Internetdienstleister Yahoo! scheint sich ernsthaft um die Abschaltung einiger seiner Serviceangebote wie AltaVista, Upcoming oder der Lesezeichenverwaltung Del.icio.us zu bemühen. Kein Frage: Die Zeiten der ehemals vielversprechenden Silicon-Valley-Klische sind (vorerst) passé. Trotzdem bleibt einer der traurigsten Aspekte, dass Yahoo! kein Wort gegenüber seinen Kunden verliert. Dem Wall Street Journal und TechCrunch liegen (anscheinend) entsprechende Bestätigungen über die Einstellung vor; gegenüber den 5.3 Millionen Kunden (Stand 2008) herrscht jedoch auch knapp 24 Stunden nach dem PR-Gau das kühle Schweigen.
Petitionen sind gestartet und die Erstellung von Datenbank-Backups sollten über die interne Export-Funktion kein Problem sein. Mitbewerber kümmern sich fleißig um den Import der möglicherweise bald vereinsamten Web-Verweise. Unter diversen Kontrahenten wie Historio.us, Diigo, Google Bookmarks oder Zootool habe ich mich persönlich für Pinboard.in entschieden. In den ersten Stunden taten dies ebenfalls über 9.000 Kunden, die aktuell eine Import-Warteschlange von acht Stunden produzierten.
Der einmal zu entrichtende Startpreis orientiert sich am Kunden-Zulauf. Als John Gruber im Sommer 2009 über den Dienst schrieb, konnte man für $2.33 US-Dollar zugreifen. Nach seinem Beitrag schoss der Preis auf $4.33 US-Dollar. Ich habe am gestrigen Abend $6.98 US-Dollar gezahlt. Aktuell stehen $8.13 US-Dollar für die Einwahl auf dem Kassenzettel. Pinboard.in arbeitet neben seinen verschlagworteten Lesezeichen mit Twitter zusammen und archiviert die eigenen Tweets. Auch Instapaper oder ‚Read It Later‘-Artikel, die zum späteren Konsum vorgemerkt wurden, lassen sich verknüpfen.
Die spannende Frage betrifft (natürlich) die zur Verfügung gestellte API sowie die dadurch in Verantwortung gezogene Drittanbieter-Software, mit der man Links an Pinboard.in schickt. Neben einer persönlichen E-Mail-Adresse stehen (Mac-)Programme wie Pukka oder auch Delibar für eine ‚Ein-Klick‘-Archivierung bereit. ‚Delibar‚ besitzt außerdem eine durchaus empfehlenswerte iPhone-Anwendung (1.59€; App Store-Link). Diese fand zwar erst kürzlich an dieser Stelle ihre Erwähnung, darf jedoch nach den aktuellen Ereignissen noch einmal hervorgehoben werden.
Masaru Oyamada, Produzent des SquareEnix-Titels ‚Secret of Mana for iPhone‚, gibt über die offizielle Facebook-Fanseite bekannt, dass das Action-Rollenspiel bereits „grünes Licht“ vom App-Store-Genehmigungsprozess erhielt und noch in diesem Jahr erscheint.
Ebenfalls erwähnenswert: (Wie angekündigt) stellt Epic Games seit dem gestrigen Donnerstag das Unreal Development Kit mit iOS-Support zum Download. Mac-Entwickler starten über Bootcamp oder eine VMware-Lösung mit der Installation unter Windows. Mit ‚Jazz Jackrabbit‚, einem alten Maskottchen der Spielschmiede, liegt dem ‚Dev-Download‘ ein Dual-Stick-Shooter als Beispiel-Code bei.
Als ‚vollwertige‘ Spiele, die mit dem UDK erstellt wurden, finden sich mit Infinity Blade (4.99€; universal; App Store-Link) und Dungeon Defenders: First Wave (2.39€; universal; App Store-Link) mittlerweile bereits zwei Games im App-Store-Portal. Donald Mustard, Mitbegründer von Chair Entertainment, die sich für die überdimensionale Schwerter-Fuchtelei verantwortlich zeigten, gab gegenüber Joystiq zu Protokoll, dass Infinity Blade ursprünglich als Xbox-Kinect-Titel konzipiert wurde. Im mehr oder minder gleichem Atemzug kündigte er eine Aktualisierung des Titels mit neuer Ausrüstung und frischen Gegner-Modellen noch vor Weihnachten an.
Wer vom gestrigen Donnerstag nicht schon genug Spiele-Material für die Feiertage gehortet hat, schaut noch einmal ins Electronic-Arts-Sortiment, das „nahezu“ alle iPhone– und iPad-Titel auf 79 Cent reduziert anbieten. Empfehlungen lauten: SimCity Deluxe for iPad (0.79€; App Store-Link), Reckless Racing HD (0.79€; App Store-Link) Mirror’s Edge für iPad (0.79€; App Store-Link) oder Need for Speed Hot Pursuit (0.79€; App Store-Link).
*Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Nach mehrfachen Auszeichnungen auf verschiedensten Plattformen tröpfelt ‚World of Goo‚ endlich unter die Fingernägel der iPad-Benutzer. Manch einer mag behaupten, dass es für diese neue Tablet-Behausung ursprünglich konzipiert wurde.
Gameloft wirft (am heutigen Tag) erneut die KopierInspirations-Maschine an und liefert einen Doppelgänger artverwandten Nachkommen des PS3-Exklusivtitels ‚Uncharted‚ für iPhone und iPad.
Aus der Entwicklerstube ‚Crescent Moon Games‘, die uns Ravensword: The Fallen Kingbescherte, entstand in Zusammenarbeit mit Galoobeth Games dieses 3D-Abenteuer in einer offenen Mittelalter-Welt, die zum Staunen einlädt.
Insgesamt: Aralon ist ein heftiger (Schwert-)Hieb gegen die ’20-Sekunden-Unterhaltung‘ typischer App-Store-Titel und hilft Rollenspielfreunden dieses Jahr durch dunkle Winternächte.
Lara Croft, eine der Videospiel-Ikonen aus den 90er-Jahren, erfand sich als isometrischer Plattformer im vergangenen Sommer auf Xbox Live und dem PlayStation Network komplett neu. Das war ähnlich unerwartet und überraschend, wie die heutige Umsetzung für iPhone und iPad.
‚Der (nicht nur sprichwörtliche) dritte Streich‘ nennt sich ‚Hook Worlds‚ und entstammt dem Studio ‚Rocketcat Games‘, welches zuvor mit Super QuickHook und Hook Champ bereits erfolgreich App-Store-Geschichte schrieb.