Ohne spezifischen Termin ist das BlackBerry PlayBook von Research in Motion weiterhin für das erste Quartal 2011 angekündigt. Das hält Apples Mobilfunk-Konkurrenten jedoch nicht davon ab, mit spezifisch ausgewählten Webseiten-Aufrufen (!) die Illusion einer möglichen Überlegenheit vorzutäuschen.
RIM stellte das BlackBerry PlayBook Ende September vor und schob eine anvisierte $500 US-Dollar-Preismarke gegenüber Bloomberg taktisch Mitte November nach. Mit ein wenig Weitsicht ist der ‚billige‘ Preis-Kniff, über den RIMs CEO Jim Balsillie versuchte, (s)einen Schuss vor den Bug von Apples Tablet-Flaggschiff zu landen, auch zu entkräften. Apples iPad feiert seinen ersten Jahrestag am 03. April 2011 und sollte ebenfalls in den einjährigen Aktualisierungs-Zyklus fallen, den das iPhone (mehr oder weniger regelmäßig) seit 2007 verfolgt. Mit $499 US-Dollar ‚knackt‘ auch jetzt schon der Apfel-Touch-Computer die, anscheinend psychologisch wichtige (Preis-)Grenze.
Streitbare Argumente zwischen Jim Balsillie und Steve Jobs begleiteten das Netz seit einigen Wochen. In seiner unvergleichlichen Vermessenheit Art kommentierte Jobs, in seiner überraschenden Teilnahme bei der Telefonkonferenz zur Erläuterung der Apple Geschäftszahlen Q4/2010: „I don’t see them [BlackBerry] catching up with us in the foreseeable future.“.
Zukunfts-Aussichten hin oder her: Der Blick bleibt auf die Gegenwart zu richten. Und in dieser Gegenwart steht weder ein BlackBerry PlayBook in den Verkaufsregalen noch irgendein anderes konkurrenzfähiges Tablet.
15:34 Uhr: ‚The Beatles‘ (iTunes-Store-Link) erreichen Apples digitale Verkaufsplattform. ‚The Wall Street Journal‚ titelte am gestrigen Abend bereits verbindlich.
In zirka 15 Minuten soll es auf Apple.com weiter- beziehungsweise losgehen.
Update
16:00 Uhr: „Beatles it is!“ Es sind keine weiteren Ankündigungen zu erkennen.
Um es vorsichtig auszudrücken: Die Eingangsseite von Apple.com für knapp 24 Stunden zu blockieren nutzen, den digitalen Verkaufsstart einer Band vorzubereiten, deren Verwalter sich jahrelang dagegen wehrten, war wohl etwas überdimensioniert.
Update II
I am particularly glad to no longer be asked when the Beatles are coming to iTunes,” said Ringo Starr.
Nach ‚Shift‚ und ‚UndergroundUndercover‚ gefällt mir Electronic Arts dritter Rennspiel-Wurf, der heute unter dem Namen ‚Hot Pursuit‚ den App Store erreichte, am besten. Wer hinter dem Lenkrad der Polizei-Fahrzeuge seinen Platz einnimmt, darf ein ‚Arcade-Feeling‘ erwarten. Zur Gameplay-Ausrichtung passt die Steuerung über den Neigungssensor. Das ist nicht zu Hundertprozent so präzise wie ein übergelagertes Controller-Layout, bereitet jedoch weitaus mehr Spaß. Häufigere Kollisionen mit der Streckenbegrenzung nimmt man dafür gerne in Kauf. Ausgewählte Gesten zünden den Nitro-Pack oder ziehen in den Kurven die Handbremse.
20 lizenzierte Rennschalen finden sich hier zum Stelldichein zusammen. Darunter zählen, mit den Marken Porsche, Bugatti oder Lamborghini, auch die typischen Vehikel unserer Ordnungshüter. Als Spielmodi steht der traditionelle ‚Schnellstart‘ sowie ein Karriere- und (lokaler) Mehrspieler-Modus zur Auswahl. Eine Geschichte spinnt das Spiel nicht um die Verfolgungsjagden. Eine globale Rangliste oder gar ein Internet-Mehrspielermodus fehlen ebenfalls.
