Auch in diesem Jahr verteilt Apple über zwölf Feiertage jeweils eine tägliche Download-Gabe für lau. Die App Store-Beschreibung verspricht „Songs, TV Sendungen, iBooks, Apps und Filme“, dessen Verweise über das App Store-Programm ‚12 Tage Geschenke von iTunes‚ abgewickelt werden.
Die Ouvertüre startet ‚Fettes Brot‚ mit einem Video-Bundle ihrer Titel ‚Jein‘, ‚Kontrolle‘, ‚Falsche Entscheidung‘ und ‚Amsterdam‘.
Bei Interesse an diesen kleinen (und kommenden) Aufmerksamkeiten, informiert die Universal-App für iPhone und iPad per Push-Benachrichtigung.
Die Cultured Code-Aufgabenverwaltung ‚Things‚ stellte kürzlich in einem Blogbeitrag eine ‚Over-the-Air‘-Synchronisation in Aussicht („The final release of cloud sync as part of Things is still off by a few months.“). Die Ankündigung als ‚verspätet‘ zu bezeichnen, entbehrt jeder Untertreibung wenn man sich die Versprechungen zur Desktop-Version aus dem Oktober 2008 (!) noch einmal vor Augen führt:
Needless to say that we gonna implement multiple Mac syncing with MobileMe – and maybe also without it. The release of Things 1.0 is scheduled for January 2009 and we hope to be able to include multiple Mac syncing. But I can’t guarantee this.
Obwohl dieser Umstand für die aktuelle Kundschaft sicherlich ‚unbefriedigend‘ ausfällt, mangelt es nicht an Alternativen. Allein in diesem Jahr haben sich zusammen mit dem iPad-Start unzählige ‚ToDo-Anwendungen‘ mit ‚Cloud‘-Sync-Eigenschaften in den App Store geschlichen. Mittlerweile sollten die verschiedensten Geschmäcker befriedigt sein.
OmniFocus benutze ich im Moment systemübergreifend auf dem Mac, iPhone (15.99€; App Store-Link) und iPad (31.99€; App Store-Link) – ein reichlich teures, überkandideltes aber funktionsfähiges Vergnügen der auf- und abzuarbeitenden ‚Tasks‘.
Wenn man (s)ein gebrauchsfähiges System zum Festhalten der täglichen Aufgaben einmal gefunden hat, verliert man Gegenvorschläge gerne aus den Augen. Erst die gestrigen Alarm-Neuigkeiten sowie das kürzlich veröffentlichte BusyToDo (3.99€; App Store-Link) führten als Ansatz den Datenabgleich über Apples Bezahlservice MobileMe zurück auf mein Radar.
Obwohl die Aufgabenverwaltung des Desktop-Programms iCal generell sehr rudimentär ausfällt, mag dies für schnelllebige, temporäre (Arbeits-)Listen ausreichend sein. Wer mehr von seinem Kalenderprogramm auf dem Mac erwartet, greift ohnehin zu BusyCal.
Auch das bereits im Januar 2010 zuletzt vorgestellte ‚2Do‚ (5.49€; universal; App Store-Link) nutzt diese Möglichkeit der dezentralen Daten-Synchronisation. Die Funktion wird per zusätzlichen ‚In-App-Kauf‘ nachgerüstet und ergänzt damit ein umfangreiches Software-Paket.
Wer mit simplen Aufgabenlisten auskommt und sowieso schon für Apples jährlichen Bezahlservice in die Tasche greift (oder einen eigenen WebDAV-Server stellt), findet mit ‚2Do‘ einen kostengünstigen Vertreter von synchronisierenden ToDo-Listen.
BusyToDo fällt mit gleichem Ansatz schlichter aus und ist damit sicherlich nicht der letzte Kandidat aus dem reichhaltigen App Store-Sortiment.
Gorillaz, die britische Comic-Musikgruppe von Damon Albarn und Jamie Hewlett, veröffentlichen mit ‚The Fall‚ ein Weihnachtsalbum, das ausschließlich teilweise (siehe Kommentare) mit dem iPad produziert sein soll.
Bereits im November gab Damon Albarn, musikalischer Kopf der Rockband Blur, gegenüber NME zu Protokoll:
„I’ve made it on an iPad – I hope I’ll be making the first record on an iPad,“ he said. „I fell in love with my iPad as soon as I got it, so I’ve made a completely different kind of record.“
Als Applikationen, im Wert von 82.32Euro, kamen dabei zum Einsatz:
Der Musik-Stream ist iOS-kompatibel nach einem Klick auf „I’m on the mailing list“ abzuhören oder steht für zahlende Fan-Club-Mitglieder bei Sub Division zum Download.
Danke fürs Zuschauen und ein paar schöne Feiertage!
*Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Mit Flipboard (kostenlos; App Store-Link) kürte Apple zum Jahresausklang im US-App-Store ein ’soziales iPad-Magazin‘ als ‚beste News-Anwendung‚ des Jahres 2010. Auch die Nutzer waren zum sommerlichen Downloadstart im Juli begeistert und prügelten in den ersten Tagen die Server nieder. Der Service war in seinen wichtigsten (Geburts-)Stunden komplett lahmlegt, schaffte es jedoch in den darauffolgenden Wochen nicht an Relevanz einzubüssen. Zyniker könnten sagen: „Kostenlos zieht!“
Jedoch auch am Kapitalfluss, der nach einer ‚geheimen‚ iFund-Anfangsinvestition von Kleiner Perkins Caufield & Byers im Juli mit 10.5 Millionen US-Dollar nachlegte. Version 1.1 mit Unterstützung für Google Reader-Benutzerkonten und Performance-Überarbeitungen der bisherigen Dienste Twitter, Flickr und Facebook, sprang das ‚Flipboard-(Lese-)Erlebnis‘ insgesamt einen großen Satz nach vorne. Persönlich genieße ich es, die App mit ‚Popkultur‘-Feeds zu füttern um diese bei Lust, Laune und vor allem Zeit ‚wegzuschmökern‘.
