreitigkeit mit Motorola drehte Apple am vergangenen Freitag iCloud-Nutzern in Deutschland den E-Mail-Push ab. Wann das ‚Pager‘-Patent von Apple technisch umgangen oder gegen Bezahlung lizenziert wird, ist zeitlich schwer einzuschätzen. Aus diesem Anlass hier drei kurze Anregungen, wie eure (iCloud-)Mails weiter durch die Leitung ‚feuern’*.

IPhoneBlog de Boxcar Push Notifo

Vorschlag I: eine Mail-Weiterleitung zu Yahoo. Apples exklusiver Push-Partner zur ersten iPhone-Generation ist im Jahr 2012 sicherlich keine große Nummer mehr; der kostenlose Mail-Account inklusive Push-Funktion tut es trotzdem noch. Die Umleitung der eigenen Mails lässt sich unter iCloud.com einrichten. Auf dem iPhone findet sich der Yahoo-Account immer noch in der Standard-Auswahl. Die sofortige Übermittlung funktioniert zuverlässig. Allerdings greift der Yahoo-Spamfilter anfangs eher rabiat durch. Aus leidvoller Testerfahrung kann ich daher zu einem Blick in den Spam-Ordner raten wo ihr eure @me.com-Adresse einmalig autorisiert.

Der ‚Weiterleitungs-Trick‘ funktioniert natürlich auch mit anderen (oder eigenen) Mail-Accounts.

Vorschlag II: Boxcar (kostenlos; universal App Store-Link), Notifo oder Push 4.0 (3.99 €; universal; App Store-Link) – alle funktionieren nach dem gleichen ‚Forwarding-Prinzip‘ wie für Yahoo beschrieben. Die Dienste geben euch eine individuelle Mail-Adresse an die Hand um eure Nachrichten dorthin zu übermitteln. Laufende Kosten fallen nicht an; die Konfiguration ist für ein einzelnes Mail-Konto überschaubar und die genannten App-Store-Programme ‚pushen‘ auch andere (Web-)Dienste (RSS, etc.).

Vorschlag III: eine Kombination aus Growl und Prowl (2.39 €; universal; App Store-Link). Bei mir ist es ein MacMini, der im lokalen Netzwerk als Medien-, Backup- und Push-Server dient. Über Growl (1.59 €; MAS-Link) zeigt er auflaufende Ereignisse an, die anschließend über Prowl aufs iPhone und iPad geschoben werden. Als ‚growl-fähiges‘ Mail-Programm dient Sparrow (7.99 €; MAS-Link), das keine Unterscheidung zwischen Mail-Anbietern vornimmt. Jede eintreffende Nachricht, egal über welchen Account, erhält durch Prowl seine Weiterleitung auf die mobilen Geräte. Obendrein lassen sich Status-Mitteilungen aus allen anderen installierten Desktop-Apps (Twitter, etc.) übermitteln.

IPhoneBlog de Prowl

Die wichtigste Frage zum Schluss: Warum überhaupt Push?

Mir persönlich geht es nicht um die einzelne Information, das eine neue Mail mein Postfach beglückt. Mir ist die vorgelagerte Auswahl wichtig, um nicht zeitraubend die Mail-App auf Neuzugänge überprüfen zu müssen. Push funktioniert für mich als Informationsfilter – egal ob dieser übers iPad am Schreibtisch mitläuft oder eine Zusammenfassung der Aktivitäten vom Posteingang zeigt, wenn ich längere Zeit nicht aufs Telefon geschaut habe.

* Der ‚Push-Stopp‘ gilt nur für E-Mails über iCloud und MobileMe in Deutschland. Kontakte und Kalendereinträge tauscht der Service weiterhin augenblicklich aus. In den iOS-Mail-Einstellungen lässt sich ein Zeitfenster von 15 Minuten für den automatischen Apple-Postfach-Abruf konfigurieren.