Von den angekündigten 24 spielbaren ‚Events‘ zeigen die ‚Takedown‘-Rennen, bei dem etwas mehr als die Lackierung des gegnerischen Straßenkreuzers zerkratzt werden will, dass größte Spaßpotenzial. Grafik- und Sound-Qualität kitzeln über ihre mitreißende Art am Bleifuß des Rennspielfreunds, der hier zwei bis vier Stunden gut unterhalten wird.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Apples neuer TV-Spot im US-Markt beschäftigt sich mit der Batterie-Kapazität vom iPhone 4. Bis auf ein Eishocky-Spiel (NHL 2K 11?) und der Facebook-App steht dabei nur Cupertino-eigene Software (Mail/Video/iPod/Kamera/iMovie/MMS/iBooks und SMS) im Vordergrund.
Die Werbung folgt dem 30-sekündigen Trailer ‚Every‘ von Anfang Oktober, der das Retina-Bildschirm ins Visier nahm. Zuvor richtete Apple den Fokus ausschließlich auf die Facetime-Videotelefonie aus. ‚Every‘ wartete (anscheinend) mit einer individuell komponierten Hintergrund Musik auf, die der heutige Werbespot erneut wechselt.
Apple kündigte soeben auf Apple.com ein iTunes-‚Event‘ für den morgigen Dienstag an. Um 16 Uhr deutscher Zeit ist dessen Start geplant. Weder eine Pressemitteilung, noch irgendwelche weiteren Details sind bislang bekannt. Außerdem ist zum jetzigen Zeitpunkt ungeklärt, ob eine Video-Übertragung aus Cupertino stattfindet oder die Verkündung eventuell nur über die Webseite erfolgt.
Wochenstart. Zeit, sich den ‚produktiven‘ Tätigkeiten zu widmen. Was auch immer das bedeuten mag. Diese kleine Auswahl an Applikationen sammelten sich in einem iOS-Ordner an, den ich mit ‚Review II‘ überschrieben hatte. ‚Review I‘ gab es – auch zu meiner Verwunderung – schon…
Calvetica (2.39€; App Store-Link) greift sich die lokale Kalender-Datenbank und verpackt auch unsympathische Termin in ein hübsches Layout. Speziell eine übersichtliche Wochenansicht lässt Apples Standard-Anwendung schmerzlich vermissen. Die Tagesübersicht faltet sich im Ziehharmonika-Stil aus oder staucht sich zusammen, was einen schönen Einblick in die persönliche Planung gibt.
Der minimalistische Ansatz lässt sich auch als Gratis-Version (App Store-Link) ausprobieren. Für eine nochmals komplett andere Aufbereitung zeigt sich ‚miCal‚ (1.59€; App Store-Link) zuständig und punktet beispielsweise mit eine weitsichtigen Vorschau auf anstehende Geburtstage.
~~~~
ClickyTouch (2.39€; App Store-Link) hievt den ‚Google-Analytics‘-Konkurrenten Clicky auf die App-Store-Plattform. Wer als Blog- oder Webseiten-Betreiber die ‚Echtzeit‘-Ergebnisse seiner Besucher einsehen und studieren möchte, kann dies nun direkt über dieses kompakte Programm machen. Ausgeliefert werden beispielsweise ‚aktive Besucher‘, die sich genau zum jetzigen Zeitpunkt Online auf der eigenen Seite tummeln. Über welche Suchbegriffe es sie dorthin verschlagen hat, ist ebenso zu erkennen.
~~~~
Delibar (1.59€; App Store-Link) synchronisiert Bookmarks mit Yahoos Delicious und / oder dem ‚Antisocial‘-Lesezeichendienst Pinboard – Suchen, Verschlagworten, Aufrufen und Verschicken (natürlich) inklusive.
~~~~
Linkie (0.79€; App Store-Link) zeigt sich als Statistik-Werkzeug für ausgesendete Web-Links des Anbieters ‚Bit.ly‚ beziehungsweise ‚J.mp‘ verantwortlich. Der URL-Kürzer verzeichnete diesen Sommer beeindruckende 150 Millionen Klicks. Pro Tag. Rund 10-Prozent sollen mobilen Geräten entstammen. Das bringt den erst im Mai 2009 gestarteten Anbieter in eine echte Konkurrenzposition gegenüber Google und Co., da Bit.ly weiß, was aktuelle ‚geklickt‘ wird.
Welche Aufmerksamkeit, die persönlich verteilten Webverweise zählen, lässt sich mit Linkie abfragen – eine Unterstützung von Bitly-Pro ist eingeschlossen.
~~~~
SpeedTask (3.99€; App Store-Link) bietet das Maximum an Minimalismus für ToDos inklusive einem kostenfreien Online-Sync-Service. Die Anmeldung funktioniert direkt innerhalb des iOS-Programms. Eine Feed-URL zeigt die so eingetragenen Aufgaben auch in Apples Desktop-Kalender-Verwaltung iCal an.