Ähnlich visuell geht es auch bei ‚TweetMag‘ zur Sache, dem eigentlichen Thema dieses Artikels. Am Tag des Flipboard-Updates auf Version 1.1 erschien die 4-Euro-Anwendung, die aus 140 Zeichen Text eine Grafik-Orgie zaubert. Dabei stopft das Programm mehr oder minder ansprechend die multimedialen Inhalte in ein Magazin-Layout. Das gibt beim ersten Start einen gelungenen Überblick der Video- und Bild-Beiträge, die der eigenen Twitter-Gefolgschaft ins Netz entfleucht sind. Ein solcher Kurzmitteilungs-Konsum ist sicherlich nicht die effizienteste Art und Weise alle Beiträge der konstanten Twitter-Strömung ‚abzuarbeiten‘. Die extrahierten ‚Eyecatcher‚ fordern manchmal jedoch auch erst zum Lesen auf. Ohne ‚richtiges‘ (Gestaltungs-)Format huschen Beiträge schnell durch das kolossale Informations(fang-)netz.
TweetMag fokussiert sich mit Twitter, gegenüber seinen Mitbewerbern, auf einen einzigen Service. Dieser gehört derzeit jedoch unbestritten zu einer der wichtigsten Informationsquellen. Die aufgerufenen Einzelbeiträge erhalten in der Randspalte eine Übersicht der darauf bereits erfolgten Replies und Re-Tweets. Kontakte lassen sich in einer Schubladen-Leiste ablegen; Tweets zu bestimmten Hashtags filtern oder mit den ‚Top Stories‘ am ‚Puls der Zeit‘ hausen.
*Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Kurz bevor am morgigen Donnerstag das ‚iTunes Connect‘-Entwicklerportal bis zum 29. Dezember seine Pforten schließt, drückt Apple der hauseigenen ‚Remote‚-Anwendung (kostenlos; universal; App Store-Link) noch das 2.1-Update aufs Auge.
Die WiFi-Fernbedienung für iPhone, iPod touch und iPad, die iTunes-Bibliotheken und den Apple TV aus der Distanz bedient, lenkt in seiner überarbeiteten Fassung nun auch den drahtlosen AirPlay-(Video-)Stream von einem iTunes zur Apple Set-Top-Box. Des Weiteren lassen sich Webradio-Station anwählen und über iTunes beziehungsweise verbundene ‚Airport Express‚-Stationen ausgeben.
Nach den ersten Test-Minuten scheint das Weihnachts-Update gelungen. Es fällt jedoch ohne Frage überfällig aus. Eine ‚AirPlay‘-Unterstützung wäre bereits mit der Veröffentlichung von iOS 4.2 – vor exakt einem Monat – auch für die Software-Fernbedienung notwendig gewesen.
Die bereits an dieser Stelle mehrfach vorgestellte Foto-Anwendung ‚Camera+‚ (0.79€; App Store-Link) kehrt nach 131 Tagen zurück in den App Store. Apple verbannte die Anwendung für über vier Monate aus seinem Download-Portal nachdem der Entwickler TapTapTap bereits vom App-Store-Genehmigungsprozess abgelehnten Programmcode versteckt implementierte.
Der mehr als offensichtliche PR-Stunt beinhaltete die nachträgliche ‚Scharfschaltung‘ einer unautorisierten Funktion über den Webbrowser Safari. Die Lautstärke-Knöpfe des iPhones konnten dadurch als Foto-Auslöser dienten. TapTapTap versuchte dies zuerst auf offiziellem Weg einzureichen und erhielt eine (dokumentierte) Ablehnung. Nachdem die nicht genehmigte Funktion in einer erneuten Aktualisierung heimlich eingebaut wurde und später im Netz viral an Bekanntheit erlangte, setzte Apple diese Anwendung des Entwicklers vor die Tür.
Sowohl das Entwickler-Studio als auch seine prominente Frontfrau Lisa Bettany schwiegen sich über die komplette Zeit zum aktuellen Informationsstand aus. Selbst jetzt, einige Stunden nach der Veröffentlichung, findet keine Kommunikation mit den bisherigen Kunden statt. Ob es ein ‚Recht auf Informationen‘ für Käufer gibt, die irgendwann einmal 2.39€ auf den Verkaufstresen legten, bleibt eine ganz individuelle Frage. Wieviel ‚Vertrauen‘ in einen Entwickler eingebüsst wird, der nicht ansprechbar ist, und ob sich dies tatsächlich zählbar auf App-Store-Verkäufe auswirkt, bleibt zu bezweifeln. Insbesondere wenn wir in vier Wochen noch einmal nachfragen (würden).
Schwerwiegender dürfte, der in der Zwischenzeit aufstrebende ‚Instagram‚-Konkurrent (kostenlos; App Store-Link), mit seinem rivalisierenden Bilderservice und mittlerweile einer Millionen Benutzerkonten ausfallen.
Die ‚Empörungswelle‘ zeigt jedoch auf, dass Kunden teilweise unter falschen Annahmen ihre Micropayment-Beträge ausgeben und damit neben kostenfreien Updates, Support (und anscheinend auch Kunden-Kommunikation) für zukünftige Versionen voraussetzen. Nichtsdestotrotz: Das Thema ‚bezahlte Updates‘ bleibt uns sicherlich auch mit dem am 06. Januar startenden Mac App Store noch eine Weile erhalten.