Am gestrigen Samstag erreicht eine Aktualisierung des Push-Benachrichtigungs-Services ‚Boxcar‚ (kostenlos; universal) den App Store. Für mich persönlich gibt Version 4.0 den Ausschlag, meinem iPhone-‚Dauerbesetzer‘ Prowl seinen Laufpass zu erteilen. Zackary Wests übermittelten ‚Growl‘-Benachrichtigungen (2.39€; App Store-Link) warten seit August 2009 auf eine Aktualisierung und wirken gegenwärtig ziemlich altbacken.
Das fünfköpfige ‚Boxcar‘-Team liefert mit einer vereinheitlichten Inbox für die unterschiedlichste Internet-Services, hochauflösender Retina-Optik sowie universaler iPhone- sowie iPad-Unterstützung zur Stunde das vollständigere Paket.
Die sofort übermittelten Benachrichtigungen erstrecken sich von Google Buzz, Github, Twitter bis Facebook und gängigen Webseiten-Feeds. Mit einem vollwertigen RSS- oder Atom-Abonnement lässt sich auf diese Weise Internet-Angeboten folgen, ohne das diese überflüssige App-Store-Installationen bereitstellen müssen.
Wer auf einen (kostenpflichtigen) E-Mail-Account von MobileMe verzichtet, jedoch einen unmittelbaren Hinweis über Posteingangs-Veränderungen empfangen will, ist hier gleichermaßen gut aufgehoben. ‚Listen‘ und individuelle Suchenanfragen beim Kurzmitteilungsdienst Twitter lassen sich ebenfalls einrichten. Wer sein Growl-/Prowl-Setup weiter verwenden möchte, verknüpft Boxcar über ein ‚Display Style‘ und bekommt so auch die Anzeigen vom lokalen Computer ‚gepusht‘. Die Integration der anderen Dienstleister funktioniert gegenüber Prowl auch ohne einen ständig laufenden Rechner.
Die Anwendung ist werbefinanziert und dadurch ohne direkte Kosten aus dem App Store herunterzuladen. Wer sich für 4€ den Werbe-Einblendungen entledigen möchte, tut dies per ‚In-App-Kauf‘. Kunden, die bereits eine vorherige Version einkauften, freuen sich über bereits deaktivierte Reklamehinweise.
Ohne Frage: Das derzeitige Push-Benachrichtigungssystem kann nicht Apples letzter Wurf in dieser Richtung gewesen sein. Insbesondere die Platzverschwendung auf dem Standby-Bildschirm und die sich ‚überschreibenden‘ Hinweise gilt es zu überarbeiten. Da für eine solche Baustelle das iOS-System jedoch tiefgreifende Veränderungen zu erfahren hat, ist damit nicht vor einem nächsten großen Update zu rechnen. Die ‚Boxcar‘-Methode begleitet uns demnach mindestens bis in den nächsten Sommer.
Durch eine Änderung im ‚Backend‘ erscheint, ohne aktive Benutzer-Aktualisierung, die Anbindung von Apples sozialem Ping-Netzwerk nun auch auf dem iPad. Das iPhone besitzt bereits seit Anfang September die mobile Übersicht der dortigen ‚Aktivitäten‘, des eigenen Profils sowie den Handlungen befreundeter ‚Leute‘.
Apropos Ping: In der vergangenen Woche steckten Apple und Twitter ihre Köpfe bezüglich einer gegenseitigen Integration zusammen. Über einer Verknüpfung mit dem eigenen Twitter-Account, ist es ab sofort in iTunes möglich, seine Kurzmitteilungs-Bekanntschaften aufzuspüren. Auf der ‚Twitter.com‘-Gegenseite verbindet das mittlerweile etablierte Startup eine direkte Ab- beziehungsweise Anspielfunktion der musikalischen 30-Sekunden-Ausschnitte.
In der am gestrigen Freitag aufgezeichneten ‚Bits und so‚-Podcast-Episode stand zur Diskussion, wie die Gewichtung der Vorteile beider Kooperationspartner aufgeteilt ist. Dabei ergaben sich gute Argumente für beide Seiten: Apple angelt sich nach dem Facebook-Dilemma einen Teil der Nutzer des populären ‚Social Networks‘ während Twitter über Affiliate-Vermittungen sicherlich ‚kleine‘ Beteiligungen von jedem iTunes-Einkauf abgreift.